Orgel: Friedrichshafen / Jettenhausen – Mariä Geburt (alte Pfarrkirche) Emporenorgel
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Gebäude oder Kirche
Mariä Geburt (alte Pfarrkirche)Konfession
KatholischOrt
Friedrichshafen / JettenhausenPostleitzahl
88045Bundesland / Kanton
Baden-WürttembergLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
1833 Orgelneubau einer mechanischen Schleifladenorgel durch Orgelbauer Franz Anton Kiene (Langenargen) I/7.
1893 Erweiterung um eine Flöte 4′ – I/8.
Derzeitige Emporenorgel
1906 pneumatische Taschenladenorgel mit freistehendem Spieltisch, erbaut als Opus 146 (Angabe Werksliste Opus 145) durch Orgelbau-Anstalt Gebrüder Späth (Ennetach-Mengen) II/8.
1932 Umdisponierung und Einbau eines elektrischen Gebläses sowie Neuzusammenstellung der Mixtur durch Orgelbau E.F. Walcker & Cie (Ludwigsburg/Württemberg) II/8. Das Altmaterial der veränderten Register wird zu Walcker genommen und teilweise in der Mixtur wiederverwendet. Die Registerwippen werden erneuert.
1939 Nachintonation und „Verbesserung“ durch Orgelbau Gebrüder Späth (Ennetach).
Nach 1960 wird die Orgel noch gelegentlich genutzt und ist inzwischen unspielbar.
1997 wird eine Truhenorgel im Chorraum aufgestellt I/6 ohne Pedal.
2026 der Spieltisch ist gegensätzlich zur Angabe im Buch „Historische Orgeln im Bodenseekreis“ noch auf der rechten Seite des Orgelgehäuses vorhanden und verfügt über eine Transponiervorrichtung D.R.P. Nr. 161346 – Schweizerisches P. Nr. 31764. Das Instrument ist stillgelegt, jedoch im veränderten Zustand komplett vorhanden.
Disposition
Disposition Stand 2026
I Hauptwerk C – f“‘Principal 8′ C – H Holz offen, innen; ab c° bis cs‘ Zink im Prospekt, ab d‘ innen Metall Quintadena 8′ Metall ged. Flöte 4′ Metall, konisch Mixtur 3f. ist 3-4 f., 1932 verändert; ab c° 4 f., mit Rep. verm. immer bei c; Metall
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II Manual C – f“‘Flöte 8′ Holz, halbged. Salicional 8′ C – H Holz ged.; ab c° Metall offen Principal 4′ aus I. Man. Octave 4′; Zink und Metall
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Pedal C – d‘Subbass 16′ Holz ged.
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Prospektpfeifen
Principal 8′ c° – cs‘ Aussenfelder, Mittelfelder Blindpfeifen
Zusammensetzung Mixtur ursprünglich
C 2 2/3′ + 2′ + 1 3/5′
c° 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 3/5′
Aktuell ist die Zusammensetzung eine Mischung aus Altmaterial der Orgel und Lagerbestand von Walcker. Auf Grund des Zustandes und des Respekts vor dem historischen Instrument und des instabilen Zustandes, war bei der Besichtigung keine umfänglich detaillierte Aufnahme der Mixtur möglich.
Originaldisposition 1906
I Hauptwerk C – f“‘Principal 8′ Gedackt 8′ Octave 4′ Mixtur 3f.
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II Manual C – f“‘Flöte 8′ Gamba 8′ Salicional 8′
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Pedal C – d‘Subbass 16′
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Kiene-Orgel 1833 (Ergänzung 1893 vermerkt)
Manual C – f“‘Coppel 8′ Holz ged. Dolcian 8′ Metall Viola 8′ C – H Dolcian 8′, ab c° Holz Principal 4′ teilw. Prospekt Flöte 4′ 1893 neu, Holz offen Octav 2′ Metall Mixtur 4 fach 2′ Metall
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Pedal C – h°Subbass 16′ + 8′ Holz ged., beide Chöre
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Spielhilfen
Linke Seite: Transponiervorrichtung D.R.P. Nr. 161346 – Schweizerisches P. Nr. 31764 (4 Halbtöne abwärts., 3 Halbtöne abwärts., 2 Halbtöne abwärts., 1 Halbton abwärts., C Normal., 1 Halbton aufwärts., 2 Halbtöne aufwärts.), Kurbelrad für Transponiervorrichtung
I/Ped., II/Ped., II/I, Sub II/I (ab c°) als Registerwippen
Druckknöpfe unter erstem Manual: Auslg., Piano, Mezzof., Tutti
Gebäude oder Kirchengeschichte
1246 (1250) erste Erwähnung einer Kirche in Jettenhausen. Die älteste erhaltene Bausubstanz der alten Kirche weist auf die Zeit um 1230.
1469 Bau einer neuen Kirche.
15. Jahrhundert Entstehung des Taufsteins.
1662 Die Kirche wird mit einer neuen Holzdecke und drei Altären augestattet.
Um 1730 und nach 1783 Umgestaltung des Kirchenraumes im barocken Stil.
1864 und 1881 wird die Kirche umfangreich im Aussen- und Innenbereich renoviert und im neoromanischen Stil neu ausgestattet. Der Hochaltar stammt von Professor Fidelis Bentele (Stuttgart), die Seitenaltäre und Statuen von Karl Reihing (Tettnang). Die Evangelistendarstellungen am Kanzelkorb wurden von Bildhauer Peter-Paul Metz (Gebratzhofen) erschaffen.
1866 Entstehung des Kreuzweges von Anton Ranzinger und Kaspar Lessing (München).
1904 Anbau einer Sakristei.
1906 Innenrenovierung.
1917 Abgabe der Kirchenglocken zu Rüstungszwecken.
1919 Aufzug eines vierstimmigen Geläuts der Giesserei Ulrich Weule (Apolda).
1944 schwere Beschädigungen durch Kriegseinwirkung.
1953 umfangreiche Kirchenrenovierung und Behebung der Kriegsschäden nach Plänen des Restaurators Reinhold Leinmüller (Leutkirch).
1978 – 1986 Innenrenovierung der alten Pfarrkirche mit Dachsanierung, die Seitenaltäre werden entfernt und nur die Altarbilder an deren Stelle positioniert. Die Planung oblag Restaurator Vogel (Markdorf). Die Kirche dient seit 1960 als Friedhofskirche.
1994/95 Aussenrenovierung.
2021 – 2022 umfangreiche Innenrenovierung der alten Kirche mit Dachstuhlsanierung.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Roman Hägler und Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde vor Ort, zitiert aus dem Kunstführer Nr. 772/2009 „Die Katholischen Kirchen und Kapellen der Seelsorgeeinheit Friedrichshafen-Nord“ Kunstverlag PEDA (Passau) – Autor Otto Saur 2009 – ISBN 9783896437723 und von der Seite der Seelsorgeeinheit
Orgelgeschichte: Eigene Sichtung und Spiel 04.2026 mit detaillierter Bestandesaufnahme vor Ort, zitiert aus dem Kunstführer Nr. 772/2009 „Die Katholischen Kirchen und Kapellen der Seelsorgeeinheit Friedrichshafen-Nord“ Kunstverlag PEDA (Passau) – Autor Otto Saur 2009 – ISBN 9783896437723 und dem Buch „Historische Orgeln im Bodenseekreis“ – Zusammenfassung der Orgeln Seite 189 – Gmeiner Verlag 2014 – ISBN 9783839216392, Hans Nadler „Orgelbau in Vorarlberg und Liechtenstein“ Band IV, Ergänzung Orgelarchiv Schmidt – Horst-Georg Schmidt




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