Orgel: Krakow am See – Stadtkirche
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Gebäude oder Kirche
StadtkircheKonfession
Evangelisch-lutherischOrt
Krakow am SeePostleitzahl
18292Bundesland / Kanton
Mecklenburg-VorpommernLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
1728 wird der Bau einer ersten Orgel in der Stadtkirche belegt.
1759 Zerstörung des Werkes durch Kirchenbrand.
Nach 1764 Orgelneubau durch einen unbekannten Meister.
1787 ist die Orgel bereits unspielbar und wird mit einer Spendenzahlung repariert I/6 angehängtes Pedal. Vermutlich wurde die Arbeit von Jacob Friedrich I Friese (Polchow) ausgeführt.
1824 Reparatur des Werkes.
1844 Orgelneubau durch Orgelbauer Carl Noebe (Güstrow).
1851 und 1857 Reparaturen durch Orgelbauer Noebe infolge von Schäden und Verschmutzungen durch Bauarbeiten in der Kirche.
1869 und 1875 Reparaturen durch Orgelbauer Johann Heinrich Runge (Hagenow).
1889 werden von Orgelbauer Friedrich III Friese (Schwerin) zwei Kostenvoranschläge für einen Neubau mit einem und mit zwei Manualen eingeholt.
Derzeitige Orgel
1891 seitenspielige mechanische Schleifladenorgel mit linksseitig fest angebautem Spieltisch, erbaut von Orgelbauer Friedrich III Friese (Schwerin) II/10 – Einweihung am Pfingstsonntag, 17. Mai 1891. Der Prospekt wurde von Gotthilf Ludwig Möckel entworfen.
Nach 1896 Pflege der Orgel durch Orgelbauer Marcus Runge (Schwerin).
1917 Abgabe der Prospektpfeifen → späterer Ersatz durch Zinkpfeifen (vermutlich durch Runge).
Nach 1920 Umdisponierung des Werkes durch Marcus Runge. Die Orgel erhält eine pneumatische Zusatzlade für die Register Principal 8′ (Friese) und den neuen Bordun 16′ (angeschrieben als 18′!). Zudem wird anstelle des Principal 8′ auf der Lade eine Viola di Gamba 8′ erweitert II/12.
1958 Einbau eines Motors durch Barnim III Grüneberg (Greifswald).
1984 Reparatur und Ausreinigung der Orgel durch Axel Stüber (Berlin), Wolfgang Nußbücker (Plau am See) liefert einen neuen Motor.
1989 Auslagerung der Orgel aus der baufälligen Kirche.
1993 – 1994 Einbau der Orgel in der renovierten Stadtkirche durch Orgelbauer Klaus Kopetzki (Murr an der Murr) und Orgelbauer Gerhard Bohnenberger (Möglingen). Die Orgel erhält 1994 ein Nassard 2 2/3′ im Hauptwerk anstelle des nicht mehr vorhandenen Bordun 16′.
Disposition
Heutige Disposition
I Hauptwerk C – f“‘Principal 8′ C – G Holz offen, innen; ab GS – b‘ Prospekt (1994 neu) – Anm. 1; ab h‘ Metall, innen; komplett auf pnm. Zusatzlade Gedakt 8′ C – H Holz ged.; ab c° Metall ged. Floete 8′ C – H Gedakt 8′; ab c° Holz offen Viola di Gamba 8′ C – H Holz offen; ab c° Metall offen Octave 4′ Metall Nassard 2 2/3.‘ Metall, auf pnm. Zusatzlade; 1994 Octave 2′ Metall
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II Oberwerk C – f“‘Liebl. Gedakt 8′ C – H Holz ged.; ab c° Metall ged. Salicional 8′ C – H Metall ged.; ab c° Metall offen Floete 4′ C – f“ Metall ged.; ab fs“ offen konisch
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Pedal C – d‘Subbass 16′ Holz ged. Octavbass 8′ Holz offen
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Anm. 1 – Prospektpfeifen – Principal 8′ HW : GS – e° Mittelfeld; f° – b‘ Aussenfelder
Anordnung am Spieltisch
Linke Seite aussenFloete 4′ (OW) Liebl. Gedakt 8′ (OW) Salicional 8′ (OW) Octavbass 8′ (Mitte unten – P)
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Linke Seite innenOctave 2′ (HW) Pedal Koppel (I/P) Subbass 16′ (P) |
Rechte Seite innenOctave 4′ (HW) Nassard 2 2/3.‘ (HW) – ehem. Bordun 18′ [sic] Manual Koppel (II/I) Principal 8′ (Mitte unten – HW)
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Rechte Seite aussenViola di Gamba 8′ (HW) Floete 8′ (HW) Gedakt 8′ (HW)
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Disposition nach 1920
I Hauptwerk C – f“‘Bordun 16′ Holz ged.; auf pnm. Zusatzlade; neu Principal 8′ C – G Holz offen, innen; ab GS – b‘ Prospekt (Zink nach 1920); ab h‘ Metall, innen; komplett auf pnm. Zusatzlade Gedakt 8′ C – H Holz ged.; ab c° Metall ged. Floete 8′ C – H Gedakt 8′; ab c° Holz offen Viola di Gamba 8′ C – H Holz offen; ab c° Metall offen; neu Octave 4′ Metall Octave 2′ Metall
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II Oberwerk C – f“‘Liebl. Gedakt 8′ C – H Holz ged.; ab c° Metall ged. Salicional 8′ C – H Metall ged.; ab c° Metall offen Floete 4′ C – f“ Metall ged.; ab fs“ offen konisch
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Pedal C – d‘Subbass 16′ Holz ged. Octavbass 8′ Holz offen
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Disposition 1891
I Hauptwerk C – f“‘Principal 8′ C – G Holz offen, innen; ab GS – b‘ Prospekt, Metall; ab h‘ Metall, innen; komplett auf pnm. Zusatzlade Gedakt 8′ C – H Holz ged.; ab c° Metall ged. Floete 8′ C – H Gedakt 8′; ab c° Holz offen Octave 4′ Metall Octave 2′ Metall
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II Oberwerk C – f“‘Liebl. Gedakt 8′ C – H Holz ged.; ab c° Metall ged. Salicional 8′ C – H Metall ged.; ab c° Metall offen Floete 4′ C – f“ Metall ged.; ab fs“ offen konisch
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Pedal C – d‘Subbass 16′ Holz ged. Octavbass 8′ Holz offen
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Spielhilfen
Linke Seite: Pedal Koppel (I/P) als Registerzug
Rechte Seite: Manual Koppel (II/I) als Registerzug
Gebäude oder Kirchengeschichte
Um 1280 ist eine Kirche vorhanden an deren Chorraum die heutige Kirche angebaut wurde. Die Bauzeit wird auf ca. 1250 geschätzt.
1358 Beschädigung der Kirche durch Brand. Anschliessender Wiederaufbau als Hallenkirche an den bestehenden Chorraum mit neu errichteten Westturm.
1698 Zerstörung der Kirche durch Stadtbrand.
1705 neue Kanzel mit Reliefs der Evangelisten.
1708 Entstehung des Altaraufsatzes.
1744 werden Wappen an die Empore gemalt.
1759 schwere Schäden durch Kirchenbrand.
1762 Abschluss des Wiederaufbaus der Kirche. Der Dachreiter wird errichtet (andere Quellen nennen für den Dachreiter das Jahr 1753).
1852 Beendigung einer umfangreichen Innen- und Aussenrenovierung. Späterer Anbau des Westgiebels, der Vorhalle mit Sakristei, zudem neues Westportal.
1905 Aufzug einer Glocke der Giesserei M. & O. Ohlsson (Lübeck) – Nominal a‘.
1972 Neueindeckung des Turmes mit Aufsatz eines Kreuzes.
Nach 1980 Sperrung der Kirche auf Grund Einsturzgefahr.
1990 – 1993 Renovierung der Kirche und Einbau einer Winterkirche unter der erneuerten Orgelempore.
1994 Einweihung der Kirche.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Robert Schulz
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Robert Schulz
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde – siehe nachfolgender Link, zitiert aus dem Buch von Horst Ende „Stadtkirchen im Mecklenburg“ 1984 – Evangelische Verlagsanstalt und aus dem Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler Mecklenburg-Vorpommern von Georg Dehio 2016 – ISBN 9783422031289
Orgelgeschichte: Robert Schulz – eigene Sichtung und Spiel, Angaben vor Ort, Konzert mit Brita Schmidt-Essbach sel. am 10. August 1975, zitiert aus dem Buch von Jaehn, Max Reinhard: FRIESE. Norddeutsche Orgeln in fünf Generationen. Band I. – ISBN 978-3-940207-95-1 Thomas Helms-Verlag 2014, Seiten 1603 – 1624.
Kanal Orgeln im Norden von Robert Schulz




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