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Orgel: Wassen – St. Gallus

Gebäude oder Kirche

St. Gallus

Konfession

Katholisch

Ort

Wassen

Postleitzahl

6484

Bundesland / Kanton

Kanton Uri

Land

Schweiz

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

17. Jahrhundert ist eine abgängige Orgel in der alten Kirche vorhanden.
1739 Orgelneubau einer zweimanualigen Orgel unter Verwendung von vorhandenem Material (vermutlich der abgängigen Orgel) durch Orgelbauer Hans Joseph Anderhalden (Sarnen).
1905 pneumatische Taschenladenorgel mit freistehendem Spieltisch vor Prospekt, erbaut in das Gehäuse von 1739 unter Verwendung von einigen alten Registern als Opus 269 von Orgelbau Goll & Cie (Luzern) II/12.

Derzeitige Orgel

1969 elektrische Schleifladenorgel (Registerzugmagneten) mit mittig freistehendem Spieltisch, erbaut in das historische Gehäuse durch Orgelbauer Cäcilia Orgelbau: A. Frey (Luzern) II/13 + 2 Extensionen im Pedal.
1989 Renovierung und Umintonierung des Werkes. Die Zimbel im Schwellwerk wird in der Chorzusammenstellung verändert und das Klangbild optimiert. Die Mixtur wird auf 2′ Basis abgeändert. Die Arbeiten führt Orgelbauer Erni aus Stansstad aus.
2014 Instandsetzungsarbeiten durch Orgelbauer Erni Orgelbau AG (Stansstad).
2019 wird ein Orgelkonzert zum 50 jährigen Jubiläum veranstaltet.

Disposition

I Hauptwerk C – g”’

Principal 8′

Gemshorn 8′

Oktav 4′

Flöte 4′

Oktav 2′

Mixtur 4-5 fach 2′ (vorher 4-fach 1 1/3′)

II Positiv C – g”’

Gedackt 8′

Salicet 8′

Rohrflöte 4′

Principal 2′

Nasat 2 2/3′

Zimbel 3-fach 1 1/3′ (vorher 3-4 fach 1/2′)

Pedal C – f’

Subbass 16′

Gedackt 8′ Ext. Subbass 16′

Choralbass 4′ Ext. Subbass 16’/Gedackt 8′ (eher Choralflöte 4′)

 

Spielhilfen

1 freie Kombination (Reg.B), Anzeige Crescendo, Leuchtanzeiger Cresc.an, MF, T
II – I, II -Ped., I – Ped. als Registerschalter
Spieltisch unter Manual I: Reg. A (HR), Reg. B (FK), Ausl., Mezzoforte, Tutti, A.P. an (Autom.Pianopedal an)
Fuss: Man II – I, II – Ped, I – Ped als Fusshebel, Cresc. ab (Einhaktritt), Crescendo (Tritt), Reg. A (HR), Reg. B (FK), Tutti als Fusshebel

Gebäude oder Kirchengeschichte

13. Jahrhundert wird die Existenz einer Kirche in Wassen vermutet.
1349 wird die Kirche als Filialkirche der Pfarrei Silenen erwähnt.
1480 wird erstmalig das Patrozinium des heiligen Gallus erwähnt.
1734 – 1735 Bau der Kirche St. Gallus in Wassen. Die Altäre wurden von Johann Jodokus Ritz (Selkingen) erschaffen.
In der benachbarten Friedhofskapelle, welche knapp 10 Jahre später erbaut wurde, schuf Johann Lukas Regli (Schattdorf) den Altar.
1879 – 1881 Instandsetzungsarbeiten im Kircheninnenraum.
1882 Eröffnung des Gotthard-Bahntunnels mit Umkehrung, die Kirche ist seither dreimal bei der Überfahrt vom Kanton Uri in den Kanton Tessin ersichtlich und erlangt daher grosse Bekanntheit.
1967 – 1968 umfangreiche Renovierungsarbeiten an der Kirche.
Nach 1999 etappenweise Innenrenovierung der Kirche.
2016 – 2020 wurde die Zugstrecke durch einen neuen Tunnel umgeleitet. Seit Ende 2020 ist nun die Südostbahn wieder auf der alten Strecke unterwegs und somit ist die Kirche auf diesem Weg wieder ersichtlich.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt und Roman Hägler
Kirchengeschichte: Urner Kirchen- und Kapellenführer „Kein schöner Land für Gottes Kinder“, Angaben der Kirchgemeinde (Pfarramt)
Orgelgeschichte: Urner Kirchen- und Kapellenführer „Kein schöner Land für Gottes Kinder“, Sichtung 14. April 2018
Internetauftritt der Kirchgemeinde

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