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Orgel: Zirkow (Rügen) – St. Johannes

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Gebäude oder Kirche

Dorfkirche St. Johannes

Konfession

Evangelisch

Ort

Zirkow (Rügen)

Postleitzahl

18528

Bundesland / Kanton

Mecklenburg-Vorpommern

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

Kirche und Innenraum



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Anfang 17. Jahrhundert (?) Orgelneubau durch einen unbekannten Meister. Das Instrument besaß zwei bemalte Flügeltüren.
1667 Reparatur durch Orgelmacher Johannes Preen (Stralsund), dem nachfolgend ein schlechtes Zeugnis ausgestellt wurde.
1730 wird Bericht darüber gegeben, dass die Orgel „nicht gebraucht“ werde. Ob die Orgel des Zustands wegen oder aus Mangel an Organisten nicht gespielt wurde, wird nicht überliefert.
1888 [Anm. 1] Neubau einer vorderspieligen, mechanischen Kegelladenorgel II/9 mit Pedal durch Friedrich Albert Mehmel (Stralsund). Durch den Tod Mehmels vollendete sein Sohn Paul den Neubau hinter dem neogotischen Prospekt. Es wurden die von Friedrich Albert entwickelten „Präcisionsladen“ (Kegelladen) verwendet. In der gängigen Literatur werden der Orgel stets Schleifladen zugewiesen.
1917 Abgabe der Prospektpfeifen zu Rüstungszwecken.
1921 Einbau neuer Prospektpfeifen aus Zink durch Orgelbauanstalt B. Grüneberg (Inhaber Felix Grüneberg).
2002 Spielbarmachung des Instrumentes durch Orgelbau R. Wolter (Zudar).
2012 Restaurierung durch Orgelbau Weitendorf (Schwaan) und Orgelbau Wolter, dabei Fertigung eines neuen Motorkastens und Einbau neuer Prospektpfeifen aus Zinn.
Seitdem jährliche Stimmung und Pflege durch Orgelbau R. Wolter
2024 Orgel vorhanden und spielbar.

Anm. 1: Zum Baujahr der Orgel kursieren verschiedene Daten (1859, 1886, 1888, „um 1888“). Da die Orgel durch Paul Mehmel vollendet wurde, nimmt der Autor 1888 als Baujahr an.

Disposition

Manual I – Hauptwerk C – f“‘

Principal 8′ (C-B Holz, gekröpft, C,C# gedeckt, ab D offen, ab H Prospekt Zinn, ab f#‘ innen, Metall offen 

Gedackt 8′ (C – f° Holz gedeckt, ab f#° Metall gedeckt mit Kastenbärten, ab c“‘ Metall offen, weite Mensur und Kastenbärte

Octave 4′ (Metall offen)

Hohlflöte 4′ (C – f‘ Holz offen, ab f#‘ Metall offen, ab f#“ doppelte Länge, Metall offen überblasend) 

Progr. harm. 1-3 fach (2′, Anm. 1)

Manual II – Hinterwerk C – f“‘

Flauto traverso 8′ (C-H Holz gedeckt, ab c° Holz offen mit Stimmdeckeln, außenlabiiert, ab e‘ überblasend, Holz offen und doppelte Länge)

Viola d‘ amour 8′ (C-H mit Flauto zusammengeführt, ab c° Metall offen mit Expressionen) 

Pedal C – d‘

Subbaß 16′ (Holz gedeckt)

Principal baß 8′ (Holz offen, mit Stimmdeckeln)

Anm.1: Die Progressivharmonika wird an allen anderen Stellen falsch als „1′ II-III“ angegeben. Das Register ist 1-3fach: C-H 1fach 2′, ab c° 2fach 2’+1 1/3′ ab c‘ 3fach 2’+ 1 1/3′ + 1′

Spielhilfen

Registerzug rechts außen oben: Calcantenruf u. Evacuant. [Motorschalter]
Unbeschriftete Fußtritte (Löffeltritte) über dem Pedal zum Einhaken:
Manualkoppel [links], Pedalkoppel I/P [rechts]

Gebäude oder Kirchengeschichte

um 1250 Entschluss zur Errichtung einer Kirche anstelle einer vermutlich bereits ab der Mitte des 12. Jahrhunderts bestehenden Kapelle, die vermutlich um 1170 durch Bischof Absalon von Roeskilde und König Waldemar I. von Dänemark. Damit gehört Zirkow zu den ältesten Kirchen der Insel.
1313 wird die Kirche erstmals inschriftlich erwähnt („1313 Borchardus Plebanus ecclesiae Seracowe“)
Um 1400 Neubau im gotischen Stil aus Backsteinmauerwerk.
1417 (inschriftlich) Farbfassung des Gewölbes durch Maler Bartholomäus Blome vermutlich im Zusammenhang mit der Fertigstellung der Kirche.
1430 kommt die Kirche unter das Patronat des Bistums Roeskilde.
1469 Guss der heutigen Läuteglocke (Durchm.: 0,86m) durch einen unbekannten Gießer.
1556 wird die Kirche mit Pfarrer Peter Cernicke evangelisch.
um 1700 Entstehung des Taufengels, der vermutlich der Werkstatt von Martin Becker (Stralsund) entstammt.
1735 Vollendung des Kanzelaltars durch die Stralsunder Werkstatt Michael Müller
1906 Instandsetzung der Kirche.
1912 Anfertigung eines neuen Taufsteines in gotisierenden Formen.
1917 Abgabe einer Glocke zu Rüstungszwecken.
1929 Guss einer neuen Eisenglocke mit Spitzbogenfries durch Gießerei Schilling&Lattermann (Inschrift: Für deutsche Treue starb ich * deutsche Liebe erwarb mich).
1949 Restaurierung der Kirche mit Freilegung der gotischen Farbfassung von 1417, Wiederherstellung der Malereien durch Kirchenmaler Hoffmann (Finkenwalde)
23. Oktober 1949 Kirchweihfest. Anlässlich dessen wird auf der Südseite an einem Jochpfeiler eine Inschrift mit wichtigen Daten der Kirchengeschichte aufgemalt.
2007 Sanierung des Kirchturms mit Einbau neuer Schallfenster und Neuverfugung, Einbau einer neuen Glockensteuerung für die Bronzeglocke.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter, Sichtung vor Ort und Spiel
Orgelgeschichte:
– Schautafel (Aushang) in der Kirche, Inaugenscheinnahme vor Ort
– Mängelbuch der Orgel, Inaugenscheinnahme vor Ort
– Wackenroder, Ernst Heinrich: Altes und Neues Rügen, Das ist, Kurtzgefasste und umständliche Nachricht Von demjenigen, Was so wohl in Civilibus, als vornemlich in Ecclesiasticis Mit dem Fürstenthum Rügen Von Anfang an bis auf gegenwärtige Zeit sich zugetragen. Druck bei Jacob Löffler (Stralsund) 1730, S. 207
– Bugenhagen, Beate: Die Musikgeschichte Stralsunds im 16. und 17. Jahrhundert. Böhlau Verlag Köln 2015, S. 285

Kirchengeschichte:
– Schautafeln vor Ort, Inaugenscheinnahme vor Ort 2025

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Pfarramtes Binz. Herzlichen Dank dafür!

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