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Orgel: Stans – St. Peter und Paul (Hauptorgel)

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Gebäude oder Kirche

St. Peter und Paul

Konfession

Katholisch

Ort

Stans

Postleitzahl

6370

Bundesland / Kanton

Kanton Nidwalden

Land

Schweiz

Bildergalerie + Videos

 

Video der Kirche: Stans NW – Pfarrkirche St. Peter und Paul von User sakralarchitektur auf Youtube – Kanal

 

Video der Glocken: Stans (CH – NW): Kath. Kirche St. Peter & Paul: Vollgeläute von User Auferstehungsglocke auf Youtube – Kanal



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Mitte des 16. Jahrhunderts soll es eine kleinere Orgel in der Pfarrkirche gegeben haben, welche im Jahr 1594 durch ein neues Instrument ersetzt wurde. Als Orgelbauer wird der Name Crispin genannt.
1598 wird eine Kleinorgel in einer der Kapellen aufgestellt, welche von Caspar Langenstein abgekauft wurde. Ob es sich um eine neue Orgel oder einen Ankauf aus Privatbesitz handelt, ist nicht bekannt. Auch ist nicht klar, ob das Werk für das Beinhaus oder die Marienkapelle erbaut wurde und zwischenzeitlich an beiden Orten stand.
1686 – 1689 Orgelneubau einer Hauptorgel durch einen unbekannten Orgelbauer. Die Orgel wies wohl nach kurzer Zeit erhebliche Mängel auf.
1710 wird das Werk durch Matthäus Abbrederis (Rankweil) umgebaut und instandgesetzt. Das Gehäuse und das Pfeifenwerk werden teilweise übernommen und entsprechend verändert neu aufgebaut.
1713 entstehen große Schäden durch einen Dorfbrand und Beschädigungen durch fehlgeplante Rettungsversuche der Orgel. Anschließend wurden Haupt- und Chororgel repariert.
1808 – 1810 Umbau, Instandsetzung und Erweiterung durch Orgelbauer Joseph Anton Braun (Spaichingen) II/32.
1824 Renovierung durch Orgelbauer Leodigar Kuster (Oberlunkhofen), welcher Verbesserungen im Bereich des Winddruckes vornimmt.
1847 Inventarisierung des Werkes durch den Organisten Businger, welcher eine Disposition mit 32 Registern aufführt.
1863 Renovierung infolge der Kirchensanierung.
1880 Instandsetzung der maroden Balganlage durch Friedrich Goll I (Luzern) II/31. Das Fagott in der Basslage (Teilung Bass/Discant) wurde zugunsten einer Dolce 8′ entfernt.
1923 Orgelneubau mit freistehendem Spieltisch an der Emporenbrüstung mit röhrenpneumatischen Taschenladen in das erweiterte Abbrederis-Gehäuse als Opus 538 von Orgelbau Goll & Cie (Luzern) III/55 + 3 Transmissionen und einem Auszug. Das Hauptwerk befindet sich im Mittelfeld (Prospektpfeifen stumm – 65 Pfeifen Restbestand Abbrederis), Schwellwerk II rechts, Schwellwerk III links und Pedal in den erweiterten Anbauten. Der Magazinbalg von 1880 wurde übernommen und mit einem neuen elektrischen Gebläse versehen. Ebenso wurde die Schöpferanlange (2 Tritte) übernommen. Die Sachberatung übernahmen die beiden Pater des Klosters Engelberg Leopold Breul und Franz Huber mit Unterstützung von Leo Kathriner.

Derzeitige Hauptorgel

1987 mechanische Schleifladenorgel, erbaut in das Abbrederis-Gehäuse und ein neu im passenden Stil rekonstruiertes Rückpositiv-Gehäuse durch Orgelbau M.Mathis & Söhne (Näfels) III/43. Die Fachberatung lag in den Händen von Erwin Mattmann und Otto Tschümperlin. In der heutigen Orgel wurden die vorhandenen Prospektpfeifen von Abbrederis aufgearbeitet und wieder verwendet.
2008 Revision durch die Erbauerfirma ohne Veränderungen.
2014 wird das Werk durch die Erbauerfirma renoviert und eine Doppeltraktur mit neuer elektronischer Setzeranlage (Rieger-Setzersystem) eingebaut.

Zur Chor- und Truhenorgel

Disposition

Disposition der Mathis-Orgel 1987

I Rückpositiv C – g”’

Copel 8′

Praestant 4′

Rohrflöte 4′

Octave 2′

Flöte 2′

Quinte 1 1/3′

Sesquialter 2-fach

Scharf 3-fach 1′

Krummhorn 8′

Tremulant

 

 

 

II Hauptwerk C – g”’

Principal 16′

Octave 8′

Flöte 8′

Gambe 8′

Octave 4′

Flöte 4′

Quinte 2 2/3′

Octave 2′

Cornet 5-fach 8′ ab f°

Mixtur 3-4 fach 2′

Cymbel 3-fach 1′

Trompete 8′

III Schwellwerk C – g”’

Rohrgedackt 8′

Fugara 8′

Salicional 8′

Voix céleste 8′ ab c°

Principal 4′

Traversflöte 4′

Nasat 2 2/3′

Nachthorn 2′

Terz 1 3/5′

Mixtur 4-fach 2′

Tromp. harm. 8′

Basson hautb. 8′

Clairon 4′

Tremulant

Pedal C – f’

Principalb. 16′

Subbass 16′

Quintbass 10 2/3′

Octavbass 8′

Gemshorn 8′

Octave 4′

Mixtur 3-fach 2 2/3′

Posaune 16′

Zinke 8′

Disposition der Goll-Orgel aus dem Jahr 1923

I Hauptwerk C – g”’

Principal 16′

Bourdon 16′

Principal 8′

Gemshorn 8′

Bourdon 8′

Flauto dolce 8′

Gamba 8′

Dolce 8′

Octav 4′

Rohrflöte 4′

Octav 2′

Cornett 3-5 fach 8′

Mixtur 4-fach 2 2/3′

Fagott 16′

Trompete 8′

Clarino 4′

II Schwellwerk C – g”’

Gedackt 16′

Principal 8′

Konzertflöte 8′

Rohrflöte 8′

Viola 8′

Dulciana 8′

Principal 4′

Traversflöte 4′

Quinte 2 2/3′ AZ Mixtur

Falgeolet 2′

Gemsterz 1 3/5′

Mixtur 4-fach 2 2/3′

Trompette harmonique 8′

Clarinette 8′

 

III Schwellwerk C – g”’

Salicet 16′

Soloprincipal 8′

Lieblich Gedackt 8′

Flûte harmonique 8′

Salicional 8′

Aeoline 8′

Voix céleste 8′ ab c°

Gemshorn 4′

Flauto amabile 4′

Quinte 2 2/3′

Flautino 2′

Terzflöte 1 3/5′ (Terz)

Saxophon 16′

Englisch Horn 8′

Oboe 4′

Pedal C – f’

Principalbass 16′

Violon 16′

Subbass 16′

Harmonikabass 16′ Tr. III

Echobass 16′ Tr. II

Quintbass 10 2/3′

Oktavbass 8′

Flötbass 8′

Gedacktbass 8′

Dolcebass 8′ Tr. I

Flöte 4′

Mixtur 3-fach 5 1/3′

Posaune 16′

Trompete 8′

Disposition nach Umbau Friedrich Goll 1880

I Hauptwerk C – f”’

Bourdon 16′

Principal 8′

Gamba 8′

Hohlflöte 8′

Bourdon 8′ 1880 anstelle der geteilten Trompete

Octav 4′

Quinte 2 2/3′

Octav 2′

Terz 1 3/5′

Quint 1 1/3′

Mixtur 3-fach

Cornett 5-fach ab c°

Zweites Manual C – f”’

Coppel 8′

Dolce 8′ ab c’ 1880 anstelle des Dulcian Diskant

Principal 4′

Rohrflöte 4′

Quint 2 2/3′

Octav 2′

Terz 1 3/5′

Mixtur 3-fach

Fagott 8′ Bass bis h°

Pedal C – d’

Principalbass 16′ anstelle des Gross Subbass 

Subbass 16′

Principal 8′

Quinte 5 1/3′ aus Gross Subbass

Octav 4′

Terz 3 1/5′

Mixtur 3-fach

Bombard 16′

Trompete 8′

Clairon 4′

Disposition Abbrederis-Orgel 1710 nach Inventar Organist Businger 1847

Hauptwerk C – ? vermutlich kurze Octave

Bordone 16′

Principal 8′

Hohlflöte 8′

Gamba 8′

Octav 4′

Quint major 3′

Octav 2′

Terz 1 3/5′

Quint minor 1 1/2′

Mixtur 3-fach

Cornett 5-fach ab c°

Trompete 8′ Bass/Disc. Teilung h°/c’

Zweites Manual C – ?vermutlich kurze Octave

Coppel 8′

Principal 4′

Rohrflöte 4′

Quint 3′

Octav 2′

Terz 1 3/5′

Flageolet 1′

Dulcian 8′ Diskant ab c’

Fagott 8′ Bass bis h°

Pedal C – ? vermutlich kurze Octave

Gross Subbass 16′ + Gross Quinte 5 1/3′

Subbass 16′

Quint 12′

Principal 8′

Octav 4′

Terz 3′

Mixtur 3-fach

Bombard 16′

Trompete 8′

Claeron 4′

 

Spielhilfen

Mathis-Orgel 1987 / 2014

Elektronische Setzeranlage 2014 ergänzt (System von Orgelbau Rieger) mit Digitalanzeige oberhalb des Notenpultes am Spieltisch
Linke Registerstaffel: Rp-Hw (I/II), Sw-Ped (III/P), Hw-Ped (II/P), Sw/Hw (III/II)
Unterhalb Manual III und II je ein Sequenzer vorwärts
Spieltisch unter Manual I: S (Setzer), 0 – 4, Sequenzer rückwärts/vorwärts, 5 – 9, R (Rücksteller)
Fuß: Rp-Hw (I/II), Sw/Hw (III/II), Sw-Ped (III/P), Hw-Ped (II/P) als Tritte (Wechselwirkung mit Registerzügen), Sequenzer vorwärts, Crescendo An als Pistons, Crescendo-Tritt, Schwelltritt III

Spielhilfen Goll-Orgel 1923

2 freie Kombinationen
II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P, I/P, II/P, III/P, Super II/I, Super III/I, Super III/II, Super II, Super III, Super III/P, Super II/P, Sub II/I ab c° (Super-Koppeln Ausbau bis g””), Sub III/I ab c°, Sub III/II ab c°, Sub III ab c°, Sub II ab c°, Normal-Kopplung (alle Normalkoppeln zusammen), General-Kopplung (alle Normalkoppeln mit Octavkoppeln), PP, P, MF, F, FF, Plenum, Tutti, Autom.Ped.Umschaltung, HR ab, Walze ab, 16′ ab, Zungen ab, Mixturen ab, Zungeneinzelabsteller, Salicet 16′ ab, Gedeckt 16′ ab, Tremolo II und III, Schwelltritte II und III

Spielhilfen Abbrederis-Orgel gemäss Aufzeichnung Orgelbauer Haas

Manualschiebekoppel II-I, Pedalkoppel I-P

Gebäude oder Kirchengeschichte

8. Jahrhundert soll eine Kirche existiert haben.
Circa 1200 Bau einer Pfarrkirche in Stans.
Um 1300 entsteht in der alten Kirche der Hochaltar, welcher Petrus und Paulus geweiht wurde. Weitere Altäre wie der Liebfrauenaltar und Nebenaltäre zu Ehren der heiligen Katharina, des heiligen Johannes Baptist, des heiligen Nikolaus (Kreuzaltar) und des Johannes Evangelist entstanden in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.
1641 – 1647 Bau der heutigen Pfarrkirche im frühbarocken Stil unter der Leitung und nach Plänen des Baumeisters Jakob Berger (Sursee).
1647 Entstehung des Taufsteines.
1662 Einbau der Fenster.
1672 wird ein neuer Turmhelm errichtet.
1713 Beschädigung der Kirche durch Dorfbrand.
1752 Entstehung des Tabernakel.
1763 Entstehung der Kanzel.
1774 Umgestaltung der Altaraufsätze.
Mitte des 17. (1647) und Ende des 18. Jahrhunderts (1797) entstehen neue Nebenaltäre in der neuen Pfarrkirche.
1865 Kirchenrenovierung unter der Leitung von Baumeister Lenggenhagger (Flawil). Es entstehen Malereien, unter anderem die “Acht Seligkeiten” des Malers Paul von Deschwanden und nach Plänen Deschwandens die Kreuzwegstationen, welche von Malern der Region ausgeführt wurden.
1872 Guss einer Glocke durch die Giesserei Rüetschi (Aarau), welche eine Kopie der Glocke der Kapelle Winkelriedhaus darstellen sollte und im Jahre 1576 entstand und bei dem Einsturz der Kapelle 1601 vernichtet wurde. Die Glocke des Dachreiters ist älteren Datums und soll von Hans Füssli im Jahr 1533 gegossen worden sein, welcher auch die grösste Glocke im Turm im Jahr 1531 gegossen hatte.
1903 Aufzug von fünf neuen Glocken der Giesserei Rüetschi (Aarau) – Nominale c’ + d’ + e’ + g’ + a’ + c”.
Um 1920 Sanierungsarbeiten in der Kirche.
1984 – 1985 umfangreiche Aussen- und Innenrenovierung.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt und Roman Hägler
Kirchengeschichte: Angaben des Wikipedia-Artikels zur Pfarrkirche Stans und Anton Odermatt “Die Pfarrkirche Stans” in Beiträge zur Geschichte Nidwaldens Band 5 aus dem Jahr 1888.
Orgelgeschichte: Zusammenstellung der geschichtlichen Daten über die Hauptorgel – vorhandenes Dokument im Orgelarchiv Schmidt beider Stanser Orgeln, geschichtlich ergänzt/zitiert aus dem Buch “Orgeln in der Region Nidwalden und Engelberg” von Christian Schweitzer 1983 Verlag Keller & Co AG – Buchverlag Luzern ISBN 978-3857660115
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