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Orgel: Lörrach / Stetten – Heilige Familie

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Gebäude oder Kirche

Heilige Familie

Konfession

Katholisch

Ort

Lörrach / Stetten (Neumatt)

Postleitzahl

79540

Bundesland / Kanton

Baden-Württemberg

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1970 Aufstellung einer Elektronenorgel der Firma Böhm im Eigenbauprinzip durch den ansässigen Kirchenmusiker Guido Borocco (Lörrach).
1988 erste Pläne für den Bau einer Pfeifenorgel, nachdem die Böhm-Orgel Sendefehler einer benachbarten Funkamateurs empfing und Störungen aufwies.
1990 Gründung des Vereines Orgelfreunde St. Fridolin e.V. Die Böhm-Orgel wird in das Max Josef-Metzger-Haus Lörrach-Salzert versetzt. Dort ist 2020 lediglich ein Klavier vorhanden.

Derzeitige Orgel

1995 mechanische Schleifladenorgel mit mittig fest eingebautem Spieltisch, erbaut in Anlehnung an mittelrheinische Orgeln der Firma Stumm als grosszügig disponiertes einmanualiges Instrument mit Schleifenteilung bei einigen Registern (3 Register ausschliesslich im Diskantbereich) als Opus 1704 von Orgelbau Klais (Bonn) I/12. In Hinsicht auf die süddeutsche Tradition wurde als Zusatzmöglichkeit die Verschiebung der Schleifenteilung von h/c’ zu c’/cs’ mittels eines Registerzuges (rechte Seite unten) geschaffen.
Ursprünglich war ein Neubau mit zwei Manualen bzw. 10 klingenden Registern vorgesehen mit Angeboten der Firmen Mönch, Klais und Fischer & Krämer – welcher nicht realisiert wurde.
09. April 1995 Einweihung mit OSV Bernhard Marx (Freiburg), welcher die Expertise der Orgel inne hatte. Es erklangen Werke von Louis-Nicolas Clérambault, Johann Pachelbel, Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms.

2009 ausbleibende Nutzung des Instrumentes durch Einstellung der Gottesdienste in der Kirche Heiligen Familie.
2013 – 2015 Aufstellung der Vier-Orgel (I/6 aP) der evangelischen Gemeinde Stetten im Chorraum der Kirche, welche als Gast während des Neubaus des eigenen Gemeindezantrums in der Heiligen Familie Gottesdienste feiert, die Klais-Orgel wird dabei nicht genutzt.

2017 wird die Orgel der 2016 profanierten Kirche nach Ettlingen verkauft. Dort ersetzt die Klais-Orgel die Bader/Vleugels-Interimsorgel in der Liebfrauenkirche aus dem Jahr 1930 (in Ettlingen 1985 durch Vleugels verändert aufgestellt).

Disposition

Manual C – g”’

Copula 8′         Bass / Disc. Eiche Gedeckt 

Salicet 8′         C-Ds Eiche offen, E – ds’ Prospekt 

Flautravers 8′  Disc. ab c’ – offen Birnbaum

Principal 4′

Rohrflöte 4′    Bass / Disc. gewölbte Deckel mit Rohr, ab gs” konisch offen 

Quinte 2 2/3′  Disc. cb c’ konisch offen 

Doublette 2′   Bass / Disc. offen im Disc. weiter 

Terz 1 3/5′     Disc. ab c’ konisch offen 

Mixtur 3-fach 1′

Cromorne 8′   Bass französische Bauweise C – c’ Schiffchenkehlen, zylindr.Becher offen 

Trompette 8′   Disc. ab c’ franz. Bauweise Schiffchenkehlen

Pedal C – f’

Subbass 16′   Fichte gedeckt

Octavbass 8′  Eiche/Fichte offen

 

Winddruck Manual 70 mm/WS – Pedal 75 mm /WS

Mixtur 3-fach 1′
C = 1′ + 2/3′ + 1/2′
g°= 2′ + 1 1/3′ + 1′
g’= 4′ + 2 2/3′ + 2′

Spielhilfen

Linke Seite: I/P als Registerzug
Rechte Seite: C ᐅ CS als Registerzug (Verschiebung der Schleifenteilung von h/c’ zu c’/cs’)
Fuß: I/P als Hebel linksseitig in Wechselwirkung mit dem Registerzug

Gebäude oder Kirchengeschichte

1957 erste Pläne zum Bau einer Kirche im wachsenden Neumatt-Quartier.
1965 – 1966 Bau der Kirche Heilige Familie im Neumattquartier in Lörrach-Stetten nach Plänen des Architekten Wilhelm Frank (Herrenberg) und Baudirektor H. Triller (Freiburg) als Fertigbau mit circa 360 Plätzen. Grundsteinlegung 07. November 1965.

Von dieser Kirchenbauart gab es 16 Kirchen, welche in Schwibbertingen gefertigt wurden. Es handelt sich um einen Saalbau aus Sichtbeton.

Die Glasmalereien aus Betondickglas im Zyklus “Das Leben Jesu und die Passion” stammen von Emil Wachter (Karlsruhe) und sind inzwischen denkmalgeschützt. Die Bronze-Einrichtungsgegenstände und das Gusseisen-Portal (12 Tore Himmlisches Jerusalem) stammen von Joseph Henger (Ravensburg). Der Guss des Portals fand in der Werkstatt Trickes in Stetten vor Ort statt.
Der Taufstein wurde 1967 aus Muschelkalk von Matthias Buchhaas (Lörrach) erschaffen, zudem befindet (befand) sich eine hölzerne Marienstatue in der Kirche, welche nach einer bestehenden Staue des 15. Jahrhunderts in Böhmen angefertigt wurde.
30. April 1967 wird die Kirche von Weihbischof Gnädinger eingeweiht. Die Glocken im Turm wurden von F.W. Schilling (Karlsruhe) gegossen und sind eine Leihgabe – Nominale fs’ + a’ + h’.
2009 Einstellung der gottesdienstlichen Nutzung der Kirche auf Grund rückläufiger Besucherzahlen.
2013 – 2015 wird die Kirche durch die evangelische Gemeinde Stetten genutzt bis zur Fertigstellung des neuen Gemeindezentrums.
2016 wird die Kirche am 17. Oktober profaniert und durfte bisher aus Denkmalschutzgründen nicht abgetragen werden, da eine Lösung für die kostbaren Fenster von Emil Wachter gesucht wird.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Roman Hägler und Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Lörrach-Stetten – St. Fridolin – zitiert aus Kirchenführer Verlag Schnell & Steiner (München/Zürich) Kunstführer Schnell Nr. 1056 Auflage 1975 – Hans H.Hofstätter und Han J. Wörner, Buch Kirchen und Kapellen im Markgräflerland von Johannes Helm – Verlag Stadt Müllheim 1989 ISBN 10: 3921709164.
Orgelgeschichte: Orgelarchiv Schmidt – Horst Georg und Andreas Schmidt, Kirche Heilige Familie Lörrach-Stetten – Die neue Orgel Weihe Palmsonntag, 09. April 1995 – Kath. Kirchengemeinde St. Fridolin / Buch- und Offsetdurck H. Deiner (Lörrach)

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