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Orgel: Mücheln (Geiselt.) – Stadtkirche St. Jakobi

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Gebäude oder Kirche

Stadtkirche St. Jakobi

Konfession

Evangelisch

Ort

Mücheln (Geiseltal)

Postleitzahl

06249

Bundesland / Kanton

Sachsen-Anhalt

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1721/22 Aufstellung einer Barockorgel, die laut Dehio aus Sangerhausen stammte, durch Johann Georg Papenius. Die Orgel besaß Hauptwerk und Brustwerk sowie Pedal.
1854 Neubau einer vorderspieligen mechanischen Schleifladenorgel II/24 durch August Ferdinand Wäldner/Halle, dabei Erweiterung des alten Gehäuses um für die Region untypische seitlich geschwungene Harfenfelder. Die Pfeifenfelder des Brustwerkes wurden mit marmorierten Holzverblendungen verschlossen.
1917 Abgabe der Prospektpfeifen zu Rüstungszwecken.
1920er Jahre Einbau von Zinkpfeifen durch Werkstatt W. Rühlmann/Zörbig.
1982 Reparatur der Orgel und Umdisponierung durch Hildebrandt/Rossleben b. Atern/Wiehe – II/24, zudem wurde ein Tremulant ergänzt. Die Beschriftung der neuen Registerschilder ist historisierend – ähnlich wie Unterteutschenthal – gehalten.
2022 ist die Orgel spielbar, bedarf aber einer dringenden Überholung und Reinigung/Restaurierung.

Disposition

Disposition 2022

Manual I – Hauptwerk C – f“‘

Bordun 16 Fuß. (ab C, durchg. Holz gedeckt)

Principal 8 Fuß. (C-H Holz offen, ab c° Metall offen)

Gedackt 8 Fuß. (C-a‘ Holz gedeckt, ab b‘ Metall gedeckt, ab d“‘ Metall offen konisch)

Viol di Gambe 8 Fuß. (C-H Holz offen, ab c° Metall offen)

Octave 4 Fuß. (durchg. Metall offen)

Hohlflöte 4 Fuß. (C-f“ Holz offen mit Stimmdeckeln, ab f#“ Metall offen)

Quinte 3 Fuß. (Metall offen, weite Principalmensur)

Octave 2 Fuß. (Metall offen, teilw. Stimmringe aus Kupfer)

Sifflöte 1 Fuß (N) (durchg. Metall offen, weite Mensur)

Mixtur 4 fach (1 1/3′, Metall offen)

Manual II – Oberwerk C – f“‘

Principal 8 Fuß. (teilw. Prospekt Zink, Rest Zinn innen, offen)

Liebl. Gedackt 8 Fuß. (C-g#° Holz gedeckt, ab a° Metall gedeckt)

Principal 4 Fuß. (Metall, offen)

Flöte 4 Fuß (N) (C-f“ Holz offen mit Stimmdeckel, ab f#“ Metall offen)

Nacht-horn 4 Fuß (N)

Octave 2 Fuß. (Metall offen)

Larigott 1 1/3 Fuß (N) (flötige Mensur, Metall offen)

Cornett 3 fach (N) (Metall offen, weite Principalmensur, 2 2/3’+2’+1 3/5′)

Pedal C – c‘

Subbaß 16 Fuß. (Holz gedeckt)

Violonbaß 16 Fuß. (Holz offen)

Principalbaß 8 Fuß. (Holz offen)

Gedacktbaß 8 Fuß. (Holz gedeckt)

Octavbaß 4 Fuß. (Holz offen, mit Stimmdeckeln)

Posaune 16 Fuß. (Becher und Stiefel Holz, Nüsse und Kehlen Metall, Zungen und Krücken Messing)

Die mit (N)  bezeichneten Stimmen sind neu dazu gekommen.

 

Originale Disposition der Wäldner-Orgel

Manual I – Hauptwerk C – f“‘

Bordun 16 Fuß.

Principal 8 Fuß.

Hohlflöte 8 Fuß.

Gedackt 8 Fuß.

Viol di Gambe 8 Fuß.

Octave 4 Fuß.

Hohlflöte 4 Fuß.

Quinte 3 Fuß.

Octave 2 Fuß.

Mixtur 4 fach

Manual II – Oberwerk C – f“‘

Principal 8 Fuß.

Liebl. Gedackt 8 Fuß.

Flauto traverso 8 Fuß.

Salicional 8 Fuß.

Principal 4 Fuß.

Flauto amabile 4 Fuß.

Octave 2 Fuß.

Mixtur 3fach.

Pedal C – c‘

Subbaß 16 Fuß.

Violonbaß 16 Fuß.

Principalbaß 8 Fuß.

Gedacktbaß 8 Fuß.

Octavbaß 4 Fuß.

Posaune 16 Fuß.

 

Spielhilfen

Als Registerzüge rechts unten: Pedal,,Coppel. [I/P], Calcanten,,Klingel. [heute ohne Funktion], Ventil zum Hauptwerk.
Als Registerzüge links unten: Manual,,Coppel., Ventil zum Oberwerk., Tremulant [neu]

Gebäude oder Kirchengeschichte

Um 1250 Errichtung einer vermutlichen Burgkirche auf einer kleinen Burg in Mücheln.
Um 1300 Errichtung des Westturmes, vermutlich als Wehrturm.
1350 erste Erwähnung einer Burgkirche in Mücheln. Der nicht axiale Westturm ist vermutlich einstiger Teil der Burganlage und nicht Teil der Kirche gewesen.
Um 1500 Umbau und Erweiterung der Kirche im gotischen Stil.
1631 Brand der Kirche, danach Verlängerung des Kirchenschiffes bis zum Westturm und Verbreiterung nach Süden.
1718 brannte die Kirche vollständig nieder.
Um 1720 Beginn des Wiederaufbaues.
1730 Fertigung des vasenförmigen Taufbeckens.
1747 Fertigung des großen Kanzelaltares.
1765 Erneuerung des Turmes mit barocker Haube.
1767 Fertigstellung des neuen Kirchenbaus.
1892 umfassende Sanierung und Reparatur des Inneren.
1917 Abgabe dreier Glocken zu Kriegszwecken.
1920er Jahre Neuguss von drei Eisenhartgussglocken (Nominalfolge: cis‘-e‘-gis‘ mit ca. 5t Gesamtgewicht) durch Gießerei Schilling&Lattermann.
1939 umfassende Restaurierung der Kirche, neue Farbfassung für Altar und Orgelprospekt, neue Emporengemälde mit Bibelworten und biblischen Szenen durch Franz Dubbick/Halle.
1939 Aufstellung der beiden Prophetenfiguren am Altar, die jahrzehntelang in Hettstedt lagerten.
1940 Entwurf eines Buntglasfensters durch Elisabeth Rödiger.
1941 Fertigung dieses Fensters durch die Werkstatt August Wagner/Berlin, Einsetzung an der Nordseite der Kirche.
2005 wird die Kirche St. Jacobi Station auf dem Jacobsweg.
2018 Aufspannen eines Netzes im Inneren, um bröckelnden Putz des Deckenspiegels aufzufangen.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter, Sichtung und Spiel
Orgelgeschichte: Johannes Richter, Sichtung vor Ort und Informationen aus einem Faltblatt zur Kirche sowie Aushang in der Kirche
Kirchengeschichte: Johannes Richter mit Informationen eines Faltblattes und eines Aushangs zur Kirche sowie Informationen aus:
Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler – Sachsen Anhalt II: Regierungsbezirke Dessau und Halle. Deutscher Kunstverlag 1999.

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