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Orgel: Rysum – Dorfkirche

Gebäude oder Kirche

Dorfkirche

Konfession

Evangelisch - Reformiert

Ort

Rysum / Krummhörn

Postleitzahl

26736

Bundesland / Kanton

Niedersachsen

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1457 – Orgelneubau mit Blockwerk vermutlich erbaut auf dem Lettnerchorraum durch Meister Harmannus ( Groningen ) I/?. Die Orgel wurde laut Friesenchronik des Eggerik Beninga von den Bauern mit den 10 besten Rindern des Dorfes bezahlt. Nach Genehmigung des Häuptlings. Ursprünglich muss das Werk wohl zweigeteilt gewesen sein. Mit einem Diskant-Blockwerk und vollem chromatischen Tonumfang H-f2. Zusätzlich verfügte die Orgel über ein Basswerk mit eigener Windlade und konnte vermutlich über eine eigenständige Klaviatur bespielt werden. Entweder konnte nur der Prestant auf einer eigenen Prospektlade oder das restliche Werk auf der Hinterkade gespielt werden.

1513 – möglicher Umbau der Orgel, Flügeltüren aus Eichenholz wohl 1480 im Baltikum geschlagen

1680 – Reparatur durch Orgelbau Joachim Kayser ( Jever )

1689 – 1699 – Reparaturen durch Orgelbau Valentin Ulrich Grotian (  Gosslar )

Zwischen 1513 und dem 17 Jahrhundert – wurde aus dem Blockwerk ein Instrument aus mechanischen Schleifladen errichtet

1736 – 1738 – Geringfügiger Umbau durch Orgelbau Matthias Amoor ( Groningen   )

1764 – 1786 – Wartung und Pflege durch Orgelbau Dirk Lohmann ( Emden )

1790 – 1791 – Reparatur durch Orgelbau Johann Gottfried Rohlfs ( Esens )

1792 – 1793 – Reparatur durch Orgelbau Johann Friedrich Wenthin ( Emden )

Bis 1812 – Wartung und Pflege durch Orgelbau Johann Friedrich Wenthin und Sohn Joachim Wenthin ( Emden )

1819 – 1820 – Reparatur durch Orgelbau Wilhelm Caspar Joseph Höffgen ( Emden )

1829 – 1844 – Wartung und Pflege durch Orgelbau Abbe Oltmanns ( ? )

1848 – 1910 – Wartung und Pflege durch Orgelbaufamilie Gerd Sieben Janssen ( Aurich )

1867 – 1868 – Umbauarbeiten am Gehäuse wegen neuer Decke in Kirche ( Spiegeldecke )

1880 – 1890 – Erneuerung der Klaviatur und der Registerzüge durch Orgelbau Johann Diepenbrock ( Norden )

1910 – 1920 – Wartung und Pflege durch Orgelbau Philipp Furtwängler & Hammer ( Hannover/Arnum )

Bis 1939 – Wartung und Pflege durch Orgelbau Max Maucher ( Emden )

1941 – nicht sachgemäße Restaurierung durch Karl Puchar ( Norden ). Er ersetzte drei Register durch Fabrikpfeifen und erneuerte die Pedalklaviartur. Pucher richtete in der Bassoktave der Manualklaviatur die fehlenden Töne Cis, Dis, Fis und Gis ein. Der Zustand der Orgel verschlechterte sich.

Zwischen 1947 und 1954 – etliche Gutachten über Zustand, Abriss war im Gespräch

Bis 1952 – Wartung und Pflege durch Orgelbau Karl Puchar ( Norden )

1959 – 1960 – Restaurierung und Rekonstruktion durch Orgelbau Ahrend & Brunzema ( Leer/Loga) I/7. Einige Register wurden rekonstruiert und das Gehäuse aus spätgotischer Zeit wurde wiederhergestellt. Die größten Teile der originalen Pfeifen und des Gehäuses sind erhalten. Beratend stand Cornelius H. Edskes als Organologe zur Seite.

Die Orgel der Rysumer Kirche gilt als das älteste in seinem Pfeifenbestand weitgehend erhaltene Instrument dieser Art in Nordeuropa, und zählt neben den Instrumenten in Sion, Kiedrich und Ostönnen zu den ältesten spielbaren Orgeln der Welt.

Disposition

Disposition seit 1960

Manual CDEFGA–g2a2

Praestant     8′ ( Schiebhebel über Notenpult )
Gedackt     8′
Octave     4′
Octave     2′
Sesquialtera 2 fach ( 1959/60 )
Mixtur 3 – 4 fach ( 1959/60 )
Trompete     8′ ( 1959/60 )

Keilbalk, Winddruck: 70 mmWS

Stimmung geringfügig über a‘ = 440 Hz ( leicht modifizierte mitteltönige Stimmung )

Spielhilfen

Flügeltüren

Gebäude oder Kirchengeschichte

Vermutlich gab es mehrere Vorgängerbauten

Spätestens im 11. Jahrhundert – erste Kirche aus Holz

12. Jahrhundert – Neubau einer Kirche aus Stein

Um 1270 – Kastenchor im Turm

14. Jahrhundert – Abriss des Chorturms und Neubau eines Turms aus Backstein

15. Jahrhundert – Abriss des Kirchenschiffes und Neubau eines rechteckigen Saalbaus

1513 – Organistenkanzel

1585 – laut Inschrift wurde der Kirchenturm renoviert

1686 – Verlusst der Turmspitze

1801 – Kanzel

Um 1867 – 1868 – Umbauarbeiten, Spiegeldecke eingezogen

1959 – 1960 – Stück der Spiegeldecke über der Orgel wurde entfernt

1996 – 2009 – Kirchenrestaurierung

Anfahrt

Anfahrt

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Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Bilder und Disposition: Stefan Weyreder
Geschichte: Wikipedia

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