Orgel: Praden – Reformierte Kirche
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Gebäude oder Kirche
Reformierte KircheKonfession
ReformiertOrt
Praden (Chur)Postleitzahl
7063Bundesland / Kanton
Kanton GraubündenLand
SchweizBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
1636 mechanisches Schleifladenpositiv (Stechermechanik), erbaut vermutlich als Hausorgel für den Domdekan Michel Humelberg (Chur) durch Aaron Rieckh (Memmingen – anderer Quelle nach München) I/5 ohne Pedal. Es gibt eine Inschrift mit folgendem Wortlaut: Aaron Rieckh Orgelmacher Anno 1636 ist dieses Orgelwerckh gemacht worden dem Herrn thum techt Michel humelberg“.
Eine spätere Reparatur einer gesprungenen Pfeife durch Orgelmacher Sigmund Rieckh ist belegt durch die Schrift: „…spurg die Pfeiffen ist gemacht worden von mir Sigmund Rieckh Orgelmacher“.
1779 Reparatur durch Pankratius Kayser (St. Margrethen).
1900 (anderer Quellen nach 1914) Versetzung des Werkes auf die Empore der reformierten Kirche Praden durch Orgelbauer Jakob Metzler (Felsberg). Zwei Register werden umdisponiert, ein angehängtes Pedal zugefügt sowie die kurze Octave entfernt. Die Orgel wurde von Jakob Metzler nach Praden vermittelt.
1958 Versetzung des Werkes in den Chorraum der Kirche auf Grund der Abtragung der Empore. Die Flügeltüren wurden entfernt und in Privatbesitz gegeben und das Gehäuse neu gefasst.
1983 Renovierung durch Erni Orgelbau (Stans). Die noch vorhandenen Flügeltüren werden wieder zurückgeführt. Das angehängte Pedal wird wieder entfernt.
1997 Restaurierung des Werkes durch Orgelbau Arno Caluori (Says) – 245 Pfeifen. Die kurze Octave und die veränderten Register werden rekonstruiert.
Bei der Pradener Orgel handelt es sich vermutlich um die älteste Orgel des Kantons Graubünden.
Disposition
Manual C, D, E, F, G, A – c“‘Copel 8′ Holz ged. Flöte 4′ Holz offen Principal 2′ Metall, C – b° Prospekt, ab h° innen – Anm. 1 Quinte 1 1/3′ Metall, rek. 1997 Octave 1′ Metall, rep. cs“ zu cs‘, rek. 1997
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Anmerkung 1 zu den Prospektpfeifen
Principal 2′ im Prospekt C – G Mittelfeld, A – b° Aussenfelder
Gebläse: Aug. Laukhuff; Typ: 3780; Nr. 27684Va
Die drei Register Copel 8′, Flöte 4′ und Principal 2′ sind Orginialregister von Rieckh.
Disposition nach 1900 (1914)
Manual C – c“‘Copel 8′ Salicional 8′ ab c° Flöte 4′ Quinte 2 2/3′ ab c° Principal 2′
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Pedal C – d‘fest angehängt |
Spielhilfen
Keine Spielhilfen – klappbare Prospektflügeltüren
Gebäude oder Kirchengeschichte
1530 – 1540 (andere Quellen um 1550) Einführung der Reformation.
Nach 1629 Bau der Kirche zu Praden, welche 1642 fertiggestellt wurde.
1662 Schenkung einer Glocke durch Zunftmeister Gantner (Chur). Guss durch Gaudentz Hempel (Chur).
1680 Erhöhung des Kirchturmes mit Aufzug einer zweiten Glocke.
Nach 1730 Entstehung der Kanzel.
1787 wird die Glocke von 1680 umgegossen durch Giesser Mathis (Chur).
1898 Erwerb einer weiteren Glocke, welche 1895 von Giesser Theus (Felsberg) von der Kirche Alvaneu-Dorf abkaufte.
1957 – 1958 Renovierung der Kirche mit neuen Kirchenbänken. Über dem Portal entsteht eine Sonnenuhr mit einem Gemälde und den Worten „Ohne Sonne bin ich nichts, ohne Gott vermagst du nichts“. Die kleine Glocke von 1662 wird nach Tschiertschen abgegeben und eine neue Glocke der Giesserei Rüetschi (Aarau) aufgezogen – Nominale fs‘ (1898) + h‘ (1787) + ds“ (1958).
1984 Aussenrenovierung nach Plänen des Architekten Peter Buchli (Chur). Der Kirchturm wird optisch dem ursprünglichen Zustand angenähert.
1995 umfangreiche Innenrenovierung mit neuer Innenbeleuchtung nach Plänen des Architekten Beat Buchli (Chur).
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt und Mike Wyss
Kirchengeschichte: zitiert aus der Broschüre „Die Kirche von Praden“ und aus dem Buch von Hans Batz „Die Kirchen und Kapellen des Kantons Graubünden“ Band IV Seiten 68 – 70, Casanova Druck und Verlag AG – ISBN 3856372865
Orgelgeschichte: Eigene Sichtung und Spiel, zitiert aus der Broschüre „Die Kirche von Praden“, zitiert aus dem Buch von Hans Batz „Die Kirchen und Kapellen des Kantons Graubünden“ Band IV Seiten 68 – 70, Casanova Druck und Verlag AG – ISBN 3856372865 und aus dem Buch „Orgellandschaft Graubünden“ von Friedrich Jakob und Willi Lippuner – Verlag Bündner Monatsblatt 1994, Seiten 256 – 257
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