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Orgel: Zülpich – St. Peter

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Gebäude oder Kirche

St. Peter

Konfession

Katholisch

Ort

Zülpich

Postleitzahl

53909

Bundesland / Kanton

Nordrhein-Westfalen

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

 

Ergänzende Aussenbilder

© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), St. Peter, Zülpich-0032CC BY-SA 4.0

Seifert-Orgel ab 1958

Alter Prospekt – angekauft für den Neubau 1984

 

Spieltisch Weimbs-Orgel 1984

 

Video St. Peter Zülpich: Beiern im Advent – von User Vox Tolbiacum Kirchenmusik an St. Peter in Zülpich

Heilige Messe am 2. So im Jahreskreis Sonntag, 17.01.2021 aus St. Peter Zülpich – Seelsorgebereich Zülpich auf Youtube

Konzert in der Kulturkrise am 16.08.2020 St. Peter Zülpich – Seelsorgebereich Zülpich auf Youtube

Praeludium D-Dur – Dieterich Buxtehude (1637-1707) BuxWV 139 – Vox Tolbiacum Kirchenmusik an St. Peter in Zülpich

Elévation – Louis Vierne (1870-1937) aus Messe basse Opus 30 Nr. 4 – Vox Tolbiacum Kirchenmusik an St. Peter in Zülpich

St. Peter Zülpich – Vorstellung der Annokapellenorgel im Advent – Vox Tolbiacum Kirchenmusik an St. Peter in Zülpich

St. Peter Zülpich – Vorstellung der Kryptaorgel im Advent – Vox Tolbiacum Kirchenmusik an St. Peter in Zülpich



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

16. Jahrhundert ist ein Organist mit dem Namen Arnold erwähnt.
1584 entsteht eine neue Orgelbühne.
1869 Orgelneubau durch Franz Wilhelm Sonreck (Köln) II/20 – Einweihung 25.12.1869.
Nach 1906 vermutlicher Umbau mit neuem Spieltisch und pneumatischer Traktur durch den Zülpicher Orgelbauer Josef Breuer.
1958 Aufstellung einer von Orgelbau Romanus Seifert (Kevelaer) in den 40-ger Jahren als Hausorgel geplanten Orgel auf der Empore der Annokapelle, welche als Musizierplatz gedacht war und mit einer Beton-Gitterwand vom Hauptraum abgetrennt wurde II/19 + 4 Extensionen (4′ Basis). Der Klang wurde durch eine Öffnung in die Kirche abgestrahlt, vermochte aber den Raum nicht zu füllen.
Nach 1980 wird eine Empore in den Hauptkirchenraum eingebaut und der Spieltisch von der Empore der Annokapelle auf der neuen Empore aufgestellt, um den Chor zu begleiten. Da dies aber auf Grund akustischer Probleme keine optimale Lösung war, kaufte die Pfarrgemeinde ein neugotisches Orgelgehäuse aus Grefrath-Mühlhausen. Das Gehäuse war ursprünglich geteilt und wurde von Bildhauer Karl Heinz Müller (Brühl) zusammengefügt.
1984 in das Gehäuse wird eine neue Schleifladenorgel mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur und 6-fachem Sternchensetzer als Opus 189 von Orgelbau Weimbs (Hellenthal) erbaut III/28. Das Pfeifenwerk bestand aus Registern der vorhandenen Orgel, historischen Pfeifen aus dem Lager der Firma Weimbs, romantischen Registern der abgetragenen Ernst Seifert-Orgel aus St. Vitalis Köln-Müngersdorf und neuen Registern.
Da die akustischen Verhältnisse nicht optimal waren und die Empore für den Chor zu klein war, wurde die Annokapelle wieder als Musizierort gewählt und die Begleitung von einem Continuo-Positiv, einer Leihgabe des Bistums, übernommen.

Derzeitige Orgeln

1988 Schleifladenpositiv mit mechanischer Traktur, erbaut für die Krypta der Zülpicher Kirche als Opus 216 von Orgelbau Weimbs (Hellenthal) I/5 ohne Pedal – Einweihung 12.09.1988.
2014 im Zuge der Kirchenrenovierung wird die grosse Orgel durch die Erbauerfirma Weimbs als Opus 331 reorganisiert. Die Windladen wurden elektrifiziert und mit neuen Einzeltonwindladen ergänzt, das Pfeifenwerk aus der ursprünglichen Seifertorgel, dem Lagerbestand von Weimbs und der romantischen Ernst Seifert-Orgel übernommen und durch weitere neue Register ergänzt. Das neue Gehäuse wurde an der Kirchenrückwand aufgehängt und eine Tuba Petri auf dem Gehäusedach liegend installiert II/33. Der Spieltisch ist fahrbar und integriert auch die 2017 von Orgelbau Weimbs als Opus 343 ergänzte Annokapellenorgel (Schwellwerk) in der Form eines Zentralspieltisches. Bei der Kirchenrenovierung wurde die Akustik durch die Rekonstruktion der Kirchendecke erheblich verbessert und der Nachhall von über 10 Sekunden auf circa 3,8 Sekunden minimiert.
2017 Erweiterung des Werkes durch ein Schwellwerk auf der Empore der Annokapelle als Opus 343 durch Orgelbau Weimbs (Hellenthal) III/43. 21.05.2017 Orgelweihe der Annokapellen-Orgel.

Zum Traktursystem von Laukhuff

Die Orgel besitzt ein digitales Traktursystem, welches mit Hilfe von speziellen Koppeln für Intervalle oder dynamisches Spiel individuelle Klänge zu kombinieren. Diese dynamischen Koppeln wurden das erste mal in dieser Form in Zülpich eingebaut. Funktionen können auf einem Touchpad (Gedoppelt mit einem Ipad) hinterlegt werden und beim Forte-Spiel abgerufen werden. Diese Funktionen wirken auf den jeweiligen Ton/Taste beeinflusst durch z.B. schnelles Anschlagen (gemessen durch Velocity-Werte). So können Leerreise der Tasten und Ein/Ausschalt-Zeitpunkt variiert werden (geeignet für grosse Orgelanlagen mit verschiedenen Standorten, um die Laufzeitproblematik auszugleichen).
Die Orgel kann mit der Netzwerktechnik von einem MIDI-fähigen Instrument vom Chorraum oder der Taufkapelle angespielt werden, ebenso kann ein MIDI-ausgestattetes Instrument von der Orgel aus bespielt werden. Die Tastenfessel kann in zwei Modi gesteuert werden und die Registerfessel mit flexiblen Umregistrieren gespielt werden. Durch das automatische Pedal können Pedalregister einem Manualwerk zugeteilt werden, was ein Anpassen der Lautstärke des Pedals ohne Umregistrieren ermöglicht.
Das geteilte Pedal kann via Touchpad definiert werden im Splittpunkt. Auch variabel kann man das geteilte Pedal einstellen, das heisst links spielt das einregistrierte Pedal und der rechte Fuss führt eine Solostimme (zum Beispiel ein zugefügtes Manualregister). Der Winddruck ist bei Haupt- und Annokapellenorgel flexibel veränderbar.
Mit den Intervallkoppeln kann man fehlende Register wie Quinten, Kornette oder Mixturen zusammenstellen und auf die Teilwerke zuordnen. Es sind Quintreihen definierbar, sowie Quarten übereinander schichtbar.
Eine ausführliche Beschreibung mit entsprechenden Screenshots zum Traktursystem ist auf der Internetseite der Orgelbaufirma unter diesem Link anrufbar.

Durch die Kombination von Substanz aus verschiedenen Epochen und des digitalen Traktursystems der Firma Laukhuff ist ein Instrument mit nahezu unzähligen Klangkombinationsmöglichkeiten und einem beeindruckenden orchestralen Klang entstanden.

Konzept und Disposition
Holger Weimbs (Kirchenmusiker)
Orgelbau Weimbs
Eckhard Isenberg (Orgelsachverständiger Erzbistum Köln)

Gehäuse
Arichtekturbüro Ernst (Zülpich)
Orgelbau Weimbs

Disposition

Weimbs-Orgel 2014 / 2017

I Hauptwerk C – g”’

Bordun 16′

Principal 8′

Flaut Major 8′

Octave 4′

Flaut Minor 4′

Quinte 2 2/3′

Super Octave 2′

Mixtur 4-fach 2′

Cornett 3-fach ab f°

Trompete 8′

Tremulant HW

 

 

II Positiv im SW C – g”’

Geigen Principal 8′

Rohrflöte 8′

Salicional 8′

Vox Coelestis 8′ ab c°

Principal 4′

Flaut Travers 4′

Violine 4′

Nasard 2 2/3′

Flautino 2′

Terz 1 3/5′ ab c°

Rauschquinte 2-3 fach 1 1/3′

Klarinette 8′

Tremulant POS

 

 

III Schwellwerk Annokapelle C – g”’ (ausgebaut bis g””) 2017

Bourdon 16′

Principal 8′

Bourdon 8′

Flûte Harm. 8′

Gambe 8′

Voix Céleste 8′ ab c°

Prestant 4′

Flûte Oct. 4′

Doublette 2′

Progressio 2-5 fach 2 2/3′

Basson Hautbois 8′

Trompette Harm. 8′

Tremulant SW

 

 

Pedal C – f’

Violon 16′

Subbass 16′

Quinte 10 2/3′

Octave 8′

Bordun 8′

Octave 4′

Bombarde 16′

Posaune 8′

Pedal SW Annokapelle C – f’ 2017

Soubasse 16′

Bourdon 8′

Trompeteria an I, II, III oder Pedal C – g”’

Tuba Petri 16′

Tuba Petri 8′

Tuba Petri 4′

in je drei Wippen für die einzelnen Teilwerke

Winddruck HW – 95 mm WS
Winddruck Pos – 85 mm WS
Winddruck SW Annokapelle – 90 mm WS
Winddruck Pedal – 105 mm WS
Winddruck Trompeteria – 180 mm WS

 

Krypta-Orgel

Manual C – a”’

Bourdon 8′

Rohrflöte 4′

Quinte 2 2/3′ C – c Prospekt

Principal 2′

Terz 1 3/5′ ab c’

Vol 0 Introduktion Traktursystem Weimbs Orgel Zülpich

Vol 1 Touchscreen & Tablet Traktursystem Weimbs Orgel Zülpich

Vol 2 Tastenfessel + und Traktursystem Weimbs Orgel Zülpich

Vol 3 Freie Koppel Traktursystem Weimbs Orgel Zülpich

Vol 4 Geteiltes Pedal Traktursystem Weimbs Orgel Zülpich

Vol 5 Melodiekoppel Traktursystem Weimbs Orgel Zülpich

Vol 7 Variabler Winddruck Traktursystem Weimbs Orgel Zülpich

Vol 8 Dynamische Koppel Traktursystem Weimbs Orgel Zülpich

Vol 9 Automatisches Pedal Traktursystem Weimbs Orgel Zülpich

Vol 10 Transpositeur Traktursystem Weimbs Orgel Zülpich

Vol 11 Sforzato Traktursystem Weimbs Orgel Zülpich

 

Weimbs-Orgel 1984 (E.Seifert Bestand aus Müngersdorf / R.Seifert aus Vorgängerorgel)

I Koppelmanual C – g”’

II Hauptwerk C – g”’

Bordun 16′ ab G (E.Seifert)

Prinzipal 8′

Flaut major 8′ (E.Seifert)

Oktave 4′ (E.Seifert)

Flaut minor 4′ (R.Seifert)

Quinte 2 2/3′ (E.Seifert)

Superoktave 2′ (R.Seifert)

Cornett 3-fach 2 2/3′ ab f°

Mixtur 4-fach 2′

Trompete 8′ (R.Seifert)

III Schwellwerk C – g”’

Rohrflöte 8′ (E.Seifert)

Salizional 8′ (R.Seifert)

Voix céleste 8′ ab c° (E.Seifert)

Prinzipal 4′ (R.Seifert)

Flaut travers 4′ (E.Seifert)

Quinte 2 2/3′ ab c° (R.Seifert)

Blockflöte 2′ (R.Seifert)

Terz 1 3/5′ ab c° (R.Seifert)

Rauschquinte 2-fach 1 1/3′ ab c°(teilw.neu/R.Seifert)

Progressio 2-5 fach 2 2/3′

Klarinette 8′ (Altbestand)

Oboe 8′

Tremulant

Pedal C – f’

Violonbass 16′ (E.Seifert)

Subbass 16′ (E.Seifert)

Prinzipalflöte 8′

Choralflöte 4′ (E.Seifert)

Bombarde 16′

Posaune 8′

 

Seifert-Orgel (ab 1958)

I Hauptwerk C – g”’

Rohrflöte 8′

Fernflöte 8′

Singend Prinzipal 4′

Quintade 4′

Blockflöte 2′

Mixtur 4-fach 1 1/3′

Trompete 8′

II Schwellwerk C – g”’

Lieblich Gedackt 8′

Salicional 8′

Waldflöte 4′

Kleinprinzipal 2′

Schwiegel 1′

Sesquialter 2-fach

Scharf 3-fach

Dulcian 8′

Tremulant

Pedal C – f’

Subbass 16′

Octavbass 8′

Pommer 8′ Ext. Subbass 16′

Bassflöte 4′ Ext. Subbass 16’/Pommer 8′

Choralbass 4′ Ext. Octavbass 8′

Rauschpfeife 2-fach 2′

Stillposaune 16′

Horn 8′ Ext. Stillposaune 16′

 

Spielhilfen

Weimbs-Orgel 2014/2017

Setzeranlage

Linke Seite

Zimbelstern, Carillon 25 Töne (Annokapelle mit Uhrenstäben über die gesamte Klaviatur repetierend) von Gerhard Kern/Kerpen), Sonderkoppeln I – V (mit manuell beschriftbaren Displays über das Touchpad),
III/II
II/I, III/I
Sequenzer vor- und rückwärts, I/P, II/P, III/P
Zubehörschublade mit Liedanzeiger unterhalb der Registerstaffel

Mitte

oberhalb Manual III: Ebenen auf/ab, zwei digitale Displays Setzeranlage, Regulierer Tremulanten Trem. I, Trem. II, Trem. III, Windruck Regulierer HO Wind, AO Wind (Annokapelle)

Rechte Seite

Zuschaltungen der Trompeteria einzeln auf die Manuale und das Pedal, Sub II/I, Super II/I, Sub III/I, Super III/I, Sub III/II, Sub III/II, Motor HO, Motor AO
Sub I, Äqual Ab I, Super I, Sub II, Äqual Ab II, Super II, Sub III, Äqual Ab III, Super III
Licht
SW Kirche zu
Touchpad in Schublade unterhalb der Registerstaffel

TF – Tastenfessel jeweils bei jedem Manual an der linken Backe zuschaltbar

Unterhalb des III. und II. Manuals je eine Schaltung Sequenzer vorwärts

Druckknöpfe unterhalb Manual I

S (Setzer), RF (Registerfessel), A – H, Sequenzer vor- und rückwärts, 1 – 8, 0

Fuss

Tastenfessel, Aut.Pedal, Get.Pedal, Walze an, Sequenzer vor- und rückwärts als Pistons, Walze (4 fach programmierbar), Schwelltritte II und III (Annokapellenorgel), Sequenzer vorwärts, Sforz. (Sforzato)

Touchpad/Ipad

Über das Touchpad/Ipad (Funktionen gedoppelt) können die freien Koppeln und Intervallkoppeln konfiguriert werden und auch anhand der Registerwippen I-V (links oben) geschaltet werden (die Beschriftung der Digitalanzeige ist manuell veränderbar). Ebenso kann die Setzeranlage von dem Touchpad eingestellt werden, es existiert eine zusätzliche Aufnahmefunktion und Wiedergabefunktion (titelbasierte Speicherung der Registrierungen).

Setzer auf dem Touchpad klassisch: A – H, 1-8, Sequenzer vor/rückwärts, Auslöser (0), Home, Einfügen, Löschen, Ebenen auf/ab
Einstellung Sforzato (mit Programmierung der Register – siehe Video 11), Walze 4-fach programmierbar, Registerfessel, Tastenfessel, Konfiguration Melodiekoppel, Automatisches Pedal, Winddruck, Suche, USB, Rec, Dynamische Koppeln mit Konfiguration, Tastenfessek, Carillon, Benutzer, freie Intervallkoppeln mit Konfiguration etc.

Tastenfessel +/- über Touchpad anwählbar. Der Organist kann bei einer Variante Töne bzw. einen Akkord bestimmen und liegen lassen und auf den anderen Manualen spielen. Bei der anderen Variante kann auch auf dem gleichen Manual mit den bestimmten Tönen/Akkord gespielt werden, ohne dass sich die mit der Tastenfessel festgelegten Töne mutieren.

Geteiltes Pedal – einstellbar ob fixe Teilung oder Variabel (Zusammenspiel mit Solostimme im rechten Fuss)

Melodiekoppel – Konfiguration auf welchem Manual welches Register eines anderen Manuals gespielt wird

Tremulanten – Impuls und Geschwindigkeit via Touchpad einstellbar (6 Speicherplätze in 6 Stufen anpassbar)

Dynamische Koppeln – Funktionen wirken auf den jeweiligen Ton/Taste beeinflusst durch z.B. schnelles Anschlagen (gemessen durch Velocity-Werte) – III-If, I-IIIf, III Sup-If, II-IIIf, III Sub-If, If->III, II-If, IIf->I

Automatisches Pedal – Pedalregister können dem jeweiligen Manual über Touchpad zugefügt werden

Transpositeur – +/- 6 Halbtöne über Touchpad einstellbar (0, +1 bis +6 und 0, -1 bis -6)

Sforzato im Touchpad einstellbar – über Piston aufrufbar (klingt solange der Piston betätigt wird)

Weimbs-Orgel 1984

II/P, III/P, 6-facher mechanischer Sternchensetzer, Schwelltritt III

Seifert-Orgel (Aufstellung 1958)

II/I, I/P, II/P, Super II/I, Sub II, Super II, 1 freie Kombination, Tutti, Schwelltritt II

Gebäude oder Kirchengeschichte

Ein Wellness-Paradies gleich neben der Pfarrkirche St. Peter in Zülpich? Im nahen Museum der Badekultur kann man der römischen Freizeitanlage nachspüren. Sie geht auf das erste vorchristliche Jahrhundert zurück, als Vicus Tolbiacum an der Kreuzung mehrerer römischer Fernstraßen entstand. – 496 n. Chr. gewann Chlodwig, erster König der Franken die bedeutende Schlacht über die Alemannen vor den Toren Zülpichs. Danach ließ sich Chlodwig taufen und trug somit zur Christianisierung Europas entscheidend bei. Seit dieser Zeit gibt es in Zülpich wohl eine christliche Gemeinde. St. Peter liegt im römischen Kerngebiet der Stadt und gehört zu den Gründungspfarreien des Erzbistums Köln. Der erste Kölner Bischof Maternus († 328) erbaute Kirchen in Köln, Bonn und Zülpich.

Wer den modernen Kirchenbau vor sich sieht, vermag die lange Zülpicher Kirchengeschichte nicht gleich zu erkennen. Steinmaterial antiker Repräsentationsbauten und Denkmäler fanden beim Bau der Kirche sowohl im Mittelalter als auch im 20. Jahrhundert Verwendung. Funde von Jupiterstatuen, Matronensteine und ein Junoaltar lassen einen Jupiter-Tempel in der Nähe vermuten; noch heute teilen sich die Thermen und die Krypta der Kirche eine Wand – Text mit freundl. Genehmigung von Kirchenmusiker Holger Weimbs.

848 wird eine Kirche erwähnt (Wandalbert von Prüm – Prümer Urbar).
953 – 965 wird die Kirche in den Besitz der Kölner Erzbischöfe übertragen.
1079 – 1084 Jahrhundert wird das Patronatsrecht an die Benediktinerabtei Siegburg übertragen und eine neue Kirche erbaut.
1124 erstmalige Bezeichnung als Pfarrkirche.
Ab 1206 seelsorgerliche Betreuung durch die Abtei Siegburg.
1320 / 1330 Entstehung des Langhauses. Spätere Erweiterung einer Sakristei und Taufkapelle.
1604 Restaurierung der Kirche nach Beschädigungen durch einen Brand.
1751 – 1755 Instandsetzungsarbeiten.
17. Jahrhundert Bau eines Pfarrhauses im barocken Stil.
1816 Bau eines neuen Kirchturmes mit integriertem Atrium für Schulunterricht.
Ende 19. Jahrhundert und 1901 – 1904 umfangreiche Instandsetzungsmassnahmen.
1933 Glockenaufzug – Giesserei Petit & Gebrüder Edelbrock (Gescher).
24.12.1944 Zerstörung der Kirche und des Pfarrhauses durch Kriegseinwirkung.
1953 – 1955 Neubau der Kirche nach Plänen des Architekten Karl Band (Köln). Im Innenraum befinden sich Antwerpener Schreinaltäre und der Zugang zu einer romanischen Krypta aus dem 11. Jahrhundert, in welcher zwei Altäre aus dem 19. und 20. Jahrhundert und zwei Marmortafeln aus dem Jahr 1811 zu sehen sind. Im Kirchenraum befindet sich ein Kruzifix aus der Zeit um 1060, ein Taufstein aus dem 12. Jahrhundert und eine Muttergottesstatue aus dem Jahr 1450.
1957 Fertigstellung des Kirchturmes.
1961 Aufzug dreier Glocken der Giesserei Petit & Gebrüder Edelbrock (Gescher) – Schlagtöne des’+ as’+ b’. Neben diesen Glocken sind noch zwei historische Glocken von 1636 (Petrus Dron, Claudius Poincaret) und 1711 von Edmund Fabri (Koblenz) im Turm – Schlagtöne es’ + f’.
Nach 1980 Kirchenrenovierung und Einbau einer Empore in den Hauptkirchenraum.
2012 – 2014 Renovierung der Kirche unter der Leitung der Ernst Architekten BDA (Zülpich). Die Empore aus dem Hauptkirchenraum wurde entfernt und der Annokapelle wieder ein Altar zugeführt.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Holger Weimbs (Kirchenmusiker in Zülpich) und Knut Becker
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde, Kirchenmusiker Holger Weimbs, Wikipedia Artikel der Stadt Zülpich, Iventare nichtstaatlicher Archive – Landschaftsverband Rheinland Nummer 32
Orgelgeschichte: Kirchenmusiker Holger Weimbs und Auszüge aus „Fragmente zur Zülpicher Orgelgeschichte“ von Dr. Franz-Josef Vogt aus der Festschrift zur Orgelweihe, Festschrift Orgelweihe Annokapelle
Glockengeschichte: Glockenbuch des Erzbistums Köln Nummer 44 Dekanat Zülpich – Link
Video “St. Peter Zülpich: Beiern im Advent” von Vox Tolbiacum Kirchenmusik an St. Peter in Zülpich
Heilige Messe am 2. So im Jahreskreis Sonntag, 17.01.2021 aus St. Peter Zülpich – Seelsorgebereich Zülpich auf Youtube
Konzert in der Kulturkrise am 16.08.2020 St. Peter Zülpich – Seelsorgebereich Zülpich auf Youtube
Praeludium D-Dur – Dieterich Buxtehude (1637-1707) BuxWV 139 – von Vox Tolbiacum Kirchenmusik an St. Peter in Zülpich
Elévation – Louis Vierne (1870-1937) aus Messe basse Opus 30 Nr. 4 – von Vox Tolbiacum Kirchenmusik an St. Peter in Zülpich
St. Peter Zülpich – Vorstellung der Annokapellenorgel im Advent – von Vox Tolbiacum Kirchenmusik an St. Peter in Zülpich
St. Peter Zülpich – Vorstellung der Kryptaorgel im Advent – von Vox Tolbiacum Kirchenmusik an St. Peter in Zülpich
Weimbs-Orgel in St. Peter Zülpich Volume 1 bis Volume 11 – von Vox Tolbiacum Kirchenmusik an St. Peter in Zülpich und Knut Becker

Internetauftritt der Kirchgemeinde
Youtube Kanal Seelsorgebereich Zülpich
Youtube Kanal Vox Tolbiacum Kirchenmusik an St. Peter in Zülpich
Internetseite des Kirchenchors Zülpich mit Informationen zu den Orgeln und Terminen der Kirchenmusik

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