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Orgel: Ravensburg/Weissenau – St. Petrus und Paulus – Hauptorgel und Truhenorgel

Ravensburg/Weissenau – St. Petrus und Paulus – Hauptorgel

Gebäude oder Kirche

Ehemalige Prämonstratenserklosterkirche St. Petrus und Paulus (heute Pfarrkirche Ort Weissenau)

Konfession

Römisch-Katholisch

Ort

Ravensburg/Weissenau

Postleitzahl

88214

Bundesland / Kanton

Baden-Württemberg

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

 

Video “The Holzhey Organ (1787) in Weißenau – J.S.Bach: Fantasy & Fugue in g – BWV 542” von User Progressivharmonika auf Youtube

Video “The Holzhey organ of St. Peter and Paul Ravensburg-Weissenau” von User JohannNepomukHolzhey auf Youtube



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Mitte des 16. Jahrhunderts Orgelneubau durch Meister Jörg Ebert. Diese Orgel wird nach 1600 um ein Pedalregister Subbass 16′ erweitert.
1668 wird eine Chororgel angekauft.

Derzeitige Orgel

1783/86 Bau einer mechanische Schleifladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch durch Orgelbau Johann Nepomuk Holzhey (Ottobeuren) III/44.
1845 Dispositionsänderung durch Orgelbau Franz Anton und Johann Nepomuk Kiene (Langenargen).
1873 erneuter Umbau und Instandsetzung durch Orgelbau Carl Gottlob Weigle (Stuttgart).
1884 Reparatur durch Orgelbauer Weigle.
1917 Abgabe der Prospektpfeifen.
1949 – 1951 Instandsetzung und erneute Veränderungen durch Orgelbau Friedrich Weigle (Echterdingen).
1988 Restaurierung und Rekonstruktion des Werkes auf den Originalzustand durch Orgelbau Hubert Sandtner (Dillingen an der Donau).

1992 Neubau einer Truhenorgel mit mechanischen Schleifladen durch Orgelbau Wolfram Stützle (Waldkirch/Breisgau) I/6 mit angehängtem Pedal.

Disposition

Hauptorgel Orgelbau Johann Nepomuk Holzhey

 I Hauptwerk C – f”’

Prestant 16′ C – H nur über I/P spielbar

Principal 8′

Copel 8′

Viola 8′ schwebend

Quintadena 8′

Gamba 8′

Octav 4′

Flöten 4′

Superoctav 2′

Nazard 2′ (2′ + 1 1/3′)

Sexqualter 3′ (2 2/3′ + 2′ + 1 3/5′)

Cornet 3′ (2 2/3′ + 2′ + 1 3/5′) ab g°

Mixtur 6-fach 2′

Trompet 8′ neu 1988

Claron 4′ neu 1988

 

 II Positiv C – f”’

Principal 8′

Flautravers 8′ C – fis° mit Rohrflöten

Rohrflöten 8′

Salicional 8′

Undamaris 8′

Octav 4′

Fugari 4′

Holflöten 4′

Quint 3′

Hörnle 2′ (2′ + 1 3/5′)

Cimbal 5-fach 2′

Fagott 8′ Bass Teilung bei fis°

Hautbois 8′ Discant

 III Echo C – f”’

Nachthorn 8′

Dulciana 8′ C – fis° mit Nachthorn

Spitzflöten 4′

Flageolet 2′

Cornet Resi 4-fach 4′ ab g°

Vox humana 8′ B/D

Cromorne 8′ B/D

Tremulant Diskant

 Pedal C – d’

Subass 16′

Octavbass 8′

Violonbass 8′

Cornetbass 4-fach 4′

Bompard 16′

Trompet 8′

Clairon 4′

Truhenorgel Orgelbau Wolfram Stützle

 Manual C, D – f”’

Copel 8′

Flöte 4′

Octav 2′

Terz 1 3/5′ ab c’

Quint 1 1/3′

Vox anitae 8′ B/D

 

 Pedal C, D – a°

angehängt ohne eigenes Register

 

Diposition der grossen Orgel nach dem Umbau von Franz Anton Kiene (Angaben vom Buch Historische Orgeln in Oberschwaben “Der Landkreis Ravensburg” (Manecke/Mayr)

I Hauptwerk

Prestant 16′

Principal 8′

Copel 8′

Flöte major 8′ (vorher Quintadena 8′)

Gamba 8′

Viola 8′

Octav 4′

Flöten 4′

Sexqualter 3-fach 4′ verändert

Piffaro 2-fach 4 (Pfeifen von Nazard 2′ / nach 1872 Repititionen entfernt)

Cornet 3-fach 2 2/3′ ab g°

Quinte 2 2/3′ (Pfeifen aus Quinte 3′ II.Manual)

Superoctav 2′

Mixtur 4-fach 2′ verändert (nach 1872 – 2 2/3′)

Trompet 8′ (nach 1872 neue Trompete)

II Positiv

Bourdon 16′ (vorher Unda maris 8′ ab c°)

Principal 8′

Rohrflöten 8′

Flautravers 8′

Quintadena 8′ aus I.Manual

Salicional 8′

Octav 4′

Holflöten 4′

Fugari 4′

Cimbal 3-fach 2′ verändert

Fagott-Hautbois 8′ (nach 1872 Clarinette 8′ durchschlagend)

Vacat (ehemals Hörnle 2-fach)

III Echo

Nachthorn 8′

Flöte douce 8′ (vorher Cromhorn-Schalmei 8′)

Dulciana 8′

Spitzflöten 4′ (nach 1872 neu)

Nassard 3-fach 4′ (vorher Cornet 4′)

Flageolet 2′

Vox humana 8′ (nach 1872 Dolce 8′)

Tremulant Diskant

Pedal

Subbass 16′

Bourdonbass 16′ (vorher Claron 4′)

Octavbass 8′

Violonbass 8′

Cornetbass 4-fach 8′ (Terz durch neue Reihe ersetzt)

Posaune 16′ (Vorher Bombart 16′)

Trompet 8′

 

Spielhilfen

Spielhilfen Hauptorgel:

Echo-Cupl (III/I), Positiv-Cupl (II/I), Tuttibass (I/P)

Spielhilfen Truhenorgel:

keine Spielhilfen

Gebäude oder Kirchengeschichte

1152 wird der Grundstein der Kirche gelegt.
1163 Einweihung der Kirche.
1257 Erhebung zur Abtei.
1283 Heilig-Blut Reliquie, gestiftet von König Rudolf von Habsburg.
1497 gilt die Abtei als reichsunmittelbar.
Vor 1500 entsteht die Madonna-Statue von Michel Erhart.
1623 Erhöhung des Turmes.
1628 bis 1631 wird ein neuer Chorraum erbaut.
1699 Guss von fünf Glocken durch die Giesser Schirmaister und Weingarter.
1717 – 1724 Bau der jetzigen Klosterkirche durch Baumeister Franz II. Beer von Bleichten (Konstanz-Au). Der Chorraum von 1628 wird in den Bau integriert. Die Stuckarbeiten stammen von Franz Schmuzer (Wessobrunn), das Schnitzwerk Altar von Zacharias Binder (Ehingen/Ostrach), das Gestühl von den Brüdern David und Martin Weiss (Memmingen/Ravensburg).
1753 Guss weiterer Glocken durch Melchior Ernst (Memmingen) und eine grosse Glocke durch Peter Ernst (Lindau/Bodensee).
1783 Spendet das Kloster Salem einen Kreuzaltar.
1892 wird das benachbarte Konventgebäude zu einer Heilanstalt umgebaut.
1903 wird die kleine Glocke nach einem Schaden neu gegossen – Giesserei Zoller (Biberach).
Um 1945 Abgabe von vier Glocken zu Rüstungszwecken.
1979 Restaurierung der Kirche und der Nebengebäude. Heute befindet sich in den Nebengebäuden des ehemaligen Kloster das Zentrum für Psychiatrie Weissenau.
1982 Erwerb einer Glocke der Klosterkirche Zwiefalten, gegossen 1950 von der Giesserei Bachert (Kochendorf).
1983 und 1989 werden zwei weitere Glocken der Giesserei Bachert aufgezogen – Schlagtöne A°+ cis’+ e’+ fis’+ a’+ h’+ cis”+ e”.
2020 entstehen ausführliche Planungen zur Restaurierung der Klosterkirche.

Glockenvideo von Nutzer Glockenfampf Youtube

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien und Bilder Kirche und Orgel: Johannes Pommer und Roman Hägler
Orgelgeschichte: Orgelarchiv Schmidt und Organist Ulrich Höflacher – ergänzende Angaben Buch Historische Orgeln in Oberschwaben “Der Landkreis Ravensburg” (Manecke/Mayr – ISBN 978-3-89870-250-8)
Kirchengeschichte: Wikipedia Artikel basierend auf Forschungen von Peter Eitel, Ursula Riechert, Helmut Binder und Siegfried Heim
Internetauftritt der Pfarrgemeinde
Konzerte an der Holzhey-Orgel
Glockenvideo von Nutzer Glockenfampf Youtube – Kanal
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