Orgel: Schiltach – St. Johannes Baptist
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Gebäude oder Kirche
St. Johannes BaptistKonfession
KatholischOrt
SchiltachPostleitzahl
77761Bundesland / Kanton
Baden-WürttembergLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
1898 – 1936 es ist nicht bekannt, ob die katholische Kirche bereits eine Orgel erhalten hatte. Es ist davon auszugehen, dass ein Harmonium zum Gemeindegesang genutzt wurde.
Derzeitige Orgel
1936 pneumatische Kegelladenorgel mit freistehendem Spieltisch (mittig vor Prospekt – Blickrichtung Chorraum), erbaut von Orgelbau Willy Dold (Freiburg im Breisgau) II/9 + 1 Windabschwächung.
1966 – 1967 Aufstellung des Werkes in der neuen Kirche durch Orgelbau Franz Winterhalter (Oberharmersbach).
Vermutlich wurde bei der Umsetzung der Schwellkasten entfernt. Weitere Veränderungen wurden nicht vorgenommen. Das Tremolo wirkt auf beide Manuale, dies könnte auf eine Veränderung hinweisen und ist bei keiner anderen Dold-Orgel bekannt. Das Werk befindet sich in einem sehr guten Zustand und wird regelmässig gewartet. Klanglich füllt die Orgel den grossen Kirchenraum problemlos aus und verfügt über eine erstaunliche Klangvielfalt.
Disposition
I Haupwerk C – g“‘Prinzipal 8′ Flöte dolce 8′ Gemshorn 4′ Mixtur 3 f. 2′ rep. cs°/d’/ds“
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II Manual (Schwellwerk) C – g“‘ (Schwellkasten entfernt)Salizional 8′ Gedackt 8′ Prästant 4′ Waldflöte 2′ Tremolo (wirkt auf beide Manuale)
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Pedal C – f‘Zartbass 16′ Abschwächung (stillgelegt) Subbass 16′
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Spielhilfen
II Super (g““), II – I Super (g““), II – I Normal, II – Pedal, I – Pedal als Registerwippen
Druckknöpfe unter Manual I: P., MF., T., A.
Fuß: Jalousieschweller (Tritt ausgebaut – ohne Funktion)
Gebäude oder Kirchengeschichte
Nach der Reformation bildete sich durch den Ausbau der Bahnstrecken ab 1844 eine katholische Gemeinde in Schiltach.
1897 – 1898 Bau der katholischen Kirche – Einweihung mit Umrahmung des Kirchenchores im Oktober 1898.
1917 Abgabe der Glocken zu Rüstungszwecken.
1925 Ersatz des Geläuts.
1936 (vermutlich) erster Orgelneubau in der Kirche.
1942 erneute Abgabe der Kirchenglocken.
1953 – 1954 Ersatz der Glocken durch ein Bronze-Geläut der Giesserei F.W. Schilling (Heidelberg) – Nomînale f‘ + as‘ + b‘.
1960 Erhebung zur Kuratie.
1964 – 1966 Bau der neuen Kirche St. Johannes Baptist nach Plänen des Architekten Karl Sieber (Schiltach) mit freistehendem Glockenturm.
1965 Ergänzung des von der alten Kirche übernommenen Geläuts um eine vierte Glocke der Giesserei Schilling – Nominal es‘.
1966 wird die Statue der Gottesmutter von der Pfarrei Valff (Elsass) geschenkt. Der grossartige Fensterzyklus im Oberlicht und der Taufkapelle entsteht durch die Glasmaler-Werkstätte Meysen (Heidelberg) nach Plänen von Peter Valentin Feuerstein (Heidelberg).
1967 wird die alte Kirche abgetragen.
1980 Entstehung des Altarteppichs „Brennender Dornbusch“ durch die Künstlerin Gudrun Müsse-Florin (Castelnau Magnoac/F), welche auch Osterleuchter, Tabernakel, Taufbecken und Kuzifix gestaltete.
1986 Johannes-Statue von Josef Welling (Koblenz).
1991 Erhebung zur eigenständigen Pfarrei.
2004 Zusammenschluss der Gemeinden Schiltach, Schenkenzell und Wittichen zur Seelsorgeeinheit.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: zitiert aus Kirchenführer der Pfarrei „St. Johannes der Täufer Schiltach“ Beschreibung von Gebäude und Einrichtung – katholische Pfarrgemeinde Schiltach 1998/2004
Orgelgeschichte: Eigene Sichtung und Spiel 2023, Orgelarchiv Schmidt Forschung zu Dold-Orgeln
Glockeninformation: Glockenseite der Erzdiözese Freiburg