Orgel: Waldkirch – Evangelische Stadtkirche
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Gebäude oder Kirche
StadtkircheKonfession
EvangelischOrt
WaldkirchPostleitzahl
79183Bundesland / Kanton
Baden-WürttembergLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
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Waldkirch (D/BW), evang. Stadtkirche: Glocke 1
Waldkirch (D/BW), evang. Stadtkirche: Glocke 2
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Orgelgeschichte
1889 mechanische Kegelladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch vor Prospekt (Blickrichtung Chor), erbaut von Orgelbauer Anton Kiene (Waldkirch) II/13.
1938 Umbau des Werkes mit neuem geteiltem Freipfeifenprospekt, neuem mittig freistehendem Spieltisch, Erweiterung und Umstellung der Orgel auf elektropneumatische Traktur durch Orgelbauer Rudolf Kiene (Waldkirch) II/23 + 1 Windabschwächung.
1973 Abtragung des Werkes und Privatverkauf des Pfeifenwerkes.
Derzeitige Orgel
1975 – 1976 mechanische Schleifladenorgel mit seitlich – hinter dem Rückpositiv – freistehendem Spieltisch (Blickrichtung Chor), erbaut als Opus 1296 von Orgelbau Friedrich Weigle (Echterdingen) II/17 + 1 VZ und 1 Ext./Tr. – 1’034 Pfeifen. Die Einweihung erfolgte mit Herbert R. Trötschel an der Orgel am 25. Januar 1976 mit Werken von Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach, Georg Muffat und Jean-François Dandrieu.
2025 steht die Orgel zum Verkauf. Die Kirchgemeinde wird die Orgel der profanierten Paul-Gerhardt-Kirche zu Kollnau ohne den Zubau des Johanneswerkes übernehmen.
Die Expertise lag bei Heinrich R. Trötschel, die Prospektgestaltung bei Architekt Herbert Doerr und die Intonation bei Orgelbau Weigle führte Konrad Mühleisen aus.
Disposition
Weigle-Orgel 1975 – Zustand 1984 und 2022 unverändert
I Hauptwerk C – g“‘Prinzipal 8′ Metall, C – h° Prospekt, ab c‘ innen – Anm. 1 Gedackt 8′ C – GS Holz ged., A – cs° Metall ged. Prospekt, ab d° innen – Anm. 2 Oktave 4′ Metall Koppelflöte 4′ Naturguss, ab fs“ offen konisch Gemshorn 2′ Metall, leicht konisch Sifflöte 1 1/3′ Metall, weit mensuriert Mixtur 3 f. 1′ rep. c°/c’/c“/c“‘, Metall
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II Rückpositiv C – g“‘Rohrflöte 8′ C – H ged.; ab c° – cs‘ Prospekt – Anm. 3, Metall rohrged.; ab d‘ Naturguss innen rohrged. Blockflöte 4′ Naturguss, konisch Nasat 2 2/3′ flötig, Naturguss, weite Mensur Prinzipal 2′ C – cs° Prospekt – Anm. 4, Metall Terz 1 3/5′ flötig, Metall Oktävlein 1′ rep. c“‘ zu g“, Metall Cromorne 8′ * Stiefel Metall, Becher Naturguss zyl., C – F halbe Becherl. Tremulant
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Pedal (Radialpedal) C – f‘Subbaß 16′ Holz ged. Rohrged. 8′ C – H Tr. HW I, ab c° selbständig Piffaro 4′ + 2′ VZ Flöte 4′, 2′ Metall konisch, 4′ Metall Fagott 8′ Stiefel/Becher Metall
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*= in der Festschrift wird die Zunge als Musette 8′ bezeichnet. Eine Veränderung wurde wohl nicht vorgenommen. Der Vorabzug im Pedal Flöte 4′ wird in der Festschrift als Dolkan 4′ bezeichnet.
Prospektpfeifen
Anm. 1 – Prinzipal 8′ HW im Prospekt C – h° (vier Pfeifen innen)
Anm. 2 – Gedackt 8′ HW/PED im Prospekt A – cs°
Anm. 3 – Rohrflöte 8′ RP im Prospekt c° – cs‘ Aussenfelder
Anm. 4 – Prinzipal 2′ RP im Prospekt C – cs° Innenfelder
Zusammensetzung Mixtur HW
C: 1’ 2/3’ 1/2’
c0: 1 1/3′ 1′ 2/3’
c1: 2′ 1 1/3′ 1’
c2: 2 2/3′ 2′ 1 1/3’
c3: 4’ 2 2/3’ 2’
Motor: Aug. Laukhuff, Weikersheim; Maschinennummer: 1/75; Motornummer: 22630; 80mmWS; 2’800U/min
Umbau Rudolf Kiene 1938
I Hauptwerk C – f“‘Prinzipal 8′ Flöte 8′ Quintatön 8′ Oktav 4′ Hohlflöte 4′ Kleinprinzipal 2′ Mixtur 3-5 fach 2 2/3′ Zarttrompete 8′
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II Schwellwerk C – f“‘Grobgedackt 8′ Salicional 8′ Aeoline 8′ Vox coelestis 8′ ab e° Weitprinzipal 4′ Flöte 4′ Spitzquinte 2 2/3′ Schwiegel 2′ Bauernpfeife 1′ Terzcimbel 3-5 fach 1/2′ Oboe 8′ Tremulant
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Pedal C – f‘Subbaß 16′ Zartbaß 16′ Windabschw. Flötbaß 8′ Choralbaß 4′ Trompetbaß 8′
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Anton Kiene Orgel 1889
I Hauptwerk C – f“‘Prinzipal 8′ Gedeckt 8′ Flöte 8′ Gamba 8′ Oktav 4′ Hohlflöte 4′ Mixtur 3-4 fach 2 2/3′
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II Manual C – f“‘Fugara 8′ Salicional 8′ Aeoline 8′ Vox coelestis 8′ ab e°
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Pedal C – d‘Subbaß 16′ Oktavbaß 8′
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Spielhilfen
Weigle-Orgel 1975
Fuß: II / I, II / P, I / P als Rastentritte auf der linken Seite
Kiene-Umbau 1938
Normalkoppeln, freie und feste Kombinationen, Schwelltritt II
Kiene-Orgel 1889
Normalkoppeln II/I, I/P, II/P
Feste Kombinationen
Gebäude oder Kirchengeschichte
1861 – 1863 Gründung der evangelischen Kirchgemeinde. Für die ersten Gottesdienste wird die Friedhofskapelle St. Sebastian genutzt.
Ab 1876 Nutzung der Stadtkapelle für die wachsende Gemeinde.
1884 Erwerb eines Bauplatzes für den Bau der evangelischen Kirche.
1886 – 1887 Bau der evangelischen Kirche in Waldkirch nach Plänen von Bauinspektor Diemer (Karlsruhe) – Einweihung am ersten Adventssonntag – 27. November 1887. Der Turm erhält ein dreistimmiges Geläut der Giesserei Rosenlächer (Konstanz) – Nominale ges‘ + b‘ + cs“.
1902 Entstehung des Triptychons im Chorraum von Kunstmaler Rudolf Yelin (Stuttgart).
1910 Stiftung der Kanzel.
1917 Abgabe der beiden grösseren Glocken zu Rüstungszwecken.
1922 Ersatz der abgegebenen Glocken durch zwei neue Glocken der Giesserei Bachert (Karlsruhe) – Nominale fs‘ + a‘ + cs“.
1933 – 1934 Neugestaltung des Kirchenraumes im Zuge einer umfangreichen Kirchenrenovierung. Verkleidung der Wände und der Kirchendecke mit Holz. Entstehung des Wandfreskos im Chorraum von Maler Carl Vokke (Tuttlingen).
1936 Neue Kanzel aus Eichenholz von Karl Joseph Fortwängler (Freiburg im Breisgau).
1942 erneute Abgabe der grösseren Glocken, diese werden 1950 durch zwei neue Bachert-Glocken ersetzt – Nominale as‘ + b‘ + cs“.
1973 – 1974 Kirchenrenovierung und Neugestaltung des Innenraumes nach Plänen des Architekten Herbert Doerr (Freiburg) – Einweihung 10. März 1974. Von der Ausstattung werden der Taufstein, die Kanzel und das Triptychon entfernt und an das Elztalmuseum übergeben. Entstehung der bronzenen Taufschale von Walter Schelenz (Freiburg).
1997 Rückführung der 1974 ausgebauten Kanzel.
2016 Sanierung des Glockenstuhles.
2021 Kirchenrenovierung und erneute Umgestaltung der Kirche durch das Architekturbüro Roeder-Heinz (Waldkirch) – Einweihung am 18. Juli 2021. Altar, Taufstein und Pult aus Tannenholz stammen von Künstler Martin Bruno Schmid (Stuttgart) und sind beweglich. Der Kanzelfuss der 1997 rückgeführten Kanzel wurde als Lebensbaum unter der bei den Sanierungsmassnahmen gekürzten Empore von Bildhauer Bernd Haar (Waldkirch) aufgearbeitet. Die Kirche erhält neue Seitenemporen und der Chorraum eine neue Wand mit einem eingearbeiteten Lichtkreuz.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Rainer Ullrich
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Rainer Ullrich, Mike Wyss und Andreas Schmidt
Orgelgeschichte: Orgelarchiv Schmidt, Konzerte mit Brita Schmidt-Essbach am 31.10.1984 und 30.12.1989, eigene Sichtung Rainer Ullrich 2022 und Mike Wyss / Andreas Schmidt 2025, zitiert aus „100 Jahre evangelisches Gotteshaus Waldkirch“ – Aus der Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Waldkirch – Autor Heinrich Lehmann / Waldkircher Verlagsgesellschaft
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde vor Ort, zitiert aus „100 Jahre evangelisches Gotteshaus Waldkirch“ – Aus der Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Waldkirch – Autor Heinrich Lehmann / Waldkircher Verlagsgesellschaft – Herbst 1987, zitiert von dem Internetauftritt der Kirchgemeinde (Link folgend)
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