FACEBOOK   INSTAGRAM   YOUTUBE

Orgel: Sacrow – Potsdam – Heilandskirche

Gebäude oder Kirche

Heilandskirche

Konfession

Evangelisch

Ort

Potsdam - Sacrow

Postleitzahl

14469

Bundesland / Kanton

Brandenburg

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Alte Orgel

1844 – Orgelneubau durch Orgelbau Gottlieb Heise (Potsdam) I/5 mit angehängtem Pedal

1907 – Umgestaltung und Erweiterung durch Orgelbau Alexander Schuke (Potsdam) I/6

2. Weltkrieg – Granatsplitter durchschlägt Dach, infolge dessen wird die Orgel unbrauchbar und später teilweise geplündert

1961 – Vollständige Zertstörung, nur der Blasebalg und die Orgelbank blieben übrig

1989 bis 1990 – Wunsch zur Rekonstruktion der Orgel. Entwurf, im Maßstab 1 zu 1 nach Fotos und Recherchen von ursprünglicher Orgel durch Orgelbauwerkstatt Karl Schuke (Berlin). Modell des Orgelprospekts nach historischem Vorbild durch Orgelbaumeister Prof. Ernst Bittcher

2002 – Beginn der Spendenaktionen für den Orgelneubau

Derzeitige Orgel:

2005 – Seitenspielige mechanische Schleifladenorgel, erbaut durch Orgelbau Kristian Wegscheider (Dresden) II/17 ( 5 Wechselschleifen ). Das Konzept der Orgel beinhaltet ein brandenburgisches und ein italienisches Manualwerk.

Juni 2009 – Inbetriebnahme der Orgel mit unbehandelten, naturbelassenen Holzgehäuse durch Geldmangel

28. März 2010 – Abschluss der Arbeiten an der farblichen Fassung der Orgel durch Restaurator Ulrich Schneider nach ursprünglicher Gestaltung aller hölzernen Objekte. Zu verdanken ist diese Maßnahme einer Spende eines pensionierten Professors für Architektur und Design, welcher sich bei einem spontanen sonntäglichen Besuch in die Kirche und Orgel verliebt hat.

An der rechten Seitenwand befindet sich eine Türe der Vorgängerorgel, welche im Wasser gefunden wurde (Siehe Bild)

Link: Orgel und Termin

Disposition

I. Brandenburgisches Manual C–f“‘

Principal     8’
Gedackt     8’
Octave     4’
Rohrflöte     4’
Flauto     4’
Nasat    2 2/3’
Flöte     2’
Terz     1 3/5’

II. Italienisches Manual C–f“‘

Principal amabile     8’
Voce umana 8’ (ab f0)
Gedackt     8’ (WS I)
Octava     4’
Flauto  4’ (WS I)
Rohrflöte 4’ (WS I)
Octava     2’
Quinta     1 1/3
Octava     1’
Quinte     2/3′ Bass
Octava     1/2’ Discant

Pedal C–d‘

Subbaß     16’
Prinzipal Bass 8’ (WS I)
Octave Bass 4’ (WS I)

 

Spielhilfen

Koppeln: II/I, I/P

Nebenregister: Rossignol

Spielhilfen: Ripienozug, Tremulant für das ganze Werk

Gebäude oder Kirchengeschichte

1840 – Friedrich Wilhelm IV. kaufte das Gut und der König skizzierte den Kirchenbau für Sacrow

1841 – Baubeginn – Hofarchitekt Ludwig Persius

nach 1842 – Gestaltung der Umgebung durch Peter Joseph Lenné

21. Juli 1844 – Einweihung

1845 – monumentales Fresko in der Apsis

1850 – erste Regenschäden am Dach

1897 – Glockenturm wurde erste deutsche Antennenanlage für drahtlose Telegraphie

27. August 1897 – erste Signalübertragung zur 1,6 Kilometer entfernten kaiserlichen Matrosenstation in Potsdam

1917 – Glocke für Rüstungsproduktion eingeschmolzen

1928 – Hermann Hosaeus geschaffene Gedenktafel über der Eingangstür des Campanile zur Errinnerung des Erfolgs vom August 1897

1944 – Glocke für Rüstungsproduktion eingeschmolzen

2. Weltkrieg – Granatschäden

nach 1961 – Bau der „Berliner Mauer“

Zur fast vollständigen Zerstörung kam es durch den direkt durch den Park verlaufenden Grenzbereich. Mauer-Betonplatten wurden an den Glockenturm angesetzt und so stand das Kirchengebäude im „Niemandsland“.

Heilig Abend 1961 – letzter Gottesdienst

Wenige Tage später – Kircheninneres wahrscheinlich durch Grenztruppen zerstört. Das Gebiet wurde vollständig abgeriegelt.

1977 – Auflösung der Pfarrstelle

1984/85 – Wiederherstellung des Äußeren der Kirche durch Bemühungen der Bevölkerung von West-Berliner Seite mit Unterstützung des damaligen Regierenden Bürgermeisters Richard von Weizsäcker.

Heilig Abend 1989 – Erster Gottesdienst

1990 – Voruntersuchungen zur Restaurierung

nach 1990 originalgetreue Ersetzung des Gestühls

1993 bis 1995 – Restaurierung

ab 1994 – Wiederherstellung des Gartens von Peter Joseph Lennés

Anfahrt

Anfahrt

Hier ist eine Karte von Google Map eingebunden! Wenn Sie auf anzeigen klicken und die karte anzeigen lassen gelten die Datenschutzbestimungen von Google Maps.
Karte jetzt Anzeigen!

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Bilder und Disposition: Stefan Weyreder

Orgelgeschichte:

Kirchengeschichte: Wikipedia

Kirchenbild 1970: Wikipedia – Ulamm

Zusatzinformation: Reinhard Beyer

IMPRESSUM | Datenschutz | designed by st-reway.de