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Orgel: Konstanz – Dreifaltigkeitskirche (ehemalige Augustiner-Eremitenkirche)

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Gebäude oder Kirche

Dreifaltigkeitskirche (ehemalige Augustiner-Eremitenkirche)

Konfession

Katholisch

Ort

Konstanz

Postleitzahl

78462

Bundesland / Kanton

Baden-Württemberg

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

 

Digitalorgel



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1619 Orgelneubau durch einen unbekannten Meister.
1860 Orgelneubau (vermutlich) durch Orgelbauer Eduard Hieber.

Derzeitige Orgeln

1926 pneumatische Kegelladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch, erbaut in ein Gehäuse, welches von den Gebrüder Mezger (Überlingen) und Bildhauer Han Stingl(Konstanz) erschaffen wurde, durch Orgelbauanstalt Xaver Mönch Söhne (Überlingen am Bodensee) III/38 + 1 Transmission und 1 Auszug. 28.11.1926 Einweihung.
Am Spieltisch der unspielbaren Orgel ist auf dem Registerschalter Nummer 1 der Vermerk 32′ handschriftlich aufgetragen. Es gab jedoch nie einen 32′ und es hat sich stets um ein Vacat gehandelt. Der Echobass müsste als Transmission aus dem III. Manual ausgeführt sein, dies lässt sich leider vor Ort auf Grund der Zugänglichkeit nicht feststellen.
1999 Stillegung der Mönch-Orgel und Aufstellung einer Digitalorgel der Firma Ahlborn – Modell Organum 3 – III/57.

Der Spieltisch und Pfeifenwerk der Mönch-Orgel sind weitestgehend vorhanden, die Lautsprecher der Digitalorgel befinden sich zusätzlich im Gehäuse der Mönch-Orgel. Ob die Mönch-Orgel restauriert wird ist zur aktuellen Zeit nicht klar. Hinter dem Gehäuse wurden kostbare Malereien entdeckt, welche durch die Vorgängerinstrumente nicht verdeckt wurden.

Disposition

Mönch-Orgel 1926

I Hauptwerk C – g“‘

Prinzipal 16′

Prinzipal 8′

Gamba 8′

Hohlflöte 8′

Dolce 8′

Oktave 4′

Rohrflöte 4′

Picolo 2′ [sic]

Cornett-Mixtur 4-5 f.

Trompete 8′

Glocken 4′

 

II Schwellwerk C – g“‘

Bourdon 16′

Hornprinzipal 8′

Quintatön 8′

Rohrflöte 8′

Viola 8′

Salicional 8′

Fugara 4′

Quintflöte 2 2/3′ Auszug Harmonia aetheria

Harmonia aetheria 2 2/3′

Klarinette 8′

Tremolo II.M.

1 Vacat

III Schwellwerk C – g“‘

Stillgedeckt 16′

Geig.Prinzipal 8′

Soloflöte 8′

Gemshorn 8′

Liebl.Gedeckt 8′

Voix celeste 8′ ab c°

Aeoline 8′

Violine 4′

Dulciana 4′

Waldflöte 2′

Oboe 8′

Tremolo III.M.

Pedal C – f‘

Contrabass 16′

Violonbass 16′

Subbass 16′

Echobass 16′ Tr. III

Quintbass 10 2/3′

Oktavbass 8′

Cellobass 8′

Posaune 16′

1 Vacat (handschr. mit 32′ angezeichnet, ist jedoch Vacat)

 

Ahlborn-Orgel

I Positiv im SW C – c““

Holzgedackt 8′

Quintatön 8′

Prinzipal 4′

Rohrflöte 4′

Nasat 2 2/3′

Flautino 2′

Terz 1 3/5′

Sifflöte 1′

Scharf IV (4-fach)

Dulzian 16′

Trompete 8′

Krummhorn 8′

Tremulant

II Hauptwerk C – c““

Prinzipal 16′

Bordun 16′

Prinzipal 8′

Hohlflöte 8′

Unda maris 8′

Gambe 8′

Oktave 4′

Gemshorn 4′

Quinte 2 2/3′

Oktave 2′

Mixtur V (5-fach)

Kleinmixtur III (3-fach)

Kornett V (5-fach)

Fagott 16′

Trompete 8′

Klarinett 8′

Trompete 4′

Tremulant

III Schwellwerk C – c““

Quintade 16′

Weitprinzipal 8′

Flûte harmonique 8′

Rohrgedackt 8′

Salizional 8′

Vox coelestis 8′

Weitoktave 4′

Nachthorn 4′

Fugara 4′

Octavin 2′

Plein jeu V (5-fach)

Basson 16′

Trompette harmonique 8′

Hautbois 8′

Vox humana 8′

Clairon 4′

Tremulant

Pedal C – g‘

Untersatz 32′

Prinzipal 16′

Subbass 16′

Oktavbass 8′

Gedecktbass 8′

Weitprinzipal 4′

Flöte 4′

Hintersatz VI (6-fach)

Kontrabombarde 32′

Posaune 16′

Trompete 8′

Klarine 4′

 

Spielhilfen

Spielhilfen Mönch-Orgel

Handwalze beidseitig auf der Höhe der Manuale II und III zu bedienen
2 freie Kombinationen (zwei Schaltreihen (weiß / schwarz) oberhalb der Handregister
2 zusätzliche freie Pedal Kombinationen links und rechts unterhalb der Registerwippen der Koppeln (ohne Echobass!)

Linke Seite:
Als Registerwippen Nummer 46 – 52: Pedal-koppel I.M., Pedal-koppel II.M., Pedal-koppel III.M., Manual-koppel II-I, Manual-koppel III-I, Manual-koppel III-II, Superokt.koppel I.z.P., Superokt.koppel I.M.
Schild: „Bässe automatisch ab bei Benützung des II.Man.“

Rechte Seite:
Als Registerwippen Nummer 53 – 60: Superokt.koppel III.M., Superokt.koppel II.M., Superokt.koppel III-I, Superokt.koppel III-II, Superokt.koppel II-I, Subokt.koppel III-I, Subokt.koppel III-II, Subokt.koppel II-I
Schild: „Bässe automatisch ab bei Benützung des III.Man.“

Druckknöpfe unter Manual I: P., MF., F., FF., T., AL., Freie Comb. I, Fr.Comb. II, Handreg frei, Crescendo ab, Aut.Pedal-umsch.an, Koppeln ab, Klarinette 8′ ab, Oboe 8′ ab, Trompete 8′ ab, Posaune 16′ ab

Fuß: Crescendo (Walze als Tritt), Schwellwerk II.Man. (Schwelltritt II), Schwellwerk III.Man. (Schwelltritt III)

Spielhilfen Digitalorgel Ahlborn

Linke Seite: SUB KOPPEL, SUPER KOPPEL (Hauptwerk II)

Mitte oberhalb Manual III: KOPPEL III-II, KOPPEL III-I, KOPPEL I-II, KOPPEL III-Ped., KOPPEL II-Ped., KOPPEL I-Ped., ZUSATZREG. HW, ZUSATZREG. SW, ZUSATZREG. POS., ZUSATZREG. PED., ZUNGEN AB, MIXTUREN AB, ORGAN 1, ORGAN 2, ORGAN 3, ORGAN 4, Lautstärkeregler Man. I, PED., Display, LED Anzeige TUTTI und A.P., TRANSPOSITEUR #/b, EXIT, ENTER, Sequenzer rück/vorwärts, CONTROLS, DISK, REC, START STOP

Rechte Seite: SUB KOPPEL, SUPER KOPPEL (Schwellwerk III), SUB KOPPEL, SUPER KOPPEL (Positiv I)

Druckknöpfe unter Manual I: S (Setzer), III-II, III-I, I-II, III-P, II-P, I-P, -/+, 1 – 9, 0, HR, AP, T, GC

Fuß: PLENUM SW, TUTTI, PLENUM HW, ZUNGEN, PLENUM POS., III-II, III-Ped., III-I, II-Ped., I-II, I-Ped., CRESC. AN, -, CRESCENDO, SCHWELLER I, SCHWELLER III, +, 1 – 9, 0

Gebäude oder Kirchengeschichte

1268 wird ein Bauplatz am See an die Augustiner-Eremiten vergeben. Der Konvent wird gegründet.
1268 – 1279 Bau der Bettelordenskirche.
1280 Entstehung des Mittel- und Seitenschiffes.
1394 Verlegung der Ordensschule nach Konstanz.
1398 wird die Klosterkirche schwer durch einen Stadtbrand beschädigt und anschliessend wieder aufgebaut.
1417 Auftrag zur neuen Ausmalung der Augustinerkirche an die einheimischen Maler Heinrich Grübel, Kaspar Sunder und Johann Lederhoser.
1505 Entstehung des Gnadenbildes.
1522 schliesst sich Ambrosius Blarer aus dem Kloster Alpirsbach der Reformation an, nach Einsprache der Ordensleute in Konstanz wird das Kloster 1525 wieder den Augustinern zugesprochen.
1529 Auflösung des Konvents. Die Innenausstattung der Kirche wird weitestgehendst zerstört. Das Gnadenbild wird nach Stockach versetzt.
1551 kehren Mönche zurück und beleben das Kloster erneut.
1617 Restaurierung der Kirche.
1635 Entstehung der Muttergottes-Statue.
1684 Nutzung als Garnisonskirche für österreichisches Militär.
1687 Entstehung der Marienkapelle als Anbau und eines neuen Hochaltares in der Kirche.
1740 Kirchenrenovierung und Vergrösserung der Klostergebäude. In der Kirche werden die oberen Rundfenster erschaffen und Stuckaturen von Johann Georg Graf (Konstanz) geschaffen. Deckengemälde u.a. von F. J. Spiegler (Konstanz) entstehen.
1745 wird die Kirche erstmalig Dreifaltigkeitskirche genannt.
1786 Anfang der Enteignung des Klosters.
1795 Zusammenschluss des Klosters mit dem Spital Konstanz. Die Gebäude werden fortan vom Spital genutzt und die Patres übernehmen die Seelsorge.
1802 Vertrag mit dem Spital zur Übernahme. Die Kirche wird als Spitalkirche genutzt.
1812 -1813 Zusammenschluss der Gemeinden St. Paulus und St. Jodokus, die Augustinerkirche wird Gemeindekirche und erhält den Namen „Heilige Dreifaltigkeit“.
1828 Aufzug einer Glocke von Giesser Joseph und Carl Rosenlächer (Konstanz) – Nominal cs“.
1830 Entfernung der barocken Ausstattung, unter anderem entsteht ein schlichter neuer Hochaltar.
1845 Entstehung des Altarbildes des nördlichen Seitenaltares durch Malerin Marie Ellenrieder (Konstanz).
1859 wird der entfernte Hochaltar wieder aufgestellt und die Stiftung des Spitals übernimmt die Anschaffung der neuen Ausstattung.
1874 Abtragung der Klostergebäude und Kürzung des Chorraumes der Kirche. In dieser Zeit entsteht das runde Fenster im östlichen Chorbereich. Die Kirche wird von der altkatholischen Gemeinde fortan genutzt.
1904 übernimmt die Dreifaltigkeitsgemeinde die Kirche wieder als Gottesdienststätte.
1906 Freilegung von Fresken bei ersten Restaurierungsarbeiten, welche bis ins Jahr 1922 andauern. 1906 Übernahme des Hochaltares (1689 von Johann Baptist Wickart / Bild 1616 von J.K.Memberger) und der Seitenaltäre (1662 von Michael Richener links und J.B.Wickart rechts mit Blättern von Josef Menteler, Thomas Brandenberg, Caspar Letter mit Oberbildern von Karl Joseph Speck) aus der abgetragenen Michaels-Kirche in Zug. Die Kanzel aus Zug entstand 1641 von Michael Wickart der Ältere. Die restlichen Altäre an den Seitenwänden stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert u.a. von Bartholomäus und Johann Christoph Storer (Konstanz).
1921 Glockenguss durch Giesser Benjamin Grüninger (Villingen) – Nominal e“.
1959 umfangreiche Innenrenovierung, dabei werden die Fresken restauriert und die Stuckaturen saniert und Rundbilder bei den Obergaden freigelegt.
1968 Aussenrenovierung.
1997 wird die Kirche von der Dreifaltigkeitsgemeinde als Gottesdienststätte übernommen.
1999 – 2006 Renovierung der Kirche. Einweihung am 11. Juni 2006.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgeln: Roman Hägler & Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde und zitiert aus „Dreifaltigkeitskirche Konstanz“ Kunstführer Kunstverlag Josef Fink. 2. aktualisierte Auflage 2015 – ISBN 9783898704595 – Autoren Pfarrer Manfred Hermann und Harald Derschka.
Orgelgeschichte: Orgelarchiv Schmidt – Horst Georg und Andreas Schmidt, eigene Sichtung Spiel der Digitalorgel am 01.12.2018, Angaben der Kirchenmusikerin Irene Roth Halter
Glockenangaben: Erzbistum Freiburg – Seite des Glockenverzeichnisses – Link

Internetauftritt der Kirchgemeinde
Internetseite City Pastoral – ökumenische Citykirche

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