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Orgel: Lindau (Bodensee) / Aeschach – Christuskirche (Steinmeyer-Orgel)

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Gebäude oder Kirche

Christuskirche

Konfession

Evangelisch

Ort

Lindau (Bodensee) / Aeschach

Postleitzahl

88131

Bundesland / Kanton

Bayern

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

 

Orgelvideo „The ROMANTIC Steinmeyer Organ (1901) – FULL ORGAN DEMONSTRATION – Christuskirche Lindau – Paul Fey“ von User Paul Fey auf Youtube – Kanal



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Vorgängerkirche

1737 Orgelneubau durch einen Lindauer Orgelbauer.
1778 soll Orgelbauer Joseph Höß (Ochsenhausen) einen Umbau vorgenommen haben.
1843 Orgelneubau durch Remigius Haaser (Immenstadt) I/6.

Derzeitige Orgel

1901 pneumatische Taschenladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch, erbaut in ein vom Architekt Friedrich von Thiersch (München) entworfenen Freipfeifenprospekt als Opus 728 von Orgel & Harmonium-Fabrik G.F.Steinmeyer & Co. Oettingen a/Ries. II/26.
1956 Reinigung und geringfügige Veränderung der Intonation der Register Gedeckt 8′ und Lieblich Gedeckt 8′ durch Tiefersetzen der Aufschnitte, um somit einen barocken Effekt zu erhalten. Die Arbeiten führte Fritz Enzensperger (Lindau/Bodensee) aus.
1973 wird die Steinmeyer-Orgel stillgelegt und in einem Gutachten als „brüllendes Ungeheuer“ bezeichnet. Nahe des Chorraumes entsteht ein Neubau vom Lindauer Orgelbauer Winfried Albiez.
2001 Restaurierung der Steinmeyer-Orgel, Überarbeitung der Pneumatik und Rückführung der 1956 ausgeführten Veränderungen durch Orgelbau Rudolf Kubak Inhaber Robert Knöpfler (Augsburg).

Als Besonderheit gilt zu erwähnen, dass die Pfeifen des Prospektes (circa 270 Pfeifen) nahezu alle klingend und original erhalten sind, da sie im Krieg nicht abgegeben wurden. Das im Orgelprospekt ausgesparte Fenster stellt König David, Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach dar. Das Schwellwerk befindet sich hintenstehend unterhalb des Fensters. Davor befinden sich das Haupt- und Pedalwerk. Die Balganlage mit Schöpfrad befindet sich in einem separaten Raum nahe des Portals. Die Orgel verfügte seit dem Bau über ein elektrisches Gebläse.

Link zur Albiez-Orgel

Disposition

I Hauptwerk C – f“‘

Bourdon 16′

Principal 8′

Tibia 8′

Viola di Gamba 8′

Gedeckt 8′ rek. 2001

Salicional 8′

Wienerflöte 8′

Octav 4′

Soloflöte 4′

Octavin 2′

Mixtur 2 2/3′ 4-fach rep. bei c°/fs“

Trompete 8′

II Schwellwerk C – f“‘ (ausgebaut f““)

Geigen=principal 8′

Bourdonal=Flöte 8′

Lieblich Gedeckt 8′ rek. 2001

Dolce 8′

Aeoline 8′

Vox coelestis 8′ ab c°

Fugara 4′

Travers=Flöte 4′

Clarinett 8′ durchschlagend

Pedal C – d‘

Violon 16′

Subbass 16′

Octavbass 8′

Violoncello 8′

Posaune 16′ durchschlagend

 

Spielhilfen

Mitte oberhalb des zweiten Manuals als Registerwippen: Calkant, Ped. Copula z.II.M., Ped. Copula z.I.M., Manual-Copula, Sub-Octavcopula II. z. I.M. (ab c°), Super-Octavcopula II. z. I.M.

2 Freie Combinationen rot/blau auf beiden Seiten

Zwischen Manual I und II: Auslösung, Piano-Pedal, I. Freie Combination, II. Freie Combination, Zungen Ausschalter, Auslösung als Druckknöpfe

Spieltisch Druckknöpfe unter Manual I: PP., P., MF., F., FF., 0.

Fuss: Rollschweller (Walze/Tritt), Schwellwerk II.Manual (Schwelltritt)

Spielhilfen – Anordnung in den freien Combinationen
Linke Seite
Obere Reihe: Calkant, Ped. Copula z.I.M.
Untere Reihe: Ped. Copula z.II.M., Manual-Copula

Rechte Seite
Obere Reihe: Super-Octavcopula II. z. I.M.
Untere Reihe: Sub-Octavcopula II. z. I.M.

Gebäude oder Kirchengeschichte

Circa 1290 Bau einer ersten Kapelle St. Gangolf.
1536 Einführung der Reformation.
1573 Ersatz der baufälligen Kapelle durch einen Neubau.
1649 werden nach Einzug schwedischer Truppen wieder evangelische Gottesdienste in der Kirche abgehalten.
1820 wird St. Gangolf zur selbständigen Kirchgemeinde erhoben.
1898 Abtragung der Kirche St. Gangolf.
1898 – 1901 Bau der neuen Kirche im Stadtteil Aeschach nach Plänen des Architekten Friedrich von Thiersch (München) – Einweihung am ersten Adventssonntag 1901. In den Fenstern und Bildern werden frühere Pfarrer aus Lindau dargestellt. Die komplette Innenausstattung der Kirche wurde gestiftet.
1950, 1956 und 1957 Aufzug von vier Glocken der Giesserei Ebgelbert Gebhard (Kempten) – Nominale des‘ + f‘ + as‘ + b‘.
Ab 1951 wird der Name Christuskirche eingesetzt.
2001 wurde das 100. Jahr-Jubiläum der Christuskirche gefeiert.
2002 wurde die Kirche bauamtlich gesperrt, nach dem ein Mauerstein von der Decke brach.
2009 Abschluss der umfangreichen Renovierungsarbeiten.
2012 Zusammenschluss der Kirchgemeinden St. Stephan und Christuskirche.
2022 Einweihung eines angrenzenden kirchlichen Zentrums mit Gemeinschaftsräumen.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt und Johannes Pommer
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde vor Ort
Orgelgeschichte: Orgelarchiv Schmidt – eigene Sichtung und Spiel am 15. Oktober 2022, Konzert Brita Schmidt-Essbach an beiden Orgeln 07. Dezember 2008
Orgelvideo von User Paul Fey auf Youtube – Kanal

Internetseite der Orgeln in Kirchenkreis von Organist Sven Dartsch

Internetauftritt der Kirchgemeinde

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