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Orgel: Kronach – Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer

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Gebäude oder Kirche

Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer

Konfession

römisch-katholisch

Ort

Kronach

Postleitzahl

96317

Bundesland / Kanton

Bayern

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

 

Bildmaterial der Vorgänger-Orgel aus Privatarchiv H.-G. Schmidt (Original-Scan, zweites Foto jeweils mit KI/AI verbessert)



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1565 Aufstellung einer ersten Orgel nahe des Chorraumes durch Hermann Raphael Rottenstein (Zwickau) vermutlich als Schwalbennest-Orgel mit mechanischen Schleifladen und I+P
1569 Arbeiten von Hans Koch (Schneeberg/Erzgeb.), die Orgel stand im nördlichen Chorraum.
1578 ist ein Positiv des Bamberger Orgelmachers Nikolaus Monsamer vorhanden. Im selben Jahr erfolgte eine Revision der großen Orgel.
1657 Umsetzung auf die Westempore im Langhaus und vermutlich Erweiterung durch Matthias Tretzscher (Kulmbach), die Orgel besaß nun 13 Register auf zwei Manualen und Pedal.
um 1750 muss es einen weiteren Umbau gegeben haben, denn die Orgel wird später mit II/32 auf mech. Schleifladen angegeben.
1866 Aufstellung eines neuen Instrumentes durch Georg Friedrich Steinmeyer (Öttingen), mechanische Kegelladenorgel II/20 (Orgeldatenbank Bayern), dafür wird die kleine Orgelempore abgebrochen und eine Neue errichtet. In der „Enzyklopädie der evangelischen Kirchenmusik“ wird in einem Beitrag zu Steinmeyer allerdings Folgendes angegeben: „Die Orgel in der Hauptkirche zu Kronach, Op.47, 35 klingende Stimmen, 3 Manuale“. Horst-Georg Schmidt verzeichnet die Orgel im Archiv als Op.60 mit II/30.
1927 Umbau und Erweiterung (quasi Neubau) auf II/35+1 Transmission durch Eusebius Dietmann (Lichtenfels), die in Manual und Pedal ergänzten Töne wurden auf Zusatzladen ergänzt
1957 Umstellung der Orgel auf elektropneumatische Trakturen durch Fa. Dietmann (Lichtenfels), Einbau eines Freipfeifenprospektes, Deklarierung als Op.131
1993 Neubau durch Fa. Hey (Urspringen/Rhön) mit II+I Koppelmanual mit freistehendem Spieltisch auf mechanischen Schleifladen und 38 Registern (III/38)
2026 Orgel vorhanden und gut spielbar, sehr klangstark im Raum

Disposition

Hey-Orgel ab 1993

Manual I – Koppelmanual C – g“‘

keine eigenen Register

Manual II – Hauptwerk C – g“‘

Bordun 16′

Principal 8′ (teilw. Prospekt, Mittelprospekt)

Rohrflöte 8′

Gamba 8′

Octave 4′

Nachthorn 4′

Quinte 2 2/3′

Superoctave 2′

Waldflöte 2′

Terz 1 3/5′

Mixtur III-IV 2′

Cymbel II-III 1/2′

Trompete 8′ (horizontal im Prospekt, C-H halbe Länge, Becher und Stiefel Metall, aufschlagende Bauweise)

Manual III – Schwellwerk C – g“‘

Gedacktflöte 16′ (ab C)

Offenflöte 8′

Holzgedackt 8′

Salicional 8′

Unda Maris 8′ (ab c°)

Ital. Principal 4′

Traversflöte 4′

Nasard 2 2/3′

Flageolett 2′

Terz 1 3/5′

Larigot 1 1/3′

Septim 1 1/7′

Scharff V 1′

Fagott 16′

Trompett Harmonique 8′

Clairon 4′

Pedal C – f‘

Principal-bass 16′ (teilw. Prospekt, Seitentürme)

Subbass 16′

Quintbass 10 2/3′

Octavbass 8′

Gedacktbass 8′

Choralbass 4′

Pedal-mixtur IV 2 2/3′

Posaune 16′

Trompete 8′

Steinmeyer-Dietmann-Orgel ab 1957 – 1993 (Quelle: Orgelarchiv Horst-Georg Schmidt)

Manual I – Hauptwerk C – g“‘

Bordun 16′ S

Principal 8′ S

Gedeckt 8′ S

Gamba 8′ S

Dulciana 8′

Octave 4′ S

Nachthorn 4′

Zartflöte 4′

Quinte 2 2/3′ S

Waldflöte 2′

Mixtur [4fach?] 2′ S

Trompete 8′ S

Oboe 4′

Manual II – Schwellwerk C – g“‘

Stillgedackt 16′

Geigenprincipal 8′ S

Liebl. Gedeckt 8′ S

Konzertflöte 8′

Salicional 8′ S

Vox coeleste 8′

Principal 4′

Traversflöte 4′ S

Piccolo 2′ S

Sifflöte 1′

Sesquialtera 2fach S [aus Cornett]

Echomixtur [3fach?] 1 1/3′

Krummhorn 8′

 

Pedal C – f‘

Principalbaß 16′ S

Subbaß 16′ S

Violon 16′ S

Gedecktbaß 16′ Tr. II

Quintbaß 10 2/3′ S

Octavbaß 8′ S

Violoncello 8′ S

Flötbaß 4′ S

Salicetbaß 4′ S [aus II]

Posaune 16′ S

 

S – Register ganz oder teilweise von Steinmeyer

Steinmeyer-Orgel 1866 gemäß Orgeldatenbank Bayern

Manual I – Hauptwerk C – f“‘

Bourdon 16′

Principal 8′

Gedeckt 8′

Tibia 8′

Gamba 8′

Quintflöte 5 1/3′

Octav 4′

Gemshorn 4′

Quinte 2 2/3′

Octav 2′

Mixtur 4f. 2′

Trompete 8′

Manual II – Oberwerk C – f“‘

Salicional 16′

Geigenprincipal 8′

Liebl. Gedackt 8′

Dolce 8′

Aeoline 8′

Fugara 4′

Flöte 4′

Flautino 2′

Cornett 8′ [3fach?]

Fagott&Clarinette 8′ [durchschl.]

Pedal C – d‘

Principal 16′

Violon 16′

Subbaß 16′

Quintbaß 10 2/3′

Octavbaß 8′

Cello 8′

Flötbaß 4′

Posaune 16′

 

Spielhilfen

Hey-Orgel ab 1993
Registerzüge links außen, obere Reihe: HW ab, Tremulant [HW]
Registerzüge links außen, mittlere Reihe: SW / PW SK [Superkoppel III/P], SW / PW, HW / PW
Registerzug rechts außen, obere Reihe: Tremulant [SW]
Drücker Vorsatzleiste unter Manual I mit Kontroll-LED, von links:
S [Speichern], A, B, C, D [Setzerebene], <,> [Setzer rück/vor], 1-8, Tutti, 0 [Generalrücksteller]
Pistons links: HW ab, HW/P, SW/P
Drücker unter Manual III: Sequenzer rück/vor

Steinmeyer-Dietmann-Orgel ab 1957 (Quelle: Orgelarchiv H.G. Schmidt)
Registerschalter: II/I, I/P, II/P, II/I super, II/I sub, II/II super, I/I super, 2 freie Kombinationen, 1 freie Pedalkombination
Drücker unter I: Tutti, Auslöser, Fr. Kombination 1, Fr. Kombination 2, Cresc. ab. Autom. Pedal an [Piano-Pedal II], Zungen ab
Über dem Pedal: Tutti, Walze, Schwelltritt II

Gebäude oder Kirchengeschichte

um 1150 wird in Kronach der Sitz eines Archidiakonates errichtet, vermutlich stand die erste Kirche am heutigen Standort.
1180 Gründung einer ersten Pfarrei, deren Patrozinium St. Martin auf eine karolingische Gründung hinweist. Die Stadtpfarrkirche hingegen diente durch ihr Patrozinium vermutlich als Taufkirche.
um 1300 Errichtung des Chorraumes
kurz nach 1345 wird der Turm um ein viertes Geschoss erweitert.
1404 wird in einer Ablassurkunde berichtet, dass die erste Kirche durch „zu großes Alter“ eingestürzt wäre. In diesem Jahr stürzte das Langhaus ein.
1406 wird der Bau eines neuen Langhauses als dreischiffige Hallenkirche im gotischen Stil begonnen, zunächst auf der Nordseite.
um 1498 Anfertigung des Johannes-Portals an der Nordwand des Langhauses durch Hans Hartling
um 1520 Baubeginn am chorartigen Westbau, der lange Zeit unvollendet blieb
1551-58 Erweiterung des Turmes zur heutigen Gestalt durch Baumeister Matthes Schmidt
1607-1630 Vollendung des einst dreischiffig geplanten Westbaues mit einem Netzgewölbe aus Holz (!) von etwa 1654
1651 Guss der großen Glocke (h°, ca. 2300kg) durch Andreas Limmer/Kronach
1651 Guss einer weiteren Glocke (a‘, ca. 1100kg) durch Limmer
1652 Guss der zweitgrößten Glocke (e‘, ca. 1300kg) durch Limmer
1655-69 Einbau einer barocken Innenausstattung.
1770 Errichtung der Sakristei
1789 Guss der Sterbeglocke (a“, ca. 53kg) durch I. Keller/Bamberg
1861 Beseitigung der Grabmale in der Kirche, folgend Umgestaltung nach einem Gutachten von Georg Gottfried Kallenbach
1868 Anfertigung der Kreuzwegstationen durch Kunstmaler Lorenz Kaim (Kronach)
1870 Fertigung eines neogotischen Hochaltars
1890 Umgestaltung im neogotischen Stil, die barocken Figuren und Altäre wurden verkauft bzw. eingelagert. Stattdessen wurden neogotische Altäre aufgestellt sowie eine neue Kanzel. Federführend war Georg Dengler, Kunstreferat des Bistums Regensburg
1945 Schäden an den Buntglasfenstern
1947 Reparatur durch Einsetzen neuer Schreiben
1957 Renovierungsarbeiten am Westbau, da zwei Pfeiler abzusinken drohten. Diese wurden mit Eisenbeton stabilisiert.
um 1958 Entfernung der neogotischen Ausstattung, Purifizierung der Kirche. Die Kirche wird wie folgt charakterisiert: „Befreit von fremden Stilelementen ist sie das, was sie immer war, ein gotisches Gotteshaus“.
1961 Einbau neuer Buntglasfenster im Chorraum nach Entwürfen von Anton Greiner (Bamberg)
1977 Sicherungsmaßnahmen am Dachstuhl und Neueindeckung aufgrund statischer Probleme
1978 Beginn der Planungen für die Innenrenovierung, Verlegung des Altars im Sinne des 2. Vatikanischen Konzils.
1979/80 Schaffung einer Altarinsel und eines Taufzentrums im linken Seitenschiff, dabei werden im Langhaus neue von Horst Böhm (Kronach) gestaltete Glasfenster eingesetzt
1980 Restaurierung des Missionskreuzes an der Stirnwand des Langhauses durch Künstler Heinrich Schreiber/Kronach und Günter Hoffmann/Holfeld, Anfertigung eines gotisierenden Altargestühls durch Fa. Engelhardt/Zeyern
1980 Neuanfertigung von Ambo und Altar durch Künstler Heinrich Schreiber (Kronach)
22.Juni 1980 Weihe des neuen Altares durch Weihbischof Martin Wiesend (Bamberg)
1999 Aufbringung einer neuen Farbfassung im Innenraum, Rückverbringung der Altarflügel des Hochaltars.
August 2018 Beginn von Sanierungsarbeiten an der Westfassade des Kirchenschiffes, dabei wurde mangelhafte Arbeit in den Jahren 1976/77 festgestellt.
Juni 2019 Abschluss der Arbeiten.
2026 Die Kirche ist nicht nur ein Wahrzeichen der Stadt, sondern in gutem Zustand und wird regelmäßig genutzt.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter, Sichtung vor Ort und Spiel

Orgelgeschichte: Sichtung vor Ort und Spiel, ergänzt durch Informationen aus:
-Aushang in der Kirche, Inaugenscheinnahme vor Ort
-„Kronach, St. Johann Baptist“ in: Orgeldatenbank Bayern, Satz 14321, abgerufen am 16. März 2026

Kirchengeschichte:
-Sichtung vor Ort 2026
-„Stadtpfarrkirche Kronach“ in: Kath. Seelsorgebereich Kronach (Webauftritt), abgerufen am 16. März 2026

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