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Orgel: Südharz / Bennungen – St. Johannes

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Gebäude oder Kirche

St. Johannes

Konfession

Evangelisch

Ort

Südharz/Bennungen

Postleitzahl

06536

Bundesland / Kanton

Sachsen-Anhalt

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos




Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1650 existierte in der alten Kirche bereits eine Orgel. Organist war damals Christian Werckmeister, Onkel des Komponisten Andreas Werckmeister. Jener bespielte das alte Instrument mehrfach zwischen 1658 und 1660.
1825 Errichtung einer neuen Orgel II/P mit mechanischen Schleifladen durch Orgelbauer Johann Andreas Scheidler (Bennungen).
1848/49 Abbruch der Scheidler-Orgel, im Folgenden Neubau durch Julius Alexander Strobel (Bad Frankenhausen) mit mechanischen Schleifladen und klassizistischem Prospekt (Prospektpfeifen stumm). Dabei wurden Teile der Vorgängerorgel (Klaviaturblock, Teile des Pfeifenwerkes, einzelne Windladen und zwei Keilbälge) weiterverwendet – II/26.
1917 Abgabe der Prospektpfeifen aus Zinn zu Rüstungszwecken, hernach Ersatz durch Zinkpfeifen.
1971 schwere Schäden an der Orgel durch das eindringende Löschwasser nach Brand des Dachstuhls, das Instrument ist nicht mehr spielbar.
Juni 2005 Beginn der Restaurierungsarbeiten durch Georg Wünning (Großolbersdorf).
1. Juni 2006 Abschluss der Arbeiten und Abnahme der Orgel.
2026 Orgel vorhanden und spielbar, sehr klangstark und in gutem Zustand.

Disposition

Manual I – Hauptwerk C – c“‘

Bordun 16 Fuß. durchgehend Fichte gedeckt, C-E Strobel, ab F Scheidler

Principal 8 Fuß. C-H Holz offen, ab c° Metall offen, innen

Gambe 8 Fuß. C-H Holz, ab c° Metall

Gedackt 8 Fuß. durchgehend Holz gedeckt, C-D Strobel, Rest Scheidler

Hohlflöte 8 Fuß. C-H aus Gedackt 8′, ab c° offen

Octave 4 Fuß. Metall offen

Hohlflöte 4 Fuß. Holz offen, ab c“ Scheidler

Quinte 2 2/3 f Octave 2 Fuß. Metall, Quinte C-H gedeckt 

Mixtur 4 fach. Metall offen, 2 2/3′, Scheidler

Cymbel 3 fach. Scheidler, Metall 

Cornett 3 fach. ab g°, 4′ 2 2/3′ 1 3/5′

Manual II – Oberwerk C – c“‘

Liebl: Gedackt 16 Fuß. ab G, Holz gedeckt

Geigenprin,,cipal 8 Fuß. C-H Holz offen mit Salicional 8′, ab c° Metall offen

Liebl: Gedackt 8 Fuß. C-h‘ Holz gedeckt, ab c“ Metall gedeckt, Scheidler

Flöte 8 Fuß. C-H Holz gedeckt aus Liebl. Gedackt, ab c° Holz offen, rund gedrechselte Körper, ab g‘ überblasend

Salcional 8 Fuß. sic!, C-H aus Geigenprincipal Holz offen, ab c° Metall offen

Principal 4 Fuß. Metall offen

Flöte. 4 Fuß. C-C# Holz gedeckt, ab D Holz offen, Scheidler, ab c“ Metall offen

Octave 2 Fuß. Metall offen

Pedal C – c‘

Principal,,baß 16 Fuß. Holz offen

Violon 16 Fuß. Holz offen, ab F Scheidler

Subbaß 16 Fuß. Holz gedeckt, ab F Scheidler

Quinten,,baß 10 2/3 Fuß. Holz gedeckt

Octavbaß 8 Fuß. Holz offen, ab F Scheidler

Violon 8 Fuß. Holz offen, ab F Scheidler

Gedackt,,baß 8 Fuß. Holz gedeckt

 

Spielhilfen

Registerzug rechts unten, seitlich: Calcanten,,zug.
Registerzug rechts unten, frontal: Pedalkop,,pel. [sic, I/P]
Registerzug links unten, frontal: Manual,,koppel.
Registerzug links unten, seitlich: Pedalver,,schluß. [Sperre für Pedaltasten]

Gebäude oder Kirchengeschichte

1256 Schenkung der Kirche an das Frauenberg-Kloster zu Nordhausen.
1456 Guss einer Glocke durch einen unbekannten Gießer.
1616 Aufstellung einer Roland-Figur am Kirchturm.
1845 Schäden am Gotteshaus, während eines Gottesdienstes fiel sturmbedingt ein Stein zwischen die Besucher, danach Beschluss zum Neubau.
1847 Planungsbeginn für das neue, ortsbildprägende Gotteshaus im klassizistischen Stil unter Leitung von Bauverwalter Wolff. Der Kirchturm wurde auf Wunsch der Gräfin Bertha zu Solms-Rödelheim nach dem Vorbild ihrer heimatlichen Kirche in Schönburg (Rheinhessen) errichtet.
25. September 1848 Weihe der Kirche auf das Patrozinium Johannes des Täufers.
1855 Anfertigung eines Altargemäldes durch August Barbe.
1971 Blitzeinschlag in den Kirchturm, als Folge entzündet sich der Dachstuhl. Hernach ist die Kirche baupolizeilich gesperrt.
1970er Jahre (Ende) – Verschluss des Daches und Beseitigung der Löschwasserschäden.
1980er Jahre Sicherung des maroden Kirchturms.
1999 Erneuerung der Außenfassade.
2026 die Kirche ist in gutem Zustand und wird regelmäßig genutzt.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter, Sichtung und Spiel 2026

Orgelgeschichte: Johannes Richter, Sichtung vor Ort, ergänzt durch Informationen aus:
-Pfarrbereich Roßla: „Bennungen – St. Johannes Kirche“ in: Pfarrbereich Roßla (Webauftritt), abgerufen am 28. Juli 2026 (LINK)
-Wünning, Georg: „Arbeitsbericht zur Restaurierung der Strobel Orgel in der St. Johannis Kirche zu Bennungen“ (PDF-Dokument), abgerufen am 28. Juli 2026 (LINK)

Kirchengeschichte:
-Sichtungen am Bauwerk
-Pfarrbereich Roßla: „Bennungen – St. Johannes Kirche“ in: Pfarrbereich Roßla (Webauftritt), abgerufen am 28. Juli 2026 (LINK)

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