Orgel: Osterfingen – St. Jakob
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Gebäude oder Kirche
St. JakobKonfession
ReformiertOrt
OsterfingenPostleitzahl
8218Bundesland / Kanton
Kanton SchaffhausenLand
SchweizBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
1929 pneumatische Taschenladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch vor Prospekt (Blickrichtung Chor), erbaut nach Plänen von Hans Künzle als Opus 638 von Orgelbau Th. Kuhn A.-G. Männedorf-Zürich II/8. Die Orgel ist vermutlich eine Stiftung von J.J.Richli und Josephine Richli-Hillburger (beide New-York) zur Ehre Gottes und zur Erinnerung an die Eltern J.J.Richli (Gemeindepräsident) und dessen Frau Marie Richli-Deuber (gemäss Beschriftung der Seitentüre).
Nach 1960 Umdisponierung der Disposition des zweiten Manuals und Ausbau des Schwellwerkes, der Schwelltritt wird festgestellt. Bei dem Umbau wird das vorhandene Pfeifenmaterial wiederverwendet. So sind die Pfeifen des Principal 4′ mit S (Salicional) und die Pfeifen der Octave 2′ sowie der Sesquialter mit M (Mixtur) graviert.
1981 und 2004 Renovierungen durch die Erbauerfirma.
Disposition
I Hauptwerk C – g“‘Principal 8′ C – E Holz, offen, liegend im Unterbau; F – GS innen, Metall, offen; A – h° Prospekt, Zink – Anm. 1; ab c‘ innen, Metall Gemshorn 8′ C – E Zink ged.; ab F – ds° Zink, offen, konisch; ab e° Metall, offen, konisch Rohrflöte 4′ Metall rohrged.; ab fs“ offen, Metall, konisch
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II. Manual C – g“‘ (ehem. Schwellwerk)Liebl. Gedeckt 8′ C – c‘ Holz ged.; ab cs‘ Metall ged.; ab gs“‘ Metall, offen, konisch; ausgebaut bis g““ Principal 4′ Metall; ab a‘ leicht konisch Octave 2′ Metall; ab b° leicht konisch Sesquialter II; ab C; Metall; ab b° leicht konisch
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Pedal C – f‘Subbass 16′ Holz ged.; C/CS gekröpft
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Prospektpfeifen : Anmerkung 1 Principal 8′ HW im Prospekt A – h° im Mittelfeld; die äussersten und drittäussersten Pfeifen im Mittelfeld sind stumm; Aussenfelder komplett stumm
Anordnung am Spieltisch (von links nach rechts nach Gruppierung)
Erstes FeldSesquialter Octave 2′ Principal 4′ Liebl. Gedeckt 8′
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Zweites FeldSuper II Sub II.- I. Super II.- I. II.-I.
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Drittes FeldSuper II.- P. II.-P. I.-P.
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Viertes FeldGemshorn 8′ Principal 8′ Rohrflöte 4′
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Fünftes FeldSubbass 16′ |
Originaldisposition 1929
I Hauptwerk C – g“‘Principal 8′ Gemshorn 8′ Rohrflöte 4′
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II Schwellwerk C – g“‘Liebl. Gedeckt 8′ Salicional 8′ Traversflöte 4′ Mixtur 2-3 fach 2 2/3′
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Pedal C – f‘Subbass 16′
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Spielhilfen
1 freie Combination
Super II (nicht ausgebaut, ausser Liebl. Gedeckt 8′ bis g““), Sub II.- I. (ab c°), Super II.- I. (nicht ausgebaut, ausser Liebl. Gedeckt 8′ bis g““), II.-I., Super II.- P. (bis f“), II.-P., I.-P. als Registerwippen Nr. 5 – 11
Rechte Seite: Calkant
Druckknöpfe unter erstem Manual: Fr. Comb., Auslöser, P., MF., Tutti, Autom.Ped.ab
Fuß: II.-P., I.-P., II.-I. als Rastentritte auf der linken Seite, Schwellwerk II (Schwelltritt – festgestellt, Schwellkasten nicht mehr vorhanden)
Piano schaltet:
II – Liebl. Gedeckt 8′
I – Gemshorn 8′
PED – Subbass 16′
II.-I. / II.-P.
Mezzoforte schaltet:
II – Liebl. Gedeckt 8′ / Principal 4′
I – Gemshorn 8′ / Rohrflöte 4′
PED – Subbass 16′
II.-I. / II.-P. / I.-P.
Tutti schaltet alle Register, ausser Sesquialter
Gebäude oder Kirchengeschichte
1300 – 1330 wird eine Kapelle oder kleine Kirche St. Jakob in einer Nachricht erwähnt.
Im 15. Jahrhundert wird berichtet, dass Osterfingen eine Filiale von Neunkirch ist und die Gottesdienste in der dortigen Bergkirche bis ins 17. Jahrhundert besucht werden.
1479 wird eine Glocke aufgezogen.
1579 eine weitere Glocke wird aufgezogen.
1613 wird in der „neuen Kirche“ zu Osterfingen das erste mal gepredigt.
1658 Einrichtung einer Helferei in Neunkirch, folglich Abhaltung von Gottesdiensten in Osterfingen.
1659 Renovierung der Kapelle und Beschaffung einer Kanzel aus Eichenholz und eines Taufsteines.
Im 18. Jahrhundert wird die mittelalterliche Kapelle St. Jakob baufällig und 1758 abgetragen.
1758 – 1759 Bau einer neuen Kirche nach Plänen des Stadtmaurers Hans Conrad Spengler (Schaffhausen) und Schulmeister Hans Georg Ritzmann (Osterfingen) – Grundsteinlegung am 12. Juli 1758 – Einweihung am 27. Mai 1759. Der Taufstein und die Kanzel werden aus der alten Kirche übernommen, daher trägt der Taufstein als zweite Jahreszahl 1759.
1806 wird Osterfingen kirchlich selbständig.
1896 Erneuerung der Kirchenfenster.
1938 – 1939 Aussen- und Innenrenovierung der Kirche unter der Leitung des Architekten Wilhelm Wäckerlin (Gächlingen).
1946 neue Turmuhr von Bölsterlin-Mäder (Andelfingen).
1973 Glockenaufzug.
1979 umfangreiche Kirchenrenovierung.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Roman Hägler und Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben vor Ort, zitiert aus dem Dokument „Geschichte der Bergkirche“ von Christoph Freitag 2015, zitiert aus dem Bericht des Inventares IBID 2023, zitiert aus dem Buch „Die Kunstdenkmäler des Kantons Schaffhausen“ Bad III, 1960 – Birkhäuser Verlag (Basel), Seiten 220 – 223 sowie aus der Broschüre „Unser Kulturerbe – Baukultur im Regionalen Naturpark Schaffhausen“
Orgelgeschichte: Angaben vor Ort, Sichtungen und Spiel 1986 und 2026
Internetauftritt der evangelisch-reformierten Kirchgemeinden Trasadingen Osterfingen Wilchingen




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