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Orgel: Mestlin / Ruest – Dorfkirche

Gebäude oder Kirche

Dorfkirche ehem. St.Stephanus

Konfession

Evangelisch-lutherisch

Ort

Mestlin / Ruest

Postleitzahl

19374

Bundesland / Kanton

Mecklenburg-Vorpommern

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1873 – 1874 mechanische Schleifladen-Brüstungsorgel mit linksseitig fest angebautem Spieltisch, erbaut auf der Westempore von Orgelbauer Friedrich Hermann Lütkemüller (Wittstock) I/7.
1917 Abgabe der Prospektpfeifen zu Rüstungszwecken.
1918 Ersatz der abgegebenen Pfeifen.
2021 Durch den zunehmenden Verfall der Kirche litt die Orgel stark. Waschbären und andere Tiere haben Trakturteile und Pfeifen beschädigt. Die Orgel ist nicht spielbar, jedoch ist sie relativ vollständig erhalten.

Disposition

Manual C – d”’

Principal 8 Fuß

Gedackt 8 Fuß (Registerschild fehlt)

Salicional 8 Fuß (C-H aus Principal)

Praestant 4 Fuß

Floete 4 Fuß

Octave 2 Fuß

Pedal C – c’

Subbaß 16 Fuß

sonst fest angehängt

 

Spielhilfen

Calcanten Glocke als Registerzug

Gebäude oder Kirchengeschichte

1352 – 1354 wird das Dorf Ruest erstmalig erwähnt und Kirchenpatrone genannt.
1387 Bau der heutigen Dorfkirche.
1389 Aufzug von Glocken (vermutlich nur die große Glocke).
1448 – 1461 Verkauf des Besitzes und des Patronats an das Kloster Dobbertin.
1484 Errichtung des Kehlbalkendaches aus Eichen- und Kiefernholz.
1511 wird die mittlere Glocke umgegossen.
1627 Schäden an der Kirche infolge des Dreißigjährigen Krieges.
1668 Behebung der Schäden des Krieges am Kirchturm.
1693 Errichtung des Altaraufsatzes auf dem mittelalterlichen Steintisch durch Tischler Caspar Hirsch (Sternberg) mit Bildern des Malers Borchard Bohme (Güstrow). In dieser Zeit entsteht auch die Kanzel aus Eichenholz.
1777 Aufmauern von Stützpfeilern zur Stabilisierung des Bauwerkes, das undichte Kirchendach wird erneuert und neu eingedeckt.
1814 – 1818 Ersatz des baufälligen Kirchturmes durch einen Fachwerkturm.
1917 Abgabe der kleinsten der drei Bronzeglocken zu Rüstungszwecken.
Nach 1952 wird die Kirche auf Grund der Enteignung und Abwanderung der Bevölkerung kaum noch genutzt.
1982 vorerst letzter Gottesdienst in der Kirche Ruest.
1989 werden zwei Glocken abgenommen und in der Kirche Mestlin aufgezogen. Die Glocken stammen im Ursprung aus dem 14. Jahrhundert.
1993 Beginn der Sicherung der Dorfkirche.
1994 – 1996 Reparatur des Daches nach Sturmschäden und Sicherung des Turmes durch eine Bretterverkleidung.
2021 die Kirche wird momentan einmal jährlich am Tag Christi Himmelfahrt zu einem Gottesdienst genutzt. Es ist zu hoffen, dass dieses wunderbare Bauwerk eine Zukunft haben wird und Ruest wiederbelebt werden kann.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Robert Schulz
Kirchengeschichte: Wikipedia Artikel basierend auf Informationen von Johann Clamor Buchholz, Friedrich Schlie, Dieter Garling, Johann-Georg Nehls, Georg Dehio, Fred Beckendorff, Tilo Schöbeck mit Quellen des Mecklenburgischen Urkundenbuches (MUB), der Mecklenburgischen Jahrbücher (MJB), Landeshauptarchiv Schwerin (LHAS) und Landeskirchliches Archiv Schwerin (LKAS)
Orgelgeschichte: Eigene Sichtung Robert Schulz, Auskunft vor Ort, Buch Drese Friedrich “Der Orgelbauer Friedrich Hermann Lütkemüller und sein Schaffen in Mecklenburg”

Internetauftritt der Kirchgemeinde Mestlin (zuständig für Ruest)

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