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Orgel: Luzern – Franziskanerkirche St. Maria in der Au (Chororgel)

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Gebäude oder Kirche

Franziskanerkirche St. Maria in der Au

Konfession

Katholisch

Ort

Luzern

Postleitzahl

6000

Bundesland / Kanton

Kanton Luzern

Land

Schweiz

Bildergalerie + Videos


 
Franziskanerkirche


 
Glockenvideo „Luzern LU, Franziskanerkirche St. Maria, Glocke“ von User Robin Marti KirchenGlocken auf Youtube – Kanal



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Um 1622 Entstehung einer Chororgel zusammen mit dem Chorgestühl, Erbauer soll Thomas Schott (Rapperswil) gewesen sein, welcher an der grossen Orgel Arbeiten ausführte.
1651 soll es Veränderungen an dem Werk gegeben haben, andere Quellen sprechen von einem eventuellen Orgelneubau von Niklaus (Niclaus) Schönenbüel (Alpnach).
1735 Umgestaltung bzw. Neuaufbau der Chororgel im Gestühl durch Orgelbauer Josef Anderhalden (Sarnen) I/7 ohne Pedal.
1790 Renovierung beider Orgeln durch Joseph Maria Bossart (Baar).
1990 Rekonstruktion und Restaurierung des Werkes durch Orgelbau Walter Graf (Sursee) I/7 ohne Pedal – Einweihung des Werkes am dritten Sonntag nach Ostern am 06. Mai 1990.
Die mechanische Schleifladenorgel befindet sich im rechten Chorgestühl und ist mitteltönig gestimmt (a‘ – 415 Hz bei 18°C). Die Orgel verfügt über zwei Keilbälge
2006 und 2015 Reparatur und Renovierung durch Orgelbau Graf.

Disposition

Manual C, D, E, F, G, A, H – c“‘

Principal 8′ tiefe Octave Holz – teilw. historischer Bestand

Copula 8′

Octava 4′ teilw. historischer Bestand

Fleuten 4′

Octava 2′

Quinta 1 1/3′

Mixtur 1′ III rep. f’/f“ – teilw. historischer Bestand

 

 

Spielhilfen

keine Spielhilfen

Gebäude oder Kirchengeschichte

1256 Niederlassung des Franziskanerordens in Luzern.
1269 – 1282 Entstehung der Klostergebäude und der Klosterkirche in Luzern.
Ende 13. Jahrhundert Fertigstellung des Kirchenbaus.
Nach 1418 Entstehung der Kapelle St. Antonius der Einsiedler im Nordbereich, diese Kapelle wird 1512 erweitert. Im Chorbogen entsteht nach 1430 das grossflächige Gemälde mit der Kreuzigungsszene und den Aposteln.
1455 Altarweihe.
Um 1530 Entstehung des Südportals und des äusseren Kreuzganges.
1551 – 1555 Erhöhungen der südlichen und nördlichen Seitenschiffe und Entstehung der Fenster im nördlichen Seitenschiff.
1552 neuer Dachstuhl.
1563 Einzug einer neuen Kassettendecke.
1573 Instandsetzungsarbeiten im Kreuzgang und Chorraum.
1591 Erneuerung des Kirchenbodens.
1604 Umgestaltung des Lettners.
1606 Altarbild des Hochaltares von Renward Forrer (Luzern).
1618 wird der Kapitelsaal zur Sakristei umfunktioniert.
1622 Beschädigung der Kirche durch ein schwereres Erdbeben. Anschliessende Sanierungsarbeiten und Entstehung der Ausmalung der Kirche. In diesem Jahr entsteht auch die Marienkapelle, welche eine Verkleinerung der Antoniuskapelle fordert. Die Stuckarbeiten der Marienkapelle sind durch die Stuckateure Antonio und Pietro Castelli (Melide/TI) entstanden.
1626 werden die im Jahr 1386 aufgehängten Beutefahnen der Stadt durch einen gemalten Fahnenzyklus der Maler Hans Ulrich Wegmann (Luzern) und Jakob Wysshaupt (Engelberg) ersetzt. Die Marienkapelle erhält ein Gitter von Schlosser Adam Christen zur Abtrennung von der zur Eingangshalle umfunktionierten Antoniuskapelle. Ein Dachreiter wird errichtet.
1628 Entstehung der Kanzel von Niklaus Geisler (Luzern).
1647 – 1651 neues Chorgestühl von Caspar Tüfel (Luzern) und Hans Ulrich Räber (Gelfingen).
1658 Entstehung des neuen Chores der Antoniuskapelle durch Moritz Salibacher (Luzern) und Stuckateur Michael Schmutzer (Wessobrunn), das Gitter schuf Christoph Gretter.
1673 Entstehung der Figuren der Antoniuskapelle.
1700 Guss der Glocke des Dachreiters durch Giesser Ludwig Keiser (Zug) – Schlagton cs“.
1701 beschädigte Fenster durch eine Druckwelle einer Explosion in der Stadt.
1702 Wappenscheiben in den Kapellen von Wegmann und Geilinger.
1733 Abtragung des Lettners und Einzug einer Westempore. Der Lettner wird durch ein Chorgitter von Aegidius Lindegger ersetzt.
1734 neuer Hochaltar von Bruder Marianus Moosbrugger (Luzern) und Stuckateur Johann Ober (Bregenzer Wald). Die Täferdecke wird durch eine Gipsdecke ersetzt und neue Gemälde im Deckenbereich von Maler Johann G. Hunkeler (Altishofen) erschaffen.
1736 Fertigstellung von vier Seitenaltären und des Altares der Antoniuskapelle durch Bruder Moosbrugger.
1737 – 1738 Entstehung der Predella von Ludwig Anton Maria Zelger (Stans).
1790 Entstehung des Sebastiani-Altares und neuer Fahnentafeln aus Holz.
1798 wird die Kirche auch als Begräbniskirche genutzt.
1838 Aufhebung des Klosters.
1867 Altarblatt der Antoniuskapelle wird durch ein neues von Maler Melchior Paul von Deschwanden (Stans) ersetzt.
1870 neuer Altar für die Marienkapelle.
1850 – 1895 ist die Franziskanerkirche Filialkirche mit Kaplanei der Innenstadtpfarrei.
1895 Erhebung zur eigenständigen Pfarrkirche. Die Beinhauskapelle, einige Klostergebäude und der Kreuzgang (ohne Ostflügel) werden abgetragen.
1897 Innenrenovierung mit neuen Fenstern und Rekonstruktion des gemalten Fahnenzyklus unter der Leitung von Professor Josef Zemp.
1899 und 1916 Entstehung neuer Altarblätter der Seitenaltäre durch Maler Josef Balmer (Luzern). Andere Blätter blieben noch aus dem Jahr 1735 erhalten und stammen vom Maler Johann Schindler.
1935 Aussenrenovierung.
1936 Entstehung des Freskos Maria Verkündigung am Eingang von Maler August Frey (Meierskappel).
1941 wird eine Bruder-Klaus Statue von Orlando Huter erschaffen.
1952 Entstehung des Freskos Maria Krönung von Maler August Frey (Meierskappel).
1956 Weihwasserstock und Taufstein im Vorraum von August Bläsi (Luzern) und Rudolf Limacher (Luzern).
1986 – 1988 umfangreiche Innen- und Aussenrenovierung. Der Zelebrationsaltar mit Ambo entstanden 1988 von Bildhauer Kurt Brunner (Kriens).

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: zitiert aus den Büchern „Luzerner Historische Veröffentlichungen 24/1 und 24/2 von Clemens Hegglin und Fritz Glauser – Rex-Verlag Luzern/Stuttgart 1989 vom Staatsarchiv des Kantons Luzern, Redaktion Andreas Ineichen und zitiert aus „Die Franziskanerkirche Sankt Maria in der Au, Luzern“ von André Meyer – Schweizerische Kunstführer GSK 1957 , Serie 48 Nr. 471/471 – ISBN 3857824712, Angaben der Pfarrgemeinde
Orgelgeschichte: Andreas Schmidt – eigene Sichtung und Spiel am 10. Juli 2020 + 25. September 2021 und 26. Januar 2022, zitiert aus „Die Franziskanerkirche Sankt Maria in der Au, Luzern“ von André Meyer – Schweizerische Kunstführer GSK 1957 , Serie 48 Nr. 471/471 – ISBN 3857824712, Angaben der Pfarrgemeinde und der Kirchenmusik, zitiert aus dem Buch „Kirchenchöre und Orgeln“ von Otto Lustenberger – Brunner Verlag Kriens 1997 – ISBN 3905198371, zitiert aus „Die Orgeln der Franziskanerkirche“ 1988 von Werner Endner
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