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Orgel: Triberg im Schwarzwald – Wallfahrtskirche Maria in der Tanne

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Gebäude oder Kirche

Wallfahrtskirche Maria in der Tanne

Konfession

Katholisch

Ort

Triberg im Schwarzwald

Postleitzahl

78098

Bundesland / Kanton

Baden-Württemberg

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1706 wird eine erste Orgel gestiftet I/10.
1713 und 1715 Renovierung und Umbau des Werkes. In einigen Quellen wird von einem Neubau berichtet.
1737 Umbau und Erweiterung des Tonumfangs vom Pedal.
1775 wird die Orgel der Stadtkirche nach Gütenbach versetzt.
1819 Optimierung der Balganlage durch die Ergänzung dreier Faltenbälge durch Gebrüder Martin (Waldkirch/Breisgau).
1825 angeblicher Orgelneubau durch die Orgelbauer (Gebrüder) Mathias und Ludwig Martin (Waldkirch/Breisgau) – dieser Neubau ist nicht eindeutig nachgewiesen. Vermutlich wurde das bestehende Instrument verändert.
1837 Reparatur durch den Orgelbauer Sebastian Thoma.
1865 mechanische Schleifladenorgel mit fest eingebautem Spielschrank, erbaut als Opus 75 von Orgelbauer Philipp Furtwängler & Söhne (Elze) II/31.
1911 Klangumbau und Umstellung des Werkes auf pneumatische Kegelladen mit neuem Spieltisch durch Orgelbauer August Merklin (Freiburg im Breisgau).
1924 Instandsetzungsmassnahmen und weitere Veränderungen der Disposition durch Orgelbau Xaver Mönch Söhne (Überlingen/Bodensee).

Derzeitige Orgel

1937 – 1938 elektropneumatische Kegelladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch, erbaut unter Verwendung einiger vorhandener Register der Vorgängerorgel in ein Gehäuse von Victor Mezger (Überlingen) durch Orgelbauer Willy Dold (Freiburg im Breisgau) II/31 + 1 Abschw., 4 Transmissionen und 1 Extension.
1971 und 1987 Renovierung und Instandsetzungsarbeiten durch Orgelbauer Franz C. Winterhalter (Oberharmersbach).
2019 werden für eine Renovierung der erhaltenswerten Orgel Spenden eingenommen.

Bei der Triberger Dold-Orgel handelt es sich um eine der letzten fünf erhaltenen Instrumente der ersten Baudekade des Orgelbauers Willy Dold. Das grosse Werk erinnert mit seinem Spieltisch an die Zeit der Kino- und Theaterorgeln. Durch den Einfluss der Firma Welte, bei welcher Willy Dold Werkstattmeister gewesen ist, entstanden faszinierende Orgeln mit einem reichen Klangspektrum. Die Orgeln lassen deutlich den Übergang von der romantisch konzertant nutzbaren Orgel in Richtung Orgelbewegung erkennen. Der satte und warme Klang der Kinoorgeln und der Philharmonieorgeln  lassen sich bei der Triberger Orgel entdecken. Ein Kleinod in der Orgellandschaft des Schwarzwald-Baar Kreises, welches es unbedingt zu erhalten gilt.

Disposition

I Hauptwerk C – g“‘

Jtal. Prinzipal 8′ [sic]

Rohrflöte 8′

Gemshorn 8′

Dulcianflöte 8′

Oktave 4′

Nachthorn 4′

Nazard 2 2/3′

Oktave 2′

Mixtur 5-6 f. 1′

Trompete 8′

II Schwellwerk C – g“‘

Bourdon 16′

Prinzipal 8′

Gedacktpommer 8′

Flûte harm. 8′

Salizional 8′

Unda maris 8′ ab c°

Praestant 4′

Flûte octav. 4′

Rohrquintade 4′

Quinte 2 2/3′

Octavin 2′

Terz 1 3/5′

Cymbel 4-6 f. 1′

Mixtur 4 f. 2 2/3′

Basson 16′

Trompete 8′

Oboe 8′

Clairon 4′

Tremolo

 

Pedal C – f‘

Prinzipalbass 16′

Subbass 16′

Echobass 16′ Windabschwächung

Flötenbass 8′ Tr. II

Choralbass 4′ Tr. II

Sopran 2′ Ext. Choralbass 4′

Posaune 16′

Trompetbass 8′ Tr. II

Clairon 4′ Tr. II

 

Spielhilfen

2 freie Kombinationen, II – I, II – I super (ausgebaut bis g““), II – I sub (ab c°), II super (ausgebaut bis g““), II sub (ab c°), II – Pedal super, II – Pedal, I – Pedal, Pedalkombination – nicht eingebaut
Linke Seite: Crescendo-Anzeiger
Spieltisch unter Manual I als Druckknöpfe: Komb. I, Komb. II, F, Tutti, Auslöser, Handreg. ab, Zungen ab, Mixturen ab, 16′ ab, Piano Ped. an
Fuß: Crescendo ab, Crescendo (Walze als Tritt), Schwelltritt II, Generaltutti (mit Octavkoppeln), I Super

Gebäude oder Kirchengeschichte

1201 wird von der Existenz einer Burgkapelle berichtet.
15. Jahrhundert ist eine Kapelle St. Blasius und Quirinus existent.
1489 Wiederaufbau des Gotteshauses nach einem Brandschaden.
1564 Ernennung zur selbständigen Pfarrei.
1644 Entstehung der Wallfahrt – nachlesbare Erzählung aus dem Jahr 1722. Das Gnadenbild (Marienstatue) ist wohl 1645 von Bildhauer Bartholomäus Winterhalder (Urach) entstanden. Die Marienstatue wird zu den jeweiligen Festtagen in andere Gewänder bekleidet.
1695 – 1697 Bau einer hölzernen Kapelle an der Gnadenstätte.
1699 – 1705 Bau der Wallfahrtskirche mit Altären und einer Kreuzigungsgruppe von Anton Joseph Schupp und Brüdern (Villingen).
1704 wird ein Dachreiter errichtet.
1715 Entstehung eines grossflächigen Votivgemäldes an der Langhauswand der Stadt Villingen und der Altarblätter von Maler Johann Georg Glyckher (Glückher) aus Rottweil.
1716 Konsekration der Kirche.
1717 Einzug einer Holzdecke im Langhausbereich.
1725 Aufzug zweier Glocken des Giessers Johann Baptist Allgeyer (Strassburg) – Nominale ais‘ + e“.
1751 Entstehung des gläsernen Reliquienschreins der heiligen Serena.
1788 Neues Portal am Langhaus („Frauenseite“).
1805 Ansiedlung von Redemptoristen, welche die Führung der Wallfahrt und die seelsorgerliche Betreuung übernehmen.
1808 wird die Wallfahrtskirche zur Pfarrkirche Tribergs.
1814 Aufstellung des Taufsteines aus der ehemaligen Pfarrkirche in der Stadt, welcher um 1620 entstanden war.
1822 Guss einer Glocke für den Dachreiter durch Giesser Edel (Strassburg).
1826 Zerstörung der Stadtkirche St. Clemens durch Brand, im gleichen Jahr Beginn des Wiederaufbaus der Filialkirche.
1851 Ergänzung einer zweiten Glocke für den Dachreiter von der Giesserei Carl Rosenlächer (Konstanz).
1865 Umgestaltung und Erweiterung der Empore für den bevorstehenden Orgelneubau.
1891 Neugestaltung des Kircheninnenraumes im zeittypischen Stil, die Votivtafeln werden entfernt.
1911 umfangreiche Kirchenrenovierung mit Anschluss an die Stromversorgung, Einbau einer ersten Heizanlage. Die Decke erhält ein grosses Mariengemälde von Maler Joseph Kaltenbach (Triberg). Zudem werden Kreuzwegstationen aus einer Antiquitätenhandlung in München erworben.
1945 – 1953 Reparatur einiger Kirchenfenster und etappenweise Instandsetzungsarbeiten im Kircheninnenraum.
1955 – 1958 Bau der neuen heutigen Stadtkirche St. Clemens Maria Hofbauer im Ortskern.
1959 wird die neue Stadtkirche zur Pfarrkirche.
1986 Guss zweier Glocken der Karlsruher Glockengiesserei, welche die beiden Glocken des 19. Jahrhunderts ersetzen. Zu den Allgeyer-Glocken erklingen die neuen Glocken mit den Nominalen gs‘ + cs“
1983 – 1987 wird die Kirche umfangreich restauriert.
2000 Beschaffung eines Volksaltares und eines neuen Ambos von Bildhauer Elmar Hillebrands (Köln).

Die Triberger Wallfahrtskirche 1805 Wirkungsstätte des heiligen Clemens Maria Hofbauer.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde vor Ort, Schautafel an der Kirche und zitiert aus Führer „Maria in der Tanne Triberg“ Schnell Kunstführer Nr. 403 – 1939 (6. Auflage 1989) Verlag Schnell & Steiner GmbH (München/Zürich)
Orgelgeschichte: Orgelarchiv Schmidt, eigene Sichtung und Spiel am 30. Januar 2019, Aufzeichnungen Bernd Sulzmann und Horst Georg Schmidt

Internetauftritt der Pfarrgemeinde

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