Orgel: Netstal – Dreikönigskirche
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Gebäude oder Kirche
DreikönigskircheKonfession
KatholischOrt
NetstalPostleitzahl
8754Bundesland / Kanton
Kanton GlarusLand
SchweizBildergalerie + Videos
Dreikönigskirche Netstal
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Bildrechte: Datenschutz
Orgelgeschichte
1865 soll in der alten Kirche eine mechanische Kegelladenorgel als Opus 42 von Orgelbau Gebrüder Link (Giengen an der Brenz) errichtet worden sein I/6. Gemäss des Werksverzeichnisses der Firma Link (Seite 245 – Buch 150 Jahre Orgelbau Link) soll das Werk jedoch für die reformierte Gemeinde erbaut worden sein. Diese erhielt jedoch bereits im Jahr 1869 eine grössere Orgel der Firma Kuhn & Spaich. Insofern dürfte die Link-Orgel für die alte Pfarrkirche erbaut worden sein.
1935 Bau einer neuen Orgel in der neuen Kirche durch Orgelbau Gebrüder Späth (Rapperswil) II/21.
Derzeitige Orgel
1993 mechanische Schleifladenorgel mit mittig fest eingebautem Spieltisch, erbaut in von Orgelbau Mathis (Näfels) II/26 – Einweihung 24. April 1994. Die labialen 16′ Register wurden zum Teil von der 1935 erbauten Vorgängerorgel wiederverwendet. Die Zink 8′ wurde zu späterer Zeit eingebaut. Das Werk weist 1’561 Pfeifen auf, wovon 138 aus Holz sind.
Disposition
I Hauptwerk C – g“‘Pommer 16′ C – h° Holz ged.; ab c‘ Metall ged. Principal 8′ C – c‘ Prospekt – Anm. 1 Hohlflöte 8′ C – H Holz ged.; ab c° Metall, offen Salicional 8′ Metall Octave 4′ Metall; C – H Prospekt – Anm. 2 Spitzflöte 4′ Metall, offen, konisch Octave 2′ Metall Mixtur 1 1/3′ III-IV – rep. d°/gs°/gs’/c“‘; ab d° IV Trompete 8′ Stiefel/Becher Naturguss
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II Schwellwerk C – g“‘Bourdon 8′ C – H Holz ged.; ab c° Metall ged. Gambe 8′ Metall, ab F; C – E Bourdon Voix céleste 8′ ab c°; Metall Principal 4′ Metall Traversflöte 4′ Metall; ab c‘ überblasend Nasat 2 2/3′ Metall Waldflöte 2′ Metall Terz 1 3/5′ Metall Scharff 1′ III-IV – rep. c°/c’/c“/c“‘; ab c° IV Oboe 8′ Stiefel/Becher Metall; C – h° Fagott Tremulant
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Pedal C – f‘Principal 16′ Holz offen; H – f° Metall offen, Prospekt – Anm. 3; ab fs° innen Subbass 16′ Holz ged. Octave 8′ Naturguss, offen; C – G Prospekt – Anm. 4 Gedacktbass 8′ Holz ged. Choralbass 4′ Metall Fagott 16′ Stiefel/Becher Naturguss Zinke 8′ Stiefel/Becher Naturguss
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Anmerkungen Prospektpfeifen
Anm. 1 – Principal 8′ HW im Prospekt : C – G Aussenfelder innen, GS – c‘ Mittelfeld
Anm. 2 – Octave 4′ HW im Prospekt : C – H Mittelfeld
Anm. 3 – Principal 16′ PED im Prospekt : H – fs° Aussenfelder
Anm. 4 – Octave 8′ PED im Prospekt : C – F Aussenfelder, FS + G Mittelfeld
Zwei Pfeifen in den inneren Aussenfeldern sind blind
Zusammensetzung Mixtur HW
C 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
d° 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
gs° 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
gs‘ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
c“‘ 8′ + 4′ + 2 2/3′ + 2′
Zusammensetzung Scharff SW
C 1′ + 2/3′ + 1/2′
c° 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′
c‘ 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c“ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
c“‘ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
Spielhilfen
Fuß: SW – HW, SW – PED, HW – PED als Rastentritte auf der Linkenseite, Choralpleno AN / AB als Hebeltritte, Schwelltritt II, Einführungstritte Trompete 8′, Fagott 16′ als Hebeltritte (wechselwirkend zu Registerzügen)
Choralpleno schaltet:
HW – Principal 8′ / Octave 4′ / Octave 2′
PD – Principal 16′ / Octave 8′
Gebäude oder Kirchengeschichte
1420/21 Bau einer Dreikönig-Kapelle in Netstal – Einweihung 1421.
1704 – 1708 Bau einer grösseren Kapelle unter der Leitung des Architekten Bruder Kaspar (Caspar) Moosbrugger (Einsiedeln) – Einweihung am 10. Oktober 1708.
1875/76 Erhebung zur eigenständigen Pfarrei. Zuvor gehörte Netstal zur Pfarrei Glarus.
1886 Altargemälde für den Hochaltar (oder alle drei Altäre) von Maler Franz Vettiger (Uznach).
1899 wird für den Bau einer neuen Pfarrkirche gesammelt. Der Kirchenbau wurde durch Pfarrer H.H.Theodor Seiler gefördert.
1933 – 1935 Bau der heutigen Dreikönigkirche nach Plänen des Architekten Otto Linder (Stuttgart) – Herbst 1933 Grundsteinlegung, Einweihung 24. Februar 1935. Die Altäre stammen von Alois Schenk (Schwäbisch Gmünd), die von der Familie Freuler-Hefti gestifteten Glasmalereien von der Firma Jäger (St. Gallen).
1934 Aufzug eines vierstimmigen Geläuts der Giesserei Hamm (Staad). Die kleine Glocke stammt noch aus der alten Kirche und wurde im Jahr 1886 von Giesser Jakob Keller (Unterstrass) gegossen.
1935 Abbruch der alten Kirche.
1991 Innenrenovierung.
2026 – 2027 ist eine Renovierung der Kirche geplant.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt und Mike Wyss
Kirchengeschichte: Angaben vor Ort, zitiert aus dem Kirchenführer „Dreikönigskirche Netstal“ – online unter dem Link, sowie der Seite der Stiftung pronetstal
Orgelgeschichte: Eigene Sichtung und Spiel 2025, mit freundl. Genehmigung von Franz Höller, zitiert aus dem Werksverzeichnis der Orgelbauwerkstatt Gebrüder Link (Seite 245 – 150 Jahre Orgelbau Link)
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Internetauftritt der Katholischen Landeskirche Kanton Glarus




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