Orgel: Stolpe auf Usedom – Dorfkirche
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Gebäude oder Kirche
DorfkircheKonfession
Evangelisch-lutherischOrt
Stolpe auf UsedomPostleitzahl
17406Bundesland / Kanton
Mecklenburg-VorpommernLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
1871 Einbau einer mechanischen Schleifladenorgel mit Rokokoprospekt als Opus 130 durch Orgelbau Barnim Grüneberg (Stettin). Die Orgel soll circa 1771/75 von einem unbekannten Meister erbaut worden sein. Einige Quellen vermuten, dass das Werk einst in einer Stettiner Kirche gestanden hatte und später in die Dorfkirche Krummin (Usedom) versetzt wurde. Interessant ist, dass die Chronik von Krummin bereits einen Verkauf der Orgel nach Stolpe im Jahr 1857 ausweist. Krummin erhielt 1863 bereits eine neue Orgel.
1945 wird das Instrument seines Pfeifenwerks beraubt und nahezu komplett geplündert.
1969 Neuaufbau des Instrumentes mit grösstenteils neuem und gebrauchten Pfeifenwerkes durch Orgelbauer Günter Bahr (Weimar/Apolda) I/7 in das bestehende historische Gehäuse mit seitlich (linke Seite) fest eingebautem Spielschrank und mechanischen Schleifladen. Ein Teil der Register stammt aus der Orgel der Marienkirche Usedom, dort führte Bahr 1969 eine Umdisponierung der Grüneberg-Orgel aus.
2006 Renovierung des Werkes durch Mecklenburger Orgelbau Andreas Arnold (Plau am See).
Disposition
Manual C – c“‘Gedackt 8′ Holz ged. neu, ab c‘ Metall ged. neu Prinzipal 4′ C Holz offen, CS – c“‘ Metall Prospekt – Anm. 1 Flöte 4′ C – H holz ged., ab c° Metall konisch Schwiegel 2′ Metall Quinte 1 1/3′ neu Metall Mixtur 3-4f 1 1/3′ – rep. c°/c’/f“, ab c° 4f
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Pedal C – c‘Subbaß 16′ Holz ged.
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Anm. 1 – Prinzipal 4′ im Prospekt CS – H Aussenfelder, c° – gs° Mittelfeld, a° – c“‘ Flachfelder
Zusammensetzung Mixtur
C 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c° 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c‘ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
f“ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
Spielhilfen
Ped-koppel als Registerzug
Gebäude oder Kirchengeschichte
1218 Nennung eines Geistlichen in Stolpe. Vermutlich existierte bereits eine Kirche im Ortsbereich Alt-Stolpe.
1867 Zerstörung der mittelalterlichen Kirche in Neu-Stolpe durch Blitzschlag.
1871 Bau der heutigen Dorfkirche im neugotischen Stil nach Plänen des Maurers Zaeske. Die hölzernen Innenausstattungsstücke wurde von drei ortsansässigen Tischlern erschaffen.
1873 Arbeiten am Kirchturm, welcher noch in Teilen mit den beiden Glocken von der mittelalterlichen Vorgängerkirche übernommen wurde.
1942 Abgabe der kleineren Glocke zu Rüstungszwecken. Späterer Ersatz durch eine neue Glocke.
1985 Renovierung des Kirchturmes und Neueindeckung des Daches mit Kupfer. Die Kirche erhält neue Kronleuchter und Wandleuchter.
1985/86 Innenrenovierung unter der Leitung des Usedomer Malers Karl Fischer.
1995 Erneuerung des Kirchendachs.
2005 Einrichtung einer Winterkirche im Eingangsbereich unterhalb der Orgelempore.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Mike Wyss und Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde – Faltblatt zur Kirchengeschichte, zitiert aus dem Buch von Brigitte Metz „Kirchen auf Usedom“ – Verlag Störr (Ostklüne) 3. Auflage 2009 ISBN 3937040234, zitiert von dem Heft „Kleiner Inselkirchen-Führer – Kirche auf Usedom“ 2018 der Kirchengemeinden auf Usedom
Orgelgeschichte: Eigene Sichtungen und Spiel 2002 und 2025, zitiert aus dem Buch von Dietrich W. Prost „Orgeln auf Rügen und Usedom“ 1998 – ISBN 3921848342 Ulrike Schneider – Rensch Orgelbauverlag Lauffen ISBN 3921848342
Glockenvideo von User Prianteltix auf Youtube – Kanal




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