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Orgel: Schüpfheim – St. Johann und Paul

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Gebäude oder Kirche

St. Johann und Paul

Konfession

Katholisch

Ort

Schüpfheim

Postleitzahl

6170

Bundesland / Kanton

Kanton Luzern

Land

Schweiz

Bildergalerie + Videos

 

Glockenvideo „Schüpfheim LU, Pfarrkirche St. Johannes und Paul, Vollgeläute“ von User Robin Marti KirchenGlocken auf Youtube – Kanal



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1605 Errichtung einer ersten bekannten Orgel durch Hans W. Muderer (Freiburg im Breisgau) mit I/15 auf der Chorempore. Gemäss Otto Lustenberger war die 1605 erbaute Orgel unbekannter Herkunft. Es lässt isch zweifeln, ob das Werk effektiv von Muderer stammte, oder es lediglich repariert oder verändert wurde.
1811 Umbau der Orgel durch Matthias Schneider (Trubschachen).
1833 soll angeblich ein neues Werk von Joseph oder Josef Franz (Liesberg) unter Verwendung der bestehenden Register erbaut worden sein. Hier handelte es sich vermutlich nur um einen Umbau mit Erweiterung, da die „zweite“ Orgel 1873 erbaut worden war.
1873 mechanische Kegelladenorgel, erbaut als Opus 4 durch Friedrich Goll (Luzern) II/27 mit einem neuen Gehäuse.
1929 Erweiterung und Umbau auf elektropneumatische Traktur (Röhrenpneumatik) mit neuem freistehendem Spieltisch durch Orgelbau Willisau AG mit III/44 + 2 Transmissionen und 7 Auszügen. Die Expertise oblag Josef Imahorn (Luzern) und Pater Dahinden (Engelberg)

Derzeitige Orgel

1979 (laut Firmenschild) Neubau durch Cäcilia AG Luzern mit III/42 als vorderspielige Schleifladenorgel mit fest eingebautem Spieltisch und mechanischer Spiel- sowie elektrischer Registertraktur – 3’004 Pfeifen. Das Instrument besaß ursprünglich 8 Setzerkombinationen. Die Registerschalter sind als Kippschalter angelegt. Die Orgel wurde in ein neues Gehäuse/Prospekte im barocken Stil nach Entwürfen aus dem Aargauer Staatsarchiv um 1810 erbaut. Der Prospektentwurf entstand für eine neue Orgel in Beckenried/Nidwalden, welche nie zur Ausführung kam. Beim Neubau wurden 13 Register von Goll aus der 1873 erbauten Orgel komplett oder teilweise integriert. Das Gehäuse aus Massivholz besitzt Schnitzarbeiten des Bildhauers Bühlmann (Muri), die Marmorierungen sind von der Firma Stocker (Stans) ausgeführt worden. Esperte war Jakob Kobelt (Zürich), die Einweihung erfolgte am Sonntag, 27. April 1980 mit Hof-Organist Eduard Kaufmann (Luzern).
2014 Einbau einer neuen elektronischen Setzeranlage durch Lifart Orgelbau AG (Emmen).
2022 befindet sich die sehr klangschöne Orgel in gutem Zustand.

Disposition

Disposition der Cäcilia-Orgel 1979

Manual I – Rückpositiv C – g“‘

Bourdon 8′

Quintade 8′

Praestant 4′

Rohrflöte 4′

Doublette 2′

Larigot 1 1/3′

Scharf 3-4f. 1′   rep. immer bei c

Sesquialtera 2f.

Krummhorn 8′

 

Manual II – Hauptwerk C – g“‘

Bourdon 16′

Principal 8′

Holzflöte 8′

Gemshorn 8′

Octave 4′

Flöte 4′

Quinte 2 2/3′

Superoctave 2′

Mixtur 4-5f. 1 1/3′   rep. B/f°/f’/c“‘

Zimbel 2-3f. 1/2′   rep. G/g°/g’/g“/c“‘

Cornett 5f. 8′   ab f°

Trompete 8′

 

Manual III – Schwellwerk C – g“‘

Rohrgedackt 8′

Salicional 8′

Schwebung 8′   ab c°

Principal 4′

Koppelflöte 4′

Nazard 2 2/3′

Flageolet 2′

Terz 1 3/5′

Plein-jeu 4-5f. 2′   rep. f°/f’/f“

Basson 16′

Tromp. harm. 8′

Clairon 4′

 

Pedal C – f‘

Untersatz 32′ halbe Länge gedeckt

Principal 16′

Subbass 16′

Octave 8′

Spillflöte 8′

Octave 4′

Mixtur 4f. 2 2/3′

Posaune 16′

Trompete 8′

 

Cäcilia Umbau und Erweiterung 1929/30 – 1978/80 gemäss P. Fasler Abgleich Chronik

I Hauptwerk C – g“‘

Bourdon 16′

Prinzipal 8′

Bourdon 8′

Gamba 8′

Flöte 8′

Gemshorn 8′

Zartflöte 8′

Octave 4′

Flöte 4′

Superoctave 2′ aus Mixtur

Quinte 2 2/3′ aus Mixtur

Cornett 3-5 fach 8′

Mixtur 4 fach 2 2/3′

Trompete 8′

 

II Positiv im SW C – g“‘

Hornprincipal 8′

Hellgedeckt 8′

Salicional 8′

Dolce 8′

Prästant 4′

Flöte harmonique 4′

Quinte 2 2/3′ aus Cornett

Flautino 2′

Terz 1 3/5′ aus Cornett

Cornett 3-fach 2 2/3′ + 2′ + 1 3/5′

Basson 16′

Englisch Horn 8′

Clarine 4′

Tremulant

 

III Schwellwerk C – g“‘

Still Gedeckt 16′

Geigenprincipal 8′

Liebl. Gedeckt 8′

Flauto amorosa 8′

Aeoline 8′

Quintade 8′

Vox coelestis 8′ ab c°

Koppelflöte 4′

Violine 4′

Gemshorn 4′

Quinte 2 2/3′ aus Echomixtur

Dolceterz 1 3/5′ aus Echomixtur

Harmonia aetherea 3-fach 2 2/3′

Echomixtur 3-4 fach 2 2/3′

Oboe 8′

Tremulant

 

Pedal C – f‘

Prinzipalbass 16′

Violon 16′

Subbass 16′

Echobass 16′ Tr. III

Cello 8′

Flötbass 8′

Dolcebass 8′ Tr. II

Choralbass 4′ aus Rauschbass

Rauschbass 4-fach 5 1/3′

Bombarde 16′

Trompete 8′

 

 

Goll-Orgel 1873 – 1929 (Aufzeichnungen H.G.Schmidt Akte Luzern)

I Hauptwerk C – f“‘

Bordun 16′

Principal 8′

Bordun 8′

Flöte amabile 8′

Gambe 8′

Salicional 8′

Octave 4′

Flöte 4′

Quinte 2 2/3′

Octave 2′

Cornet 3-5 fach 8′

Mixtur 4 fach 2 2/3′

Trompete 8′

 

 

II Schwellwerk C – f“‘

Geigenprincipal 8′

Liebl. Gedackt 8′

Dolce 8′

Gemshorn 4′

Flöte harm. 4′

Flautino 2′

Oboe 8′

Tremulant

 

Pedal C – d‘

Principal 16′

Violon 16′

Subbass 16′

Cellobass 8′

Flötbass 8′

Bombarde 16′

Trompetbass 8′

 

Spielhilfen

Cäcilia Orgel 1979 / 80

Über Manual III rechts: Ebene aufwärts, T, H, Z, Digitalanzeige für Setzer, T, H, Z, Ebene abwärts
Über Manual III mittig: horizontale Anzeige für Registercrescendo

Linke Seite – oben innen: Tremulant [RP]
Rechte Seite: Koppeln RP – HW, SW – HW, HW – Ped, SW – Ped, RP – Ped als Registerwippen

Unter Manual I in der Vorsatzleiste als beleuchtete Druckknöpfe: S [setzen], 0 – 4, < > [Sequenzer rückwärts/vorwärts], 5 – 9, T [Tutti], R [Rücksteller]

Über dem Pedal links als Einhaktritte, obere Reihe von links: Mixturen ab, Zungen ab, Man. 16′ ab, Koppeln aus Crescendo, Crescendo ab
Über dem Pedal links als Einhaktritte, untere Reihe von links: SW – HW, RP – HW, RP – Ped., SW – Ped., HW – Ped.
Mittig über dem Pedal als Balanciertritte: Crescendo [links], Schweller [III]
Über dem Pedal rechts als Fußtritte: < > [Sequenzer rückwärts/vorwärts]

Spielhilfen Cäcilia 1929

2 freie Kombinationen, Normalkoppel, Generalkoppel, 5 feste Kombinationen
III/II, III/I, II/I, I/P, II/P, III/P, Super III, Super III/II, Super III/I, Super II, Super II/I, Super II/P, Sub III, Sub III/I, Sub II/I
Zungen- und Mixtureneinzelabsteller, Mixturen ab, Zungen ab, Walze, Schwelltritte II und III, Pedal-Umschaltung

Spielhilfen Goll-Orgel 1873 – 1929

II/I, I/P, II/P, Kollektivtritte F, T, Walze, Schwelltritt II

Gebäude oder Kirchengeschichte

1306 erste urkundliche Erwähnung der Pfarrei Schüpfheim, welche schon in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts bestand.
1599 Bau einer grösseren Kirche unter der Leitung des Pfarrers Ludwig Schwytzer.
1640 und 1642 Aufzug von vier Glocken der Giesser Martin Rolin de la Mothe und Jean Girard sowie Peter Füssli VIII.
1744 Entstehung der Anna-Statue.
1805 Abbruch der baufälligen Kirche zu Gunsten eines grösseren Kirchenneubaus.
1805 – 1814 Bau der heutigen Kirche nach Plänen des Baumeisters Niklaus Purtschert (Pfaffnau/Luzern), welcher zuvor die grosse Pfarrkirche zu Ruswil erbaut hatte. Die Stuckarbeiten und die Kanzel sollen von Johann Josef Moosbrugger (Au/Bregenzerwald) ausgeführt worden sein und die Gemälde der Decke, der Kreuzweg und das Hochaltarblatt von Maler Xaver Hecht (Willisau). Der Hochaltar und die Nebenaltäre wurden von Josef Pfister (Luzern) geschaffen, die beiden seitlichen Altarfiguren stammen aus dem Jahr 1681 aus der ehemaligen Ursulinenklosterkirche in Luzern.
1822 Einweihung der Kirche.
1847 wird die Kirche durch eine Kanonenkugel getroffen, welche zwischen den beiden Seitenaltären auf der linken Seite bis heute als Mahnmal steckt.
1865 Entstehung der Figuren der Zwölf Apostel durch Michael Achermann (Menzberg).
1873 Veränderung der Doppelempore zu Gunsten des Orgelneubaus.
1907 wird die Kirche umfangreich renoviert und das Gemälde über der Orgel von Maler Jean Danner (Marbach) erschaffen. Über dem Hauptportal wird eine Christus-Statue in eine Nische eingesetzt, welche aus Deutschland stammen soll.
1928 Aufzug einer fünften Glocke der Giesserei Gebrüder Ulrich (Apolda) – Nominale b° (1928) + des‘ + d‘ + e‘ + ges‘ (1642).
1930 Elektrifizierung des Geläuts.
1950 Neueindeckung des Turmes mit neuer Turmuhr.
1977 – 1979 Restaurierung der Kirche unter der Leitung der Wey Architekten (Sursee). Die Kirche erhält einen Marmor-Ambo von Karl Tobler (Herisau).
1980 Entstehung des Taufsteins durch Bildhauer Othmar Ernst (Windisch).
1999 Erneuerung der Läutanlage mit neuer Steuerung.
2009 – 2010 Innenrenovierung mit Neugestaltung des Chorraumes durch die Wey Architekten.
2014 Turmsanierung nach Plänen der Wey Architekten.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter und Andreas Schmidt
Orgelgeschichte: Johannes Richter und Andreas Schmidt – eigene Sichtung und Spiel Winter 2021, Angaben der Kirchgemeinde vor Ort – Pfarreiarchiv, Kirchenchöre und Orgeln von Otto Lustenberger – Brunner Verlag 1997 – ISBN 3905198371, Peter Fasler – Orgel-Verzeichnis Schweiz Disposition 1929/30 Link
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde vor Ort, Kirchenchöre und Orgeln von Otto Lustenberger – Brunner Verlag 1997 – ISBN 3905198371, zitiert aus „Pfarrkirche Schüpfheim“ Katholische Kirchgemeinde Schüpfheim von Verena Studer, Willy Duss, Dr.phil.Franz Hurni 2000 Druckerei Schüpfheim – ISBN 3907821130
Glockenvideo von User Robin Marti KirchenGlocken auf Youtube – Kanal

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