Orgel: Meltingen – Wallfahrtskirche Maria im Hag (St. Josef)
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Gebäude oder Kirche
Wallfahrtskirche Maria im Hag (St. Josef)Konfession
KatholischOrt
MeltingenPostleitzahl
4233Bundesland / Kanton
Kanton SolothurnLand
SchweizBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
1838 Orgelneubau.
1929 Erwerb einer 1876 von Orgelbau Ludwig Schefold (Beckenried) für die Wallfahrtskirche Melchtal erbauten Orgel. Die mechanische Kegelladenorgel besass ursprünglich ein Manual und zehn Register. Bei der Versetzung wurde das Werk durch die ausführende Orgelbaufirma Gebrüder Mayer (Inh. Albert Mayer) auf pneumatische Kegelladen umgebaut und erweitert II/14.
1946 wird das Werk durch Orgelbau Gebrüder Späth erweitert und mit einem neuen freistehendem Spieltisch mit elektropneumatischer Traktur ausgestattet II/19 + 2 Transmissionen + 1 Extension. Das alte Gehäuse wird erweitert und das Pfeifenwerk grösstenteils übernommen. Die Expertise oblag Johann Imahorn.
Derzeitige Orgel
1968 elektrische Schleifladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch, erbaut in das Schefold-Gehäuse durch Orgelbau Cäcilia Orgelbau A. Frey (Luzern) II/17 + 2 Extensionen. Einweihung des Werkes durch Organist und Pater Cornelius Winiger (Einsiedeln), die Expertise oblag Pater Stephan Koller (Einsiedeln).
2016 wird die Orgel durch Orgelbauer Rolf Emmenegger (Muttenz) renoviert.
Disposition
I Hauptwerk C – g“‘Principal 8′ Metall, Prospekt – Anm. 1 Rohrflöte 8′ C – H Holz ged.; ab c° Metall rohrged. Oktave 4′ C/D + GS – d° Prospekt – Anm. 2; Metall Flöte 4′ Metall, konisch, offen Oktave 2′ Metall, offen Mixtur 4-5 f. 1 1/3′ Metall; rep. c°/c’/c“; ab c‘ 5 f. Schalmey 8′ Stiefel Metall/Becher Naturguss – ist Trompete 8′ (ev. später verändert, auf Einzelabsteller als Trompete vermerkt)
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II Schwellwerk C – g“‘Gedackt 8′ C – H Holz ged.; ab c° Naturguss ged.; ab cs“‘ konisch, offen, Metall Salicet 8′ Naturguss, offen, zylindrisch Suavial 4′ Metall, zylindrisch Koppelflöte 4′ C – H Metall ged.; ab c° Koppelflöte; ab fs“‘ offen, konisch, Metall Nasat 2 2/3′ Metall, leicht konisch, flötig Flageolet 2′ Metall, zylindrisch Terz 1 3/5′ Metall, leicht konisch, flötig Zimbel 3-4 f. 1′ Metall – rep. B/b°/b’/d“; 4 f. ab b‘
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Pedal C – f‘Subbass 16′ Holz ged.; ab c‘ Metall rohrged. Principal 8′ C – GS Naturguss, innen; A – h° Prospekt, Metall; ab c‘ Naturguss, innen Gedacktbass 8′ Ext. Subbass 16′; Holz ged.; ab c° Metall rohrged. Principal 4′ Ext. Principal 8′; Naturguss
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Prospektpfeifen
Anmerkung 1 : Principal 8′ HW im Prospekt : A – d° Aussenfelder; ds° – h° innere Aussenfelder
Anmerkung 2 : Oktave 4′ HW im Prospekt : C / D rechtes Aussenfeld; GS – d° Mittelfeld
Anmerkung 3 : Principal 8′ PED im Prospekt : A – e° Aussenfelder; f° – h° innere Aussenfelder
Zusammensetzung Mixtur HW
C 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′
c° 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c‘ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c“ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
Zusammensetzung Zimbel SW
C 1′ + 2/3′ + 1/2′
B 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
b° 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
b‘ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
d“ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
Späth-Umbau 1946
I Hauptwerk C – g“‘Principal 8′ Flöte 8′ * Nachthorn 8′ * Oktave 4′ Rohrflöte 4′ Superoktave 2′ * Cornett-Mixtur 3 f. 2 2/3′ * 1 Vacat
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II Schwellwerk C – g“‘Gedackt 16′ * Suavial 8′ * Gedackt 8′ Ext. aus Gedackt 16′ * Salicional 8′ * Principal 4′ * Flöte 4′ * Nasat 2 2/3′ Spitzflöte 2′ * Mixtur 4-5 f. 2′ * Zimbel 3 f. 1′ Trompete 8′ Tremulant 1 Vacat
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Pedal C – f‘Subbass 16′ Gedacktbass 16′ Tr. SW Gedackt 8′ Tr./Ext. SW Fagott 16′ 1 Vacat |
*= umgearbeitete, alte und teilweise wieder verwendete Register
Spielhilfen
2 freie Kombinationen (Reg. B / C)
Linke Seite: Trompete 8′ ab
II – I, II – Ped., I – Ped. als Registerwippen Nr. 9 – 11
Oberhalb des zweiten Manuals in der Mitte: Crescendo-Anzeiger 0 – 8, Anzeigen für Cresc. ab, MF, T
Druckknöpfe unter erstem Manual: Reg. A (HR), Reg. B (FK I), Reg. C (FK II), Ausl., Mezzoforte, Tutti, Aut. Ped.an (Pianopedal)
Fuß: Man. II – I, II – Ped., I – Ped. als Hebeltritte wechselw. zu Registerwippen, Cresc. ab als Rastentritt auf der linken Seite, Crescendo (Tritt), Schwellwerk Man. II (Tritt), Reg. A (HR), Reg. B (FK I), Reg. C (FK II), Tutti als Hebeltritte wechselw. zu Druckknöpfen auf der rechten Seite
Mezzoforte schaltet:
Rohrflöte 8′ / Flöte 4′ / Oktave 2′
Gedackt 8′ / Suavial 4′ / Flageolet 2′
Subbass 16′ / Gedacktbass 8′
Tutti schaltet alle Register ausser Nasat 2 2/3′ und Terz 1 3/5′
Spielhilfen Umbau Späth
2 freie Kombinationen, II – I, I – Pedal, II – Pedal, II – Pedal 4′, Einzelabsteller Man. 16′ und Zungeneinzelabsteller
MF, F, T, Pedalregl. ab
Walze, Schwelltritt II
Gebäude oder Kirchengeschichte
Vor 1375 Existenz einer hölzernen Kapelle.
1375 erste Erwähnung der Kirche in Meltingen als Filiale von Laufen.
14. Jahrhundert Muttergottes-Statue am rechten Seitenaltar. 15. Jahrhundert Gründung der Marienwallfahrt.
Um 1450 Entstehung der Johannes-Statue aus Lindenholz.
1519 Bau der heutigen Kirche gemäss einer Erwähnung bzgl. der Entstehung der Stifterscheibe im linken und rechten Seitenfenster des Chores. Jedoch wurde infolge Untersuchungen am Turm und im Chorraum festgestellt, dass das Mauerwerk bereits aus dem 15. Jahrhundert stammte.
Ca. 1540 Entstehung der Pietà am linken Altar durch einen unbekannten Meister.
1590 Neuweihe der Kirche.
1602 und 1608 Glockenaufzug, Glocken des Giessers Sebald Hofmann.
1648 wird Meltingen aus kirchlicher Sicht selbständig.
1728 neues Blatt des Hochaltares.
1730 Bau eines neuen grösseren und breiteren Kirchenschiffes an den bestehenden Chorraum.
1736 Entstehung der Seitenaltäre.
1766 Bauarbeiten am Kirchturm.
18. Jahrhundert Entstehung des Kreuzweges.
1830 Entstehung der knienden Engel durch Johann Sesseli (Önsingen).
1847 und 1905 Neumarmorierung der Seitenaltäre.
1849 neue Kanzel von Altarbauer Sesseli.
1886 Renovierung der Kirche.
1903 – 1905 Vergrösserung des Kirchenschiffes und neues Vorzeichen.
1925 Renovierung der Kirche mit Ausmalung des Innenraumes im zeittypischen Stil.
1932 Aufzug zweier neuer Glocken der Giesserei Hamm (Staad/SG).
1965 – 1968 umfangreiche Restaurierung der Kirche und Unterschutzstellung der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Bei dieser Massnahme wurde eine Fensternische aus der Zeit um 1460 und ein Sakramentshäuschen freigelegt.
1982 Kirchenrenovierung.
1985 Ersatz einer Hamm-Glocke durch eine neue Glocke der Giesserei Rüetschi (Aarau) – Nominale g‘ (1932) + b‘ (1985) + c“ (1608) + es“ (1602).
1994 Freilegung der Dreifaltigkeitsmalerei über dem Chorbogen von 1893 und den Engelskopf am Bogen von 1850.
2015 Erwerb einer Mondsichelmadonna.
2015 – 2016 wird die Kirche teilrenoviert nach Plänen der Wohlgemuth & Pafumi Architekten AG (Reinach).
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Horst Georg Schmidt und Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde vor Ort, Zeittafeln, zitiert aus dem Kirchenführer „Wallfahrtskirche Maria im Hag“ Meltingen (undatiert) sowie aus dem Buch „Die Kunstdenkmäler des Kantons Solothurn“ Band III von Gottlieb Loertscher 1957 – Birkhäuser Verlag Basel und dem Buch „Katholische Kirchen des Kantons Solothurn“ von Anton Guldimann 1937 – Verlag Otto Walter A.-G. (Olten)
Orgelgeschichte: Eigene Sichtungen und Spiel H.G. Schmidt 1987 mit Bestandesaufnahme, A. Schmidt 2002 und 2026 im Rahmen des Inventars, zitiert aus dem Orgelarchiv Schmidt – Horst-Georg Schmidt
Glockenvideo von User GlockenTV auf Youtube – Kanal
Internetauftritt des Seelsorgeverbandes Himmelried-Meltingen-Oberkirch




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