Orgel: Seegebiet Mansfelder Land / Erdeborn – St. Bartholomäus
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Gebäude oder Kirche
St. BartholomäusKonfession
EvangelischOrt
Seegebiet Mansfelder Land/ErdebornPostleitzahl
06317Bundesland / Kanton
Sachsen-AnhaltLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
1723 Errichtung einer ersten Orgel, vermutlich durch Orgelbauer Lieberoth aus Großörner (?)
1848 Errichtung durch Heinrich Louis Witzmann (Kleinrudestedt) mit mechanischen Schleifladen II/18 hinter einem klassizistischen Prospekt. Die Trakturen laufen über liegende Wellenrahmen mit Messingärmchen an den Wellen.
1917 Abgabe der Prospektpfeifen zu Rüstungszwecken.
1999 wird die Orgel – die immer noch regelmäßig gespielt wurde! – zum Schutz teilweise eingehaust.
2025 erleidet die Orgel einen Schaden am Winderzeuger. Die Reparatur des Motors ist für 2026 geplant. Bislang wurde die Orgel regelmäßig genutzt.
Auf den Registerschildern sind die Manualwerke mit den Abkürzungen „u:“ [Untermanual] und „o:“ [Obermanual] gekennzeichnet.
Disposition
Manual I – Hauptwerk C – f“‘Bordun 16 f: Principal 8 f: Hohlflöte 8 f: Terpotium 8 fuß. [sic, darüber handschriftlich: Gambe 8′ u] Octave 4 f: Floete 4 f. Octave 2 f: Mixtur 4 fach 2 f: |
Manual II – Hinterwerk C – f“‘Geigen Principal 8 f: Liebl: Gedact 8 f: Flauto trav: 8 f: Aeoline 8′ [um 1920] Principal 4 f: Flauto dulc 4 f: |
Pedal C – d‘Violon 16 f: Subbaß 16 f: Octaven,,baß. 8 f: Violon 8 f: |
Spielhilfen
Registerzüge links: P: Sperrventiel [sic], Manual, Coppel., Pedal Coppel. [I/P]
Registerzüge rechts: O: Sperrventiel., U: Sperrventiel, Calcanten,,zug.
Gebäude oder Kirchengeschichte
um 1200 Errichtung des romanischen Kernes der heutigen Kirche. Zunächst wurden Turm und Altarraum errichtet, das Kirchenschiff ist etwas jünger.
Um 1210 wird ein Priester namens Konrad zu Erdeborn erwähnt.
1613 wird Martin Rinckart, Dichter des Liedes „Nun danket alle Gott“, Pfarrer in Erdeborn. Er hatte diese Stelle bis 1617 inne.
1633 Brand der Kirche, nur das Mauerwerk blieb stehen.
1650 notdürftige Reparatur der Kirche.
1661 Guss einer Glocke durch Joachim Janken im Juni („Ioachim Ianken me fudit“)
1665 wird berichtet, dass das Dach nur mit Stroh gedeckt sei und die Glocke auf dem Kirchhof hängen würde.
1670 Instandsetzung des Turmes.
1700 Guss einer zweiten Glocke durch Johann Jacob Hoffmann (Halle) mit 90cm Durchmesser und 7,1 Zentnern Gewicht. Die kleine Glocke mit 66cm Durchmesser und 3,47 Zentnern Gewicht stammte ebenfalls aus der Halleschen Gusshütte.
1714/15 Eindeckung des Daches mit Ziegeln.
1722 Beginn einer umfassenden barocken Erneuerung.
1723 inschriftlich Vollendung des Kanzelaltars im Chorraum und vermutlich weiter Teile der heutigen Innenausstattung, Inschrift an der Zierkartusche oberhalb des Kanzelkorbes ersichtlich.
1763 sprang eine alte Glocke.
1764 Neuguss mit 1,14m Durchmesser durch Johann Georg Ulrich (Laucha) mit 17,89 Zentnern Gewicht.
1917 Abgabe der Glocken zu Kriegszwecken.
1920er Jahre Guss zweier Eisenglocken durch Ulrich&Weule (Apolda-Bockenem), Nominalfolge as‘-c“
1995 Schäden an der Decke über dem Altar durch morsches Balkenwerk.
1996 wird der Altarraum notgesichert.
1999 ist ein Teil der Kirche mit Schutzplanen verhängt.
2002 Gründung des Kirchenfördervereins für die Erdeborner Kirche.
2004 Ausbesserung es Innenputzes, Reparatur diverser Treppen, Überarbeitung des Kronleuchters.
2008 Sanierung des Turmdaches.
2013 Erneuerung der Stuckdecke im Kirchenraum – vorher war nur eine Holzdecke vorhanden, welche in diesem Jahr stuckiert wurde.
2023 Sicherung und Instandsetzung des Mauerwerkes am Kirchenschiff mit Mitteln der Stiftung KiBa.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Johannes Richter
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter, Sichtung vor Ort 2025
Orgelgeschichte: Johannes Richter, Sichtung vor Ort 2025
-Aushang zur Arbeit des Fördervereins in der Kirche, Inaugenscheinnahme vor Ort
Kirchengeschichte:
-Aushang zur Arbeit des Fördervereins in der Kirche, Inaugenscheinnahme vor Ort
-Größler, Harald: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunst-Denkmäler der Provinz Sachsen. Heft 19: Der Maisfelder Seekreis. Otto Hendel Verlag Halle (Saale), 1895, S. 215ff.




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