Orgel: Nordhausen / Herreden – St. Johannis
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Gebäude oder Kirche
St. JohannisKonfession
EvangelischOrt
Nordhausen/HerredenPostleitzahl
99734Bundesland / Kanton
ThüringenLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
vor 1800 Aufstellung einer ersten Orgel in Herreden.
19.10.1838 Kontraktabschluss mit Gebrüder Knauf (Friedrich und Gottlieb) aus Bleicherode.
1839 Aufstellung der neuen Orgel – II/14 auf mechanischen Schleifladen, Prospekt vollständig mit Blindpfeifen besetzt.
20. Juni 1839 Abnahme der Orgel durch Pastor J. C. Sander (Nordhausen), das Instrument kostete 500 Reichsthaler.
1882 Umdisponierung durch Robert Knauf (Bleicherode), Octave 2′ HW gegen Geigenprincipal 8′ und Principal 2′ im Positiv gegen Salicional 8′ getauscht.
um 1930 nochmalige Dispositionsänderung: Gambe 8′ entfällt, stattdessen Waldflöte 2′ eingebaut, Einbau einer pneumatischen Zusatzlade für neuen Principal 8′ aus Naturguss, dessen 14 tiefste Pfeifen auf dem Stimmgang aufgestellt werden. Dafür fiel Mixtur 3fach weg.
Andere Quellen verorten den Umbau bei Kießling&Sohn. Da jedoch Böhm sein Firmenschild am Spieltisch anbrachte, scheint diese Annahme falsch zu sein.
1995 Reparatur der Orgel durch Thomas Hildebrandt (Halle).
2001 Nachstimmung, Reparatur einiger defekter Koppeltöne.
2026 die Orgel wird kaum gespielt, ist aber in gutem Zustand und vollständig vorhanden.
Disposition
Manual I – Hauptwerk C – d“‘Principal. 8 Fuß. Geigenprincipal 8 Fuß. Bordun 8 Fuß. Hohlflöte 8 Fuß. Principal 4 Fuß. Flöte 4 Fuß. Waldflöte 2 Fuß. |
Manual II – Positiv C – d“‘Gedackt 8 Fuß. Vogarr 8. Fuß. Salicional 8 Fuß. Dolce 4 Fuß.
|
Pedal C – c‘Subbaß 16. Fuß. Bordunbaß 16 Fuß. Violonbaß 8 Fuß. |
Nota bene: Fritz Reinboth gibt auf S. 232 seines Buches über Knauf das Register Vogarr im zweiten Manual als vierfüßig an, bezieht sich dabei auf den Kostenvoranschlag. Offensichtlich wurde schon beim Bau der Orgel stattdessen ein Achtfuß mit gleichem Namen eingesetzt.
Spielhilfen
Registerzug links unten, innen: Manual=coppel.
Registerzug rechts unten, innen: Pedalcoppel
Gebäude oder Kirchengeschichte
1206 bei Gründung des Ortes Errichtung einer ersten Kirche im Ort.
1632 Zerstörung des Bauwerkes durch schwedische Truppen im dreißigjährigen Krieg.
1690/91 Anbau des westlichen Fachwerkturmes, Aufsatz einer welschen Haube auf den eigentlichen Turm.
1740 Guss einer kleinen Glocke durch Johann Arnold Geyer (Nordhausen) mit 52cm Durchmesser.
um 1750 Fertigung des Kanzelaltares.
1804 Guss der großen Glocke durch Johann Lorenz Koch (Mühlhausen) mit 91cm Durchmesser.
1855 Fertigung einer neuen mittleren Glocke (Durchmesser: 0,73m) durch C. H. Stützer (Benneckenstein).
1917 Abgabe einer Glocke zu Rüstungszwecken.
1942 wird die zweite Glocke zu Rüstungszwecken eingezogen, nur die 1804 gegossene große Glocke verbleibt im Turm.
1968 Neueindeckung des Daches.
ab 2000 umfassende Restaurierung des gesamten Baukörpers.
2002 Restaurierung des Taufengels durch Antje Pohl (Sülzhayn)
2003 Restaurierung der Predella durch Restauratorin Antje Hake (Leipzig).
2026 ist die Kirche in gutem Zustand, wird aber selten genutzt. Die Glocke kann aufgrund statischer Mängel seit Jahren nicht geläutet werden.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Johannes Richter
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter, Sichtung vor Ort 2026
Orgelgeschichte: Sichtung vor Ort,
– Reinboth, Fritz: Die Orgelbauerfamilie Knauf. Ein Beitrag zur Orgelgeschichte Thüringens. Pape-Verlag Berlin, 2006.
-Orgelkartei Kirchenkreis Südharz
-Informationen aus einem Aushang in der Kirche, Inaugenscheinnahme vor Ort.
Kirchengeschichte:
-Aushänge im Bauwerk, Inaugenscheinnahme vor Ort 2026
-Müller, Thomas: Die Kirchen im Südharz. Atelier Veit-Verlag, 2. Auflage 2017




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