Orgel: Neresheim – Abteikirche St. Ulrich und Afra Benediktinerkloster (Hauptorgel)
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Gebäude oder Kirche
Abteikirche St. Ulrich und Afra (Benediktinerkloster)Konfession
KatholischOrt
NeresheimPostleitzahl
73450Bundesland / Kanton
Baden-WürttembergLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
Abteikirche Neresheim
Orgelvideos von Andres Dewar (Kanal) und Christoph Bossert (Kanal)
Bildrechte: Datenschutz
Orgelgeschichte
Vertragsunterzeichnung zum Bau einer Orgel am 11. März 1626.
1626 Orgelneubau durch Matheus Maurer (Giengen an der Brenz) II/18.
1629 Verzierungen des Gehäuses durch Hans Jakob Efflinger (Jettingen).
1777 Planungen zum Bau einer Chororgel in der neuen Klosterkirche, welche nicht verwirklicht werden.
1780/81 Bau der Chororgel durch Orgelbauer Joseph Höß (Ochsenhausen) II/21 – Chorton-Stimmung – Fertigstellung am 8. Dezember 1781
1781/82 Versetzung des Werkes in die neue Klosterkirche.
1793 Arbeiten an der Chororgel zur „Ausbesserung“ durch Orgelbau Johann Nepomuk Holzhey (Ottobeuren). Dabei wird die Orgel um eine Trompeta im Pedal erweitert, der Manual-Tonumfang erweitert, höher gestimmt und eine neue Balganlage sowie neue Windladen und Trakturen eingebaut.
1824 wird die Chororgel beschädigt und Pfeifen entwendet.
1830 – 1831 Umbau der Chororgel durch Johann Michael Schultes (Neresheim).
1949 Neubau der Chororgel mit elektrischen Taschenladen im Höß-Gehäuse als Opus 1781 durch Orgelbau G.F.Steinmeyer & Co (Oettingen/Bayern) II/31.
1975 Bau eines neuen elektrischen Spieltisches für die Chororgel mit Kontaktrechensystem zum Anspiel am Spieltisch der Hauptorgel. Beim Spiel der Chororgel wird das Oberwerk und Echowerk der Hauptorgel durch ein Sperrventil abgestellt. Der Spieltisch ist versenkbar seitlich im Chorgestühl eingepasst.
1974/76 Erwerb und Restaurierung eines historischen Positives aus der Schlosskapelle Burg Spielberg bei Gunzenhausen I/4 ohne Pedal. Die Arbeiten führten Johannes Naacke und Pater Hugo Weihermüller aus.
Derzeitige Hauptorgel
1794 – 1797 mechanische Schleifladenorgel, erbaut mit mittig freistehendem Spieltisch durch Orgelbauer Johann Nepomuk Holzhay (Ottobeuren) III/52 – Vollendung des Werkes am 7. August 1797 – Einweihung am 1. Januar 1798. Das Gehäuse stammt von Schreiner Joseph Anton Weißenhorn (Ottobeuren) nach einem Entwurf vom Abtei-Baudirektor Thomas Schaithauf. Kosten 12’800 Gulden.
1816 Reparatur und Pflege der Orgel durch Orgelbauer und Organist Johann Michael Schultes (Neresheim), einem Gesellen Holzheys. Es wird von 40 klingenden Registern berichtet.
1837 Instandsetzungsarbeiten, geringfügige Umdisponierung und Änderung der Stimmung um einen Halbton höher durch Johann Michael Schultes.
1838 wird die Orgel in einem Gutachten des Orgelbauers Eberhard Friedrich Walcker (Ludwigsburg/Württemberg) als verbesserungswürdig beschrieben. Dies wurde ebenso zu früheren Zeiten durch Orgelbauer Friedrich Schmahl (Ulm) und Josef Allgeyer (Wasseralfingen) geäussert.
1857 Reparatur des Werkes mit sechs neuen Blasbälgen und einem neuen Principal 16′ durch Orgelbau Gebrüder Link (Giengen an der Brenz).
1897 – 1913 Wartung und Pflege der Orgel durch Gebrüder Späth (Mengen-Ennetach).
1928/29 Umbau des Werkes mit neuem freistehendem Spieltisch und elektrischer Traktur sowie Veränderung der Stimmung um 2 Halbtöne höher durch Orgelbau Gebrüder Späth (Mengen-Ennetach). Vier Windladen und der alte Spieltisch werden entfernt und eingelagert. Die Expertise oblag Organist Pater Vinzenz Oberhammer und Pater Winfried Ellerhorst. Das Instrument wird neu intoniert und einige Register umgestellt.
Nach 1966 Abbau und Inventarisierung der Holzhey-Orgel auf Grund der Kirchenrestaurierung durch die Firmen Rudolf Kubak (Augsburg) und Hubert Sandtner (Dillingen an der Donau).
1977/79 Restaurierung der Holzhey-Orgel mit Rekonstruktion der Disposition, der Windladen (inkl. veränderter Pfeifenstöcke) und Aufstellung des gelagerten Originalspieltisches (mittig freistehend – Blickrichtung Chorraum) durch Orgelbau Th. Kuhn AG (Männedorf/ZH) III/48 – 3’553 Pfeifen (2’033 neu). Die Mechanik der Orgel wird komplett nach historischem Vorbild erneuert. Drei Keilbälge werden neu angefertigt zu zwei bestehenden originalen Keilbälgen (ursprünglich 6 Keilbälge).
Die Restaurierung der Pfeifen und die Vorintonation oblag Johannes Naacke (Giengen an der Brenz) und die Zungenstimmen wurden von der Firma Giesecke (Göttingen) hergestellt – Restaurierungskonzept Pater Hugo Weihermüller (Neresheim) – Intonation Kurt Baumann. Der Spieltisch erhielt neue Tastenbelege, eine neue Pedalklaviatur mit Erweiterung des Tonumfanges um 8 Töne (auf einer Blindkanzelle der Pedallade), neue Registerzüge und eine neue Mechanik.
Einweihung der Orgel am 9. September 1979.
CD- und LP Aufnahmen an der Neresheimer Holzhay-Orgel
– Wilhelm Kumbach „Historische Orgeln – Die Holzhey-Orgel in Neresheim“ 2012 mit Werken von J. Speth, J. K. Kerll, J. H. Knecht, W. A. Mozart etc.
– Franz Raml „Orgelkonzert an den Orgeln von Johann Nepomuk Holzhey“ 2009 mit Werken von W. A. Mozart, J. Haydn, G. Muffat, L. A. Lefébure-Wely etc.
– Peter Alexander Stadtmüller „Die Orgel der Abteikirche Neresheim“ 2022 mit Werken von L. N. Clérambault, J.K.Kuchař und G. Muffat
– Jon Laukvik „Orgelmusik in der Abteikirche Neresheim“ 1988 mit Werken von J. S. Bach, A. Raison, C. Ph. E. Bach
– Gerhard Weinberger „Johann Ludwig Krebs – Sämtliche Orgelwerke“
– Jan van de Laar „Die Bachsche Schule“ 1994
– Ewald Kooiman „J.S. Bach Orgelwerke“ 1996
Disposition
I Hauptwerk C – f“‘Bordon 32′ ab g°; Metall Principal 16′ Metall; C – gs° Prospekt Octav 8′ Metall; C – G Prospekt Violoncell 8′ Metall Copel 8′ Metall ged. Quintadena 8′ Metall ged.; eng mensuriert Piffarre 8′ Metall Octav 4′ Metall Flöt 4′ Metall ged. Quint 3′ Metall Octav 2′ Metall Cornet 8′ V; ab g°; 8′ Chor ged. Mixtur 2′ VII; Metall; rep. c“/b“ Cimbal 3′ V; Metall; rep. b°/b‘ Trompet 8′ Stiefel/Becher Metall Cromorne 8′ Stiefel/Becher Metall Claron 4′ Stiefel/Becher Metall; ab fs“ labial
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II Oberwerk C – f“‘Principal 8′ C – E Metall ged.; ab F – fs° Prospekt; ab g° innen Bordon 8′ Metall ged. Flauta travers 8′ ab g°; C – fs° Bordon – rek. Gamba 8′ Metall Salicet 8′ Metall; angelängt Unda maris 8′ ab g°; C – fs° Salicet; angelängt Feldflöt 4′ C – g° mit Sonnet; Metall, angelängt Holflöt 4′ C – f° Metall ged.; ab fs° offen Waldflöt 4′ Metall, leicht konisch Sonnet 4′ + 1 3/5′ ab g°; C – fs° Feldflöt 4′ offen; ab g° Metall ged.; 1 3/5′ Metall offen Nazard 3′ V; Metall; rep. c“ Flagiolet 2′ M etall, angelängt Sexquialter 3′ III; Metall; alle Chöre angelängt Hoboe 8′ Stiefel/Becher Metall Douce Clarinet 8′ Stiefel/Becher Metall; aufschlagend, Aufsatz mit Stimmblech; ab gs“ offen
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III Echowerk C – f“‘Nachthorn 8′ Metall ged. Dulciana 8′ ab g°; C – fs° Nachthorn Spitzflöt 4′ Metall, angelängt Fugari 4′ B Metall; C – fs° Fugari 4′ D Metall; g° – f“‘ Syflöt 2′ Metall Cornet 4′ D IV; ab g°, Metall Hörnle 3′ III; rep. c° Vox humana 8′ B Stiefel/Becher Metall; C – fs° Vox humana 8′ D Stiefel/Becher Metall; fs° – f“‘ |
Pedal C – f‘ (ehem. C – a°)Prestant 16′ C – F Holz offen; FS – a° Prospekt Bordon 16′ Holz ged. Violonbass 8′ Metall offen Flauten 8′ C – cs° Prospekt; Metall Flötenbass 4′ Metall Bompart 16′ Stiefel/Becher Metall Trompet 8′ Stiefel/Becher Metall Claron 4′ Stiefel/Becher Metall
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Zusammensetzung Cornet HW
g° 8′ + 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 3/5′
Zusammensetzung Mixtur HW
C 2′ + 2′ + 1 1/3′ + 1 1/3′ + 1′ + 1′ + 2/3′
c“ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 2′ + 1 1/3′ + 1 1/3′ + 1′
b“ 5 1/3′ + 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 2′ + 1 1/3′ + 1 1/3′
Zusammensetzung Cimbal HW
C 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
b° 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
b‘ 5 1/3′ + 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
Zusammensetzung Nazard OW
C 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 1′ + 2/3′
c“ 4′ + 2 2/3′ + 2 2/3′ + 2′ + 2′
Zusammensetzung Sexquialter OW
C 2 2/3′ + 2′ + 1 3/5′
Zusammensetzung Sonnet OW
g° 4′ + 1 3/5′
Zusammensetzung Cornet Echo
g° 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 3/5′
Zusammensetzung Hörnle Echo
C 2′ + 1 3/5′ + 1′
c° 2 2/3′ + 2′ + 1 3/5′
Alle Zungen französische Bauweise (Holzhey), Prospektpfeifen neu aus 80% Zinn, Zungenpfeifen neu hergestellt
Balganlage mit 5 Keilbälgen
Stimmung nach Kirnberger III – ungleichschwebend
Stimmtonhöhe a‘ = 421 Hz
Werksaufteilung:
Äussere Türme – Pedalwerk in C- und CS Seite geteilt
Innere Türme – Hauptwerk I
Mittlere Brücke – Oberwerk II
Äussere Brücken – kein Pfeifenwerk
Unter Windlade vom HW im Kasten – Echowerk III
Gebläse: Laukhuff/Weikersheim; 1’400U/min; min. 28cbm; 120mmWS
Aufteilung am Spieltisch (von links nach rechts)
Links 5. Reihe (oben)Vox humana 8′ B III Hörnle 3′ III Syflöt 2′ III Fugari 4′ B III Dulciana 8′ III
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Links 4. ReiheFlauto travers 8′ II Holflöt 4′ II Salicet 8′ II Unda maris 8′ II Bordon 8′ II
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Links 3. ReihePrincipal 8′ II Feldflöt 4′ II Gamba 8′ II Piffarre 8′ I Copel 8′ I
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Links 2. ReihePrincipal 16′ I Bordon 32′ I Cimbal 3′ I Quint 3′ I Octav 2′ I
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Links 1. ReihePrestant 16′ P Flötenbass 4′ P Flauten 8′ P Violonbass 8′ P Cornet 8′ I
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Links unten SpielhilfenII-I I-Ped.
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Rechts 5. Reihe (oben)Nachthorn 8′ III Spitzflöt 4′ III Fugari 4′ D III Cornet 4′ D III Vox humana 8′ D III
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Rechts 4. ReiheDouce Clarinet 8′ II Hoboe 8′ II Waldflöt 4′ II Flagiolet 2′ II Nazard 3′ II
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Rechts 3. ReiheQuintadena 8′ I Flöt 4′ I Octav 4′ I Sonnet 4′ + 1 3/5′ II Sexquialter 3′ II
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Rechts 2. ReiheClaron 4′ I Cromorne 8′ I Violoncell 8′ I Mixtur 2′ I Octav 8′ I
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Rechts 1. ReiheTrompet 8′ I Claron 4′ P Trompet 8′ P Bompart 16′ P Bordon 16′ P
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Rechts unten SpielhilfenIII-I Tremulant III |
Disposition der Maurer-Orgel von 1626
HaubtwerckhPrincipal 8′ ins Gesicht Coppel 8′ oder Grobgedeckht Quintaden 8′ oder hiltzin (hölzern) Principal, eng mensuriert Spitz oder Spillfleta 4′ Octav 4′ Quintfleta 3′ Rauschfleta 2′ Mixtur 6fach Zimbal 2fach Fagat oder Pusaunen 8′
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RugkhpositivQuintadena 8′ Principal 4′ Klaine Coppelfleta 4′ Octav 2′ Superquint 1 1/2′ Cromhorner 8′ Tremulant Vogelsang Heerbaugkhen
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PedalSubbas 16′ Holz offen Posaunen starckh 8′
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Spielhilfen
Linke Seite: II-I, I-Ped. (Ventilkoppel – aufgeteilt, dass die Zungen nicht mit koppeln) als Registerzüge linkseitig unterhalb des ersten Manuals
Rechte Seite: III-I, Tremulant III (wirkt auf den Discant-Bereich) als Registerzüge rechtsseitig unterhalb des ersten Manuals
Fuß: Pauke (2 kurze Pedaltasten neben der Pedalklaviatur links) – Nominale A und d° (Pfeifen – keine Trommeln) – 16′
Oberhalb des dritten Manuals befinden sich die Registerschaltungen (mit Tremulanten) der Chororgel (frei abnehmbar) mit zwei Schiebern für die Schwellwerke der Chororgel. Die Orgel ist mittels eines verschiebbaren Tastenrechens von der Hauptorgel aus anspielbar, befindet sich aber 2022 nur noch im bedingt spielbaren Zustand. Folgende Koppeln für das Spiel von der Hauptorgel stehen zur Verfügung: II-P., III-P., III-II. Neben den Registern befinden sich die Schaltungen o p und Chororgel (an).
Gebäude oder Kirchengeschichte
10. Jahrhundert Bau einer Burgkapelle durch den Augsburger Bischof Ulrich.
1095 Gründung eines Chorherrenstiftes auf dem Härtsfeld durch Graf Hartmann I (Dillingen) und Adelheid von Winterthur-Kyburg.
1106 Umwandlung des Stiftes in ein Benediktinerkloster. Besiedelt wird das Kloster durch Benediktiner der Abtei Petershausen.
1119 Zuzug von Benediktinern aus Zwiefalten.
1126 – 1190 Bau einer romanischen Basilika.
Um 1150 Einrichtung der Klosterbibliothek.
12. Jahrhundert schwere Schäden Durch Kriege und Brände.
Bis Mitte 13. Jahrhundert Existenz eines zusätzlichen Frauenkovents.
1263 wird die Vogtei dem Hochstift Augsburg zugesprochen mit Pfandschaft der Grafen von Oettingen.
15. Jahrhundert Glockenaufzug.
1568/69 Anbau eines grösseren Chorraumes.
1571 Glockenaufzug – Glockengiesser Christoph.
1618/27 Bau eines Glockenturmes.
Ab 1685 Zugehörigkeit des Klosters zur Augsburger Benediktinerkongregation.
1695 Umgestaltung der Klosterkirche im barocken Stil unter Abt Simpert Niggl. Entstehung des Wirtschaftsgebäudes.
1699 – 1712 Bau des Konventgebäudes nach Plänen des Baumeisters Michael Wiedemann (Unterelchingen).
1719/20 Ausgestaltung des Festsaales durch Dominikus Zimmermann.
1750 Grundsteinlegung zum Bau einer neuen Klosterkirche am 4. Juli 1750. Die Kirche wird von Balthasar Neumann geplant, welcher am 18. August 1753 verstirbt. Weiterführung des Baus durch Johann Baptist Wiedemann (Donauwörth). Die Bauleitung übernahm Leonard Stahl. Die Baupläne wurden 1759 auf Wunsch des Konvents verändert u.a. werden die Kuppeln in Holz ausgeführt.
1770 – 1775 Entstehung der Kuppelfresken durch Hofmaler Martin Knoller (Mailand).
1776 – 1792 wird die Inneneinrichtung (u.a. die beiden Seitenaltäre und das Kruzifix an der Chorwand) durch Thomas Schaithauf (Raisting) vervollständigt.
1777 Benedizierung der Klosterkirche. Gründung der eigenständigen Klosterpfarrei.
Bis 1783 zusätzliche Nutzung der alten romanischen Basilika. Anschliessender Abbruch der alten Kirche.
1792 Weihe des abgeschlossenen Baus am 9. September 1792.
1803 Aufhebung des Klosters durch die Säkularisation. Der Sitz, die Kirche und die Orgel werden an den Fürsten von Thurn und Taxis übergeben.
1827/28 Instandsetzungarbeiten im Kuppelbereich.
1903 – 1905 Renovierung der Kuppelgemälde.
Bis 1920 ist die Kirche Pfarr- und Schlosskirche.
1919/20 ziehen Benediktiner aus Beuron in Neresheim ein.
1927 Schenkung der Klostergebäude, der Landgrundstücke und der Kirche durch Fürst Albert von Thurn und Taxis an die Neresheimer Gemeinschaft.
1936 – 1938 Umgestaltung des Chorraumes.
Ab 1940 – 1945 werden im Kloster Umsiedler während des Krieges untergebracht.
1961 Aufzug von fünf neuer Glocken der Giesserei Petit & Edelbrock (Gescher) zu zwei bestehender Glocken aus dem 15. Jahrhundert und 1571 – Nominale h° + d‘ + e‘ + g‘ + a‘ + h‘ (1571) + d“ (15. Jahrhundert).
1965 Feststellung von erheblichen Senkungen im Kuppelbereich mit Mauerrissen. 1966 baupolizeiliche Schliessung der Kirche am 13. Juni.
1966/69 – 1975 umfassende Restaurierung der Klosterkirche mit umfangreichen Voruntersuchungen – Einweihung am 9. September 1975.
1970 – 1987 Ausbau der Schulgebäude zu einem zeitgemässen Tagungshaus.
1980 Abschluss der Sanierung des Prälaturgebäudes.
2004 Rekonstruktion des Barockgiebels des Konventgebäudes.
2009 Eröffnung eines Klostermuseums.
2018 Sanierung der Elektrotechnik in der Klosterkirche.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt und Mike Wyss
Kirchengeschichte: Angaben vor Ort, zitiert aus dem Bericht „Die Restaurierung der Abteikirche in Neresheim“ von Dr. Georg Sigmund Graf Adelmann 1975, zitiert von den Seiten der Abtei (Link folgend), zitiert von der Seite Klöster in Baden-Württemberg – Link und der Seite Süddeutscher Barock – Link, zitiert aus dem Artikel „Benediktinerabtei Neresheim – Eine Einladung zum Staunen über den geöffneten Himmel“ von Pater Gregor Hammes OSB
Orgelgeschichte: Eigene Sichtung und Spiel 2022, zitiert aus dem Buch „Die Orgelwerke der Abteikirche Neresheim“ Großer Kunstführer Schnell & Steiner 1989 – ISBN 3795406153 – Autoren Pater Hugo Weihermüller & Johannes Naacke, zitiert aus dem Buch „Orgeln in Württemberg“ von Helmut Völkl (Seite 194 – 196) Hänssler-Verlag 1986 – ISBN 3775110909
Orgelvideos von Andres Dewar (Kanal) und Christoph Bossert (Kanal)
Glockenvideo von User unteroktav – Link zum Video auf Youtube
Orgel auf der Partnerseite Orgelbilder – Link




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