Orgel: Lohn – St. Martin
Für Anfragen kontaktieren Sie bitte das Orgel-Verzeichnis über das Kontaktformular.
Gebäude oder Kirche
St. MartinKonfession
ReformiertOrt
Lohn SHPostleitzahl
8235Bundesland / Kanton
Kanton SchaffhausenLand
SchweizBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
1937 erster bekannter Bau einer Orgel mit mittig freistehendem Spieltisch vor Prospekt, mechanischer Spiel- und pneumatischer Registertraktur durch Orgelbau Th. Kuhn AG (Männedorf) II/8. Die Expertise oblag Paul Buide. Die Einweihung der Orgel erfolgte im Mai 1937.
Derzeitige Orgel
2009 Aufstellung einer 1954 als Übungsorgel für das Lehrerseminar Kreuzlingen erbauten mechanischen Schleifladenorgel mit mittig fest angebautem Spieltisch. Das Werk verfügte ursprünglich über zwei Manuale und sieben klingende Register sowie einem Auszug und einer Extension. Bei der Umsetzung durch die Erbauerfirma wurde der Auszug entfernt und eine Octave 2′ eingebaut sowie das verlängerte Gedeckt 8′ im Pedal durch eine Koppelflöte 8′ ersetzt, ebenso als Verlängerung des Subbass 16 – II/8 + 1 Extension.
Disposition
Aktuelle Disposition
I Manual C – g“‘Rohrgedeckt 8′ C – h° Prospekt – Anm. 1, Metall, offen; ab c‘ innen, Metall rohrged. Spitzflöte 4′ Metall, konisch, offen
|
II Manual C – g“‘Gedeckt 8′ C – H Holz ged.; ab c° Metall ged. Principal 4′ Naturguss Octave 2′ Metall Mixtur 3f. 1 1/3′ Metall – rep. c°/c’/c“
|
Pedal C – f‘Subbass 16′ C – e° Holz ged., C – D gekröpft; ab f° Metall, konisch im Unterbau Koppelflöte 8′ Ext. Subbass 16′ (C-E Holz ged.); ab F Metall, konisch Pommer 4′ Naturguss ged.
|
Prospektpfeifen
Anmerkung 1 – Rohrgedeckt 8′ I im Prospekt von C – h° (Metall, offen); C – A Aussenfelder; B – h° Mittelfelder
Zusammensetzung Mixtur II
C 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c° 2′ + 1 1/3′ + 1′
c‘ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
c“ 4′ + 2 2/3′ + 2′
Gebläse: Meidinger (Basel) Nr. V39963; 2’900 U/min., 1969 Reparatur/Umbau Nr. 65424 Landert – Motoren – A.G. (Bülach)
Disposition 1954
I Manual C – g“‘Rohrgedeckt 8′ Spitzflöte 4′
|
II Manual C – g“‘Gedeckt 8′ Principal 4′ Larigot 1 1/3′ Auszug aus Scharf Scharf 3f. 1 1/3′
|
Pedal C – f‘Subbass 16′ Gedeckt 8′ Ext. Subbass 16′ Pommer 4′ |
Spielhilfen
Fuß: II-I, II-P, I-P als Rastentritte auf der linken Seite
Gebäude oder Kirchengeschichte
1259 erste urkundliche Erwähnung der Kirche St. Martin in Lohn. Vermutungen legen nahe, dass die Kirche bereits im 9. oder 10. Jahrhundert existierte.
1259 Vergabung der Kirche Lohn an das Kloster Paradies.
13. Jahrhundert wird im Osten ein Turm und ein Chorraum angebaut.
Um 1400 Entstehung des Taufsteines.
1524 – 1528 Entstehung de Sakramentshäuschens.
1527 Glockenaufzug.
1529 wird das Dorf vom Kloster an die Stadt Schaffhausen verkauft und 1574 der Kirchensatz an Schaffhausen übertragen. Einzug der Reformation.
1534 wird die Kirche fünf Jahre nach der Reformation entsprechend umgestaltet.
1546 Abtragung des Beinhauses.
1572 Einzug einer Empore.
1574 neuer Glockenstuhl von Zimmermann Hans Stamm (Thayngen).
1690 – 1691 umfangreiche Kirchenrenovierung mit Errichtung eines neuen Dachstuhles und neuen Rundfenstern.
1711 Erneuerung der Empore.
1724 wird der Boden von Kirchenschiff zum Chorraum von der Höhe her angeglichen und die Kanzel versetzt.
1830 und 1844 Aufzug zweier Glocken der Giesserei Carl Rosenlaecher (Konstanz).
1856 wird der Treppenaufgang zur Empore nach aussen verlegt.
1859 – 1860 Einzug einer neuen flachen Decke von Schreiner Jakob Ehrat. Die Decke wird mit Gemälden von Johann Jakob Beck (Schaffhausen) versehen.
1877 Aussenrenovierung.
1886 neue Turmuhr von Jakob Mäder (Andelfingen).
1896 Renovierung der Kirche unter der Leitung von Pfarrer Bernhard Beck. Die Rundfenster werden geschlossen und durch Langfenster ersetzt. Entstehung des Vorzeichens, neuer Bänke sowie einer neuen Kanzel an der ursprünglichen Stelle von Jakob Bernath (Schaffhausen). Das Farbfenster wurde von Georg Roettinger erschaffen – Einweihung am 23. August 1896.
1921 umfangreiche Aussenrenovierung unter der Leitung des Architekten Carl Werner (Schaffhausen).
1923 erhält die Kirche eine elektrische Beleuchtung.
1956 Aussenrenovierung.
2008 – 2009 umfangreiche Innen- und Aussenrenovierung.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde vor Ort, zitiert von den Seiten der Kirchgemeinde (Link folgend) sowie aus dem Buch „Die Kunstdenkmäler der Schweiz, der Kanton Schaffhausen“ Band III, 1960 – Birkhäuser Verlag Basel von Reinhard Frauenfelder, Seiten 110 – 115
Orgelgeschichte: Eigene Sichtung und Spiel 2012 und 2026, Orgelarchiv Schmidt – Horst Georg Schmidt, Portrait der Vorgängerorgel bei Orgelbau Kuhn – Link




Deutschland
Schweiz
Österreich
Andere