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Orgel: Mansfeld / Großörner – St. Andreas

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Gebäude oder Kirche

St. Andreas

Konfession

Evangelisch

Ort

Mansfeld / Großörner

Postleitzahl

06343

Bundesland / Kanton

Sachsen-Anhalt

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

 

Johannes Richter spielt Moritz Brosig (1815-1887) – Praeludium und Fuge e-Moll Op.1/1

 

Johannes Richter spielt Johann Sebastian Bach (1685-1750) – Choralvorspiel „Nun komm, der Heiden Heiland“ BWV599

 

Johannes Richter spielt Johann Sebastian Bach (1685-1750) – Choralvorspiel „Ich ruf‘ zu dir, Herr Jesu Christ“ BWV639

 

Mansfeld/Großörner (D-ST) – ev. Kirche St.Andreas – Läuten der Glocke (Turmaufnahme)



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1698 Errichtung einer ersten Orgel unbekannter Größe durch den in Großörner geborenen und ansässigen Orgelbauer Lorentz Lieberoth.
1750 Bericht über ein „Orgel Werck“ in Großörner, das „zu besehen“ war durch eine Abordnung aus Trebitz.
1884 Neubau durch Friedrich Ladegast (Weißenfels) als mechanische vorderspielige Schleifladenorgel mit mittig fest eingebautem Speiltisch II/16.
1917 Abgabe der Prospektpfeifen aus Zinn, Ersatz durch Zinkpfeifen.
1931 Austausch zweier Register im zweiten Manual (Flauto harm. 8′ und Salicet 4′) gegen Waldflöte 2′ und Zymbel 2fach, Hinzufügung eines Choralbaß 4′ im Pedal (bis heute geblieben!) statt vermutlicher Baßflöte 8′ (für Ladegast typisch) durch Furtwängler&Hammer (Hannover). Die Position des Registerzuges Choralbaß würde der ansonsten bei Ladegast zu findenden Symmetrie der Registerzüge widersprechen.
2015 – 2016 Sanierung, Restaurierung und Rückführung auf die originale Disposition durch Orgelbau Jehmlich (Dresden) unter Beibehaltung des Choralbaß 4′

Der neogotische Prospekt gemahnt von Ferne mit seinem zweigeschossigen Mittelfeld mit flankierenden großen Pfeifenfeldern andie Orgelprospekte eines Gottfried Silbermann, auf den sich Ladegast wiederholt bezog. Das Instrument klingt frisch, warm, voll, grundtönig und ist dabei zur Darstellung hochromantischer Musik sowie zur Gemeindebegleitung in höchstem Maße geeignet.

Disposition

I Hauptwerk C – f“‘

Bordun 16.

Principal 8.

Rohrflöte 8.

Gambe 8.

Principal 4.

Fl. minor 4.

Nasard 3.

Octave 2.

Mixtur 2-4fach.

 

II Oberwerk C – f“‘

Liebl. Gedackt 8.

Flauto harmonica 8.

Viola d’amour 8.

Principal 4.

Salicet 4.

Pedal C – d‘

Subbass 16.

Violon 16.

Cello 8.

Choralbaß 4.

 

Disposition bis zur Sanierung 2015/16

I Hauptwerk C – f“‘

Bordun 16.

Principal 8.

Rohrflöte 8.

Gambe 8.

Principal 4.

Fl. minor 4.

Nasard 3.

Octave 2.

Mixtur 2-4fach.

 

II Oberwerk C – f“‘

Liebl. Gedackt 8.

Viola d’amour 8.

Principal 4.

Waldflöte 2′

Zymbel 2fach

Pedal C – d‘

Subbass 16.

Violon 16.

Cello 8.

Choralbaß 4.

 

Spielhilfen

Als Registerzug links: Ped.Coppel (I/P)
Als Registerzug rechts: Man.Coppel (II/I)

Gebäude oder Kirchengeschichte

11./12.Jahrhundert Bau einer Kirche in Großörner im romanischen Stil.
Um 1310 Guss der heutigen Glocke.
15. Jahrhundert Umbau des Kirchenschiffes zum gotischen Stil, der Westquerturm wurde beibehalten, eine Sakramentsnische aus der Zeit ist erhalten.
1742 Umbau der Kirche, das belegt der Mittelstein des Eingangsportals mit Jahreszahl, dabei auch Aufsatz des Dachreiters.
1742 Einbau neuer Innenausstattung in die Kirche, daran erinnert eine kleine erhaltene hölzerne Zierkartusche.
Bis 1883 Umgestaltung des Innenraums im neogotischen Stil, Fertigstellung zum 400. Geburtstag Luthers.
1917 Abgabe zweier Glocken durch Herabwerfen vom Turme.
1972 Kirchenrenovierung, dabei Umgestaltung des Innenraums zur heutigen Gestalt (Entfernung des neogotischen Kanzelaltars etc).

Die Kirche zeigt sich heute als einschiffiger, in den Grundfesten gotischer Bau mit dreiseitigem Chorabschluss samt schlichten Spitzbogenfenstern und kleinen Strebepfeilern. Im Westen ist ein massiver Westquerturm mit Satteldach und romanischen Schallfenstern angefügt, der einen barocken Dachreiter mit einer ebenfalls barocken Schlagglocke in verkürzter Rippe trägt. Der helle, weiß getünchte Innenraum wird von einer weißen Holztonne überspannt. An der Ostseite im Chorraum findet sich ein schlichtes Altarkreuz statt des ehemaligen neogotischen Kanzelaltars. Unter dem Kreuz ist eine Abendmahlsdarstellung sichtbar. Auch die den Raum ursprünglich u-förmig umschließenden Emporen wurden deutlich verkürzt und ihrer Bemalung beraubt. Heute zeigt sich die Kirche als schlicht heller, aber durchaus weiter und eindrucksvoller Raum, der die Blicke automatisch auf das Kreuz lenkt, wobei er durch dezente, dunkel lasierte Holzelemente wie Empore, Gestühl und Orgelprospekt geschmackvoll gegliedert und aufgelockert wird.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter
Orgelgeschichte: Johannes Richter, ergänzt durch Informationen aus: W. Stüven – Orgel und Orgelbau im Halleschen Land vor 1800, Breitkopf&Härtel, Wiesbaden 1964 und
Holger Brülls: Ladegast-Orgeln in Sachsen Anhalt, Michael Imhof- Verlag, 2005, ISBN ‎ 978-3865680204
Kirchengeschichte: Johannes Richter mit Informationen von einem Aushang in der Kirche

Youtube-Videos von Johannes Richter auf dem Youtube-Kanal JRorgel

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