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Orgel: Potsdam – St. Nikolai

Gebäude oder Kirche

St. Nikolai

Konfession

Evangelisch

Ort

Potsdam

Postleitzahl

14467

Bundesland / Kanton

Potsdam

Land

Brandenburg

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1837 Orgelneubau durch Orgelbau Gottlieb Heise (Potsdam) II/26.
1908 Umbau und Erweiterung des Werkes durch Orgelbau Wilhelm Sauer (Frankfurt/Oder) III/49. Die Traktur wird auf pneumatische Kegelladen umgestellt und ein chromatisches Glockenspiel eingebaut.
1945 Zerstörung der Orgel durch Kriegseinwirkung.
1978 Aufstellung eines Übergangsintrumentes mit mechanischen Schleifladen durch Orgelbau VEB Schuke Orgelbau (Potsdam) I/6.

Derzeitige Orgeln

Chororgel
2005 Aufstellung der 1954 für die Trinitatiskirche Altenessen von Orgelbau Karl Schuke (Berlin) erbauten Orgel. Das mechanische Schleifladeninstrument mit angebautem Spieltisch wurde mit neuem Gehäuse versehen und im Chorraum der Nikolaikirche durch Orgelbau Kreienbrink (Georgsmarienhütte) aufgestellt II/21 (ursprünglich 19 Register). Das ursprüngliche Schwellwerk wird bei der Aufstellung in Potsdam nicht mehr realisiert.

Hauptorgel
2017 Aufstellung der 1971 von Orgelbau Matthias Kreienbrink (Osnabrück) für die Friedenskirche der Abtei Königsmünster-Meschede erbauten Orgel durch die Erbauerfirma. Die Orgel wurde in einem neuen Eichen-Gehäuse mit neuem Spieltisch in Potsdam aufgestellt. Das Werk ist auf Schleifladen mit mechanischer Spiel-und elektrischer Registertraktur aufgebaut und besass ursprünglich 38 klingende Register, im Zuge der Versetzung wurde die Orgel um 17 Register erweitert III/55.


Disposition

Hauptorgel 2017

 I Hauptwerk C – g“‘

Grossgedackt 16′

Prinzipal 8′

Gemshorn 8′

Viola di Gamba 8′

Octave 4′

Koppelflöte 4′ (am Spieltisch als 8′ ausgewiesen)

Quinte 2 2/3′

Kleinoktave 2′

Mixtur 4-fach 1 1/3′

Hellcymbel 3-fach 1/3′

Trompete 16′

Trompete 8′

II Oberwerk im SW C – g“‘

Principal 8′

Holzgedackt 8′

Quintade 8′

Salicional 8′

Octave 4′

Nachthorn 4′

Quinte 2 2/3′

Principal 2′

Terz 1 3/5′

Sifflöte 1 1/3′

Flageolett 1′

Scharff 4-fach 2/3′

Dulcian 16′

Oboe 8′ (deutsche Bauart)

Clarinette 8′ durchschlagend

Tremulant

III Schwellwerk C – g“‘

Bordun 16′

Geigenprinzipal 8′

Choralflöte 8′

Gambe 8′

Schwebung 8′

Hornprinzipal 4′ (weit)

Salicet 4′

Nasat 2 2/3′

Schweizerpfeife 2′

Terz 1 3/5′

Fourniture 4-fach

Fagott 16′ (halbe Länge)

Trompette harmonique 8′

Hautbois 8′

Clairon 4′

Tremulant

Zimbelstern

 Pedal C – f‘

Untersatz 32′

Principalbass 16′

Violon 16′

Subbass 16′

Octavbass 8′

Gedacktbass 8′

Choralbass 4′

Weitpfeife 2′

Hintersatz 4-fach

Contraposaune 32′

Posaune 16′

Trompete 8′

Feldtrompete 4′

Chororgel

 I Hauptwerk C – g“‘

Principal 8′

Rohrflöte 8′

Oktave 4′

Gedackt 4′

Hohlflöte 2′

Sesquialtera 2-fach

Mixtur 4-6 fach

Trompete 8′

Tremulant

 II Nebenwerk C – g“‘

Gedackt 8′

Gambe 8′

Blockflöte 4′

Principal 2′

Nassat 1 1/3′

Scharff 4-fach

Dulcian 16′

Tremulant

Zymbelstern

 Pedal C – f‘

Subbass 16′

Holzflöte 8′

Hohlflöte 4′

Hintersatz 4-fach

Posaune 16′

Trompete 4′

Alte Disposition der Hauptorgel  Abtei Klingenmünster bis zum Abbau 2011

I Hauptwerk C – g“‘

Gross Gedackt 16′

Prinzipal 8′

Gemshorn 8′

Oktave 4′

Koppelflöte 4′

Kleinoktave 2′

Mixtur 6-fach

Hellcymbel 3-fach

Trompete 8′

II Oberwerk C – g“‘

Holzgedackt 8′

Quintade 8′

Nachthorn 4′

Prinzipal 2′

Sifflöte 1 1/3′

Flageolett 1′

Terzsept 1-2 fach

Scharff 5-fach

Rohrschalmey 8′

Tremulant

 

III Schwellwerk C – g“‘

Choralflöte 8′

Rohrgedackt 8′

Hornprinzipal 4′

Salicet 4′

Nasat 2 2/3′

Schweizpfeife 2′

Nonenkornett 3-6 fach

Forniture 5-fach

Fagott 16′

Hautbois 8′

Clairon 4′

Tremulant

 

Pedal C – f‘

Prinzipal 16′

Subbass 16′

Oktavbass 8′

Gedacktbass 8′

Choralbass 4′

Weitpfeife 2′

Hintersatz 5-fach

Posaune 8′

Feldtrompete 4′

 

Spielhilfen

Spielhilfen Hauptorgel: Regulierer Tremulanten II und III, Elektronische Setzeranlage mit Midi-Schnittstellen
Linke Seite: III/I, II/I, Sub I, Sub III/I, Sub II/I, III/P, II/P, I/P
Rechte Seite: III/II
Spieltisch unter Klaviatur I: S (Setzer), Cr.1, Cr.2, 0 – 4, Sequenzer links/rechts, 5 – 9, Copula, R (Rücksteller)
Fuss: III/P, II/P, I/P, II/I, Sequenzer links, Cr.an, Walze, Schwelltritt II und III, Sequenzer rechts

Spielhilfen Chororgel: II/I, II/P, I/P als Fussrasten

Spielhilfen der Hauptorgel vor dem Abbau in Meschede:
II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P, 3 freie Kombinationen, 2 freie Pedalkombinationen, 4 feste Kombinationen, Zungen ab, Walze, Schwelltritt III

Gebäude oder Kirchengeschichte

13. Jahrhundert: Bau der ersten Kirche an der Stelle der heutigen Nikolaikirche. Es handelte sich um eine romanische Basilika, welche im 14. Jahrhundert zu einer gotischen Hallenkirche umgebaut wird.
1539 wird die Reformation eingeführt.
1602 wird die Kirche als Katharinenkirche erwähnt.
1721 Abriss der zu klein gewordenen Katharinenkirche.
1721 – 1724 Bau der ersten Nikolaikirche unter der Leitung des Baumeisters Philipp Gerlach (Berlin).
1752 – 1755 Aufzeichnung einer Schaufassade nach dem Vorbild von Santa Maria Maggiore in Rom durch die Bauherren Jan Bouman und Carl Ludwig Hildebrandt.
1795 Zertsörung der Kirche durch Turmbrand, 1796 werden die Reste abgetragen.
1830 – 1837 Kirchenbau unter der Leitung von Karl Friedrich Schinkel (Berlin).
1836 – 1837 Kanzel von August Kiss nach einem Entwurf von Schinkel. Am Kanzelkorb befinden sich figurenreiche Reliefs. Die Brüstungsschranken des Chorraumes sind mit reizvollem Rankenwerk und Engeln plastisch verziert.
1843 – 1850 Bau der „Tambourkuppel“ durch Ludwig Persius und Friedrich August Stüler. Die Propheten des Alten Testamentes stammen von den Malern Eduard Holbein, Karl Stürmer, Gustav Eich und Hermann Theodor Schulz.
1849 wird auf dem Altartisch ein Standkreuz und ein Ziborium von Christian Friedrich Tieck ergänzend aufgestellt.
1849 Anschaffung von vier schwingenden Bronzeglocken der Berliner Giesserei Johann Carl Hackenschmidt.
1882 wird ein Hanfnetz durch den Kuupelring gezogen um die Akkustik zu verbessern.
1912 Renovierung des Innenraumes und Ersatz der gemalten Kassettenfelder durch plastische Kassetten an den Gewölbebögen durch Bildhauer Otto Lessing.
1917 Abgabe dreier Glocken zu Rüstungszwecken.
1922 Ersatz der Glocken durch die Giesserei Bochumer Verein.
1945 schwere Beschädigung der Kirche durch Kriegseinwirkung. Dabei Einsturz der Decke und Zerstörung der grossen Sauerorgel.
Ab 1946 Feier der Gottesdienste in der Christuskirche und im Nikolaisaal.
1948 – 1962 Restaurierung der Aussenfassade und der Kuppel der Nikolaikirche.
1968 – 1977 wird die Aussenfassade instandgesetzt und das Kircheninnere restauriert.
1981 Einweihung der wiederaufgebauten Kirche.
1984 Ersatz der Glocke im Südwestturm durch eine gebrauchte Glocke aus dem Jahr 1950 der Giesserei Franz Schilling Söhne (Apolda).
2002 – 2010 erneute Sanierungsarbeiten an der Aussenfassade. Es werden vier neue Glocken der Eifeler Glockengiesserei geweiht (d‘, f‘, g‘, a‘)
Die Engelstatuen an den Türmen stammen von Bildhauer August Kiss. Das Relief mit Szenen der Bergpredigt wird von Bildhauer Rudolf Böhm derzeit restauriert und soll 2018 fertiggestellt werden. Vier halbplastische Engelfiguren stammen von Ludwig Wilhelm Wichmann.


Anfahrt

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Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Orgel und Kirche: Wolfgang Reich
Kirchengeschichte: Wikipedia und Internetauftritt der Nikolaigemeinde, Dehio-Handbuch und Wolfgang Reich
Orgelvideos: Potsdam TV Youtube
Orgelgeschichte: Angaben der Kirchgemeinde, Internetseite der Nikolaiorgel
Glockenvideo: Konniebritz und Glockenfreak007 auf Youtube

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