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Orgel: Zörbig / Stumsdorf – Dorfkirche

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Gebäude oder Kirche

Dorfkirche

Konfession

Simultan (Evangelisch/Katholisch)

Ort

Zörbig / Stumsdorf

Postleitzahl

06780

Bundesland / Kanton

Sachsen-Anhalt

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Um 1720 Neubau einer Orgel durch einen unbekannten Meister I/9.
1858 Umbau der Orgel durch Friedrich Wilhelm Rühlmann, mechanische Schleifladenorgel II/13 unter Verwendung von Material der Vorgängerorgel, auch das Gehäuse wurde beibehalten. Diesen Umbau trieb Kantor Große aus Stumsdorf voran, die Pfeifen standen auf einer durchschobenen Lade.
14.09.1858 Abnahme der Orgel durch Domorganist Engel aus Merseburg, der das Werk als „zweckmäßig“ und „mäßigen Ansprüchen“ genügend beschreibt.
1888 Umbau, Erweiterung (quasi ein Neubau) durch Wilhelm Rühlmann sen./Zörbig als Op.90, pneumatische vorderspielige Kastenladenorgel II/15 – bemerkenswerterweise findet sich am
Spieltisch kein Firmenschild.
1917 Abgabe der Prospektpfeifen zu Rüstungszwecken.
1920er Jahre Ersatz durch Zinkpfeifen durch die Erbauerwerkstatt.
1973 Einbau eines elektrischen Winderzeugers.
2013 Restaurierung der Orgel durch Orgelbau Rühle/Moritzburg, dabei auch Einbau von neuen Prospektpfeifen aus Zinn.

Disposition

Disposition der Rühlmann-Orgel Opus 90, 1888

Manual I – Hauptwerk C – f“‘

Bordun 16′

Principal 8′

Hohlflöte 8′

Gamba 8′

Octave 4′

Gedackt 4′

Mixtur 3fach

Manual II – Oberwerk C – f“‘

Geigen principal 8′

Liebl. Gedackt 8′

Flauto trav. 8′

Salicional 8′

Gemshorn 4′

Pedal C – d‘

Subbass 16′

Violon 16′

Principal bass 8′

 

Disposition der Orgel von Friedrich Wilhelm Rühlmann 1858 (laut H.J.Falkenberg)

Manual I – Hauptwerk C – d“‘ [?]

Principal 8′

Gedackt 8′

Viola di Gamba 8′

Principal  4′

Octave 2′

Mixtur 3fach

Manual II – Oberwerk C – d“‘ [?]

Geigen principal 8′

Flauto trav. 8′

Quintatön 8′

Gemshorn 4′

Pedal C – d‘ [?]

Subbass 16′

Octavbass 8′

Violon 8′

 

Spielhilfen

Rühlmann Op.90 (1888)
Als Registerschalter ganz rechts: Kalkant
Als Registerschalter mittig links, von links: Manual Koppel [II/I], Pedal-Koppel I. [I/P], Pedal-Koppel II. [II/P], Octav-koppel II. z. I., Piano-pedal [zu II]
Als Druckknöpfe in der Vorsatzleiste unter Manual I, von links: Auslöser, 3 feste Kombinationen p, mf, ff [tutti] – unbeschriftet

Friedrich Wilhelm Rühlmann-Orgel (1858) gemäß Falkenberg
II/I, I/P

Gebäude oder Kirchengeschichte

Um 1150 Errichtung einer ersten romanischen Steinkirche im Ort.
Um 1250 Erweiterung um den gotischen Chorabschluss.
Um 1370 Fertigung einer lebensgroßen Sandsteinskulptur (Madonna).
1836 Erhöhung des Kirchturmes und Aufsatz einer neuen, geschwungenen Turmspitze, die an asiatische Pagoden erinnert.
1887 „Erneuerung“ (Umbau, Umgestaltung) der Kirche, Einbau der Kanzel.
1894 Einbau einer Kirchenheizung, dabei Entdeckung einer Gruft mit Grabstein der Wettiner Gräfin „Bonificia“, die vermutlich die Chorerweiterung stiftete.
Ab 1948 simultane Nutzung der Kirche durch Katholiken und Protestanten, diese Nutzung dauert bis heute an.
1965/66 Sanierung der Kirche.
Nach 2000 Sanierung der Dächer der Kirche.
2004 Neuverputzung von Teilen der Außenfassade durch ABM-Kräfte.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter
Orgelgeschichte: Johannes Richter, ergänzt durch Informationen aus: H.J. Falkenberg: Die Rühlmanns – Zwischen Romantik und Orgelbewegung. Orgelbau Fachverlag Rensch, Lauffen 1995,
ISBN 978-3-921848-19-7 sowie aus einem MZ-Artikel „Rühlmann-Orgel in Stumsdorf: Die Königin ist wieder fit“ auf der Internetseite der Mitteldeutschen Zeitung
Kirchengeschichte: Beitrag zur Kirche auf der Webseite der Stadt Zörbig

Historische Dispositon in: H.J. Falkenberg: Die Rühlmanns – Zwischen Romantik und Orgelbewegung. Orgelbau Fachverlag Rensch, Lauffen 1995,
ISBN 978-3-921848-19-7, S.8 ff.

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