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Orgel: Wutöschingen – Friedenskirche

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Gebäude oder Kirche

Friedenskirche

Konfession

Evangelisch

Ort

Wutöschingen

Postleitzahl

79793

Bundesland / Kanton

Baden-Württemberg

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

 

Friedenskirche Wutöschingen



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1942 wird ein erster Kostenvoranschlag zum Bau einer Orgel von Orgelbau E.F.Walcker & Cie (Ludwigsburg/Werk Steinsfurt) eingeholt. Der Kostenvoranschlag sah eine Multiplexorgel mit 4 Grundstimmen und 19 Auszügen vor.
1966 werden zwei Modelle von elektronischen Orgeln der Firma Ahlborn offeriert.
1967 offeriert die Orgelbauanstalt Gebrüder Mann den Bau einer Pfeifenorgel. Eine Variante sah den Bau einer zweimanualigen Orgel mit sieben Registern vor, die zweite Variante ein Positiv mit vier Registern ohne Pedal. Bei der zweiten Variante wurde optional ein selbständiges Pedal mit einem Subbass angeboten.
1971 wird der Kirchgemeinde von OSV Heinrich Richard Trötschel der Bau einer Pfeifenorgel empfohlen.
1974 Entscheid zu Gunsten einer Pfeifenorgel. Es werden vier Orgelbaufirmen zur Eingabe von Offerten angefragt – Friedrich Weigle (Leinfelden-Echterdingen), Georges Heintz (Schiltach), Orgelbau Mönch (Überlingen/Bodensee) und Ernest Mühleisen (Strasbourg-Cronenbourg).
Mühleisen offeriert ein einmanualiges Instrument mit sechs Registern sowie ein zweimanualiges Instrument mit ebenso sechs Registern. Die Gemeinde entscheidet sich für die zweite Variante, welche zu späterer Zeit neu ausgearbeitet und ergänzt wird.
Vor 1976 wird ein Harmonium der Firma Mason & Hamlin zur Gemeindebegleitung genutzt.

Derzeitige Orgel

1976 seitenspielige Schleifladenorgel mit mittig fest ins Gehäuse eingelassenem Spieltisch, erbaut in ein massives Eichenholzgehäuse als Brüstungsorgel (auf der rechten Seite der Orgelempore) als Opus 143 durch Orgelbau Muhleisen (Strasbourg) II/9 + 1 vorbereitetes Pedalregister – Einweihung am 8. August 1976. Die Expertise oblag OSV Heinrich Richard Trötschel, die Einweihung der Orgel wurde von Bezirkskantor Friedrich musikalisch gestaltet. Die Register Nasat und Terz wurden vor Weihnachten 1976 ergänzt, das Gedackt 8′ bleibt vorbereitet.

2026 wird die Orgel an die katholische Kirchgemeinde Unterlauchringen verkauft und soll in der dortigen Herz-Jesu-Kirche im Chorraum aufgestellt werden. Die Kirchgemeinde Wutachtal (Stühlingen und Wutöschingen) planen den gemeinsamen Bau eines neuen Kirchenzentrums in Wutöschingen.

Disposition

I Hauptwerk C – g“‘

Rohrflöte 8′                C – H aus Gedackt 8′ Pos.; ab c°; Metall rohrged.

Prinzipal 4′                 C innen, ab CS – b° Prospekt – Anm. 1; Metall

Nasat 2 2/3′               C – H Metall ged.; ab c° Metall, offen: flötig

Terz 1 3/5′                  Metall, leicht konisch

Mixtur 1′ 3f.                Metall – rep. c°/a°/g’/g“

 

II Positiv C – g“‘

Gedackt 8′                   C – H Holz ged.; CS/DS/F/G Prospekt- Anm. 2; ab c° Metall ged.

Rohrflöte 4′                 Metall rohrged.; ab gs“ offen, konisch

Blockflöte 2′                Metall, klanglich Principal, leicht konisch

 

Pedal C – f‘

Subbass 16′                  Holz ged.; C – D Seitenprospekt Kirchenschiff – Anm. 3

Gedackt 8′                    Vacat (vorbereitet)

 

 

Prospektpfeifen

Anmerkung 1 : Prinzipal 4′ HW von CS – b° Prospekt Mittelfelder bei Spieltisch; rechts: CS/DS/F/G/A/H/cs°; links: FS/GS/B/c°/d°/e°/fs°/gs°/b°

Anmerkung 2: Gedackt 8′ POS im rechten Aussenfeld – CS/DS/F/G

Anmerkung 3: Subbass 16′ PED Seitenprospekt Richtung Kirchenschiff von C – D

 

Zusammensetzung Mixtur HW

C                                                      1′  +  2/3′  +  1/2′

c°                                       1 1/3′  +  1′  +  2/3′

a°                              2′  +  1 1/3′  +  1′

g‘                2 2/3′  +  2′  +  1 1/3′

g“       4′  +  2 2/3′  +  2′

Spielhilfen

Fuß: II – I, II – Ped., I – Ped. als Rastentritte auf der linken Seite

Gebäude oder Kirchengeschichte

1929 Einrichtung einer Predigtstelle in Wutöschingen.
1930 Erwerb eines Grundstückes zum Bau einer Kirche. Das Grundstück wird im Jahr 1940 gegen ein anderes Grundstück eingetauscht.
1935 Erhebung der selbständigen Kirchgemeinde Wutöschingen, welche von Stühlingen aus betreut wird. Die Gottesdienste werden in einem Raum gefeiert.
Ab 1951 Nutzung der katholischen Kapelle Wutöschingen für die Gottesdienste.

1956 – 1957 Bau der Friedenskirche Wutöschingen nach Plänen des Architekten Stefan Müller (Tiengen) – Grundsteinlegung am 15. Juli 1956 – Einweihung am 15. September 1957.
1959 wird die Glocke der katholischen Kapelle leihweise der evangelischen Kirchgemeinde zur Verfügung gestellt.
1964 Aufzug dreier neuer Glocken der Giesserei Bachert (Karlsruhe).
1970/71 Bau eines Gemeindesaales.
1980 Renovierung der Kirche.
1987 Aussenrenovierung.
1990 umfangreiche Innenrenovierung der Kirche mit Neugestaltung des Eingangsbereiches, Vergrösserung des Chorraumes, Erneuerung der Fenster sowie Integrierung des ursprünglich abtrennbaren Gemeindesaales in den Kirchenraum.
1997 Erweiterung des Kirchenraumes durch einen seitlichen Anbau nach Plänen des Architekten Helmut Hauser (Altensteig).

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde vor Ort, zitiert aus der Broschüre „50 Jahre 1957 – 2007 Friedenskirche“ – evangelische Kirche Wutöschingen von Beate Strittmatter 2007
Orgelgeschichte: Eigene Sichtungen und Spiel 1987, 2024 und 2026, Konzert mit Brita Schmidt-Essbach sel. 1987, Orgelarchiv Schmidt – Horst-Georg Schmidt „Die Orgeln des Landkreises Waldshut“ 1989 – Isele-Verlag (Waldshut)

Internetauftritt der Evangelischen Kirchgemeinde Wutachtal

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