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Orgel: Bühl (Baden) – St. Peter und Paul (Hauptorgel)

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Gebäude oder Kirche

St. Peter und Paul (Hauptorgel)

Konfession

Katholisch

Ort

Bühl (Baden)

Postleitzahl

77815

Bundesland / Kanton

Baden-Württemberg

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

 

Vor der Restaurierung

 

Orgelinneres vor der Restaurierung 2021

 

Aussenansicht der Kirche

 

Innenansicht der Kirche

 

BÜHL (BADEN) Pfarrkirche St. Peter und Paul – Plenum von User Christ-König-Glocke auf Youtube – Kanal

 

BÜHL (BADEN) Pfarrkirche St. Peter und Paul – Sonntagsgeläut



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1778/79 Bau einer ersten Orgel in der Bühler Kirche durch Orgelbauer Johann Ferdinand Balthasar Stieffell (Rastatt) I/13.
1877 Versetzung der Orgel in die neue Kirche und Reparatur durch Burkart (Heidelberg).
1894 Abbau des Werkes und späterer Verkauf des Gehäuses an die benachbarte Kirchgemeinde Kappelwindeck. In der dortigen Pfarrkirche wird das Gehäuse beim Orgelneubau im Jahr 1901 durch Orgelbauer Anton Kiene (Waldkirch) wiederverwendet und bei der Erweiterung im Jahr 1928 durch Orgelbau Xaver Mönch (Überlingen/Bodensee) durch zwei Pedaltürme und 1966 beim Neubau von Orgelbau Klais (Bonn) durch ein stilistisch passendes Rückpositiv erweitert.
1895 Orgelneubau mit mechanischen Kegelladen durch Orgelbau Friedrich Wilhelm Schwarz (Überlingen/Bodensee) II/22 – Einweihung September 1895 – Expertise F. Gageur.
1913 Überlegungen zu einem Umbau und einer Erweiterung mit pneumatischer Traktur, welcher nicht ausgeführt wird.
1917 Abgabe der Prospektpfeifen zu Rüstungszwecken.
1927/28 Abbau des Werkes und Transferierung der Orgel nach Gamshurst. Dort wird das Werk unter Verwendung des Grossteils des Materials in einem Freipfeifenprospekt als Opus 227 durch Orgelbau Friedrich Wilhelm Schwarz & Sohn (Überlingen/Bodensee) neu aufgebaut.

Derzeitige Hauptorgel

1928 pneumatische Taschenladenorgel (stehende Taschen) mit mittig freistehendem Spieltisch (Blickrichtung Chor), erbaut mit zwei Schwellwerken als Opus 224 von Orgelbau Friedrich Wilhelm Schwarz & Sohn (Überlingen/Bodensee) III/59 + 3 Auszüge, 1 Extension und 3 Transmissionen (4’409 Pfeifen). Ein Grossteil des Pfeifenwerkes wurde in Kooperation mit Orgelbau Walcker (Ludwigsburg) erschaffen. Die Einweihung spielte Professor Ernst Kaller (Freiburg) mit Werken von Max Reger Opus 59 „Te Deum laudamus“, Opus 63 „Ave Maria“, Opus 59 „Benediktus“. Weiterhin erklang die berühmte Toccata & Fuge in d-moll und Choralvorspiele „In dulci jubilo“, „Neun freut Euch, liebe Christen g’mein“, „O Haupt voll Blut und Wunden“, „Christ ist erstanden“ und Fantasia und Fuge in g-moll von Johann Sebastian Bach. Neben dem Halleluja für gemischten Chor und Orgel von Georg Friedrich Händel gab es noch das Choralvorspiel „Vom Himmel hoch da komm ich her“ von Johann Pachelbel zu hören. Die Expertise zum Neubau oblag Franz Steinhart – Einweihung am 29. Juni 1928.
1938 kann das Werk seitens der Gemeinde abbezahlt werden. Im Vorfeld werden schadhafte Bälgchen durch Josef Schwarz ersetzt.
Nach 1945 ist die Orgel durch eindringenden Regen nahezu unspielbar.
1949 Revision und Ausreinigung durch die Erbauerfirma.
1956 Reparatur durch Orgelbauer J. Schwarz Inh. E Pfaff (Überlingen), dabei wird die Pedalklaviatur ersetzt und die bisherige vor Ort eingelagert.
1976 wird das Werk stillgelegt und eine neue Orgel (Marienorgel) im südlichen Querschiff durch Orgelbau Gebrüder Rieger (Schwarzach/Vorarlberg) erbaut. Auf Anraten von Orgelbauer Josef II von Glatter-Götz (Schwarzach/Vorarlberg) und Pater Albert Hohn (Stift Neuburg / Ziegelhausen am Neckar) wurde die grosse Orgel erhalten. Otto Greule (Konzertorganist in Bühl und langjähriger Organist und Chorleiter der Kirchgemeinde) spielte noch vor seinem Tod ein viel beachtetes Orgelkonzert auf der Schwarz-Orgel.
2007 Versuchsweise Inbetriebnahme durch Orgelbau Matz & Luge (Rheinmünster-Stollhofen), welche die Orgel problemlos zum Erklingen bringen konnten.
2011 Revision des Ventus.
2012 erklingt die Orgel am 20. Oktober in einem Gottesdienst, wenige Tage vorher entstand ein Klangbeispiel mit der Toccata von Charles-Marie Widor aus der 5. Orgelsinfonie.
2020 werden Zuschüsse des Bundes für die Restaurierung der Orgel gesprochen.
2021 angedachter Start der Restaurierung.
2022 – 2025 wird eine Restaurierung durch Orgelbau Matz & Luge (Rheinmünster-Stollhofen) ausgeführt. Die Einweihung wird zu Pfingsten 2023 stattfinden. Bei der Restaurierung wird das durch den Orgelprospekt verdeckte Fenster hinter dem Pfeifenwerk verschattet, um Temperaturschwankungen zu vermeiden. Das Fenster erhält für die bessere Wahrnehmung zudem eine LED-Beleuchtung. Der Walcker-Spieltisch wird aktuell durch Orgelbau Gerhard Walcker-Mayer (Kleinblittersdorf) restauriert – Einsegnung der Orgel am 18. Mai 2025 mit OSV Philipp Pelster (Domorganist Salzburg) mit Werken von Camille Saint-Saëns, Jean Langlais, Louis Vierne, Maurice Ravel und Sigfrid Karg-Elert.

Das Werk ist die grösste nahezu original erhaltene romantische Orgel der Werkstatt Schwarz und wird seit 2007 durch Initiativen des Fördervereines zur Erhaltung der historischen Schwarz-Orgel der Stadtpfarrkirche St. Peter & Paul zu Bühl (Baden) e.V. unterstützt. Der Verein konnte mit diversen Aktionen den Abbau und Verkauf des Werkes verhindern. Beeindruckend ist der Werkaufbau, die grosse Orgel steht nahezu unauffällig hinter einem grossen Gewölbebogen mit zwei Schwellwerken

zur Marienorgel

Disposition

I Hauptwerk C – a“‘

Principal 16′

Principal 8′

Viola di Gamba 8′

Flût-harmonique 8′

Bourdon 8′

Gemshorn 8′

Dolce 8′

Octave 4′

Rohrflöte 4′

Cornett 3-5 fach 8′

Mixtur 4-fach 2 2/3′

Quinte 2 2/3′                 aus Mixtur

Superoctav 2′               aus Mixtur

Cymbel 4-fach 1′

Trompete 8′

Clairon 4′

 

II Schwellwerk Süd C – a“‘  (teilw. ausgebaut bis a““)

Quintatön 16′

Aeoline 16′

Flötenprincipal 8′

Nachthorn 8′

Salicional 8′

Violine 8′

Unda maris 8′              ab c° schwebend zum Salicional

Geigenprincipal 4′

Flauto dolce 4′

Aeolsharfe 2-fach 2′    schwebend gestimmt

Waldflöte 2′

Progr. harm. 3-5 fach 2 2/3′

Quinte 2 2/3′               aus Progr. harm.

Orchester Oboe 8′

Clarinette 8′                durchschlagend

Tremolo II

Glockenspiel c°- a“‘

III Schwellwerk C – a“‘ Nord (teilw. ausgebaut bis a““)

Bourdon 16′

Hornprincipal 8′

Quintatön 8′

Traversflöte 8′

Echogamba 8′

Gedeckt 8′            Silbermann

Vox celestis 8′       ab c°

Aeoline 8′

Prestant 4′

Nachthorn 4′

Quinte 2 2/3′

Bachflöte 2′

Terzflöte 1 3/5′

Septime 1 1/7′

Sifflet 1′

Mixtur 4-fach 2′

Rankette 16′

Solotrompete 8′

Zinke 4′

Tremolo III

 

Pedal C – f‘

Principalbass 16′

Kontrabass 16′

Subbass 16′

Salicetbass 16′

Zartbass 16′              Tr. III Bourdon 16′ 

Aeolsbass 16′           Tr. II Aeoline 16′

Quintbass 10 2/3′

Octavbass 8′

Cello 8′

Gedecktbass 8′         Tr. III Gedeckt 8′ 

Choralbass 4′

Tuba 32′                    C – H selbständig, ab c° aus Posaunenbass 16′

Posaunenbass 16′

Basstrompete 8′

Clarine 4′

Singend Cornett 2′

 

 

Disposition mit Detailangaben

I Hauptwerk C – a“‘ (Super I nicht ausgebaut)

Principal 16′                  C – c‘ Prospekt Zink, ab cs‘ innen, ab fs“ Metall

Principal 8′                    C – cs° Prospekt Zink, ab d° innen, ab fs‘ Metall

Viola di Gamba 8′         Zink (obere Ebene HW)

Flût-harmonique 8′       C – H Holz ged. innenlabiiert, ab c° Zink, ab fs‘ überbl., ab fs“ Metall

Bourdon 8′                   Holz ged. innenlabiiert, ab c“ Metall ged.

Gemshorn 8′                C – H Holz ged. innenlabiiert, ab c° Zink konisch, ab fs‘ Metall konisch

Dolce 8′                        C – H Holz, ab c° Zink (obere Ebene HW)

Octave 4′                     Zink, ab gs° Metall

Rohrflöte 4′                  C – H Holz rohrged., ab c° Metall rohrged., ab fs“ offen zylindrisch

Cornett 3-5 fach 8′       ist 4-5 fach, ab gs° 5 fach – rep. c°/gs°

Mixtur 4-fach 2 2/3′      ist 2-fach, 2 2/3′ Chor Quinte und 2′ Chor Superoctav – rep. f’/c“‘, Metall

Quinte 2 2/3′                aus Mixtur, Zink, ab c° Metall

Superoctav 2′              aus Mixtur, Zink, ab GS Metall

Cymbel 4-fach 1′         ist 2/3′ – rep. f°/c’/f’/c“/f“, Metall

Trompete 8′                 Stiefel Zink, Becher C – H Zink, ab c° Kupfer, ab fs“ doppelte Becherlänge, ab gs“‘ labial Metall

Clairon 4′                    Stiefel Zink, Becher C – H Zink, ab c° Kupfer, ab gs“ labial Metall

 

II Schwellwerk C – a“‘ (teilw. ausgebaut bis a““)

Quintatön 16′                 C – h° Holz ged., ab c‘ Zink ged., ab a“ Metall ged.

Aeoline 16′                    C – g° Zink Haskell, ab gs“‘ offen

Flötenprincipal 8′           C – H Holz offen, ab c° Zink, ab gs‘ Metall

Nachthorn 8′                  C – H Holz ged. innenlabiiert, ab c° Zink ged., ab c‘ Metall ged., ab gs“‘ offen konisch

Salicional 8′                   Holz , ab c° Zink

Violine 8′                       Zink

Unda maris 8′                ab c° schwebend zum Salicional, Zink, ab fs‘ Metall

Geigenprincipal 4′         Zink, ab c‘ Metall

Flauto dolce 4′              Holz offen innenlabiiert, ab gs“ Metall konisch und überbl. – rekonstruiert

Aeolsharfe 2-fach 2′      schwebend gestimmt – rep. b“ Octavrep., in Super nicht ausgebaut, Metall

Waldflöte 2′                   Metall lochged., ab gs‘ offen konisch, in Super nicht ausgebaut

Quinte 2 2/3′                 aus Progr. harm. – rep. b“‘ 2 2/3′ zu 5 1/3′

Progr. harm. 3-5 fach 2 2/3′  ab c‘ 4 fach, ab c“ 5 fach – rep. c’/c“/c“’/b“‘

Orchester Oboe 8′        Stiefel Zink/ab c° Metall, C – H Fagott, ab c° Oboe (Bauart Schalmei), ab fs“‘ labial

Clarinette 8′                  durchschlagend, Stiefel Holz, Becher Zink, ab c‘ Stiefel Zink, ab c“ Becher Zink, ab cs“‘ labial Metall

Tremolo II

Glockenspiel                c°- a“‘ (Super II/I koppelbar)

III Schwellwerk C – a“‘ (teilw. ausgebaut bis a““)

Bourdon 16′                    Holz ged. innenlabiiert, ab gs“‘ Metall ged.

Hornprincipal 8′              C – H Holz offen, ab c° Zink, ab c‘ Metall

Quintatön 8′                    C – H Holz ged., ab c° Zink ged., ab c‘ Metall ged., ab gs“‘ offen

Traversflöte 8′                C – H Holz ged. innenlabiiert, ab c° Zink, ab c“ überbl.

Echogamba 8′                Zink, ab c‘ Metall

Gedeckt 8′                      Holz ged. innenlabiiert, ab b“‘ offen Metall zylindrisch

Vox celestis 8′                ab c°, Zink, ab c‘ Metall

Aeoline 8′                       Zink, ab c‘ Metall

Prestant 4′                      Zink, ab gs° Metall

Nachthorn 4′                   C – H Holz ged., ab c° Metall rohrged., ab c‘ offen

Quinte 2 2/3′                   Zink konisch, ab c° Metall konisch, rep. c“‘

Bachflöte 2′                    Zink, ab cs° Metall, in Super nicht ausgebaut

Terzflöte 1 3/5′               Metall konisch – rep. c“‘ zu c“, in Super nicht ausgebaut

Septime 1 1/7′               Metall, ab gs° konisch – rep. c“‘ zu c“, in Super nicht ausgebaut

Sifflet 1′                          Metall, ab gs° konisch – rep. c“‘ zu c“, in Super nicht ausgebaut

Mixtur 4-fach 2′              ist 5-fach – rep. g°/g’/c“/g“/c“‘

Rankette 16′                  Stiefel/Becher Holz, ab c‘ Stiefel Metall 

Solotrompete 8′             Stiefel/Becher Zink, Becher ab fs° Naturguss, ab c‘ offen, ab gs“‘ labial

Zinke 4′                          Stiefel/Becher Zink, ab c° Becher Metall, ab fs“ labial

Tremolo III

 

Pedal C – f‘

Principalbass 16′           Holz offen

Kontrabass 16′              Holz offen

Subbass 16′                  Holz ged.

Salicetbass 16′              Holz offen

Zartbass 16′                  Tr. III Bourdon 16′ 

Aeolsbass 16′                Tr. II Aeoline 16′

Quintbass 10 2/3′          Holz ged.

Octavbass 8′                 Holz offen

Cello 8′                          Zink

Gedecktbass 8′             Tr. III Gedeckt 8′ 

Choralbass 4′                Zink

Tuba 32′                        C – H selbständig, Stiefel/Becher Holz, ab c° aus Posaunenbass 16′

Posaunenbass 16′         Stiefel Holz, Becher C – H Holz, ab c° Zink

Basstrompete 8′            Stiefel/Becher Zink

Clarine 4′                       Stiefel/Becher Zink

Singend Cornett 2′        Stiefel/Becher Zink, ab cs‘ doppelte Becherlänge konisch

 

Anmerkung zu den Prospektpfeifen

Principal 16′ HW im Prospekt C – c‘, C – B Mittelfeld und H – c‘ Aussenfelder

Principal 8′ HW im Prospekt, C – cs° Aussenfelder

 

Zusammensetzung Cornett HW

C                                     2 2/3′  +  2′  +  1 3/5′  +  1′

c°                            4′  +  2 2/3′  +  2′  +  1 3/5′

gs°      8′ (ged.)  +  4′  +  2 2/3′  +  2′  +  1 3/5′

 

Zusammensetzung Mixtur HW (inkl. Quinte 2 2/3′ und Superoctav 2′ in Klammern)

C                                       (2 2/3′)  +  (2′)  +  1 1/3′  +  1′

f‘                               4′  +  (2 2/3′)  +  (2′)  +  1 1/3′

c“‘              5 1/3′  +  4′  +  (2 2/3′)  +  (2′)

 

Zusammensetzung Cymbel HW

C                                                             2/3′  +  1/2′  +  1/3′  +  1/4′

f°                                                    1′  +  2/3′  +  1/2′  +  1/3′

c‘                                     1 1/3′  +  1′  +  2/3′  +  1/2′

f‘                             2′  +  1 1/3′  +  1′  +  2/3′

c“             2 2/3′  +  2′  +  1 1/3′  +  1′

f“     4′  +  2 2/3′  +  2′  +  1 1/3′

 

Zusammensetzung Prog. harm. SW Süd

C                                                                2 2/3′  +  2′  +  1 3/5′

c‘                                                       4′  +  2 2/3′  +  2′  +  1 3/5′

c“                               8′  +  5 1/3′  +  4′  +  2 2/3′  +  2′

c“‘              10 2/3′  +  8′  +  5 1/3′  +  4′  +  2 2/3′

b“‘   16′  +  10 2/3′  +  8′  +  5 1/3′  +  4′

 

Zusammensetzung Mixtur SW Nord

C                                                                                            2′  +  1 1/3′  +  1′  +  2/3′  +  1/2′

g°                                                      4′                +  2 2/3′  +  2′  +  1 1/3′  +  1′

g‘                                                      4′  +  2 2/3′  +  2 2/3′  +  2′  +  1 1/3′

c“                              8′                 +  4′  +  2 2/3′  +             +  2′  +  1 1/3′

g“    10 2/3′  +  8′           +  5 1/3′  +  4′  +  2 2/3′

c“‘   10 2/3′  +  8′  +  8′  +  5 1/3′  +  4′

 

Die Walze konnte zu früheren Zeiten mit der Rückenlehne durch den Organisten bedient werden, auf diese Konstruktion weisst noch eine Metallplattenverschraubung am Walzentritt hin.

 

Stieffell-Orgel 1779 (Quelle Philipp Pelster)

Manual C – d“‘

Principal 8′

Coppel 8′

Solicional 8′

Gamba 8′

Praestant 4′

Flöte 4′

Quint 3′

Octav 2′

Cornet 5f. 8′ ab c‘

Mixtur 4f. 1′

Tremulant doux

 

Pedal C – d°

Subbass 16′

Octavbass 8′

Posaunbass 8′

 

 

Schwarz-Orgel 1895 (Quelle Philipp Pelster)

I Hauptwerk C – f“‘

Bourdon 16′

Prinzipal 8′                      C – ds‘ Prospekt

Flöte 8′

Viola di Gamba 8′

Dolce 8′

Oktave 4′                         C – d° Prospekt

Rohrflöte 4′

Oktave 2′

Cornett 3-5 fach 2 2/3′

Mixtur 3-5 fach 2 2/3′

Trompete 8′

 

II Manual C – f“‘

Geigenprinzipal 8′        G – ds° Prospekt

Lieblichgedeckt 8′

Conzertflöte 8′

Salicional 8′

Aeoline 8′

Vox celestis 8′              ab c°

Fugara 4′

 

Pedal C – d‘

Violone 16′

Subbass 16′

Oktavbass 8′

Posaune 16′

 

 

Spielhilfen

2 freie Kombinationen als weiße und rote Schaltungen oberhalb der Handregistratur

Mitte oberhalb Manual III: Crescendo Anzeige (mit Vermerk Cresendo ab oberhalb der Position 0, Stufen 0 – 9 + Koppl.), Automat. P .Ped. III. Manual, Automat. P .Ped. II. Manual als grüne Schaltungen mit Pedalkoppeln, Windstand (Anzeige)

Linke Seite: Sub III (ab c°, Nr. 10), Sub III/I (ab c°, Nr. 11), Sub III/II (ab c°, Nr. 33), Sub II/I (ab c°, Nr. 54), Sub II (ab c°, Nr. 55), III/Ped., II/Ped., I/Ped. (1 Vacat HW)

Rechte Seite: Super III/I (a““, Nr. 12) , Super III (a““, Nr. 13), Super III/II (a““, Nr. 34), Super II (a““, Nr. 56), Super II/I (a““, Nr. 57), II/I, III/I, III/II Nr. 78 – 80 (je ein Vacat I und II)

Druckknöpfe Spieltisch unter erstem Manual: P., MF., F., FF., T., Auslösung, Fr.Comb.I, Fr.Comb.II, P.Pedal, Super I, Handreg. ab, Crescendo ab, 16′ + 32′ ab

Fuß: Einf. Zungen, Einf. Labial, Einf. Kopplung als Rastentritte, III/Ped., II/Ped., I/Ped., Fr.Comb. I, Fr. Comb II als Fußhebel, Auslöser (oberhalb der Reihe als Hebel), Cresc. u. Decresc. (Walze/Tritt), Schwell II (Schwelltritt II), Schwell III (Schwelltritt II)

 

Spielhilfen Schwarz-Orgel 1895

II/I, I/P, II/P, Calcant
Collective P, MF, Tutti

 

Spielhilfen Stieffell-Orgel 1779

Nicht bekannt, vermutlich Pedalkoppel

Gebäude oder Kirchengeschichte

Circa 1311 Gründung der Pfarrei. Es existiert eine Kapelle zu Ehren der heiligen Petrus und Paulus, welche vermutlich vom Kloster Schwarzach aus errichtet wurde.
1423 wird das Kirchspiel Bühl genannt.
1514 Bau der ersten grösseren Kirche im spätgotischen Stil, welche 1524 mit der Fertigstellung des Kirchturmes abgeschlossen wird.
1622 Zerstörung der Kirche durch plündernde Soldaten. Nach 1624 Aufbauarbeiten.
1707 Errichtung eines Bruderschaftsaltares, welcher 1719 erweitert und renoviert wird. Ebenso 1707 Entstehung der Kanzel.
1719 Errichtung der Seitenaltäre zu Ehren des heiligen Josefs und der Muttergottes.
1724 Glockenguss durch Matthäus Edel (Strassburg).
1725 Kirchenrenovierung.
1767 Vergrösserung des Kirchenraumes und Abtragung des bisherigen Chorraumes.
1773 die erweiterte Kirche wird am 11. November festlich eingeweiht.
1798 Aufzug und Weihe dreier Glocken des Giessers Matthäus Edel (Strassburg).
1863 Pläne zum Bau einer neuen grösseren Kirche.
1872 – 1877 Bau einer grösseren dreischiffigen Kirche im neugotischen Stil neben dem bisherigen Kirchenbau nach Plänen des Bezirksbauinspektor Carl (Karl) Dernfeld (Baden-Baden). Der 1876 fertiggestellte Kirchturm ist 63 Meter hoch und erhielt die drei Glocken der bisherigen Kirche und wurden durch zwei neue Glocken der Giesserei Gebrüder Koch (Freiburg) ergänzt. Die barocke Kreuzigungsgruppe stammt aus der alten Kirche. Grundsteinlegung 17. August 1873.
Einweihung der Kirche am 06. Mai 1877. Die Chorfenster werden von Karl Müller (Offenburg) erschaffen. Der Hochaltar, das Chorgestühl und die Kanzel wurden von der Firma Marmon (Sigmaringen), der Muttergottesaltar von der Kunstwerkstätte Eberle (Ueberlingen) und der Josefsaltar von der Firma Sauer (München), der Altar zur Schmerzhaften Muttergottes von Bach (Stuttgart) und der Kreuzaltar von den Gebrüdern Knittel (Freiburg) errichtet.
1880 wird die alte Kirche zum Rathaus umgebaut.
1911 Neuausmalung der Kirche durch Kunstmaler August Kolb (Offenburg).
1917 Abgabe der Kirchenglocken zu Rüstungszwecken.
1925 Guss und Aufzug von 5 neuen Glocken der Giesserei Bachert (Karlsruhe). Das Geläut wird elektrifiziert und der Glockenstuhl 1926 renoviert. Die beiden alten erhaltenen Glocken werden nach Vimbuch verkauft.
1937 Erneuerung der Statuen im Kirchenraum.
1942 erneute Abgabe aller Glocken zu Rüstungszwecken.
26. Mai 1950 Weihe von fünf neuen Glocken von F. W. Schilling (Heidelberg) – Nominale b° + d‘ + f‘ + g‘ + b‘. In den Folgejahren entstehen neue Fenster nach Entwürfen von Prof. Albert Burkart (München).
1952 – 1958 Entfernung der neugotischen Ausstattung und Ausmalung im Zuge einer Kirchenrenovierung. Der Altar stammt von Anton Kunz (Pforzheim).
1976/77 Feier 100 Jahre Stadtpfarrkirche Bühl mit Einweihung der Rieger-Orgel.
2003 Einweihung der Ulrika-Nisch-Kapelle
2008 – 2011 umfangreiche Aussen- und Innenrenovierung der Stadtpfarrkirche. Die neuzeitlichen Buntglasfenster stammen aus der Werkstatt Seitz (Heilbronn). Die Chorfiguren stammen noch vom ursprünglichen neugotischen Hochaltar.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Roman Hägler, Mike Wyss und Andreas Schmidt

Orgelgeschichte: Angaben und Cooperation mit dem Förderverein zur Erhaltung der historischen Schwarz-Orgel der Stadtpfarrkirche St. Peter & Paul zu Bühl (Baden) e.V., Informationen von Björn Bramser, eigene Sichtungen und Spiel 2021 und 2025 sowie Bestandesaufnahme, Orgelsachverständiger Philipp Pelster (Salzburg), Bernhard Götz, Orgelarchiv Schmidt Horst Georg und Andreas Schmidt – Forschungen Orgeln in Südbaden, Informationen Sitzung Andreas Schmidt mit dem Fördervereinsvorsitzenden und OSV Philipp Pelster, zitiert von dem Bericht aus den Bühler Heimatgeschichten Nr. 17/2004 Bericht von Philipp Pelster Seiten 81 – 100 “ Die Orgeln der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul in Bühl seit 1877″

Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde vor Ort, zitiert aus Kirchenführer Schnell + Steiner „Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul Bühl“ Kunstführer Nr. 686, 3 aktualisierte Auflage 2013 ISBN 978-3-7954-5865-2, Pfarrchronik, Pfarrkirche, Pfarrfamilie, der Stadtpfarrei: St. Peter und Paul Bühl

Glockenvideo – BÜHL (BADEN) Pfarrkirche St. Peter und Paul – Plenum und BÜHL (BADEN) Pfarrkirche St. Peter und Paul – Sonntagsgeläut von User Christ-König-Glocke auf Youtube – Kanal

Internetauftritt des Fördervereins zur Erhaltung der historischen Schwarz-Orgel der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul zu Bühl (Baden) e.V.

Internetauftritt der Pfarrgemeinde Bühl

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