Orgel: Laufenburg (Baden) – Versöhnungskirche
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Gebäude oder Kirche
VersöhnungskircheKonfession
EvangelischOrt
Laufenburg (Baden)Postleitzahl
79725Bundesland / Kanton
Baden-WürttembergLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
1901 Bau einer pneumatischen Kegelladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch (Blickrichtung Chor) durch Orgelbauer August Merklin (Freiburg/Breisgau) II/8. Die Expertise oblag Orgelbauinspektor Andreas Barner (Karlsruhe).
1910 wird die Ansprache, Traktur und die Unzugänglichkeit zum Stimmen in einem Gutachten vom 21. Mai bemängelt.
1911 Orgelbauer Merklin verweist auf die vergangenen Hitzeperioden in den Sommermonaten als möglichen Grund für die Mängel.
1912 Überarbeitung der Treteinrichtung und der Balganlage durch August Merklin.
1921/22 Einbau eines elektrischen Gebläses der Firma Heinrich Meierling (Klein-Laufenburg) und Ersatz der Prospektpfeifen durch Orgelbau H. Voit & Söhne (Durlach).
1933 wird der Zustand der Orgel von Orgelbauer Wilhelm Wagner als gut bestätigt und bereits 1935 als nicht mehr verwendbar für den Gottesdienst (Inspektion Dekanat Schopfheim).
1935 Kostenvoranschlag zur Nachintonation, Renovierung und Ausreinigung von Orgelbau E.F. Walcker & Cie (Werk Steinsfurt).
1938 Umbau bzw. Neuaufbau und Erweiterung der Orgel mit neuem Freipfeifenprospekt, elektropneumatischer Traktur (Kegel- und Taschenladen) sowie neuem freistehendem Spieltisch als Opus 2627 (Opus 47 – Werk Steinsfurt) durch Orgelbau E.F.Walcker & Cie (Werk Steinsfurt vorm. Philipp Ziegler) II/16 + 3 Tr. und 1 Windabschwächung. Die Balganlage wird übernommen, ein neues Gebläse eingebaut und der Tonumfang erweitert bzw. bei den übernommenen Registern mit neuen Pfeifen ergänzt.
1958 Ausreinigung in Folge Arbeiten an der Kirchendecke durch Orgelbau Walcker (Ludwigsburg/Württemberg). Ob eine zu dieser Zeit veranschlagte Nachintonation des Principal 8′ und der Oktave 4′ ausgeführt wurde, ist nicht bekannt.
1966 Abschluss eines Wartungsvertrages mit der Firma G.F.Steinmeyer & Co (Oettingen/Bayern).
1970 schwere Beschädigung der Orgel durch Brand.
Derzeitige Orgel
1971 mechanische Schleifladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch (Blickrichtung Orgelprospekt), erbaut als Opus 2258 von Orgelbau Steinmeyer (Oettingen/Bayern) II/19 – Gehäuse-Entwurf und Expertise Heinrich R. Trötschel und Orgelbau Steinmeyer unter Mitwirkung von Organist Müller. Aufbau der Orgel – Hauptgehäuse Mitte Hauptwerk, Pedalwerk in C/CS Seite aufgeteilt seitlich des Hauptwerkes, Rückpositiv.
1991 und 1996 Reparaturen und Wartung durch Orgelbau Steinmeyer – Jörg Hänisch.
2014 Renovierung durch Freiburger Orgelbau Späth (March-Hugstetten).
2026 die Pflege der Orgel wird durch Orgelbauer Jens Steinhoff (Lörrach) ausgeführt.
Disposition
I Rückpositiv C – g“‘Metallflöte 8′ C – G Metall, Prospekt – Anm. 1; GS – cs“‘ Naturguss ged., innen; ab d“‘ Naturguss offen Rohrflöte 4′ C – c“ Naturguss, rohrged.; ab cs“ Naturguss, offen Prinzipal 2′ C – gs° Prospekt, Metall – Anm. 2; ab a° Metall, innen Scharfquint 1 1/3′ Metall, prinzipalisch Terznone 1-2 f. 1 3/5′ ab c° 1 3/5′; ab f° mit None 8/9′; Terz leicht konisch; beide Chöre Metall Scharf 3-4 f. 1′ Metall – rep. A/a°/a’/a“/d“‘; ab a° 4 f. Musette 8′ Stiefel Metall/Becher Naturguss Tremulant
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II Hauptwerk C – g“‘Schwiegel 8′ C – gs° Prospekt, Metall – Anm. 3; ab a° innen, Metall Oktave 4′ Metall Rohrquintade 4′ C – g“ Naturguss, ged.; ab gs“ Naturguss, offen Koppelflöte 2′ C – d‘ Naturguss, rohrged.; ab ds‘ Koppelflöte, Naturguss; ab a‘ Metall Hörnle 1-2 f. 2 2/3′ ab c° 2 2/3′, Metall; ab f° + 1 3/5′, Metall, ab c‘ aufgebänkt (Prospekt) Mixtur 4 f. 1 1/3′ Metall – rep. c°/c’/c“/cs“‘ Krummhorn 16′ Stiefel/Becher Naturguss; halbged. Tremulant
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Pedal C – f‘ (Radialpedal)Subbaß 16′ Holz ged. Bleioktave 8′ C – cs° Prospekt, Naturguss – Anm. 4; ab d° innen, Naturguss Dolkan 4′ Naturguss Doppelrohrflöte 2′ Naturguss, rohrged., überblasend Trompete 8′ Stiefel Metall/Becher Naturguss
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Prospektpfeifen:
Anm. 1 – Metallflöte 8′ RP im Prospekt : C – G Aussenfelder RP
Anm. 2 – Prinzipal 2′ RP im Prospekt : C – gs° Mittelfeld RP
Anm. 3 – Schwiegel 8′ HW im Prospekt : C – E Mittelfeld, F – gs° Flachfelder
Anm. 4 – Bleioktave 8′ PED im Prospekt : C – cs° Aussenfelder
Zusammensetzung Terznone RP
c° 1 3/5′
f° 1 3/5′ + 8/9′
Zusammensetzung Scharf RP
C 1′ + 2/3′ + 1/2′
A 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
a° 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
a‘ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
a“ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
d“‘ 8′ + 4′ + 2 2/3′ + 2′
Zusammensetzung Hörnle HW
c° 2 2/3′
f° 2 2/3′ + 1 3/5′
Zusammensetzung Mixtur HW
C 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′
c° 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c‘ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
c“ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
cs“‘ 5 1/3′ + 4′ + 2 2/3′ + 2′
Winddrücke gemäss Angaben im Werk
RP – 45 mmWS
HW – 50 mmWS
PD – 60 mmWS
gleichstufige Stimmung – a‘ = 440 Hz bei 18° C
Walcker-Orgel (Steinsfurt) 1938
I Hauptwerk C – g“‘Principal 8′ alt Flöte 8′ alt Quintadena 8′ alt (aus Dolce 8′ Material) Oktave 4′ alt Oktav 2′ Mixtur 3-4 fach 1′ – rep. c°/g°/c’/g’/c“/g“/c“‘; ab c° 4 fach
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II Schwellwerk C – g“‘ (5 Register g““)Gedackt 8′ alt Salicional 8′ alt Ital. Principal 4′ alt (aus Gamba 8′ Material) Nachthorn 4′ Waldflöte 2′ Sesquialtera 2 fach rep. c°/g° Zarttrompete 8′
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Pedal C – f‘Subbaß 16′ alt Zartbaß 16′ Windabschw. Subbaß 16′ Oktavbaß 8′ Gedecktbaß 8′ Tr. II Choralbaß 4′ Tr. II Bauernflöte 2′ Tr. II
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Die Merklin-Register wurden ab fs“ – g“‘ mit neuem Material ergänzt.
Zusammensetzung Mixtur HW
C 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c° 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 1′
g° 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
c‘ 2 2/3′ + 2′ + 2′ + 1 1/3′
g‘ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 2′
c“ 4′ + 4′ + 2 2/3′ + 2′
g“ 5 1/3′ + 4′ + 2 2/3′ + 2′
c“‘ 8′ + 5 1/3′ + 4′ + 2 2/3′
Zusammensetzung Sesquialtera SW
C 1 1/3′ + 1′
c° 1 3/5′ + 1 1/3′
g° 2 2/3′ + 1 3/5′
Merklin-Orgel 1901
I Hauptwerk C – f“‘Prinzipal 8′ teilw. Prospekt Flöte 8′ C – H Holz, offen Dolce 8′ C – H Holz offen; ab c‘ Metall Oktav 4′ teilw. Prospekt
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II Manual C – f“‘Gedeckt 8′ C – H Holz ged.; ab c° Metall ged. Gamba 8′ Metall Salicional 8′ C – H Holz offen; ab c° Metall
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Pedal C – d‘Subbass 16′ Holz ged.
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Winddruck 90mmWS (1935 – 85 mmWS laut Gutachten)
Spielhilfen
Rechte Seite: I/II, II/P, I/P als Registerzüge Nummern 30 – 32 [sic]
Fuß: I/II, II/P, I/P als Hebeltritte auf der linken Seite (wechselwirkend mit Registerzügen)
Spielhilfen Walcker-Orgel 1938
II/I, I/P, II/P (Druckknöpfe und Pistons wechselwirkend), Sub II/I, Sub II, Super II/I, Super II als Registerwippen, 1 freie Kombination
Tutti, Auslöser für freie und feste Kombinationen, HR ab, Walze ab als Druckknöpfe
Walze, Schwelltritt II
Spielhilfen Merklin-Orgel 1901
Coppelung II. Man. z. I. Man, Coppelung II. Man. z. Pedal, Coppelung I. Man. z. Pedal, Octavcoppelung aufwärts, Octavcoppelung abwärts (Octavcoppelungen waren vermutlich Druckknöpfe)
Collektivtritte Forte, Volles Werk
Gebäude oder Kirchengeschichte
1868 Feier eines ersten evangelischen Gottesdienstes im Rathaussaal Laufenburg. Einführung monatlicher Gottesdienste in Laufenburg.
Ab 1870 werden die Gottesdienste im zweiwöchigen Rhythmus gefeiert.
1872 Gründung eines Kirchenbaufonds.
1887 Bau der evangelischen Kirche in Laufenburg.
1910 Entstehung der eigenständigen Pastorationsstelle. Laufenburg wird nach 1914 zur eigenständigen Kirchgemeinde erhoben.
1926 Bau des Pfarrhauses mit Gemeindesaal.
1936 – 1939 umfangreiche Kirchenrenovierung, Bau des Kirchturmes anstelle des bisherigen Dachreiters nach Plänen von Professor Otto Bartning (Berlin) sowie Aufzug eines neuen Geläuts.
1942 Abgabe der beiden grösseren Glocken.
1955 Ersatz der abgegebenen Glocken durch drei neue Glocken unter Beibehaltung der vierten (kleinen) Glocke aus dem Jahr 1939.
1958 Instandsetzung der Kirchendecke.
1965 – 1969 Neugestaltung des Altarraumes mit Werken von Emil Johannes Homolka (Königsfeld im Schwarzwald).
1970 schwere Schäden durch einen Kirchenbrand. Anschliessende Renovierung der Kirche mit neuen Fenstern, welche von Professor Johannes Schneitter (Frankfurt/Main) gestaltet wurden. Altar, Kreuz, Kanzel und Taufstein konnten gerettet werden und stammen von Bildhauer Emil Johannes Homolka (Königsfeld im Schwarzwald).
1972 Einweihung der renovierten Kirche am 16. April 1972.
1974 – 1975 Umgestaltung des Gemeindesaales und Erweiterung des Pfarrhauses durch einen Anbau mit Büroräumlichkeiten.
1986 – 1987 Aussenrenovierung.
2012 Umbau des Pfarrhauses.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Roman Hägler und Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben der Gemeinde vor Ort, zitiert aus den Findbüchern des Kirchenbezirks Hochrhein 1821 – 2021 und aus der Broschüre „Chronik der Diaporagemeinde Laufenburg“ von Pfarrer Kolb 1979
Orgelgeschichte: Eigene Sichtungen und Spiel 1983, 1988, 2002 und 2026, Horst Georg Schmidt sel. „Die Orgeln des Landkreises Waldshut“ 1989, Konzerte mit Brita Schmidt-Essbach sel. 1985 und 1989, zitiert aus dem Archiv der Kirchengemeinde Laufenburg




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