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Orgel: Schönau im Schwarzwald – St. Mariä Himmelfahrt

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Gebäude oder Kirche

St. Mariä Himmelfahrt

Konfession

Katholisch

Ort

Schönau im Schwarzwald

Postleitzahl

79677

Bundesland / Kanton

Landkreis Lörrach

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

 

Konzertbericht zum 100 jährigen Kirchenjubiläum

 

Glockenvideo “(BW) Schönau im Schwarzwald die Glocken der Kirche St. Maria Himmelfahrt Teilgeläute” von User Tauf Glocke auf Youtube – Kanal



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Über die Orgeln der Vorgängerkirche ist leider nur wenig bekannt. Sicher ist, dass nach 1730 eine Orgel in Gebrauch war, welche nach 1792 durch eine neue Orgel ersetzt wurde oder erweitert wurde.

Derzeitige Orgel

1907 – 1908 pneumatische Kegelladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch, erbaut in ein künstlerisch hochwertiges Gehäuse mit Patronatsfiguren von Künstler Moroder durch Orgelbau Friedrich Wilhelm Schwarz (Überlingen/Bodensee) II/27. Das Instrument konnte dank einer grosszügigen Stiftung von Gemeindemitgliedern und Spenden des Bürgermeistersohns Otto Weis errichtet werden und wurde am 15. August 1908 zu Maria Himmelfahrt geweiht werden.
1956 – 1959 Umbau, Umdisponierung Erweiterung in zwei Abschnitten mit neuem seitlich (linksseitig) freistehendem Eisenschmid-Spieltisch unter Beibehaltung eines Grossteils des Pfeifenwerks durch Orgelbauer Willy Dold (Freiburg im Breisgau). Das Instrument wird auf elektropneumatische Kegelladen umgestellt, einige Register umintoniert bzw. verkürzt, das Gehäuse in der Breite + Tiefe ergänzt und mit einem zusätzlichen Rückpositiv mit Freipfeifenprospekt ausgestattet III/39 + 2 Extensionen und 1 Windabschwächung.

Bei den Orgelkonzerten in den Jahren 2008 zum 100 jährigen Kirchenjubiläum und 2010, welche von der Konzertorganistin Brita Schmidt-Essbach gespielt wurden, befand sich das Werk in ausgesprochen gutem Zustand. Es handelt sich um eine der letzten dreimanualigen Orgeln des Orgelbauers Willy Dold. Die Erweiterung und der Einbezug des Schwarz-Bestandes ist hier als äusserst gelungen zu bezeichnen. Die Schönauer Orgel gehört zu den grössten Orgeln in Südbaden und überzeugt mit einem äusserst farbigen und vielfältigen Klang.

Disposition

I Hauptwerk C – g”’

Gedacktpommer 16′

Prinzipal 8′ alt

Flöte 8′ alt

Gemshorn 8′ alt umintoniert

Oktave 4′ alt

Rohrflöte 4′

Quinte 2 2/3′ alt

Oberoktave 2′ alt

Kornett 3-5  fach 8′ alt

Mixtur 4-6 fach 1 1/3′

Trompete 8′

II Rückpositiv C – g”’

Liebl. Gedeckt 8′

Quintatön 8′

Prästant 4′

Koppelföte 4′

Oktavin 2′

Sifflöte 1′

Sesquialter 2-fach 1 1/3′ [sic] (+ 4/5′)

Scharf.-Zimbel 4-fach 1/2′

Krummhorn 8′

Tremolo

 

III Schwellwerk C – g”’

Sing. Prinzipal 8′ alt umintoniert

Gedeckt 8′ alt

Salizional 8′ alt

Ital. Prinzipal 4′ teilw.alt

Querflöte 4′

Nasat 2 2/3′

Schwiegel 2′

Terzflöte 1 3/5′

Mixtur 4-fach 1′

Dulzian 16′

Trompet harm. 8′

Schalmei 4′

Tremolo

Pedal C – f’

Prinzipalbass 16′ alt

Subbass 16′ alt

Zartbass 16′ Abschw. Subbass

Oktavbass 8′ alt

Gedecktbass 8′

Choralbass 4′ Verl. Octavbass 8′

Flöte 2′

Mixturbass 4-fach 2 2/3′

Posaune 16′

Trompetbass 8′ Verl. Posaune 16′

 

 

Spielhilfen

2 freie Kombinationen (in zwei Reihen oberhalb der Wippen der Handregister)
Linke Seite: 7 Zungeneinzelabsteller
Rechte Seite: Frei Piano Pedal (zwei Reihen für die Pedalregister, Pedalkoppeln und die Pedaloctavkoppel) für Manuale II und III
Mitte oberhalb des dritten Manuales linksseitig: II/I, III/I, III/II, III/Ped., II/Ped., I/Ped., Sup. III, Sup. III/I, Sup. III/Ped., Sub III (ab c°), Sub III/I (ab c°), Anzeiger Walze
Spieltisch Druckknöpfe unter Manual I: Auslöser, Fr. Komb. A, Fr. Komb. B, Tutti (ohne Octavkoppeln), Handregister ab, Zungen ab, Kopp. aus Walze, Aut. Piano Ped. an
Fuss: Walze ab (Piston), Cresceno Walze (Rolle), Schweller Man. III (Tritt), Gen. Tutti (Generaltutti)

Gebäude oder Kirchengeschichte

1164 wird eine Kirche in der Au Schönova erbaut.
Im 12. Jahrhundert ist eine Pfarrei in Schönau nachweisbar.
13. Jahrhundert Bau eines neuen Turmes mit Satteldach.
1341 Vergrösserung der Kirche.
1520 – 1550 Entstehung des Hochaltares.
1727 Erweiterung der Kirche um ein Kirchenschiff im barocken Stil und Entstehung der beiden Seitenaltäre. Einweihung am 07.10.1727.
Um 1750 Entstehung der Kanzel und 1752 Erwerb eines Tabernakels aus Oberried.
1778 Aufzug dreier Glocken zu einer Hosianna-Glocke aus der Zeit um 1300.
1792/93 erneute Erweiterung der Kirche.
1798 – 1801 Erweiterung der Empore und Instandsetzung des Chorraumes.
Um 1890 Stützung der barocken Kanzel.

1899 – 1904 Bau der neuen Kirche im neugotischen Stil nach Plänen des Architekten Johannes Schroth. Während der Bauphase wurde der Architekt Raimund Jeblinger und Bauherr bzw. Ortspfarrer Josef Otto Friedrich Rinderknecht einbezogen, sie traten anstelle des ursprünglich ernannten Johannes Schroth. Das Untergeschoss des 90 Meter hohen Kirchturms wurde noch aus der Bauzeit der alten Kirche übernommen, die spätgotischen Altäre, das Sakramentshäuschen (16. Jahrhundert) und der Taufstein von 1873 wurden ebenfalls aus der Vorgängerkirche übernommen. Die Glasmalerarbeiten stammen aus der Bauzeit von Lütz & Elmpt (Konstanz) und wurden vermutlich vom Münchner Künstler Karl Nicolai entworfen.
04. September 1908 Einweihung der Kirche mit Weihbischof Heinrich Justus Knecht.
1910 – 1913 Sanierungsarbeiten im Dachbereich und an der hölzernen Dachstuhlkonstruktion.
1915 Kreuzwegstationen nach dem Vorbild des “Wiener Kreuzweges von Josef von Führich” gestaltet und wurden in Gröden/Südtirol geschnitzt.
1918 Abgabe der Glocken zu Rüstungszwecken.
1923 – 1929 Sanierung des Hochaltares durch Victor Mezger (Überlingen).
1932 werden die Seitenaltäre durch Victor Mezger überarbeitet.
1941 Abgabe der Kirchenglocken zu Rüstungszwecken.
1952 Aufzug vierer neuer Glocken der Giesserei Kurtz (Stuttgart) – Nomninale c’+ es’+ f’+ g’.
1956 wird eine fünfte Glocke der Stuttgarter Giesserei aufgezogen, die Barbaraglocke – Nominal b’.
1960 – 1975 Instandsetzungsarbeiten im Kircheninneren und Aussenbereich.
1996 Neuer Zelebrationsaltar und Ambo im dezent umgestalteten Chorraum von Bildhauer Frido Lehr (Karlsruhe).

Die Pfarrkirche zu Schönau wird auf Grund der stattlichen Grösse auch gerne Wiesentaldom oder Münster des Wiesentals genannt.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Rainer Ullrich, Christoph Mutterer, Roman Hägler und Andreas Schmidt
Orgelgeschichte: Andreas Schmidt – Orgelarchiv Schmidt, eigene Sichtung und Spiel, Konzerte Brita Schmidt-Essbach 15.08.2008 und 26.07.2009, Sichtung Rainer Ullrich 30.11.2020 und Christoph Mutterer 18.08.2018
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde, zitiert aus Kunstführer “Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt Schönau im Schwarzwald” von Auto Prof. Dr. Hans-Otto Mühleisen Kunstverlag Josef Fink 1. Auflage 2021 – ISBN 978-3-95976-308-0, zitiert aus Kirchenführer 1. Auflage 1978 Hannes Oefele Verlag (Ottobeuren) und Johannes Helm Buch “Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland” 1989 – ISBN 3-921709-16-4.
Glockenvideo von User Tauf Glocke auf Youtube – Kanal

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