Orgel: Nunningen / Oberkirch – St. Urs und Viktor
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Gebäude oder Kirche
St. Urs und ViktorKonfession
KatholischOrt
Oberkirch (Nunningen)Postleitzahl
4234Bundesland / Kanton
Kanton SolothurnLand
SchweizBildergalerie + Videos
Pfarrkirche St. Urs und Viktor Oberkirch
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Bildrechte: Datenschutz
Orgelgeschichte
Vor 1868 ist keine Orgel erwähnt, jedoch wurde im Jahr 1787 die Empore vergrössert, was auf eine Beschaffung einer Orgel schliessen könnte.
1868 mechanische Kegelladenorgel, erbaut von Orgelbauer Louis Kyburz (Solothurn) II/25.
1944 – 1945 Umbau und Erweiterung der Orgel durch Orgelbau Gebrüder Späth (Rapperswil). Die Orgel erhält einen neuen Spieltisch und eine elektrische Spiel- und Registertraktur II/30.
1973 werden Offerten zur Errichtung einer neuen Orgel erstellt, welche 26 klingende Register erhalten soll.
Derzeitige Orgel
1976 Schleifladenorgel mit freistehendem Spieltisch auf der rechten Seite der Orgelempore und darüber befindlichem Orgelprospekt auf einem emporenartigen Betonvorsprung; mechanische Spiel- und elektrische Registertraktur; erbaut unter Verwendung von fünf Registern der Späth-Orgel als Opus 29 durch Orgelbau Peter Plum (Marbach am Neckar), II/24. Die Traktur ist in einer schmalen, mit Plexiglas bedeckten Einhausung vom Spieltisch zur Orgel sichtbar hochgeführt. Die Expertise oblag Heinz Kobel (Riehen). Einweihung am Pfingstsonntag, dem 6. Juni 1976, mit Organist Hanspeter Aeschlimann (Basel).
2006 und 2019 wird das Werk ausgereinigt und revidiert durch Orgelbauer Roman Steiner (Fehren), welcher die Pflege der Orgel inne hat.
Disposition
I Hauptwerk C – g“‘Pommer 16′ Holz ged., alt Prinzipal 8′ Metall; C – d° Prospekt – Anm. 1 Gemshorn 8′ Naturguss, offen, konisch Oktave 4′ Metall Koppelfl. 4′ Metall; C – gs‘ zylindrischer Körper mit konischem Aufsatz, ab a‘ offen, konisch Oktave 2′ Metall Sesquialter 2 f. 2 2/3′ + 1 3/5′ 2 2/3′ C – gs‘ Metall ged.; ab a‘ Metall, zylindrisch; 1 3/5′ Chor Metall, zylindrisch Mixtur 4 f. 1 1/3′ Metall – rep. H/b°/a’/gs“ Trompete 8′ Stiefel/Becher Metall
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II Schwellwerk C – g“‘Gedeckt 8′ Holz ged., alt Salizional 8′ C – H Zink, alt, C – F ged.; ab c° Metall, offen Prinzipal 4′ Metall Rohrfl. 4′ Metall, rohrged.; ab gs“ offen, konisch Flautino 2′ Metall, leicht konisch Terz 1 3/5′ Metall, leicht konisch; flötig Quinte 1 1/3′ Metall; flötig Zimbel 3 f. 1′ Metall – rep. c°/h°/b’/a“ Krummhorn 8′ Stiefel Metall; Becher Holz (Mahagoni) halbged. Tremolo
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Pedal C – f‘Prinzipalbass 16′ Holz, offen; C – GS Prospekt, Anm. 2; alt Subbass 16′ Holz ged.; alt Spitzfl. 8′ Metall, offen, konisch Choralbass 4′ Naturguss Pedalmixt. 3 f. 2 2/3′ Naturguss Posaune 16′ C – DS gekröpft; Stiefel/Becher Holz (Mahagoni)
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Prospektpfeifen
Anmerkung 1 : Prinzipal 8′ HW ist C – d° im Prospekt in den linken drei Prospektfeldern
Anmerkung 2 : Prinzipalbass 16′ PED ist C – GS im Prospekt in den rechten drei Prospektfeldern
Zusammensetzung Mixtur HW
C 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′
H 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
b° 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
a‘ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
gs“ 8′ + 4′ + 2 2/3′ + 2′
Zusammensetzung Zimbel SW
C 1/2′ + 1/3′ + 1/4′
c° 1′ + 1/2′ + 1/3′
h° 1 1/3′ + 1′ + 1/2′
b‘ 2′ + 1 1/3′ + 1′
a“ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
Zusammensetzung Pedalmixtur
C 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
Gebläse: Aug. Laukhuff, Weikersheim; 2’800U/min, Nr. 12704
Spielhilfen
Linke Seite
2 freie Kombinationen (A/B), 1 freie Pedal-Kombination inkl. Pedalkoppeln, Zungeneinzelabsteller, Crescendo-Anzeige (digital)
Tremolo (II – Nr. 10), II – I (Nr. 20), I – P (Nr. 27), II – P (Nr. 28) als Registerwippen
Druckknöpfe unter erstem Manual: FPK (fr. Ped.Komb.), HR, FKA, FKB, Ausl., Tutti
Fuß: FPK (fr. Ped.Komb.), II – P, I – P, II – I, Walze an als Pistons auf der linken Seite, Walze (Rolle), Schwelltritt II, HR, FKA, FKB, Ausl., Tutti als Pistons auf der rechten Seite
Gebäude oder Kirchengeschichte
1375 wird ein Filialort von Laufen erwähnt. Es soll eine hölzerne Kirche existiert haben.
1441 Erwähnung der Pfarrei.
1483 finden Arbeiten im Innenraum statt, welche durch eine Auseinandersetzung mit einem Maler bezeugt sind.
1516 Kirchenneubau oder Umbau und Vergrösserung der bestehenden Kirche gemäss einer eingemauerten Wappentafel von 1516 (Stiftungswappen).
1521 Glockenguss und Aufzug, Giesser Hans Meier (Solothurn).
1530 erwirbt Solothurn den Kirchensatz vom Basler Domkapitel.
1577 Aufzug einer weiteren Glocke des Giessers Lorenz Pfister (Basel).
1600 Verlängerung und Ausmalung der Kirche.
1685 Einweihung einer grösseren Kirche, welche bereits im Jahr 1668 erbaut wurde.
1787 wird die Empore vergrössert, Entstehung zweier Seitenaltäre von Bildhauer Akli (Rheinfelden).
1866 – 1868 Bau der heutigen Kirche nach Plänen des Baumeisters Wilhelm Keller (Luzern). Die Ausführung wurde von der Firma Gebrüder Steiner (Grindel) übernommen. Die Kirche verfügte über eine reichhaltige Ausmalung und wurde als Hallenbau mit polygonalem Chor im neugotischen Stil errichtet. Die Kirche erhält das Patronat St. Urs und Viktor, zuvor war das Patronat St. Peter und Paul. Einweihung am 30. September 1868.
1880 – 1881 Aufzug eines vierstimmigen Geläuts der Giesserei Rüetschi (Aarau).
1931 Entstehung des Kreuzes beim Durchgang zur Werktagskirche.
1946 Aufzug zweier weiterer Rüetschi-Glocken – Nominale c‘ (1936) + es‘ + f‘ (1946) + g‘ + b‘ + es“.
1968 – 1973 Renovierung und Neugestaltung des Kircheninnenraumes nach Plänen des Architekten Emil Ditzler (Basel) und Innenarchitekt Rolf Dürring (Basel). Bildhauer Beat Niedermann (Basel) erschuf die neuen Ausstattungsstücke. Das untere Fenster des Chorraumes mit der Thematik „Erde“ wurde von Max Sulzbachner (Basel) entworfen. Die restlichen Fenster im Kirchenraum mit den Darstellungen der Heiligen sowie die Kreuzwegstationen wurden übernommen und restauriert. Einweihung der Kirche am 6. Mai 1973.
1989 Entstehung der drei oberen Buntglasfenster (Elemente Feuer, Wasser und Luft) im Chorraum von Rolf Dürring (Basel).
2019 Renovierung und erneute Umgestaltung des Innenraumes.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt und Roman Hägler
Kirchengeschichte: zitiert aus der Broschüre „Pfarrkirche Oberkirch“ (undatiert), dem Buch „Katholische Kirchen des Kantons Solothurn“ von Anton Guldimann 1937 – Verlag Otto Walter A.-G. (Olten) sowie aus dem Buch „Die Kunstdenkmäler des Kantons Solothurn“ Band III von Gottlieb Loertscher 1957 – Birkhäuser Verlag Basel
Orgelgeschichte: Eigene Sichtungen und Spiel 1989 und 2026, Orgelarchiv Horst Georg Schmidt
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Internetauftritt des Seelsorgeverbandes Himmelried-Meltingen-Oberkirch




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