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Orgel: Suhr – Reformierte Kirche (Hauptorgel)

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Gebäude oder Kirche

Reformierte Kirche

Konfession

Reformiert

Ort

Suhr

Postleitzahl

5034

Bundesland / Kanton

Kanton Aargau

Land

Schweiz

Bildergalerie + Videos

 

 

Glockenvideo von User Quasimodo Sonneur-de-Cloches auf Youtube – Kanal



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1847 Zerstörung einer Orgel durch Blitzschlag. Das Instrument dürfte in der Zeit nach 1814 entstanden sein, quasi nach der Umgestaltung im Kircheninnenraum.
1892 Orgel mit mittig freistehendem Spieltisch (Blickrichtung Chor) und mechanischen Kegelladen im Haupt- und Pedalwerk, pneumatischen Taschenladen im Nebenwerk und pneumatischer Registertraktur, erbaut von Orgelbauer Max Klingler (Rorschacherberg) II/14.
1912 wurde das Werk um zwei Register erweitert und das Nebenwerk wurde zum Schwellwerk umgestaltet, vermutlich führte dies Orgelbauer Goll (Luzern) aus II/16.
1956 Orgelneubau als Opus 234 im Zuge der Kirchenrenovierung auf die erneuerte Empore mit Schleifladen und elektrischer Spiel- und elektropneumatischer Registertraktur, Spieltisch fest angebaut, durch Orgelbau M. Metzler & Söhne (Dietikon/ZH) II/22 (geplant 24).
Bis 2003 gab es mehrere kleinere Veränderungen in der Disposition und Intonation (eine Schwebung wurde zusätzlich eingebaut  und der fehlende Oktavbass 8′ und Choralbass 4′ im Pedal ergänzt), so dass das Werk schlussendlich nach einer grosszügigen Spende abgebrochen wird und durch einen Neubau ersetzt wird II/25.

Derzeitige Hauptorgel

2003 mechanische Schleifladenorgel mit mittig fest eingebautem Spieltisch, erbaut unter Verwendung von 12 neu intonierten Registern der Vorgängerorgel als Opus 99 von Orgelbau Armin Hauser (Kleindöttingen) II/23 + 1 Transmission, 2 Wechselschleifen und 2 Vorabzügen – Keilbalganlage unterhalb des Schwellwerkes im hinterstehenden Gehäuseteil.
Die Prospektgestaltung und Ausarbeitung der Schleierbretter wurde von Anton Meier übernommen, welcher mit Armin Hauser auch die Intonation ausführte. Die Expertise wurde vom ortsansässigen Organist und ehemaligen Orgelsachverständigen Oskar Birchmeier geführt. Die Orgel wurde auf Grund einer privaten Schenkung ermöglicht.

Das klangschöne Instrument sollte vom Konzept eine Brücke zu möglichst allen Stilrichtungen eröffnen. Der Spieler und Zuhörer wird jedoch relativ rasch die Merkmale der Hauser-Orgeln in der Intonation und auch im technischen Bereich heraushören. Die Eignung für romantische Literatur dürfte eher den frühromantischen kleineren Werken zugesprochen werden, sicherlich weniger für grössere Literatur der Romantik bzw. Spätromantik (das Bass-Fundament im Pedalwerk ist durch die Disponierung mit Transmissionen und Wechselschleifen zu wenig präsent). Einzige Kritikpunkte mögen die bereits schlecht lesbaren Beschriftungen der Registerzüge und die für den Spieler etwas unvorteilhafte Lage des recht kurzen Schwelltritts sein.

zum Chorpositiv

Disposition

Hauser-Orgel 2003

I Hauptwerk C – g“‘

Bourdon 16′ teilw. alt

Principal 8′

Hohlflöte 8′ alt

Gambe 8′

Octave 4′

Rohrflöte 4′ alt

Viola 4′

Sesquialter 2 2/3′ 2-fach 2 2/3′ + 1 3/5′, VZ Quinte 2 2/3′

Mixtur 2′ 3-fach VZ Octave 2′ alt

Trompete 8′

II Hinterwerk im SW C – g“‘

Suavial 8′

Flûte harm. 8′

Salicional 8′

Undamaris 8′ ab c° alt

Principal 4′ alt

Spitzflöte 4′ alt

Nasard 2 2/3′ alt

Octave 2′ alt

Sifflöte 1′ alt

Oboe 8′

 

Pedal C – f‘

Subbass 16′ Tr. HW

Octavbass 8′ alt

Gambe 8′ Wechselschl. HW

Octave 4′ alt

Fagott 16′ alt

Trompete 8′ Wechselschl. HW

 

 

Metzler-Orgel vor Abbruch 2002/03

I Hauptwerk C – g“‘

Gedacktpommer 16′

Principal 8′

Hohlflöte 8′

Spitzgamba 8′

Schwebung 8′ ab c° neu

Octav 4′

Gedecktflöte 4′

Mixtur 4-6 fach 1 1/3′

Trompete 8′

II Schwellwerk C – g“‘

Gedackt 8′

Quintatön 8′

Principal 4′

Rohrflöte 4′

Waldflöte 2′

Larigot 1 1/3′

Sesquialter 2-fach

Cymbel 3-4 fach 1′

Schalmei 8′

Tremulant

Pedal C – f‘

Subbass 16′

Oktave 8′ neu

Spitzflöte 8′

Choralbass 4′ neu

Octav 2′

Mixtur 4-fach 4′

Fagott 16′

 

Metzler-Orgel 1956

I Hauptwerk C – g“‘

Gedacktpommer 16′

Principal 8′

Hohlflöte 8′

Spitzgamba 8′

Octav 4′

Gedecktflöte 4′

Mixtur 4-6 fach 1 1/3′

Trompete 8′

II Schwellwerk C – g“‘

Gedackt 8′

Quintatön 8′

Principal 4′

Rohrflöte 4′

Waldflöte 2′

Larigot 1 1/3′

Sesquialter 2-fach

Cymbel 3-4 fach 1′

Schalmei 8′

Tremulant

Pedal C – f‘

Subbass 16′

Spitzflöte 8′

Octav 2′

Mixtur 4-fach 4′

Fagott 16′

 

Klingler-Orgel 1892

I Hauptwerk C – f“‘

Bordun 16′

Prinzipal 8′

Flauto 8′

Gambe 8′

Dolce 8′

Oktave 4′

Mixtur 3-fach 2 2/3′

II Manual C – f“‘

Liebl. Gedeckt 8′

Salizional 8′

Aeoline 8′

Traversflöte 4′

1912 kamen im neuen SW II dazu:

Geigenprinzipal 8′

Trompete 8′

Pedal C – d‘

Violon 16′

Subbass 16′

Oktavbass 8′

 

Spielhilfen

Hauser-Orgel 2003

Rechte Seite: Tremulant für das ganze Werk, II – I als Registerzüge
Fuß: SW4′- Ped. als Einhaktritt linke Seite, HW – Ped., SW – Ped. als Einhaktritte, Schwelltritt II

Metzler-Orgel 1956

2 freie Kombinationen, 3 Zungeneinzelabsteller (linksseitig der Handregister)
II – I, I – P, II – P als Registerwippen (Nr. 11-13)
Spieltisch unter Manual I als Druckknöpfe: C (FK II), B (FK I), A (HR), MF, F, Tutti
Fuß: II – I, I – P, II – P als Einhaktritte, C (FK II), B (FK I), A (HR), MF, F, Tutti als Fußhebel, Crescendo ab als Einhaktritt, Crescendo (Walze als Tritt), Schwellwerk (Schwelltritt II), Koppeln aus Crescendo, Manual 16′ ab, Mixturen ab, Zungen ab als Einhaktritte

Klingler-Orgel 1892

II/I, I/P, II/P, Suboktav II/I (ab c°), Super II/I (ausgebaut f““), P,  MF,  F, Calcant, Schwelltritt II (ab 1912)

Gebäude oder Kirchengeschichte

1045 wird die Urpfarrei genannt, es existierte bereits seit dem Jahr 700 eine erste Kirche.
11. Jahrhundert Bau einer romanischen Kirche.
Nach 1400 wird der Kirchensatz dem Stift Beromünster überlassen.
1495 Einweihung der spätgotischen Kirche auf einer Anhöhe in Suhr. Die Kirche wurde zu Ehren der Muttergottes, St. Barbara und St. Mauritius geweiht.
1497 wird der imposante Kirchturm fertiggestellt.
1513 Glockenaufzug zu bestehenden Glocken des 13. Jahrhunderts.
1528 Einzug der Reformation, es werden erste reformierte Gottesdienste gehalten.
1562 – 1580 Umgestaltung des Kircheninnenraumes. Im Zuge der Reformation wurden viele Ausstattungsstücke der Ursprungszeit entfernt.
1814 Neugestaltung des Chorraumes.
1844 und 1847 wird bei einem Blitz- und Brandschaden die hölzerne Kassetten-Decke und sämtliche Fenster von 1495 zerstört.
1913 Abschluss mehrjähriger Instandsetzungsarbeiten im Innen- und Aussenbereich, der Taufstein wird ersetzt. Aufzug dreier Glocken der Giesserei Rüetschi (Aarau) – Nominale c‘ (1913) + e‘ (1513) + g‘ (1913) + a‘ (1995) + c“ (1913).
1930 Innenrenovierung.
1943 neue Turmuhr, welche ein mechanisches Uhrwerk von 1542 ersetzt.
1956 – 1957 umfangreiche Renovierungsarbeiten mit Annäherung an die ursprüngliche Raumgestaltung der spätgotischen Zeit u.a. erhalten Chorraum und Langschiff neue Holzdecken. In dieser Zeit entstehen auch die Fenster im Chorraum, welche Szenen der Passion, Ostern und der Apostelgeschichte aufzeigen, diese wurden vom Künstler Felix Hoffmann (Aarau) erschaffen. Die neue Kanzel mit den vier Evangelisten ist ein Werk von Bildhauer Robert Schumacher (Zürich).
1995 Restaurierung der Kirche und Aufzug einer fünften Kirchenglocke.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Roman Hägler und Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde vor Ort, Literatur der Aargauischen Denkmalbehörde auf deren Seite – Link
Orgelgeschichte: Orgelarchiv Schmidt, eigene Sichtung und regelmässiges Spiel u.a. in den Jahren 1985, 1991 und 2010, Sichtungen und Spiel der neuen Orgel u.a. am 27. Juli 2013 und 30. Januar 2019
Glockenvideo von User Quasimodo Sonneur-de-Cloches auf Youtube – Kanal

Internetseite der reformierten Kirchgemeinde Suhr-Hunzenschwil

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