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Orgel: Weida-Land / Farnstädt-Unterfarnstädt – St. Sylvester

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Die wertvolle Wäldner-Orgeln in Farnstädt bedarf einer dringenden Sanierung. Herabfallender Putz, mangelnde Pflege sowie Missachtung bei der Dachsanierung haben dem Werk stark zugesetzt. Vor allem durch die durchschlagende Zunge im Pedal hat das Werk einen unschätzbaren Wert. Spenden für die Erhaltung der Orgel können hier übermittelt werden: KLICK




Gebäude oder Kirche

St. Sylvester

Konfession

Evangelisch

Ort

Weida-Land/Farnstädt-Unterfarnstädt

Postleitzahl

06279

Bundesland / Kanton

Sachsen-Anhalt

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

Kirche von außen

Innenraum

Orgelprospekt

Spielhilfen

Orgelinneres



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

um 1780 Neubau einer mechanischen Schleifladenorgel I/10 durch einen unbekannten Orgelbauer, evtl. Christoph Mocker/Roßleben
29.2.1840 Anzeige im Querfurter wöchentlichen Kreisblatt, dass die Orgel im Zuge des Kirchenneubaus meistbietend verkauft wird.
9.3.1840 Besichtigungstermin der Orgel
um 1841 Verkauf des alten Werkes an die ev. Kirche zu Kuckenburg (Gemeinde Obhausen) – die Orgel wird in Kuckenburg nahezu unverändert aufgestellt, der Prospekt ist bis heute erhalten.
(Weitere Informationen zu diesem Werk HIER)
1843 Neubau einer vorderspieligen mechanischen Schleifladenorgel II/21 durch Friedrich Wilhelm Wäldner/Halle. Eine Besonderheit sind die beiden durchschlagenden Zungenstimmen.
1916 Abgabe der Prospektpfeifen aus Zinn zu Rüstungszwecken
1921 Einbau neuer Zinkpfeifen in den Prospekt, der Einbau wurde durch Strobel/Bad Frankenhausen bewerkstelligt
1955 laut Inschrift in der Orgel: „Juli 1955 Orgel abgetragen | Xylamon [Holzwurmschutz] rep. gest. HHR GHR“ – Abtragung, umfassende Reparatur, Stimmung und Holzwurmbekämpfung durch
Fa. Hildebrandt aus Roßleben b.Artern/Wiehe. Die Disposition wird nicht geändert. Ein elektrischer Winderzeuger wird eingebaut. Es handelt sich um die letzten Arbeiten an der Orgel.
1970er Jahre die Orgel wird nach und nach unspielbar, mangelnde Pflege und schlechter Zustand des Bauwerkes setzen dem Werk zu.
ab 1985 keine weitere Nutzung der Orgel, das Instrument erleidet schwere Wasserschäden durch das undichte Dach
2002 die Orgel erleidet durch mangelnde Abdeckung bei der Sanierung des Daches weitere Schäden durch Witterung, Feuchtigkeit und herabfallenden Putz
2017 Gutachten durch Jiri Kocourek (Eule Orgelbau) über die Orgel
2022 die Orgel ist vorhanden, aber nicht spielbar. Durch starke Verschmutzung und starken Wurmbefall ist das wertvolle Werk akut bedroht und bedarf dringend einer Sanierung.
Eine Überholung/Instandsetzung des Werkes seitens des Vereins ist geplant, hat jedoch angesichts des immer noch maroden Daches nicht oberste Priorität.

Die Orgel besitzt zudem drei Keilbälge und 1225 klingende Pfeifen. Mit den teilweise stummen Prospektpfeifen besitzt die Orgel 1231 Pfeifen.

Disposition

Manual I – Hauptwerk C-f“‘

Bourdon 16 Fuß.

Principal. 8. Fuß.

Hohlfloete. 8. Fuß. [Registerschild fehlt]

Flachfloete 8. Fuß.

Octave. 4. Fuß.

Flauto amabile. 4 Fuß.

Quinte. 3. Fuß.

Octave 2. Fuß.

Mixtur. 4 fach.

Cornet. 3.fach. [ab a°]

Trompete. 8. Fuß. (aufschl., C-H Becher Holz, ab c° Becher Metall)

Manual II – Oberwerk C-f“‘

Viola di Gamba. 8. Fuß.

Gedackt. 8. Fuß.

Flauto traverso. 8. Fuß.

Principal. 4. Fuß. [Registerschild fehlt]

Gedackt. 4. Fuß.

Waldfloete. 2. Fuß.

 

Pedal C-c‘

Violonbaß. 16 Fuß.

Subbaß. 16 Fuß.

Violon Cello. 8. Fuß.

Posaune. 16. Fuß. [durchschl.]

 

Spielhilfen

Als Registerzüge links unten: Ventil zum Oberwerk., Ventil zum Pedal. [Sperrventile], Manual,,Coppel. [II/I], Kalcanten,,Klingel. [sic]
Als Registerzüge rechts unten: Pedal,,Coppel. [I/P], Vacat. [Symmetriezug], Ventil zum Haupt,,werk. [Sperrventil HW]

Gebäude oder Kirchengeschichte

1145 erste Erwähnung einer Kapelle in Unterfarnstädt
um 1300 Ausbau dieser Kapelle zur Kirche (Basilika), Erhebung zur Pfarrkirche
1325 Guss einer ersten Glocke mit 8 Zentnern Gewicht
1544/45 erste Erwähnung des Patroziniums „St. Sylvestris“
1685 Guss einer großen Bronzeglocke
1732 Guss einer kleinen Glocke durch Martin Heintze/Leipzig
1839 starke Schadhaftigkeit der alten Kirche, ein Neubau von repräsentativen Ausmaßen schräg gegenüber wird bereits geplant
1839 Abriss der alten Kirche
1840-44 Neubau der heutigen Saalkirche im Stile der Tudor-Gotik (ähnlich Höhnstedt) nach Entwürfen von Alfred Hindorf, Sohn des damaligen Farnstädter Pfarrers
1.12.1844 (1. Advent) festliche Einweihung der neuen Kirche
1916 Fertigung der mechanischen Turmuhr durch Firma May/Halle
1917 Abgabe zweier Glocken zu Kriegszwecken
1921 Guss einer neuen Eisenglocke durch Gießerei Schilling&Lattermann
1985 keine weitere Nutzung der Kirche, das Bauwerk verfällt zusehens, u.a. wird das Dach undicht, wodurch die einst vorhandene Muldendecke aus Holz Schaden nimmt und teilweise herabfällt.
1998 erste Schadensanalyse, Erstellung eines Sanierungskonzeptes
1999 Festlegung der Bauabschnitte, Erarbeitung einer Finanzierung
2000 Sanierung des Daches vom Turm und der Obergeschosse des Turmes, Überholung der Treppe
2001 Gründung des Fördervereins Kirche Unterfarnstädt e.V.
2001 Begutachtung der maroden Holzdecke, Trockenlegung des Bauwerkes
2002 Erneuerung des Kirchenschiffdaches über der Orgel (ca. 1/3 des Kirchenschiffes). Die Muldendecke wird nicht rekonstruiert, es wird eine Flachdecke aus Holz eingezogen.
2004 Taubenschutzmaßnahmen
2005 Sanierung der Schallfenster des Turmes sowie der Altarfenster und der Sakristei
2006 weitere Sanierungsarbeiten im Innenraum, Einbau von zwei weiteren restaurierten Fenstern, Restaurierung der Turmuhr und des Glockenstuhles, Wiedereinbau der großen Glocke
2006 Einbau neuer, aus Metall gefertigter Ziffernblätter für die Uhr
2007 Einbau einer Unterdecke aus Vlies in den noch nicht sanierten 2/3 des Kirchenschiffes
2008 Einbau einer neuen Eingangstür und sanitärer Anlagen
2009 Asbestsanierung, Sicherung des Kirchendaches
2010 Sanierung zwei weiterer Fenster, Umgestaltung der Kirchenbänke
2011 Malerarbeiten, Fußbodenarbeiten im Innenraum
2012 Einbau von drei weiteren Bleiglasfenstern inkl. Schutzgittern
2013 Notsicherung des Turmes durch die EKM
2014 Baumaßnahmen und Sanierungsarbeiten am Turm
2015 Renovierung der Kirchenbänke auf der Empore
2016 Fertigstellung der Sanierung der Kirchenfenster inklusive Schutzgitter
2017 Installation eines denkmalgerechten Zuganges
2018 Sanierung des Altarbereiches und des Eingangsbereiches
2022 kommende Projekte: Sanierung des restlichen Daches sowie der Orgel. Die Kirche wird regelmäßig für konzertante Veranstaltungen und einmal im Jahr im Sommer für einen Festgottesdienst genutzt. Alle weiteren kirchlichen Veranstaltungen finden in der Kirche Oberfarnstädt statt.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter
Orgelgeschichte: Johannes Richter, Sichtung vor Ort.
Kirchengeschichte: Sichtung vor Ort, Informationen von Schautafeln in der Kirche, Informationen aus einem Flyer des Fördervereins zum Projekt Kirchensanierung,
Internetauftritt des Fördervereins Kirche Unterfarnstädt e.V., abgerufen am 5. November 2022 sowie www.inschriften.net (Suchbegriff: Farnstädt), abgerufen am 5. November 2022

 

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Fördervereins! 

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