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Orgel: Salem – Münster Unserer lieben Frau

Gebäude oder Kirche

Münster Unserer lieben Frau

Konfession

Katholisch

Ort

Salem (Baden)

Postleitzahl

88682

Bundesland / Kanton

Baden-Württemberg

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Vorgängerorgeln

1441 Errichtung einer grösseren Orgel durch Abt Gregorius Münch.
Ende des 15. Jahrhunderts sollen zwei Orgeln existiert haben.
1511 wird eine neue kleine Orgel bei Bernhardin von Reichenau bestellt.
Um 1600 Um- oder Neubau beider Orgeln, es wird auch von mehrfachen Veränderungen berichtet.
Um 1640 wird eine neue kleine Orgel angeschafft.
1668 Arbeiten an den Orgeln durch Christoph Pfleger (Radolfzell).
1697 werden beide Orgeln durch einen Grossbrand beschädigt.

Vorgängerorgeln Egedacher’s

1715 Orgelneubau der Dreifaltigkeitsorgel durch Orgelbauer Johann Christoph Egedacher (Salzburg) II/31.
1719 – 1720 Orgelneubau der Liebfrauenorgel II/31 und eines Chorpositives ebenso durch Egedacher.
1752 soll eine Chororgel von Johann Georg Aichgasser erbaut worden sein.

Vorgängerorgeln Riepp’s

1766 Orgelneubau der Liebfrauenorgel im Querhaus durch Orgelbauer Karl Joseph Riepp (Dijon) III/41.
1770 – 1773 Orgelneubau der Dreifaltigkeitsorgel (Westempore) durch Karl Joseph Riepp III/46.
1771 – 1774 Orgelneubau der Tabernakelorgel (Nordhaus) durch Orgelbauer Karl Joseph Riepp II/31.
1790 Arbeiten an der Dreifaltigkeitsorgel und Neubau der Chororgel durch Orgelbau Johann Nepomuk Holzhey (Ottobeuren).
1810 wird die Liebfrauenorgel in die Stadtkirche Winterthur versetzt, dort baut Orgelbau Walcker im JAhr 1888 ein neues Werk ein III/56. Das Rückpositiv der ehemaligen Liebfrauenorgel ist heute der Prospekt der Kirchenorgel in Charmey/Schweiz und enthält eine neue Orgel von Orgelbauer Kuhn (Männedorf) aus dem Jahr 1997.
Die Tabernakelorgel wurde in das Münster Überlingen versetzt, 1818 wird das Gehäuse in St. Stephan Konstanz wiederverwendet.
1860 arbeitet Orgelbauer Anton Hieber an der Dreifaltigkeitsorgel.
1899 gibt es Bestrebungen zu einem Neubau im alten Gehäuse.

Derzeitige Orgel im Gehäuse der Dreifaltigkeitsorgel

1901 pneumatische Kegelladenorgel, erbaut als Opus 100 in das Gehäuse von Riepp (1773) von Orgelbau Friedrich Wilhelm Schwarz (Überlingen/Bodensee) III/38.
Nach 1950 kleinere Veränderungen.
Die nahezu original erhaltene Schwarzorgel steht unter Denkmalschutz.

Disposition

 I Hauptwerk C – f“‘

Principal 16′

Principal 8′

Gamba 8′

Doppelflöte 8′

Doppelgedeckt 8′

Gemshorn 8′

Salicional 8′

Octave 4′

Rohrflöte 4′

Octave 2′

Cornett 4-5 fach 8′

Mixtur 4-5 fach 2 2/3′

Trompete 8′

 

 II Manual C – f“‘

Bourdon 16′

Geigen Principal 8′ im RP

Flauto amabile 8′

Dolce 8′

Octave 4′ im RP

Traversflöte 4′ im RP

Quinte 2 2/3′

Nachthorn 2′ (nicht original)

Mixtur 4-fach 2 2/3′ im RP

Oboe 8′

 

 

 III Schwellwerk C – f“‘

Echo Gamba 8′

Conzertflöte 8′

Rohrgedeckt 8′

Aeoline 8′

Voix celeste 8′

Violine 2′ (vorher 4′)

Clarinette 8′ durchschlagend

 Pedal C – d‘

Principalbass 16′

Violon 16′

Subbass 16′

Harmonikabass 16′

Quintbass 10 3/5′

Octavbass 8′

Cello 8′

Posaune 16′

Im zweiten Manual befinden sich die vier Register mit der Bezeichnung RP im Rückpositivgehäuse

Spielhilfen

II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P, Subkoppel I, Superkoppel I, Subkoppel II/I, Calcant, Handregister Ein-Ausschalter, Crescendo & Decrescendo Ein-Ausschalter
Unter Klaviatur III: Automat.Piano-Pedal an
Unter Klaviatur I: Auslösung, P, MF, F, Tutti, Grand jeu
Fuss: Walze, Schwelltritt III

Gebäude oder Kirchengeschichte

1137 wird das Kloster Salem von Zisterziensern gegründet, es soll eine Kapelle existiert haben.
1150 Neubau der Klosterkirche anstelle der Kapelle.
1152 wird die Klosterkirche mit acht Altären geweiht.
1285 – 1299 Bau einer neuen Klosterkirche unter Abt Ulrich II.
1307 Weihe von 11 Altären. Bis 1319 entstehen 12 weitere Altäre.
Nach einer Pause wird nach 150 Jahren Bauzeit um 1420 die Überdachung des Bauwerkes fertiggestellt.
1494 Sakramentshaus, ursprünglich Monument des Grabmales von Abt Johannes I.
1627 – 1633 Neugestaltung des Innenraumes mit Hochaltar von Christoph Daniel Schenck (Konstanz). Holzfiguren von Schenck und Zacharias Binder.
Nach 1710 wird nach dem Brand die Kirche erneut umgestaltet mit Arbeiten von Franz Joseph Feuchtmayer (Mimmenhausen).
Um 1750 Umbau.
1753 Einweihung des Kirchturmes mit 16 Glocken, inzwischen gibt es noch 7 Glocken im Kirchturm.
Bis 1765 Austattung der Kirche im Rokoko-Stil, Deckenfresken von Franz Joseph Spiegler (Konstanz).
1772 – 1777 Umgestaltung des Münsters im französischen Stil, Arbeiten von Johann Georg Dirr und Johann Georg Wieland.
1773 Hochaltar von Johann Georg Dirr (Mimmenhausen). Die Kirche besitzt insgesamt 25 Altäre.
1804 Säkularisierung des Klosters, ab 1808 Nutzung als katholische Pfarrkirche.
1853 werden Schritte zur Erhaltung des Baudenkmales Pfarrkirche eingeleitet.
1883 – 1892 Restaurierung der Münsterkirche.
1997 – 2002 Bestandesaufnahme durch das Landesdenkmalsamt zur Förderung von Baumassnahmen.

Glockenvideo von Arlberg09

Video von Kilian Reichert

Anfahrt

Anfahrt

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Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Bilder und Daten Orgel: Lutz Schäfer, 2 Bilder Spieltisch Nutzer Saberhagen Wikipedia (Lizenz mit Namensnennung – Bilder ohne Wasserzeichen)
Kirchengeschichte: Lutz Schäfer, Wikipedia und CD Booklet „Die 100jährige Schwarz-Orgel im Münster zu Salem“ mit Michael Eckerle
Orgelgeschichte: Lutz Schäfer, Wikipedia und CD Booklet „Die 100jährige Schwarz-Orgel im Münster zu Salem“ mit Michael Eckerle

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