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Orgel: Osterburg – Gemeindehaus (Saal)

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Gebäude oder Kirche

Gemeindesaal

Konfession

Evangelisch

Ort

Osterburg

Postleitzahl

39606

Bundesland / Kanton

Sachsen-Anhalt

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1986 Neubau einer vorderspieligen mechanischen Schleifladenorgel I/4 mit angehängtem Pedal und geteilten Schleifen (Teilung h°/c‘) durch Wolfgang Nußbücker.
Um 2016 behutsame Nachintonation durch Orgelbau Arnold/Plau am See.

Die kleine Orgel im Gemeindehaus in Osterburg ist eine jener ca. 150 Instrumente, die die Werkstatt Nußbückers in Plau am See verließen und die durch ihre solide Machart eigentlich durchweg geschätzt werden. Wie bei vielen anderen Werken handelt es sich hier auch um ein Positiv mit angehängtem Pedal und geteilten Schleifen, die Register sind also in Bass (C-h°) und Diskant (c‘-g“‘) getrennt voneinander zu betätigen. Das Gehäuse ist kantig und aus schlichtem Holz gefertigt, fällt dabei nach rechts ab. Auf der linken Seite befindet sich ein recht markanter „Turm“, der über Eck angebracht einige Holzpfeifen zeigt, ein Stilmittel, welches Nußbücker gerne anwandte und welches auch akustisch gut überlegt ist, erhalten die tiefen Pfeifen des Gedackt dadurch doch eine etwas prägnantere Aussprache.
Drei Pfeifenfelder mit Pfeifen des Prinzipal 2′ ziehen sich über die restliche Breite des Gehäuses. Durch die Gegenläufigkeit der Pfeifenmündungen bzw. Labienverläufe zum nach rechts abfallenden Prospekt ergibt sich eine interessante, schlicht-kantige Dynamik, sodass der Prospekt nicht allzu klotzig, sondern durchaus geschwungen wirkt. Dabei wirkt das Glänzen der Prinzipalpfeifen gegenüber dem Holzgehäuse als angenehmer Akzent im Raum.
Der Spieltisch mit seinem Klappverdeck ist frontal angebracht, die Registerzüge befinden sich links in zwei zueinander versetzten Reihen über der Klaviatur, die für den Diskant liegen oben, darunter versetzt die Registerzüge für den Bass. Nur die Registerzüge für den Diskant weisen Registerschilder (holzsichtig, mit schwarzer Druckschrift) auf. Das Pedal ist ständig angehängt, besitzt keine eigenen Register.
Die Windladen im Inneren sind chromatisch aufgestellt und als mechanische Schleifladen mit Aluminiumabstrakten und Wellenbrett ausgeführt. Auch der Motor befindet sich im Untergehäuse, einen Balg besitzt die Orgel wie viele andere Kleinorgeln nicht.
Ein Gedackt 8′ mit stillem, schlank-warmen, aber etwas hohlem Klang grundiert den Klang, im Diskant ist die Stimme tragfähiger als im sehr zurückhaltenden Bassbereich. Eine helle, etwas spuckend-rauchige, schillernd kullernde Spillflöte konischer Bauart bildet die 4′-Lage, ein Prinzipal 2′ mit sehr brilliant-hell strahlendem Klang ist eine Art kleine Klangkrone. Darauf kann noch eine silbrig glänzende, etwas harte, im Raum zuweilen etwas aufdringlich grelle Mixtur aufgesetzt werden. Durch die geteilten Schleifen können in gewissem Maße auch obligate Registrierungen verwirklicht werden, vor allem 8’+ 4′ im Bass und 8′ + 2′ im Diskant ist dabei eine ansprechende Mischung. Das Pedal ist eine „nette Zutat“, durch die geringe Kraft des Grundregisters Gedackt 8′ aber von eher geringem Nutzen, da der Bassbereich in allen Registern zu wenig markant ist, um wirklich als Pedalstimme zu dienen.
Der Gesamtklang des kleinen Werkes ist dementsprechend hell, brilliant, zuweilen mit einigen Härten, aber dem Raum und auch den Aufgaben als Begleitorgel angemessen. Dabei sind nur die etwas teigig-weichen Trakturen etwas störend. Äußerlich durchaus gelungen und klanglich solide zeigt sich das kleine Werk, eine jener Orgeln, die im Schatten anderer Werke stehen und es dennoch verdient haben, gezeigt zu werden!

Disposition

Manual C – g“‘ (Teilung h°/c‘)

Gedackt 8′

Spillpfeife 4′

Prinzipal 2′

Mixtur 2-3f.

Pedal C – d‘

angehängt, keine eigenen Stimmen

 

Spielhilfen

Außer dem links angebrachten Motorschalter besitzt die Orgel keine Spielhilfen.

Gebäude oder Kirchengeschichte

Um 1970 Anbau eines flachen Pfarrsaales an das Kantorenhaus
Nach 2010 Überholung des Inneren.

Der Gemeindesaal liegt im hinteren Teil des Gebäudes. Er ist als flacher, eingeschossiger Bau mit schlichten Rechteckfenstern ausgeführt. Die Wände sind hell getüncht, der Boden besteht aus dunklen Dielen. Auf der Orgelseite befindet sich ein Fensterband, welches durch Backsteinelemente gegliedert wird. Der Raum wird gern und viel für Chorproben und Andachten genutzt und hat eine sehr weite und freundliche Atmosphäre.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter
Orgelgeschichte: Johannes Richter – eigene Sichtung mit Informationen aus Gesprächen mit Kreiskantor Lessing
Kirchengeschichte: Johannes Richter – eigene Sichtung vor Ort, mündliche Informationen von F. Lessing

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