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Orgel: Stans – Kapuzinerkirche (Hauptorgel)

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Gebäude oder Kirche

Kapuzinerkirche Maria Himmelfahrt (ehemalige Klosterkirche)

Konfession

Katholisch

Ort

Stans

Postleitzahl

6370

Bundesland / Kanton

Kanton Nidwalden

Land

Schweiz

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1888 mechanische Kegelladenorgel, erbaut auf der Nordempore der Klosterkirche als Opus 71 von Orgelbauer Friedrich Goll (Luzern) II/10. Diese Orgel hatte nahezu die identische Disposition zur heute noch original erhaltenen Goll-Orgel der Pfarrkirche Attinghausen aus dem Jahr 1893 → Link. Die Expertise oblag Jakob Wüst (Luzern) und Musikdirektor C. Detsch.
1911 Erweiterung und Umbau des Werkes auf pneumatische Traktur (Taschenladen) durch Orgelbau Felix M. Beiler & Wilhelm Bader und Aufstellung des Werkes auf der Westempore der Kapelle St. Fidelis (Chorraum). Die Expertisen oblagen Jakob Wüest (Musikdirektor in Luzern) und Franz Josef Breitenbach (Stiftsorganist Luzern) II/15 + 1 Transmission. Der alte Spieltisch von 1888 wurde beim Orgelneubau in Ruschein GR umgebaut wiederverwendet.
1919 Rückversetzung des Werkes in die Kapuzinerkirche auf die Nordempore als Opus 492 von Orgelbau Goll (Luzern), dabei wird die Mixtur ins Hauptwerk versetzt mit Ergänzung eines weiteren Chores und die Orgel um einen Hornprincipal im Schwellwerk erweitert. Zudem wurden Spielhilfen ergänzt. Die Expertise oblag Musikdirektor Josef Dobler (Altdorf).
1948 Orgelneubau mit elektrischen Schleifladen und mittig freistehendem Spieltisch durch Orgelbau A.Frey Cäcilia-Orgelbau (Luzern) II/18 + 1 Gruppenregister  + 1 Ext. und 2 Transmissionen. Die Expertise dieses Neubaus oblag bei Johann Imahorn (Luzern/Obergesteln) und Orgeldozent Ernst Schiess (Bern).
1978 Abtragung des Werkes und Entscheidung zur Umsetzung der Kuhn-Orgel aus der Kollegiumskapelle Stans.

Derzeitige Orgel

1978 Aufstellung der 1940 von Orgelbau Th. Kuhn A.G. (Männedorf) für die Kollegiumskapelle Stans erbauten Orgel mit Schleifladen, mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur durch Orgelbau M.Mathis & Söhne (Näfels) II/15 + 1 Auszug. Dabei wird die Trompete aus der Frey-Orgel übernommen und im Schwellwerk anstelle des ursprünglichen Suavials eingebaut und die Mixturzusammenstellung verändert. Die Expertise beim Neubau in der Kapelle oblag Ernt Schiess (Bern) und Albert Jenny (Stans).
1990 werden Pläne zu einer Umgestaltung oder einem Neubau der Orgel erstellt.
1991 Renovierung und Umbau des Werkes mit neuem Prospektpfeifen durch Graf Orgelbau (Sursee). Die Intonation oblag Hans Spielmann (Orgelbau Graf).
2021 Ausreinigung des Werkes durch Orgelbau Graf.

zum Chorpositiv

Disposition

Kuhn-Orgel Kapuzinerkirche

I Hauptwerk C – g“‘

Principal 8′                 C – c‘ Prospekt neu, ab cs‘ innen – Anm. 1

Rohrflöte 8′                Metall rohrged.

Octav 4′

Nachthorn 4′              C – H ged., ab c° offen konisch, neu

Mixtur 2′ 4-6f.             ist 4fach – rep. c’/g’/c“

 

II Schwellwerk C – g“‘

Gedackt 8′                Metall ged.

Dolcean 4′

Blockflöte 4′              C – e° ged., ab f° offen konisch

Quinte 2 2/3′             Auszug aus Sesquialtera, ab c°

Sesquialtera 2 2/3′    ab c°

Flageolet 2′

Scharf 1′ 4-6f.           ist 3-4 fach, rep. c°/c’/c“/a“, 4-fach ab c“

Trompete 8′

 

Pedal C – f‘

Subbass 16′          Holz ged., C – A Prospekt, ab B innen – Anm. 2

Spillflöte 8′            C – f° Holz, ab fs° Metall

Octav 4′                Metall

 

Prospektpfeifen

Anm. 1 – Principal 8′ HW im Prospekt C – c‘ Mittelfeld Metall

Anm.2 – Subbass 16′ PED im Prospekt C – A Aussenbereich Holz

 

Originaldisposition der Kuhn-Orgel 1940 in der Kollegiumskapelle (gem. Orgelbau Kuhn – Link)

I Hauptwerk C – g“‘

Principal 8′

Rohrflöte 8′

Octav 4′

Nachthorn 4′

Mixtur 5-6 fach 2′

 

II Schwellwerk C – g“‘

Suavial 8′

Gedackt 8′

Dolcean 4′

Blockflöte 4′

Quinte 2 2/3′

Flageolet 2′

Sesquialtera 2-fach    ab c°

Scharf 4-6 fach 1′

 

Pedal C – f‘

Subbass 16′

Spillflöte 8′

Hohlflöte 4′

 

Frey-Orgel 1948

I Hauptwerk C – g“‘

Principal 8′

Rohrflöte 8′

Dulcian 8′                (labial)

Octave 4′

Spitzflöte 4′

Octave 2′

Mixtur 3-4 fach 1 1/3′

 

II Schwellwerk C – g“‘

Suavial 8′

Gedeckt 8′

Principal 4′

Rohrflöte 4′

Nasard 2 2/3′

Waldflöte 2′

Terz 1 3/5′

Zimbel 3-fach 1′

Cornett 3-fach (Gruppenregister aus Nasard / Waldflöte und Terz)

Trompete 8′

 

Pedal C – f‘

Principalbass 16′

Subbass 16′

Principalbass 8′         Verl. 16′

Gedeckt 8′                Tr. SW

Choralbass 4′          Tr. SW

 

 

Zustand 1919 nach Rückversetzung

I Hauptwerk C – f“‘

Principal 8′

Bourdon 8′

Flöte 8′

Salicional 8′

Octav 4′

Mixtur 2 2/3′ 4-fach – rep. c‘

II Manual verm. SW C – f“‘

Bordun 16′

Hornprincipal 8′

Liebl. Gedeckt 8′

Gamba 8′

Aeoline 8′

Vox céleste 8′           ab c°

Flöte 4′

Trompete 8′

Tremolo

 

Pedal C – d‘

Subbass 16′

Echobass 16′              Tr. SW Bordun 16′

Flötbass 8′

 

Umbau und Erweiterung Beiler & Bader 1911

I Hauptwerk C – f“‘

Principal 8′

Bourdon 8′

Flöte 8′

Salicional 8′

Octav 4′

 

II Manual verm. SW C – f“‘

Bordun 16′

Liebl. Gedeckt 8′

Gamba 8′

Aeoline 8′

Vox céleste 8′           ab c°

Flöte 4′

Mixtur 2 2/3′ 3-fach – rep. c‘

Trompete 8′

Tremolo

 

Pedal C – d‘

Subbass 16′

Echobass 16′              Tr. SW Bordun 16′

Flötbass 8′

 

Goll-Orgel 1888 (identisch zum Orgelwerk in Attinghausen aus dem Jahr 1893)

I Hauptwerk C – f“‘

Principal 8′

Bourdon 8′

Gamba 8′

Flauto amabile 8′

Octav 4′

 

II Manual C – f“‘

Lieblich Gedeckt 8′

Salicional 8′

Flauto-dolce 4′

 

Pedal C – d‘

Subbass 16′

Octavbass 8′

 

 

Spielhilfen

Spielhilfen Kuhn-Orgel aktueller Stand

1 freie Kombination (Reg.2)

II.-I., II.-P., I.-P. als Registerwippen Nummern 1 – 3

Druckknöpfe unter erstem Manual: Reg.1 (HR), Reg.2 (FK), Forte, Tutti, Auslöser

Fuß: II.-I., II.-P., I.-P. als Rastentritte auf der linken Seite, Schwellwerk (Schwelltritt II), Registratur 1, Registratur 2, Forte, Tutti als Hebeltritte auf der rechten Seite

Spielhilfen Frey-Orgel 1948

1 freie Kombination
II-I, I-P, II-P als Registerwippen
Druckknöpfe unter erstem Manual: Reg.A (HR), Reg.B (FK), Auslöser, M.F., F.
Fuss: II-I, I-P, II-P, Walze, Schwelltritt II, Reg.A (HR), Reg.B (FK), Zunge ab

Spielhilfen ab 1919

II/I, I/P, II/P, Super II/I, Super II, Sub II/I (ab c°), Sub II (ab c°), Super II/P, Zunge ab, Calcant
P, MF, F, FF, TT, Auslöser, Autom.Piano-Pedal
Schwelltritt II, Walze

Spielhilfen ab 1911

II/I, I/P, II/P, Super II/I, Super II, Sub II/I (ab c°), Zunge ab
P, MF, F
Schwelltritt II (?)

Spielhilfen Goll-Orgel 1888

Pedal-Kopplung I/P, Pedal-Kopplung II/P, Manual-Kopplung II/I
vermutlich wie in Attinghausen: Collectivtritte P., MF., F.

Gebäude oder Kirchengeschichte

1582 – 1584 Bau der ersten Kapuzinerkirche mit Klosteranlage durch eine Stiftung des Landammans Lussy.
1683 Abbruch der Kirche und Klosteranlage und Neuaufbau.
1684 Einweihung der neuen grösseren Klosterkirche für die wachsende Klostergemeinschaft. Der Bau wurde von Johann Ludwig Lussy (Stans) gestiftet.
1749 Eröffnung einer Lateinschule.
1798 schwere Beschädigungen von Kirche und Klosteranlage durch französische Truppen.
1804 Abschluss des Wiederaufbaus der Klosteranlage.
1877 Übernahme der Lateinschule durch die Kapuziner.
1883 Bau eines Gymnasiums neben der Klosteranlage, welches 12 Jahre später zum Kollegium St. Fidelîs wird.
1907 Anbau der Fideliskapelle und folgende kontinuierliche Erweiterung der Klosteranlage für die wachsenden Schülerzahlen nach Plänen des Architekturbüros Gebrüder Keller (Luzern) und Architekt Wilhelm Hanauer (Luzern).
1946 umfangreiche Sanierung der Klosterkirche.
1962 werden eine Hofkapelle und zwei Besucherzimmer angebaut.
1988 wird der Schulbetrieb unter kantonale Führung gestellt.
1989 – 1990 Restaurierung der Klosterkirche nach Plänen von K.B. Gasser (Emmenbrücke).
2004 Gründung des Vereins Kapuzinerkirche nachdem das Kloster aufgelöst wird.
2020 Nutzung der Anlage durch den Betrieb Culinarium Alpinum.

Die Bilder des Hochaltares und des rechten Seitenaltares stammen von Francesco Innocenzo Torriani (Mendrisio), das Bild des linken Seitenaltares von Nikolaus Fisch.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Pommer und Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben vor Ort, zitiert von der Seite des Vereins Kaupzinerkirche Stans – Link und des Bauinventars der Gemeinde Stans – Link, zitiert aus dem Buch „Die Kunstdenkmäler des Kantons Unterwalden“ von Robert Durrer – Birkhäuser Verlag – Nachdruck 1971 (1899 – 1928) – ISBN 3764305770
Orgelgeschichte: Sichtung und Spiel vor Ort, zitiert vom Orgelportrait der Firma Kuhn – Link und Angaben zu den Gollorgeln und dem Umbau von 1911 von Bernhard Hörler (Orgelinventar der Firma Goll – Link), zitiert aus dem Buch von Christian Schweizer „Orgel in der Region Nidwalden und Engelberg“ Keller & Co AG Buchverlag Luzern 1983 – ISBN 3857660112, Seiten 36 und 37, Frey-Orgel – Aufzeichnung Horst-Georg Schmidt 1972 Akten Orgeln Schweiz – Kanton Nidwalden

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