Orgel: Wilchingen – St. Othmar (Hauptorgel)
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Gebäude oder Kirche
St. OthmarKonfession
ReformiertOrt
WilchingenPostleitzahl
8217Bundesland / Kanton
Kanton SchaffhausenLand
SchweizBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
Vor 1912 gab es keine Pfeifenorgel in Wilchingen.
1912 Orgelneubau mit pneumatischen Membranladen durch Orgelbau Carl Theodor Kuhn (Männedorf) II/17. Eingeweiht wurde das Instrument am Sonntag, 30. Juni 1912. Als Experte wirkte G. Kugler, welcher zu dieser Zeit Orgelprojekte im Raum Schaffhausen betreute.
Derzeitige Orgel
1961 (Einweihung 1962) rein mechanische Schleifladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch (Blickrichtung Empore), erbaut von Orgelbau Th. Kuhn A.G. (Männedorf) II/23. Die Expertise des Projektes oblag dem Winterthurer Kirchenmusiker Emil Heer, die Intonation führte Henk Vosters aus.
Die Pflege wurde zwischenzeitlich von Orgelbau Lifart & Cäcilia Orgelbau AG (Emmen) ausgeführt. Vermutlich wurde in dieser Zeit der 2′ Chor vom Piffaro abgestellt (heute als Octav 4′ beschriftet). Aktuell wird das Werk wieder von der Erbauerfirma Kuhn (Männedorf) gepflegt.
Disposition
I Rückpositiv C – g“‘Gedackt 8′ C – H Holz ged.; ab c° Metall ged. Quintatön 8′ Naturguss ged.; C/CS seitlich hinten im RP Suavial 4′ C – fs‘ Prospekt – Anm. 1; ab g‘ innen, Metall Blockflöte 4′ Metall, konisch; C – DS seitlich hinten im RP Octävlein 2′ Metall, offen; ab fs‘ leicht zylindrisch Terzflöte 1 3/5′ Metall, konisch Spitzquinte 1 1/3′ Metall, konisch; flötig Scharf 4 f. 2/3′ Metall – rep. e°/d’/d“/g“/cs“‘
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II Hauptwerk C – g“‘Pommer 16′ C – H Holz ged.; ab c° Naturguss ged. Prinzipal 8′ C – fs‘ Prospekt – Anm. 2; ab g‘ innen, Metall Rohrgedackt 8′ Metall rohrged. Octave 4′ Metall Spitzflöte 4′ Naturguss, konisch Nachthorn 2′ Metall, zylindrisch Rauschpfeife 2 2/3′ + 2′ Metall, offen (beide Chöre) Nonencornett 5 f. 4′ ab c°; aufgebänkt; Metall Mixtur 5 f. 1 1/3′ Metall – rep. c°/b°/b’/b“ |
Pedal C – f‘Subbass 16′ Holz ged. Octavbass 8′ C – a° Prospekt – Anm. 3; ab b° innen, Metall Gemshorn 8′ Naturguss, konisch Octav 4′ Naturguss; urspr. Piffaro 2 f. 4′ + 2′ (2′ Chor Naturguss abgestellt) Quintade 4′ Naturguss ged. Rauschbass 4 f. 5 1/3′ Metall; 2′ Chor ab d‘ konisch
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Prospektpfeifen
Anmerkung 1 : Suavial 4′ RP im Prospekt : C – fs‘
Anmerkung 2 : Prinzipal 8′ HW im Prospekt : C – fs‘; C – E im Mittelfeld; F – fs‘ Harfenfelder um das Mittelfeld
Anmerkung 3: Octavbass 8′ PED im Prospekt : C – a°; C – cs° Aussenfelder; d° – a° innere Aussenfelder
Zusammensetzung Scharf RP
C 2/3′ + 1/2′ + 1/3′ + 1/4′
e° 1′ + 2/3′ + 1/2′ + 1/3′
d‘ 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′
d“ 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
g“ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
cs“‘ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
Zusammensetzung Rauschpfeife HW
C 2 2/3′ + 2′
Zusammensetzung Nonencornett HW
c° 4′ + 2 2/3′ + 2 + 1 3/5′ + 8/9′
Zusammensetzung Mixtur HW
C 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′ + 1/3′
c° 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′
b° 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
b‘ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
b“ 5 1/3′ + 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
Zusammensetzung Rauschbass PED
C 5 1/3′ + 4′ + 2 2/3′ + 2′
Anordnung am Spieltisch (von links nach rechts)
Hauptwerk (II)Prinzipal 8′ Octave 4′ Rauschpfeife 2 2/3′ + 2′ Mixtur 5 f. 1 1/3′ Pommer 16′ Rohrgedackt 8′ Spitzflöte 4′ Nachthorn 2′ Nonencornett 5 f. 4′
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Rückpositiv (I)Quintatön 8′ Suavial 4′ Octävlein 2′ Scharf 4 f. 2/3′ Gedackt 8′ Blockflöte 4′ Terzflöte 1 3/5′ Spitzquinte 1 1/3′
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PedalSubbass 16′ Gemshorn 8′ Quintade 4′ Octavbass 8′ Rauschbass 4 f. 5 1/3′ Octav 4′
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Spielhilfen
1 freie Drehkombination
Fuß: RP – HW, HW – P, RP – P als Rastentritte auf der linken Seite; Comb. HW Ab/An, Comb. RP Ab/An, Comb. P Ab/An als Hebeltritte auf der rechten Seite
Gebäude oder Kirchengeschichte
1463 Erwähnung eines Wehrturmes.
1482 Erwähnung einer Kapelle St. Othmar in der Wehranlage Wilchingen.
1515 Ablösung von der Pfarrei Erzingen und Bau einer grösseres Kirche unter Beibehaltung des Wehrturmes als Kirchturm. Erhebung zur Pfarrkirche.
1551 Erhöhung des Kirchturmes.
1588 Vergrösserung des Kirchenraumes. Es handelte sich um eine Verbreiterung des Raumes in nördliche Richtung.
1606 Bemalung des Kirchturmes.
1649 wird der Anbau von 1588 entlang des Kirchturmes vorgezogen, um mehr Platz zu schaffen.
1674 schwere Schäden durch ein Erdbeben. Die Gemeinde beschliesst den Neubau der Kirche.
1676 Abtragung der baufälligen Kirche.
1676 Bau der heutigen Kirche als Querkirche nach Plänen des Architekten Heinrich Peyer (Schaffhausen) – Einweihung am 5. November 1676 – Grundsteinlegung am 15. März 1676.
1676 Entstehung der Kanzel und des Taufsteins aus Sandstein durch die Steinmetze Bringolf und Heimlicher.
1842 wird das Schindeldach des Kirchturmes durch ein Ziegeldach ersetzt. Glockenaufzug – Glocke(n) von Giesser Jakob Keller (Zürich-Unterstrass).
1873 Entstehung der heutigen Fenster von Glasmaler Carl Wehrli (Zürich).
1893 Innenrenovierung.
1913 Aufzug einer Glocke der Giesserei Rüetschi (Aarau) zu einer erhaltenen Keller-Glocke von 1842 und einer historischen Glocke aus dem Jahr 1655 von Giesser Hans Konrad Flaach (Schaffhausen).
1925 neue Turmuhr von Jakob Mäder (Andelfingen).
1928 umfangreiche Innenrenovierung mit teilweise neuer Bestuhlung und neuer Heizanlage.
1961 Renovierung der Kirche.
1965 Aufzug zweier Glocken der Giesserei Rüetschi (Aarau) – Nominale des‘ (1965) + f‘ (1655) + as‘ (1913) + b‘ (1965).
Die Wilchinger Kirche wurde als erste Querkirche der Deutschschweiz erbaut.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: zitiert aus dem Buch „Die Kunstdenkmäler der Schweiz“ Kanton Schaffhausen, 1960 von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Birkhäuser Verlag (Basel) – Autor Reinhard Frauenfelder; zitiert aus der Broschüre „Unser Kulturerbe“ Baukultur im Regionalen Naturpark Schaffhausen 2021
Orgelgeschichte: Eigene Sichtungen und Spiel 1988 und 2026, Orgelarchiv Horst-Georg Schmidt, Orgelportrait der Firma Kuhn – Link
Internetauftritt der evangelisch-reformierten Kirchgemeinden Trasadingen Osterfingen Wilchingen




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