Orgel: Wilchingen – St. Othmar (Truhenorgel)
Für Anfragen kontaktieren Sie bitte das Orgel-Verzeichnis über das Kontaktformular.
Gebäude oder Kirche
St. OthmarKonfession
ReformiertOrt
WilchingenPostleitzahl
8217Bundesland / Kanton
Kanton SchaffhausenLand
SchweizBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
1990 mechanische Truhenorgel mit Schleifladen, erbaut vermutlich für eine Privatperson durch Orgelbau Armin Hauser (Kleindöttingen) I/4 ohne Pedal. Die Truhenorgel wird in der Regel auf einem fahrbaren Podest verschoben.
Die Orgel wird zu einem späteren Zeitpunkt nach Wilchingen versetzt.
In der Jubiläumsschrift „40 Jahre Orgelbau Armin Hauser“ wird das Instrument im Jahr 1990 nicht aufgeführt. In diesem Jahr entsteht eine Truhenorgel für das Männerkloster Belém in Brasilien. Lediglich für einen privaten Haushalt in Gontenschwil wird zwei Jahre zuvor eine Truhenorgel mit vier Registern erbaut sowie drei Jahre später für einen Haushalt in Weiach.
→ zur Orgelgeschichte und Hauptorgel
Zusätzlich befindet sich in der Kirche noch ein eingeschränkt bespielbares Regal mit der Inschrift „Beatus Lupus Me Fecit 1980″. Der Tonumfang des Regal 8′ ist C,D,E,F,G,A – a“ (ohne gs“).
Disposition
Manual C – f“‘ (CS ist nicht eigenständig, fest an cs°)Gedackt 8′ Holz ged., C – FS liegend, danach gekröpft; ab c‘ Metall ged. Flöte 4′ C – H Holz ged., gekröpft; ab c° Metall rohrged.; ab f“ Metall, konisch, offen Principal 2′ Metall Quinte 1 1/3′ Metall, offen; prinzipalisch
|
Spielhilfen
Keine Spielhilfen – aufklappbarer Gehäusedeckel
Gebäude oder Kirchengeschichte
1463 Erwähnung eines Wehrturmes.
1482 Erwähnung einer Kapelle St. Othmar in der Wehranlage Wilchingen.
1515 Ablösung von der Pfarrei Erzingen und Bau einer grösseres Kirche unter Beibehaltung des Wehrturmes als Kirchturm. Erhebung zur Pfarrkirche.
1551 Erhöhung des Kirchturmes.
1588 Vergrösserung des Kirchenraumes. Es handelte sich um eine Verbreiterung des Raumes in nördliche Richtung.
1606 Bemalung des Kirchturmes.
1649 wird der Anbau von 1588 entlang des Kirchturmes vorgezogen, um mehr Platz zu schaffen.
1674 schwere Schäden durch ein Erdbeben. Die Gemeinde beschliesst den Neubau der Kirche.
1676 Abtragung der baufälligen Kirche.
1676 Bau der heutigen Kirche als Querkirche nach Plänen des Architekten Heinrich Peyer (Schaffhausen) – Einweihung am 5. November 1676 – Grundsteinlegung am 15. März 1676.
1676 Entstehung der Kanzel und des Taufsteins aus Sandstein durch die Steinmetze Bringolf und Heimlicher.
1842 wird das Schindeldach des Kirchturmes durch ein Ziegeldach ersetzt. Glockenaufzug – Glocke(n) von Giesser Jakob Keller (Zürich-Unterstrass).
1873 Entstehung der heutigen Fenster von Glasmaler Carl Wehrli (Zürich).
1893 Innenrenovierung.
1913 Aufzug einer Glocke der Giesserei Rüetschi (Aarau) zu einer erhaltenen Keller-Glocke von 1842 und einer historischen Glocke aus dem Jahr 1655 von Giesser Hans Konrad Flaach (Schaffhausen).
1925 neue Turmuhr von Jakob Mäder (Andelfingen).
1928 umfangreiche Innenrenovierung mit teilweise neuer Bestuhlung und neuer Heizanlage.
1961 Renovierung der Kirche.
1965 Aufzug zweier Glocken der Giesserei Rüetschi (Aarau) – Nominale des‘ (1965) + f‘ (1655) + as‘ (1913) + b‘ (1965).
Die Wilchinger Kirche wurde als erste Querkirche der Deutschschweiz erbaut.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: zitiert aus dem Buch „Die Kunstdenkmäler der Schweiz“ Kanton Schaffhausen, 1960 von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Birkhäuser Verlag (Basel) – Autor Reinhard Frauenfelder; zitiert aus der Broschüre „Unser Kulturerbe“ Baukultur im Regionalen Naturpark Schaffhausen 2021
Orgelgeschichte: Eigene Sichtungen und Spiel 1988 und 2026, Orgelarchiv Horst-Georg Schmidt
Internetauftritt der evangelisch-reformierten Kirchgemeinden Trasadingen Osterfingen Wilchingen




Deutschland
Schweiz
Österreich
Andere