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Orgel: Luzern / Littau – St. Theodul (Hauptorgel)

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Gebäude oder Kirche

St. Theodul

Konfession

Katholisch

Ort

Luzern / Littau

Postleitzahl

6014

Bundesland / Kanton

Kanton Luzern

Land

Schweiz

Bildergalerie + Videos

 

Theodulskapelle (Werktagskapelle) und Friedhofskapelle

 

Glockenvideo „CH – Luzern-Littau (LU) Pfarrkirche St. Theodul“ von User frauenfelder82 auf Youtube – Kanal



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts existierte wohl eine einmanualige Orgel in der alten Kapelle, welche dem Spaichinger Orgelbauer Joseph Anton Braun zugeschrieben wurde, da Braun zu dieser Zeit in Steinhausen, Einsiedeln und Gersau als Orgelbauer Aufträge hatte.
1896 entstand als Opus 151 eine neue pneumatische Kegelladenorgel von Orgelbauer Friedrich Goll (Luzern) II/13.
1922 erhält das Instrument ein elektrisches Gebläse.
1938 Abbau des Werkes und Versetzung der Orgel in veränderter Form in der Kirche des Kantonsspitals Luzern durch Orgelbau Cäcilia Orgelbau Alfred Frey. Es dürfte eine der ersten Arbeiten des 1939 von Frey gegründeten Unternehmens sein. Diese Orgel ist heute in Luzern noch erhalten und befindet sich in einem eher schlechten Zustand.

Neue Kirche

1939 Orgelneubau einer elektrischen Schleifladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch und Freipfeifenprospekt durch Orgelbau Th. Kuhn A.-G. (Männedorf) II/28 + 2 Transmissionen. Die Disposition entwarf Orgelsachverständiger Ernst Schiess (Bern) und Pater Stefan Koller (Einsiedeln).
1955 wird bei der ersten Revision im Hauptwerk das Register Scharf als zweite hellere Mixtur ergänzt.
1968 erhält Orgelbau Walter Graf den Auftrag zu einer Revision und Nachintonierung. Dabei wird eine neue Hauptwerksmixtur eingebaut und das Scharf von 1955 wieder entfernt.

Derzeitige Hauptorgel

1989 mechanische Schleifladenorgel mit mittig fest eingebautem Spieltisch, erbaut in ein massives Eichenholzgehäuse nach Plänen des Organisten der Franziskanerkirche Werner Endner durch Orgelbau Graf AG (Sursee) III/33. Frei atmende Windversorgung, drei Keilbälge.
Einweihung am 29. Oktober 1989 mit Dorothé Lustenberger und Werner Endner an der Orgel. Im Festgottesdienst erklang die 4. Sonate von Josef Gabriel Rheinberger Opus 98 und im Konzert Werke von Georg Dietrich Leyding (Präludium Es-Dur), Johann Sebastian Bach (Dorische Toccata und Fuge BWV 538) und Jehan Alain (vier Werke u.a. Litanies).

2009 wird die Orgel im Zuge der Sanierungsarbeiten im Kirchenraum durch die Erbauerfirma Graf renoviert.

Disposition

Graf-Orgel  1989

I Schwellwerk (Seitenwerk) C – g“‘

Rohrflöte 8′ tiefe Octave Holz

Gambe 8′

Principal 4′

Koppelflöte 4′

Flageolet 2′

Sesquialtera II

Mixtur IV  (2′) rep. c°/c’/c“/d“‘

Hautbois 8′

 

II Hauptwerk C – g“‘

Grossgedeckt 16′

Principal 8′

Spitzflöte 8′

Octave 4′

Waldflöte 4′

Quinte 2 2/3′

Octave 2′

Cornett 8′ (V) ab f°

Mixtur V  (1 1/3′) rep. d°/c’/b’/gs“

Trompete 16′

Trompete 8′

 

III Oberwerk C – g“‘

Holzgedackt 8′

Principal 4′

Rohrflöte 4′

Octave 2′

Quint 1 1/3′

Cymbel IV  (1/2′) rep. d°/c’/b’/gs“/d“‘

Krumhorn 8′  [sic]

Pedal C – f‘

Principal 16′

Subbass 16′ (+ 8′)

Octave 8′

Octave 4′

Mixtur V  (2 2/3′)

Posaune 16′

Trompete 8′

 

Kuhn-Orgel 1939 – 1989

I Hauptwerk C – g“‘

Quintatön 16′

Principal 8′

Hohlflöte 8′

Gemshorn 8′

Octav 4′

Nachthorn 4′

Octave 2′

Mixtur 5-7 fach 2′ nach 1968 4-5 fach 1 1/3′

Corno 8′

 

1955 – 1968 zusätzlich Cymbel 3-4 fach 1/2′

II Schwellwerk C – g“‘

Gedackt 16′

Liebl. Principal 8′

Gedacktflöte 8′

Salicional 8′

Suavial 4′

Rohrflöte 4′

Quinte 2 2/3′ ab c°

Flageolet 2′

Terz 1 3/5′ ab c°

Scharf 5-7 fach 1 1/3′

Trompette harm. 8′

Schalmei 8′

Clairon 4′

Tremulant

 

Pedal C – f‘

Principalbass 16′

Subbass 16′

Gedacktbass 16′ Tr. II

Principal 8′

Spillflöte 8′

Gedacktbass 8′ Tr. II

Octave 4′

Fagott 16′

 

Goll-Orgel 1896 – 1938 (Rekonstruktion Disposition anhand Emmetten 1897)

I Hauptwerk C – f“‘

Principal 8′

Bourdon 8′

Gamba 8′

Flauto dolce 8′

Octav 4′

Mixtur 2-3 fach 2 2/3′

 

II Schwellwerk C – f“‘

Lieblich Gedeckt 8′

Salicional 8′

Aeoline 8′

Vox celeste 8′ ab c°

Flauto 4′

Pedal C – d‘

Subbass 16′

Octavbass 8′

 

Spielhilfen

Graf-Orgel

Rechte Seite: Tremulant als Registerzug (auf alle Werke wirkend)
Fuß: OW/HW, SW/HW, OW/PED, SW/PED, HW/PED als Einhaktritte linke Seite, Schwelltritt I, Einführungstritte Mixtur V an/ab, Trompete 8′ an/ab, Posaune 16′ an/ab als Fußhebel

Kuhn-Orgel 1939 – 1989

2 freie Kombinationen, Zungeneinzelabsteller, II – I, II – P, I – P
Spieltisch unter Manual I: A (HR), B (FK I), C (FK II), Auslöser, F, TT
Fuß: Zungen ab, Mixturen ab, Man. 16′ HW ab, Cresc. ab, II – I, II – P, I – P als Einhaktritte, Crescendo (Tritt), Schwelltritt II, F, TT, A (HR), B (FK I), C (FK II) als Fußtritte

Goll-Orgel 1896 – 1938 → gemäss Bestand Kantonsspital 2022

1 freie Kombination (nur mit Manualkoppel als Spielhilfe)
Linke Seite: Manual-Kopplung
Fuss als Einhaktritte: Pedal-Kopplung z. II. Man., Pedal-Kopplung z. I. Man., Freie Combination (an), MF., F., Schwelltritt II

Gebäude oder Kirchengeschichte

1256 – 1257 Entstehung der ersten Kirche oder Kapelle auf Littauer Gebiet.
1520 wird eine Kuratkaplanei gestiftet.
1754 – 1763 Erweiterung und Umgestaltung der Kapelle im barocken Stil.
1871 Erhebung zur eigenständigen Pfarrei.
1938 – 1939 Einweihung der Kirche St. Theodul am Festtag des Walliser Bischofs Theodul am 16. August 1939. Die einschiffige Hallenkirche mit unterirdischer Werktagskapelle in Sichtbetonbauweise wurde nach Plänen des Luzerner Architekten Otto Dreyer erbaut.
1940 – 1957 Entstehung der Kirchenfenster durch Architekt und Glasmaler Anton Flüeler (Stans).
1941 Anbau eines Pfarreisaales.
1951 Aufzug und Weihe eines fünfstimmigen Geläuts der Giesserei Rüetschi (Aarau) – Nominale as° + c‘ + es‘ + f‘ + as‘. Im Turm befindet sich noch eine kleine c“- Glocke unbekannter Herkunft.
1960 Entstehung des angrenzenden Pfarrhauses.
1988 – 1989 umfangreiche Kirchenrenovierung durch die Architekten Spettig AG (Luzern) und Fertigung von 16 faszinierenden Bronzetafeln durch den Luzerner Bildhauer Franco Annoni. Diese Tafeln dürften zu den schönsten und bedeutendsten Werken dieser Zeit in der Sakrallandschaft des Kantons Luzern gehören. Die Neugestaltung des Kircheninnenraumes lag in den Händen des Luzerner Bildhauers und Malers Hans-Peter von Ah.
2009 weitere modernisierende Gestaltungsmassnahmen durch die Tripol Architekten AG (Luzern).

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde vor Ort und Waltraud Hörsch: „Littau“, in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 27.02.2017. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000623/2017-02-27/, konsultiert am 14.08.2022.
Orgelgeschichte: Andreas Schmidt Orgelarchiv Schmidt – eigene Sichtung und Spiel am 09. Dezember 2020, zitiert aus dem Buch „Kirchenchöre und Orgeln“ von Otto Lustenberger – Brunner Verlag Kriens ISBN 3905198371 (S.118 – 120), Angaben Webseite und Orgelarchiv Kuhn – Link, Pfarrarchiv Littau, Auskunft Kirchenmusiker Marcel Keckeis, Goll-Orgel Disposition rekonstruiert anhand der gleichzeitig entstandenen Orgel in gleicher Grösse der Pfarrkirche Emmetten/NW, Broschüre „Orgelweihe in der Pfarrkirche St. Theodul Littau“ Sonntag, 29. Oktober 1989.
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