FACEBOOK   INSTAGRAM   YOUTUBE

Orgel: Halle (Saale) / Damaschkestraße – Lutherkirche (Gemeindehaus)

ACHTUNG: Liebe Besucher/innen, wir bitten Sie keine Inhalte wie Texte und Bilder vom Orgel-Verzeichnis auf andere Seiten/Medien zu übertragen (Datenschutz).

Für Anfragen kontaktieren Sie bitte das Orgel-Verzeichnis über das Kontaktformular.

Gebäude oder Kirche

Lutherkirche (Gemeindesaal)

Konfession

Evangelisch

Ort

Halle (Saale) / Damaschkestraße

Postleitzahl

06110

Bundesland / Kanton

Sachsen-Anhalt

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1967 Neubau des Positives durch Reinhard Adam Orgelbau als Opus 17 als vorderspieliges Werk I/7 auf mechanischen Schleifladen, Aufstellung in der Lutherkirche.

Die kleine Adam-Orgel im Gemeindesaal der Lutherkirche ist ein (besonders im Vergleich zu manch anderen Positiven in dieser Zeit) überaus klangschönes und sehr fein intoniertes Werk. Über eine Stechermechanik werden die Ventile des Manualwerkes angespielt, der Subbass bildet die Rückwand des Gehäuses und ist teilweise seitlich am Prospekt aufgestellt. Das Erscheinungsbild des Instrumentes ist schlicht, durch die gleichmäßig abfallenden Pfeifen im Prospekt geradlinig, aber nicht einfallslos oder grob, sondern eher nüchtern und sachlich, dem Erscheinungsbild des Raumes und des Gebäudes angepasst. Der Klang ist dem Raum angemessen, nicht übertrieben spitz oder laut. Bemerkenswerterweise setzt Adam hier einen Principal 4′ ein und mensuriert die 2′-Lage flötig und recht weich, ebenso wie den 1 1/3′ als Vorstufe zur dreifachen, silbrigen Mixtur. Ein warmes, etwas dumpfes, aber tragfähiges Gedackt 8′ nebst einer hohlen, perlenden Vierfußflöte mit leichtem Spucken, die dem starken Principal 4′ zur Seite gestellt ist, runden das Werk ab. Der Principal ist dabei kräftig, singend, hell und transparent, aber nicht zu laut, zu drückend oder aufdringlich, auch wenn man direkt vor der Orgel sitzt. Der Subbaß 16′ trägt in dem kleinen Saal den Klang angemessen und fest gegründet, lässt aber etwas Oberton vermissen, sodass die Pedalkoppel eigentlich immer zu gebrauchen ist. Der Gesamtklang ist hell, freudig, transparent und durchsichtig, aber ohne zu große Schärfe oder Spitze, zwar silbrig, aber nicht schreiend und somit für den Gottesdienst überaus angenehm. Zu beachten sind die seitlichen Registerhebel sowie die Klaviatur mit sehr kurzen Tasten und recht eng beieinander liegenden Obertasten, so wie es auch im Positiv der Diemitzer Kirche der Fall ist. Später ging Adam dazu über normale Klaviaturen mit normaler Mensur zu bauen. Das Instrument ist ein gelungenes und wichtiges Beispiel Hallenser Orgelbaugeschichte nach dem zweiten Weltkrieg und steht den Reiheninstrumenten von Sauer, Schuke oder Walcker in nichts nach, übertrifft sie in Intonation und Machart in einiger Hinsicht.

Disposition

Originale Schreibweise auf den Registerzügen

Manual C – f”’

G. 8′

P.4′ (ab a° Prospekt, Zinn)

R.4′

F.2′

Qu. 1 1/3′

Mix. 3f.

Pedal C – f’

Sub. 16′ (Holz, gedeckt, teilw. seitl. Prospekt)

 

Disposition mit ausgeschriebenen Registernamen

Manual C – f”’

Gedackt 8′

Prinzipal 4′

Rohrflöte 4′

Flöte 2′

Quinte 1 1/3′

Mixtur 3f.

Pedal C – f’

Subbass 16′

 

Spielhilfen

Als Fußtritt zum Einhaken mittig über dem Pedal: Pedalkoppel [zum Einhaken]

Gebäude oder Kirchengeschichte

1929 Neubau des Gemeindehauses als Teil des neuen Lutherkirchenkomplexes
Ab 1967 Einrichtung des Gemeindesaals als Gottesdienstraum

Heute wird der Gemeindesaal als Winterkirche genutzt.

Der Kirchsaal ist äußerst schlicht, mit einer durch zwei Balken getragenen flachen Decke. Die Wände vermitteln in Verbindung mit den großen Fensterflächen durch ihren gelben Farbton eine helle und warm-freundliche Atmosphäre. Die Fensternischen sind durch einen grauen, bis auf den Boden geführten Holzrahmen angenehm hervorgehoben und akzentuiert. Unterhalb der dreifachen Fenster befindet sich ein Kassettenfeld aus grau gefärbtem Holz.
Der Altar ist als schlichter Tisch auf zwei Säulen, gefertigt aus dunklem Holz, gehalten, darüber hängt ein schlichtes Kruzifix. Links davon steht das achteckige, nach oben sich kelchförmig öffnende Taufbecken, das ebenfalls aus dunklem Holz besteht und als einzige Zier ein goldenes, schlichtes Kreuz besitzt, ähnlich dem auf der Kanzel der Lutherkirche. Der Raum ist freundlich, schlicht und hell.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter
Orgelgeschichte: Johannes Richter
Kirchengeschichte: Webauftritt der Luthergemeinde

PARTNER | IMPRESSUM | Datenschutz | Cookie-Richtlinie (EU) | designed by st-reway.de

You cannot copy content of this page