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Orgel: Schopfheim – Stadtkirche

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Gebäude oder Kirche

Stadtkirche

Konfession

Evangelisch

Ort

Schopfheim

Postleitzahl

79650

Bundesland / Kanton

Baden-Württemberg

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

Kirche und Altarorgel

Ergänzende  zwei Aussenbilder von Taxiarchos228 Lizenz „Freie Kunst“/„Copyleft Attitude“

 

Emporenorgel und Harmonium

 

Glockenvideo von User Glockenton1 auf Youtube

 

Video Evangelischer Gottesdienst aus der Stadtkirche Schopfheim, 19. April 2020 von User Badische Zeitung Kreis Lörrach auf Youtube



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Emporenorgel bis nach 1980

1892 mechanische Kegelladenorgel mit Spieltisch freistehend vor Prospekt, erbaut von Orgelbauer Heinrich Voit & Söhne (Durlach) II/24.
1913 Erweiterung der Orgel und Umstellung des Werkes auf pneumatische Traktur mit Kegelladen, lediglich das Schwellwerk erhält Taschenladen, ausgeführt durch Orgelbau Voit III/39 + 3 Transmissionen.
1917 Abgabe der Prospektpfeifen.
1918 Ersatz der Pfeifen durch die Erbauerfirma.
1949 Umdisponierung durch Orgelbau E.F.Walcker & Cie (Ludwigsburg/Württemberg).
1958 Umbau auf elektropneumatische Traktur und Umdisponierung im neobarocken Stil, sowie Erweiterung um ein Rückpositiv (II. Manual) anstelle des Unterwerkes durch Orgelbauer Förster & Nicolaus (Lich/Hessen) III/35 + 4 Transmissionen.
Nach 1987 Stillegung der Orgel und Planung eines Orgelneubaus im Chorraum. Das Rückpositiv wird abgetragen und die Pfeifen zu Gunsten der neuen Altarorgel verkauft.

Orgel im Chorraum

1988 Schleifladenorgel mit fest eingebautem Spieltisch, mechanischer Spiel- und mechanisch/elektrischer Registertraktur, erbaut als Opus 431 von Orgelbau Karl Schuke (Berlin) II/34.
1996 Schwere Beschädigung der Orgeln durch Kirchenbrand.
1999 Neuaufbau des Werkes durch Orgelbau Schuke (Berlin) II/34. Lediglich die Vox humana 8′ im Hauptwerk wird durch eine Cromorne 8′ ersetzt.

Emporenorgel

2000 Restaurierung der stillgelegten und durch den Kirchenbrand im Jahr 1996 schwer beschädigten Orgel durch Freiburger Orgelbau Hartwig Späth (March-Hugstetten) II/26. Die Voitorgel wird rekonstruiert und mit mechanischen Kegelladen neu aufgebaut und die Erweiterungen bzw. Umbauten werden zurückgeführt. Der Spieltisch ist mittig freistehend (Blickrichtung Chorraum).

Disposition

Disposition Voitorgel Empore 2000

I Hauptwerk C – f”’

Bourdon 16′

Prinzipal 8′

Gedeckt 8′

Soloflöte 8′

Gamba 8′

Octave 4′

Hohlflöte 4′

Oktave 2′

Mixtur 4-5 fach 2′ (urspr. 4-6 fach)

Kornett 1-3 fach 8′ (urspr. Dolce 8′)

Trompete 8′

II Schwellwerk C – f”’

Prinzipal 8′

Liebl. Gedeckt 8′

Viola 8′ (urspr. Salicional 8′)

Aeoline 8′

Vox coelestis 8′ (urspr. Hohlflöte 8′)

Fugara 4′

Flöte 4′

Piccolo 2′

Tromp. harm. 8′ neu

Oboe 8′ neu

Tremulant

Pedal C – f’

Prinzipalbass 16′ (urspr. Violon-Bass 16′)

Subbass 16′

Oktavbass 8′

Violoncell 8′

Posaune 16′

 

Disposition Schuke-Orgel Chorraum 1988 / 1999

I Hauptwerk C – a”’

Bordun 16′

Prinzipal 8′ (Spiegelprinzipal)

Gemshorn 8′

Oktave 4′

Rohrflöte 4′

Quinte 2 2/3′

Oktave 2′

Mixtur 4-5 fach 1 1/3′

Scharff 3-fach 1′

Cornett 5-fach 8′ ab a°

Trompete 8′

Cromorne 8′ (vor 1999 Vox humana 8′)

Tremulant

II Schwellwerk C – a”’

Holzflöte 8′

Gedackt 8′

Gamba 8′

Oktave 4′

Spitzflöte 4′

Nasat 2 2/3′

Waldflöte 2′

Terz 1 3/5′

Quinte 1 1/3′

Mixtur 3-5 fach

Dulcian 16′

Oboe 8′

Tremulant

Pedal C – g’

Prinzipal 16′

Subbass 16′

Oktave 8′

Bassflöte 8′

Hohlflöte 4′

Nachthorn 2′

Hintersatz 4-fach 2 2/3′

Posaune 16′

Trompete 8′

Clairon 4′

 

 

Voit Orgel nach zweitem Umbau von Förster & Nicolaus 1958

I Hauptwerk C – g”’

Quintadena 16′

Prinzipal 8′

Rohrflöte 8′

Oktave 4′

Gedackt 4′

Oktave 2′

Schwiegel 2′

Sesquialtera 2-fach

Mixtur 3-6 fach 1 1/3′

Trompete 8′

II Rückpositiv C – g”’

Gedackt 8′

Prästant 4′

Rohrflöte 4′

Nasard 2 2/3′

Prinzipal 2′

Sifflet 1′

Klingend Zimbel 3-4 fach

Vox humana 8′

Tremulant

III Schwellwerk C – g”’

Stillgedeckt 16′

Holzgedackt 8′

Harfpfeife 8′

Prinzipal 4′

Flöte 4′

Waldflöte 2′

Terz 1 3/5′

Quinte 1 1/3′

Scharf 4-fach

Krummhorn 8′

Trompetenregal 4′

Pedal = C – f’

Prinzipalbass 16′

Subbass 16′

Stillgedeckt 16′ Tr. III

Oktavbass 8′

Holzgedackt 8′ Tr. III

Choralbass 4′

Waldflöte 2′ Tr. III

Pedalmixtur 3-4 fach 2 2/3′

Posaune 16′

Trompete 8′ Tr. III

 

Voit Orgel nach erstem Umbau von Walcker 1949

I Hauptwerk C – f”’

Bordun 16′

Prinzipal 8′

Soloflöte 8′

Gemshorn 8′

Oktave 4′

Rohrflöte 4′

Quinte 2 2/3′ (vorher Gamba 8′)

Oktave 2′

Mixtur 4-6 fach 2 2/3′ (vorher 3-5 fach)

Solo-Trompete 8′

II Manual C – f”’

Quintatön 16′

Rohrflöte 8′

Prinzipal 4′ (vorher Geigen-Prinzipal 8′)

Traversflöte 4′

Piccolo 2′

Quinte 1 1/3′ (vorher Salicional 8′)

Sifflöte 1′ (vorher Fugara 4′)

Cornett 3-5 fach

Klarinette 8′

III Schwellwerk C – f”’

Lieblich Gedeckt 16′

Prinzipal 8′

Lieblich Gedeckt 8′

Aeoline 8′

Vox coelestis 8′

Fernflöte 4′

Quintflöte 2 2/3′

Schwiegel 2′ (vorher Viola 8′)

Terz 1 3/5′ (vorher Violine 4′)

Sesquialtera 2-fach

Trompette harmonique 8′

Fagott 8′

Clairon 4′

Pedal  C – f’

Prinzipalbass 16′

Violonbass 16′

Subbass 16′

Zartbass 16′ Tr. III

Oktavbass 8′

Cellobass 8′

Sanftbass 8′ Tr. III

Oktavbass 4′

Posaunenbass 16′

Trompetbass 8′ Tr. III

 

Voit Orgel nach Erweiterung 1913

I Hauptwerk C – f”’

Bordun 16′

Prinzipal 8′

Gamba 8′

Soloflöte 8′

Gemshorn 8′

Oktave 4′

Rohrflöte 4′

Oktave 2′

Mixtur 3-5 fach 2 2/3′

Solo-Trompete 8′

II Manual C – f”’

Quintatön 16′

Geigen-Prinzipal 8′

Rohrflöte 8′

Salicional 8′

Fugara 4′

Traversflöte 4′

Piccolo 2′

Cornett 3-5 fach

Klarinette 8′

III Schwellwerk C – f”’

Lieblich Gedeckt 16′

Prinzipal 8′

Lieblich Gedeckt 8′

Viola 8′

Aeoline 8′

Vox coelestis 8′

Fernflöte 4′

Violine 4′

Quintflöte 2 2/3′

Sesquialtera 2-fach

Trompette harmonique 8′

Fagott 8′

Clairon 4′

Pedal  C – f’

Prinzipalbass 16′

Violonbass 16′

Subbass 16′

Zartbass 16′ Tr. III

Oktavbass 8′

Cellobass 8′

Sanftbass 8′ Tr. III

Oktavbass 4′

Posaunenbass 16′

Trompetbass 8′ Tr. III

 

Voit Orgel Originaldisposition von 1892

I Hauptwerk C – f”’

Bourdon 16′

Principal 8′ Prospekt

Gedeckt 8′

Gamba 8′

Flöte 8′

Dolce 8′

Octave 4′

Hohlflöte 4′

Octave 2′

Mixtur 4-6 fach 2 2/3′

Trompete 8′ aufschlagend

II Manual C – f”’

Principal 8′ Prospekt

Lieblich Gedeckt 8′

Hohlflöte 8′

Salicional 8′

Aeoline 8′

Fugara 4′

Solo-Flöte 4′

Piccolo 2′

Pedal C – d’

Violon-Bass 16′

Subbass 16′

Octavbass 8′

Violoncell 8′

Posaun-Bass 16′ aufschlagend

 

Spielhilfen

Voit/Späth-Orgel

Fuss: II/I, II/P, I/P als Einhaktritte, Schwelltritt II, Piano, Forte, Tutti als Einhaktritte

Schuke-Orgel

Linke Registerseite: Sequenzer links/rechts, I – P, II – P
Rechte Registerseite: Sequenzer links/rechts, II – I, Sub-Koppel II / II
Spieltisch unter Klaviatur I: S (Setzer), A – D, Sequenzer rechts, 1 – 8, 0 (Auslöser)
Fuss: II – P, II – I, I – P, R (Rücksteller), Ebene ab, Schwelltritt II, 1 – 8

Voitorgel Originaldisposition

II/I, II/P, I/P, Collektivzüge P, F, FF

Nach der Erweiterung 1913

II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P, feste Kombinationen, 2 freie Kombinationen, Walze, Schwelltritt III

Nach der Erweiterung 1958

2 freie Kombinationen, II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P, feste Kombinationen, Zungeneinzelabsteller, Schwelltritt III

Gebäude oder Kirchengeschichte

1889 – 1892 Bau der neuen Stadtkirche nach Plänen des Bauleiters Dr. Josef Durm (Karlsruhe). Die Ausführng oblag Baumeister Engelhorn.
Einweihung 03. Juli 1892.
1892 Aufzug eines vierstimmigen Geläuts mit Bronzeglocken der Giesserei Bachert (Dallau), einige Jahre später müssen zwei Glocken ausgewechselt werden (des+e+ges+h). Die Glasfenster schuf W. Schöll.
1917 Abgabe der Glocken zu Rüstungszwecken.
1920 neues vierstimmiges Geläut der Giesserei Ulrich (Apolda) – Schlagtöne c + es + g + as.
1927 Ersatz der 3. Glocke durch die Giesserei F. W. Schilling (Heidelberg).
1930 Einrichtung einer Winterkirche unter der Orgelempore.
1937 Ersatz des Altares durch ein Kruzifix aus der alten Stadtkirche, welches im Jahr 1687 gestiftet wurde.
Nach 1940 Abgabe der Glocken zu Rüstungszwecken, lediglich die kleinste Glocke verbleibt im Turm.
1952 Weihe und Aufzug dreier neuer Glocken der Giesserei Bachert (Karlsruhe) – Schlagtöne der vier Glocken as’ + es’ (1927) + f’ + b”.
1957 – 1960 wird aus der Taufkapelle eine Kriegergedächtniskapelle, der Chorraum wird grundlegend umgestaltet.
1987 – 1988 Renovierung und Umgestaltung des Kircheninneren.
1996 schwere Beschädigung der Kirche durch Brandstiftung.
2000 Renovierung der Kirche und Rekonstruktion beider Orgeln.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Christoph Mutterer und Rainer Ullrich
Kirchengeschichte: Wikipedia Artikel mit Informationen von Johannes Helm, Martin Winkler, Bernhard Bischoff, Matthias Schneider und Internetauftritt der Kirchengemeinde
Orgelgeschichte: Bestandesaufnahmen Horst Schmidt – Orgelarchiv Schmidt, Orgelkonzert 1985 an der Emporenorgel mit Brita Schmidt-Essbach, Angaben Matthias Schneider
Glockenvideo von User Glockenton1 auf Youtube – Kanal
Video Evangelischer Gottesdienst aus der Stadtkirche Schopfheim, 19. April 2020 von User Badische Zeitung Kreis Lörrach auf Youtube – Kanal
Internetauftritt der Kirchgemeinde

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