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Orgel: Oberwil bei Zug – Bruder Klaus Kirche

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Gebäude oder Kirche

Bruder Klaus Kirche

Konfession

Katholisch

Ort

Oberwil bei Zug

Postleitzahl

6317

Bundesland / Kanton

Kanton Zug

Land

Schweiz

Bildergalerie + Videos

Bruder Klaus Kirche

 

Nikolauskapelle



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Nikolauskapelle

Vor 1991 Begleitung der Messen durch ein Harmonium und elektronische Orgeln.
1991 mechanische Schleifladentruhe, erbaut von Orgelbau Bernhardt Hilbrand Edskes (Wohlen) I/3 ohne Pedal.

Bruder Klaus Kirche

1963 – 1964 Schleifladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch, erbaut mechanischer Spiel- und elektropneumatischer Registertraktur nach Plänen der Orgelexperten Victor Frund (Luzern) und Josef Bucher (Zürich) durch Orgelbau Walter Graf (Sursee) II/18. Intonation durch Orgelbauer Horst Prachtel (später Mönch & Prachtel) – Einweihung am 19. April 1964.
1979 Renovierung und Ausreinigung durch die Erbauerfirma.
1993 Renovierung und Neuintonation der Orgel.
2004 Ausreinigungen und Arbeiten im Intonationsbereich.
2016 führte die Erbauerfirma eine Revision und einen Umbau aus und erneuerte die Registertraktur mit neuem freistehendem Spieltisch. Die Orgel besitzt nun Schleifladen, mechanische Spiel- und rein elektrische Registertraktur.
2019 die Truhenorgel der Nikolauskapelle befindet sich nun seitlich im Chorraum der Bruder Klaus Kirche, in der Nikolauskapelle befindet sich aktuell kein Instrument mehr.

Disposition

Graf-Orgel – Disposition 2019 unverändert seit 1963

I Hauptwerk C – g“‘

Prinzipal 8′ Prospekt

Gedackt 8′ tiefe Octave Holz

Oktave 4′

Waldflöte 2′

Sesquialtera (2-fach) 2 2/3′ + 1 3/5′- C – c° 1 1/3′

Mixtur 5-6 fach 2′ rep. immer bei c ausser c“‘

 

II Schwellwerk C – g“‘

Rohrflöte 8′ tiefe Octave Holz

Quintatön 8′

Prinzipal 4′

Koppelflöte 4′

Oktave 2′

Scharf 4-5 fach 1 1/3′ ab e‘ 5-fach rep. a°/e’/e“

Trompete 8′

Tremolo

Pedal C – f‘

Subbass 16′

Prinzipal 8′ Prospekt

Spillpfeife 8′

Oktave 4′

Fagott 16′

 

Truhenorgel Edskes 1991

Manual C – c“‘

G (Gedackt 8′ – links)

F (Flöte 4′ – rechts)

O (Octave 2′ – rechts)

Die Registerbezeichnungen an den beidseitigen Registerschiebern weisen nur den Anfangsbuchstaben des Registernamens ohne Fuß-Bezeichnung auf.

Spielhilfen

1 freie Kombination oberhalb der Registerwippen als schwarze Kippschalter
II-I, II-P, I-P als Registerwippen (Nummern 9 – 11)
Spieltisch unter Manual I als Druckknöpfe: Handreg., Fr. Komb. (an), 0 (Auslöser)
Fuß: II-I, II-P, I-P als Pistons, Schwelltritt II

Der alte Spieltisch von 1964 wies (zusätzlich) 2 freie Kombinationen, Tutti, eine Walze und vier Einführungstritte für Zungen und Mixturen auf

Die mit massiven Eisengriffen tragbare Truhenorgel weist keine Spielhilfen aus und besitzt auch keine Transponiervorrichtung

Gebäude oder Kirchengeschichte

1467 erster Nachweis eines Gebetshauses.
1469 soll eine erste Nikolauskapelle als Filialkirche zu Zug errichtet worden sein.
1619 Bau der St. Nikolaus-Kapelle im Ortszentrum nach Plänen von Oswald Speck und Oswald Stockli (Zug).
1644 Anbau einer Sakristei.
1684 Glockenguss durch Giesser Ludwig Keiser (Zug), die zweite Glocke wurde zur erhaltenen Wetterglocke aus der Zeit um 1460 aufgezogen. Die alte Glocke soll von Giesser Hans von Alikon (Luzern) stammen.
1716 Entstehung des Hochaltares und der neuen Kirchendecke.
1730 Anbau der Vorhalle beim Portal.
1743 Gründung der Kaplanei Oberwil.
1769 Ersatz der bemalten Holzdecke durch eine Gipsdecke mit Gemälden und Stuckaturen.
1811 Entstehung des neuen Hochaltares und Einzug des Chorgitters. Die Umrahmung der Kreuzweg-Bilder übernahm Josef Moosbrugger (Arth), das Blatt des Altares und die Figuren des Petrus und Oswald schufen 1716 Maler Johannes Brandenberg und Bildhauer Josef Leonz Brandenberg (Zug).
1834 Veränderungen am Dachreiter und Aufzug einer dritten Glocke von Giesser Jakob Rüetschi (Aarau).
1849 – 1851 Einzug einer Empore. Entstehung der Kanzel, der Seitenaltäre mit Bildern von Melchior Paul von Deschwanden und des Gestühls von Johann Speck (Oberwil).
1879 Kreuzwegbilder von Franz Xaver Zürcher (Zug) im nazarenischen Stil.
1900 Renovierung der Kapelle und neue Gemälde im nazarenischen Stil von Josef Fischer (Oberwil).
1953 – 1956 Bau der Bruder Klaus Kirche Oberwil nach Plänen der Architekten Hanns Anton Brütsch (Zug) und Alois Stadler (Zug), die Kirche wird als „Zelt Gottes“ erschaffen, im gleichen Jahr wird die Pfarrei Oberwil selbständig. Einweihung der Kirche am 02. September 1956. Die Nikolauskapelle soll abgebrochen werden.
1956 Weihe und Aufzug vierer Glocken der Giesserei Rüetschi in den neuen Kirchturm und Übernahme der 1834 als dritte Glocke für die Nikolauskapelle gegossenen Glocke – Nominale – d‘ + f‘ + g‘ + b‘ + c“.
1957 – 1960 Entstehung der Wandbilder in der Kirche von Malermeister Ferdinand Gehr (Oberuzwil). Die Gestaltung der Gemälde zogen einen langjährigen Streit mit sich, Begehren die Malereien zu entfernen oder dauerhaft zu verhüllen wurden 1966 mit einem mehrheitlichen Beschluss der Gemeinde abgewehrt. Die Gemälde thematisieren die Eucharistie in der Form des Opfers und auf der anderen Seite die Eucharistie als Mahl. Das Bildnis im Chorraum weist auf die Gegenwart Christus in der Eucharistie hin und zeigt den Patron Bruder Klaus.
In der zeltartigen Kirche mit freistehendem Glockenturm wurde der Altarbereich als zentrale Mitte direkt an den Kirchenraum angeschlossen. Somit ist die Nähe der Gemeinde am Geschehen gegeben.
1975 Entscheid zum Erhalt der St. Nikolauskapelle und Planung der Restaurierung.
1976 – 1977 Restaurierung der St. Nikolauskapelle unter der Leitung des Architekten Artur Schwerzmann (Zug). Bei den Massnahmen werden Gemälde und ein Bildnis des Heiligen Grabes von Karl Josef Speck (Zug) aus dem 18. Jahrhundert freigelegt. Aus der Erbauungszeit stammt heute noch das grosse Kruzifix.
1988 Renovierung der Bruder Klaus Kirche.
1989 Sanierung des Kirchturmes.
1998 Bau eines neuen Pfarrhauses mit nutzbarem Gemeinderaum durch die Architekten Urs Keiser und Rolf Müller.
2003 Instandsetzungsarbeiten am Kirchturm.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche, Kapelle und Orgel: Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde, zitiert aus Kunstführer „Pfarrkirche Bruder Klaus und Kapelle St. Nikolaus in Oberwil“ Schweizerische Kunstführer GSK von Laetitia Zenklusen, Josef Grünenfelder und der Kirchgemeine der Stadt Zug aus dem Jahr 2002 – ISBN 3-85782-720-3
Orgelgeschichte: Andreas Schmidt – Orgelarchiv Schmidt Bestandesaufnahme am 30.01.2019, zitiert aus Josef Grünenfelder „Die Orgeln im Kanton Zug“ Balmer Verlag Zug 1994 – ISBN 3-85548-035-4

Internetauftritt der Kirchgemeinde

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