Orgel: Mansfeld – Stadtkirche St. Georg (Talkirche)
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Gebäude oder Kirche
St. GeorgKonfession
EvangelischOrt
MansfeldPostleitzahl
06343Bundesland / Kanton
Sachsen-AnhaltLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
Ergänzungsbilder von Wikimedia:
Von ErwinMeier – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=117866334
Von ErwinMeier – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=117866334
Bildrechte: Datenschutz
Orgelgeschichte
1729 Errichtung einer ersten Orgel mit II/P und mechanischen Schleifladen mit barockem Prospekt, vermutlich durch Hans Gottfried Tiensch.
1917 Abgabe der Prospektpfeifen zu Rüstungszwecken
1930 Errichtung einer vorderspieligen, pneumatischen Taschenladenorgel III/35 durch P. Furtwängler&Hammer/Hannover hinter dem bestehenden Prospekt. Im Hauptwerk befindet sich ein „Vakant“-Schalter, der auch in den Rohrwerks-Abstellern angelegt wurde. Eine Trompete 8′ im Hauptwerk war also mit Sicherheit geplant. Auch im zweiten Manual wurde ein geplantes Register nie gebaut – auch hier befindet sich ein „Vakant“-Schalter – also III/37 geplant.
2023 die Orgel ist nicht spielbar, für eine Restaurierung des für eine Dorfkirche ungewöhnlich großen Instrumentes werden Spenden akquiriert.
Disposition
Manual I – Hauptwerk C-g“‘Bordun 16′ Principal 8′ Hohlflöte 8′ Gedackt 8′ Oktav 4′ Blockflöte 4′ Oktav 2′ Sesquialter 2fach Mixtur 4fach Vacant (1x, wohl Trompete 8′)
|
Manual II – Oberwerk C-g“‘Horn-principal 8′ Gedackt 8′ Quintade 8′ Salicional 8′ Principal 4′ Nachthorn 4′ Blockflöte 2′ Sifflöte 1′ Krumm-horn 8′ Vacant (1x) |
Manual III – Schwellwerk C-g“‘Liebl. Gedeckt 16′ Nachthorn 8′ Fernflöte 8′ Gemshorn 4′ Koppelflöte 4′ Quinte 2 2/3′ Waldflöte 2′ Scharf 3fach Oboe 8′ |
Pedal C-f‘Principal 16′ Subbass 16′ Echobass 16′ Oktav 8′ Gedackt 8′ Oktav 4′ Rausch-pfeife 3fach Posaune 16′ |
Spielhilfen
Registerschalter links oben, von außen: Pedalk. III, Pedalk. II, Pedalk. I, Manualk. III-II, Manualk. III-I, Manualk. II-I
Registerschalter rechts oben, außen: Ober III, Ober III-I (Superoktavkoppeln)
Über Manual III: Druckknopf Tremulant III, horizontale Anzeige für Rollschweller mit 36 Stufen
Über den Registerschaltern: Registratur 2 (freie Kombination) als kleine weiße Züge
Druckknöpfe in der Vorsatzleiste unter Manual I, von links: Tutti, Registratur 1 (Handregister – für Furtwängler&Hammer typischer, im Querschnitt quadratischer Drücker!), Registratur 2 (freie Kombination), Auslöser
Rechts neben dem Klaviaturblock: Windanzeiger, Anzeige Jalousieschweller (Stellung des SW), Rohrwerke ab (Zungeneinzelabsteller, farblich passend zu Registerschaltern – 1x Vakant/unbeschriftet für Trompete 8′ HW?)
Fußtritte zum Einhaken über dem Pedal links: Koppeln aus Walze, Walze ab
Über dem Pedal mittig: Walze (Rollschweller), Schwelltritt (Balanciertritt) für Jalousieschweller III
Gebäude oder Kirchengeschichte
13. Jahrhundert Errichtung einer ersten Kirche
1397 Baubeginn einer Bruchsteinkirche
1434 erste urkundliche Erwähnung des Bauwerkes.
1492 Anfertigung des Marienkrönungs-Altars.
1497 Baubeginn für Langhaus und Chor
1498 Unterbrechung der Bautätigkeit wegen eines Brandes
1518-20 Vollendung der Arbeiten.
um 1520 Fertigung des Schnitzaltares mit reicher figürlicher Darstellung.
1524 wird die Kirche evangelisch
1548 Vollendung des Turmes.
um 1616 Fertigung der Empore mit 49 Bildtafeln des neuen Testamentes.
1617 Aufstellung der Kanzel
1708 Vollendung der Stuckmarmorfassade für Gruft und Fürstenloge der Mansfelder Grafen.
1929 Erneuerung der mittleren Chorfenster, Restaurierung des Baukörpers bis 1930 unter Leitung von Adolf Zeller.
1967 erneute Sanierung der Kirche und der Altäre, der Marienaltar 1970 erneut restauriert
1995 Schadensbeseitigung am Turm
2005 Sanierungsbeginn der Außenhülle.
2017 Abschluss einer Dachstuhlsanierung mit Unterstützung der deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Johannes Richter
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter, Sichtung vor Ort 2023
Orgelgeschichte: Johannes Richter, Sichtung vor Ort und Informationen am Bauwerk bzw. in der Kirche, Inaugenscheinnahme vor Ort
Kirchengeschichte:
„Ein Juwel der Religionsgeschichte“ in: Deutsche Stiftung Denkmalschutz, abgerufen am 11. Juni 2026




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